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Schwester_S20

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Hallo ich bin in der siebten Woche schwanger und habe mich in den letzten tagen über das Mutterschutzgesetzt informiert. Dazu hätte ich jetzt noch ein zwei fragen, gilt das mit dem schwer heben usw direkt ab feststellung der schwangerschaft oder erst ab einem bestimmten monta weil wir haben schon recht schwere Pflegefälle und ich habe einfach angst davor was falsch zu machen. Weil unsere Heimleitung und Stationsleitung wissen es zwar aber irgendwie kommt von denen garnichts was ich dürfte oder nicht soll alles weiter gehen wie bisher. Würde mich über antwort freuen.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
Sahawe

Sahawe

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Hallo Schwester S20,
erstmal herzlichen Glückwunsch und alles Gute für deine Schwangerschaft.
Schwer heben sollte man vor allem nicht ihn den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, da da in dieser Zeit ein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt besteht. Schweres Heben erhöht den Druck im Bauchraum und es kann so auch zu Minderdurchblutungen kommen.
Die Frage ist nur was ist schwer. Um ein Beispiel zu geben, würde ich sagen ein Kasten Mineralwasser (Glasflaschen) ist zu schwer. Was die Lagerung der Patienten betrifft, würde ich keinen Patienten alleine lagern und auch nicht alleine aus dem Bett holen, sondern immer eine Kollegin hinzuholen. Du musst aber selbst für dich entscheiden was dir zu schwer erscheint. Eine Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit und man kann sich 'normal' belasten, aber ich denke sei lieber ein bisschen vorsichtiger mit schwerem Heben und Tragen. Schwangere sind in der Pflege, oftmals nicht gerne gesehen, aber da solltest du drüber stehen und dich trotzdem durchsetzen und nicht einfach Dinge alleine machen, wenn sie dir zu schwer erscheinen, auch wenn du eine negative Rückantwort bekommst. Ich denke, dass man bis fast zum Schluss arbeiten kann, man muss eben andere, nicht so schwere Arbeiten für dich finden. Viele AG sprechen ein Beschäftigungsverbot aus. Sollte dies so sein, nimm es in Anspruch. Fehlgeburten werden von vielen Frauen als psychisch sehr belastend erlebt.
Ich wünsche dir eine schöne Schwangerschaft.
LG Sabine
 
Qualifikation
Lehrerin für Deutsch und Pflege
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Studium der Germanistik und Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie
berggoass

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Hallo,
erwarte nicht, das von deinem Arbeitgeber was kommt, denn oft besteht noch die ansicht, dass du nur schwanger bist, aber trotzdem voll einsatzfähig. Du darf theorethisch nicht mehr als 10 Kilo heben, das ist in der Pflege allein kaum zu umgehen, achte auf dich, hol dir hilfe und besteh drauf. Der Arbeitgeber muss dir das zustehen, wenn du es einforderst und das ab dem tag, an dem du deinen mutterpass vorlegst. Kann er das nicht, so rate ich dir, lass dir ein beschäftigungsverbot vom arzt geben, keine krankmeldung. Das erhält dir deinen lohn und ist für den arbeitgeber auch die beste lösung.
Gute schwangerschaft
 
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Altenpflegerin, WBL
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Pflege
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freddy20020

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Hallo,
Du darf theorethisch nicht mehr als 10 Kilo heben, das ist in der Pflege allein kaum zu umgehen,
regelmäßig nicht mehr als fünf Kilo, gelegentlich nicht mehr als zehn Kilo...(MuschuG §4)
Mutterschutzgesetz und Verordnungsrichtlinien sind nicht soooo umfangreich, kann man gut lesen und man ist informiert...
 
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Fachkinderkrankenschwester
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SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

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. . . und unabhängig von der Schwangerschaft ist der Arbeitgeber laut § 2 der Lastenhandhabungsverordnung verpflichtet, "geeignete organisatorische Maßnahmen zu treffen oder geeignete Arbeitsmittel, insbesondere mechanische Ausrüstungen einzusetzen, um manuelle Handhabungen von Lasten, die für die Beschäftigten eine Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit . . . zu vermeiden."
Als organisatorische Maßnahmen könte man ansehen, wenn eine Schwangere nicht allein auf weiter Flur steht, sondern immer zu zweit mit einer weiteren Kollegin arbeitet.
Zu den mechanischen Ausrüstungen zählen in Pflegeberufen die Hebegeräte, die dann auch ausreichend in verfügbarer Nähe sein sollten . . .
 
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Kalimera

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Ich denke, dass man bis fast zum Schluss arbeiten kann, man muss eben andere, nicht so schwere Arbeiten für dich finden. Viele AG sprechen ein Beschäftigungsverbot aus.
Bist Du Dir sicher, dass ein AG ein Beschäftigungsverbot aussprechen kann?
Meines Wissen kann nur der entsprechende Gynäkologe ein Beschäftigungsverbot ausstellen als behandelnder Arzt.
Der AG hingegen ist verpflichtet der Schwangeren eine geeignete Arbeit zu ermöglichen, die Regeln/Erfordernisse dafür werden durch das Mutterschutzgesetz näher bestimmt.
 
