Schwanger in Pflege

  • Ersteller Motte95
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Motte95

Neues Mitglied
Basis-Konto
16.06.2022
NRW
Hallo zusammen,
ich bin in der ambulanten Pflege tätig und habe derzeit ein Problem: Ich bin schwanger und habe meinen AG vor 3 Wochen darüber informiert.
Da ich stellv PDL bin , habe ich keine feste Tour, sondern bin eingesprungen bei krank und Urlaub und hab ca. 1x wtl spätdienst gemacht und jedes zweite WE komplett, um auf meine Stunden zu kommen (Vollzeit). Ansonsten, wenn keine Tour abzudecken war, bin ich von 7-13.00 auf dem Büro .
Seit Bekanntwerden der Schwangerschaft bin ich nur noch auf dem Büro und komme bei 6 Stunden am Tag (mehr ist auch nicht zu tun) auf 30 Stunden die Woche. Jetzt meint mein Arbeitgeber, mich nur noch für 30 Stunden die Woche zu bezahlen. Ich habe beim Ministerium für Familie angerufen und der Herr dort sagte mir, das sei nicht rechtens, ich dürfe durch die Schwangerschaft keine Einbußen haben, mein AG sieht das anders.

An wen kann ich mich denn nun wenden, um das ganze zu klären? Ich habe zwar Freunde, welche in der Pflege sind, die waren aber immer sofort in Beschäftigungsverbot, da keine Alternative Arbeit vorhanden.
Bin momentan echt fertig, weil 8.5 Stunden wöchentlich weniger eine Menge Geld ist und jeder mir auch was anderes sagt.

L
 
Qualifikation
Altenpflegerin
catshome

catshome

Neues Mitglied
Basis-Konto
22.08.2022
NRW
Leider kommen diese mutmaßlichen Machenschaften bei den privaten Dienstleistern ohne
Tarifverträge wohl häufiger vor. Aber liebe Kollegen, lasst euch nicht in die Irre führen!

Arbeitsvertrag prüfen, bzw. prüfen lassen und ggf. einen Anwalt aufsuchen.

Dein Arbeitgeber muss Dir die Arbeitszeit gewähren, welche in Deinem Arbeitsvertrag vereinbart wurde.
Bedeutet, hast Du einen Arbeitsvertrag auf "Vollzeit", dann muss Dein Arbeitgeber dafür sorgen, das
Du entsprechend einer Vollzeitkraft den Dienst verrichten kannst. Sollte Dein Arbeitgeber Dir die
Arbeitszeit nicht zur Verfügung stellen wollen oder können, und Dein Arbeitsvertrag sieht auch keine
anderen Einschränkungen der Arbeitszeit vor, so hast Du entsprechend der im Arbeitsvertrag vereinbarten
Stunden, bzw. Gehalt, Anspruch auf die volle Entlohnung, auch wenn Dein Arbeitgeber Dich zeitlich reduziert
eingesetzt hat.

Wenn Du allerdings einen Arbeitsvertrag über ein bestimmtes Zeitkontingent vereinbart hast, dann sind
nur die im Vertrag vereinbarten Stunden zu entlohnen.

Klick ->Minusstunden im Arbeitsrecht

Klick ->Informationen zum Arbeitsschutz für Schwangere und Stillende
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Mobile Altenpflege
T

Timo45-3

Mitglied
Basis-Konto
03.01.2021
Kiel
Hallo,

ich würde mich zunächst an die Gewerkschaft wenden, dort bekommst du auch kostenlose Rechtsberatung für den Bereich Arbeitsrecht, dann sparst du dir die Kosten für einen Anwalt. Dort müsstest du dann zwar Mitglied werden aber in den sauren Apfel musst du dann beißen. Eigentlich musst du dafür eine Gewisse zeit in der Gewerkschaft sein aber eigentlich sind die da sehr entgegenkommend. Die Gewerkschaft hat noch andere Vorteile.
Einen Betriebsrat habt ihr ja vermutlich nicht.


Liebe Grüße

Timo
 
Qualifikation
Examinierter Altenpfleger
Fachgebiet
Pflegeeinrichtung Stationär

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