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Sahawe

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Hallo Sigjun,
es ist so wie du sagst, so hatte ich das auch gemeint, aber falsch ausgedrückt (geschrieben), sorry.
LG Sabine
 
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Schwester_S20

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Irgendwie ist es bei uns auf Arbeit nicht möglich ich muss meine Arbeit wie bis jetzt machen und keinen interessiert sich dafür das ich schwanger bin . Gestern meinte die Heimleitung sie wüsste das ich nicht schwer heben darf aber da könnte sie jetzt auch nichts dran ändern dann sollte ich mir jemand von einem anderen Wohn bereich holen aber das die genauso personalmangel haben und da bestimmt keiner zeit hat. Was kann ich da machen?
 
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Kalimera

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Gestern meinte die Heimleitung sie wüsste das ich nicht schwer heben darf aber da könnte sie jetzt auch nichts dran ändern dann sollte ich mir jemand von einem anderen Wohn bereich holen aber das die genauso personalmangel haben und da bestimmt keiner zeit hat. Was kann ich da machen?
Das ist nicht Dein Problem, dass niemand Zeit hat Dir zu helfen. Das Gesetz, insbesondere auch der Passus wieviel Kilo Du heben darfst, steht da zum Schutz der Mutter und des Ungeborenen drin und ist einzuhalten.
Dein AG befolgt diesen, indem er Dir die Möglichkeit gibt jemand von woanders zu Hilfe zu holen.
Dass dort Personalmangel herrscht, die Kollegen stöhnen werden, manche evtl. sogar ungerechtfertigterweise Dir das ankreiden mag mgl. sein.
Das musst Du natürlich aushalten, was sicher schwer sein kann, bzw. richtig stellen, dass Du dafür nicht verantwortlich bist. Sollte keine Hilfe durch die Kollegen erfolgen informiere die Heimleitung darüber warum entsprechende Patienten von Dir nicht ausreichend versorgt werden können und bitte sie um Abhilfe.
Du musst wissen was Dir wichtiger ist, Dich und Dein Kind Gefahren auszusetzen oder die Wohlgesonnenheit Deiner Kollegen.

Die andere Möglichkeit wäre Deinen Gynäkologen zu fragen ob er Dir ein Beschäftigungsverbot ausstellt.
 
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Schwester_S20

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Nur wie soll ich andere fragen wenn es personel garnicht machbar ist.

Meine Frauenärztin würde das glaube ich nicht machen die hat mich zwar über sachen aufgeklärt wie sportarten die ich nicht machen darf aber obwohl das sie weiß was ich von beruf bin dazu nichts gesagt das es da auch sachen gibt die ich nicht machen darf. Als ich sie sogar auf ne Bescheinigung für meinen Arbeitgeber angesprochen habe meinte sie nur das sie mir die erst bei dem nächsten termin im janur ausstellen würde und sie an meiner stelle dem arbeitgeber noch garnichts davon sagen würde.

Nun weiß ich echt nicht was ich machen soll von der Frauenärtzin kriege ich keinen nachhalt und von meienr Arbeit auch nicht.
 
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ronja1

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Hallo Schwester_S20,
das find ich aber nun sehr merkwürdig, dass deine Frauenärztin dir rät, deinen Arbeitgeber nicht zu informieren. Bist du sicher, dass das kein Missverständnis war?? Sobald du weißt, dass du schwanger bist, tritt das Mutterschutzgesetz in Kraft. Solltest du keine Unterstützung von deinem AG bekommen, lass dich krank schreiben oder geh zu einem anderen Frauenarzt. Deine Gesundheit und die deines Kindes gehen vor. Wenn du keinen Erfolg hast, wende dich an die Gewerbeaufsicht.
 
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Schwester_S20

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ne das ist leider kein missverständnis sie meinte sie stellt mir eine bescheinigung erst im januar aus und sie an meiner stelle würde erst dann meinen Arbeitgeber informieren
 
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Kalimera

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ne das ist leider kein missverständnis sie meinte sie stellt mir eine bescheinigung erst im januar aus und sie an meiner stelle würde erst dann meinen Arbeitgeber informieren
Was ist das denn für eine seltsame Gynäkologin. Sie muss Dir doch auch schon den Mutterpass ausgestellt haben?????
Oder gibt es irgendeinen Grund, dass Deine Schwangerschaft nicht in Ordnung ist?
 
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Nachteule49

Hallo Schwester,

zuerst einmal herzlichen Glückwunsch und alles gute für euch! Du hast geschrieben das deine Gyn nicht unbedingt aud die Arbeitssituation eingeht. Ebenso dein Boss. Ich würde dir raten schnell einen Termin bei eurem Betriebsarzt zu holen und mit ihm/ihr reden. Der Betriebsarzt setzt sich dann mit deiner Gyn zusammen und so kann einfacher ein Berufsverbot bei vollem Lohnausgleich ausgesprochen werden.
Nicht umsonst gibt es das Mutterschutzgesetz. Du solltest nun wirklich nur an dich und dein Baby denken.

Viel Erfolg !
 
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Schwester_S20

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Ich habe gerade nochmal mit meiner frauenärztin telefoniert und sie meinte das ich alles weiter dürfte nur kurzfristig nicht schwer heben von 8 kg und langfristig nicht mehr als 30 kg. Spritzen und alles andere meinte sie dürfte ich weiter was soll ich da den jetzt machen mein Arbeitgeber unterstützt mich in keinster weise und sie auch nicht. Haben auch keinen eigenen Betriebsarz.
 
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dieKathi

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Ich habe gerade nochmal mit meiner frauenärztin telefoniert und sie meinte das ich alles weiter dürfte nur kurzfristig nicht schwer heben von 8 kg und langfristig nicht mehr als 30 kg. Spritzen und alles andere meinte sie dürfte ich weiter was soll ich da den jetzt machen mein Arbeitgeber unterstützt mich in keinster weise und sie auch nicht. Haben auch keinen eigenen Betriebsarz.
Erst einmal auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Ich wünsche dir alles Gute, dass es dir gesundheitlich gut geht und du viel Freude an dem wachsenden Leben in dir hast.

Du bist, das entnehme ich deinen Postings, jetzt sehr verunsichert und dir fehlt eindeutig jede Unterstützung.
Wenn ihr keinen Betriebsarzt habt, deine Frauenärztin Aussagen macht, die entgegen dem Mutterschutzgesetzt sind - und du dich damit nicht wohl fühlst (was ich verstehen kann), dann bleibt dir wohl nur, so schnell wie möglich einen anderen Frauenarzt zu suchen, der dich entsprechend unterstützt, damit du deine Sicherheit zurückgewinnst.

Bis du da jemanden gefunden hast: Wende dich an deine MAV /BR, die sollten dich unterstützen und dir helfen, damit deine Arbeit so organisiert werden kann, dass die Vorschriften des Mutterschutzgesetzes eingehalten werden können - und dir auch gegen evtl. genervte Kolleg/innen, die für dich einspringen müssen, zur Seite stehen.

Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit, aber es soll halt auch niemand krank werden durch zuviel Belastung in der Schwangerschaft. Dafür gibt es ja den Mutterschutz.

Hoffe, dass sich eine gute Lösung für dich finden lässt.
Viele Grüße,
dieKathi
 
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Wohnheimbetreuerin / Krankenschwester
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stern3007

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In deinem Fall würde ich auf jeden Fall schriftlich die korrekte Umsetzung des Mutterschutzgesetzes durch deinen AG einfordern mit Hinweis auf die bestehenden Schwierigkeiten. Es ist Aufgabe des AG für die Umsetzung des MuSchuGesetzes zu sorgen, nicht deine. Manchmal helfen schriftliche Fragen an den AG wie der AG deine Unversehrtheit und die Unversehrtheit deines ungeborenen Kindes gewährleisten will wenn das MuSchuGesetz nicht umsetzbar ist.

Ich würde auch über einen Wechsel des Gyn nachdenken. Mich stimmt es schon bedenklich wenn ein Gyn den Mutterschutz ignoriert.
 
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Krankenschwester
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Kalimera

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Ich habe gerade nochmal mit meiner frauenärztin telefoniert und sie meinte das ich alles weiter dürfte nur kurzfristig nicht schwer heben von 8 kg und langfristig nicht mehr als 30 kg. Spritzen und alles andere meinte sie dürfte ich weiter was soll ich da jetzt machen mein Arbeitgeber unterstützt mich in keinster weise und sie auch nicht. Haben auch keinen eigenen Betriebsarz.
Gynäkologen wechseln, mehr fällt mir dazu wirklich nicht ein.
Man stelle sich nur mal vor 30kg zu heben, das fällt mir als nicht Schwangere schon schwer, bzw. ich überlege mir genau die Hebetechnik.
Halte Dich an das Mutterschutzgesetz, da steht wirklich alles was relevant ist drin, und Dein AG kann dem nicht entgegen handeln.
 
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Pflege
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Nachteule49

Keinen Betriebsarzt? Das gibt es nicht. Solltest mal deinen AG fragen, und auch ich würde dir raten deinen Gyn zu wechseln.
Meine Kollegin hat es auf diesem Weg ohne grosse Probleme geschafft.

Viel Erfolg !
 
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