Schülerin am Wochenende im Spätdienst

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taebde

In unserem Haus ist es so geregelt, das jeder MA seinen Wunschdienst für das Wochenende in eine Liste eintragen kann, d.h. ob er lieber früh oder spät arbeiten möchte.

Kommt es dazu, das nur eine Schülerin am Wochenende eingeplant ist, muss diese an beiden Tagen im Spätdienst arbeiten um fehlend eingeplante Examinierte zu "ersetzen".

Im Dienstplan ist bei der Schülerin abwechselnd früh-früh oder spät-spät an den Wochenenden eingetragen.

Da der Dienstplan verpflichtend für beide Seiten ist, wollte ich fragen ob die interne Regelung "rechtens" ist?

Es wird einfach gänzlich vergessen, das Schüler Schüler sind und KEINE exam. Vollzeitkräfte! Auch die haben gerne mal früh-spät am Wochenende zu arbeiten und auch einfach genau das selbe Recht der Erholung wie das normale Pflegepersonal.

Nun ist es dazu gekommen, dass die Schülerin sich früh-spät eingetragen hat (im Dienstplan steht spät-spät) und die exam. Schwestern nun sauer auf die Schülerin sind. Warum eigentlich? Liegt es nicht eher an der PDL oder an der Geschäftsführung das zu wenig Personal da ist? Ist das die Aufgabe einer Schülerin dies zu kompensieren? Wo bleibt die Anleitung im Spätdienst am Wochenende wenn schon in der Frühschicht weniger Personal da ist?

Man sollte sich wirklich mal am Riemen reißen - ich finde es beschämend wie mit Schülerinnen umgegangen wird! Mal abgesehen davon, das diese über kurz oder lang eure Kolleginnen sind?, schon mal daran gedacht?
 
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Kalimera

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AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

Kommt es dazu, das nur eine Schülerin am Wochenende eingeplant ist, muss diese an beiden Tagen im Spätdienst arbeiten um fehlend eingeplante Examinierte zu "ersetzen".
DAs verstehe ich nicht. Eine Schülerin wird nie eine Examinierte ersetzen können. Und wie kann jemand als "fehlend" eingeplant werden?

Da der Dienstplan verpflichtend für beide Seiten ist, wollte ich fragen ob die interne Regelung "rechtens" ist?
Diese interne Regelung hat sicher etwas damit zu tun, dass ein Dienst eingetragen sein muss, aber allen so weit wie mgl. die Möglk. gegeben werden soll, untereinander zu tauschen. Solltest Du auf Dein recht bestehen, wirst Du niemandem einen Gefallen damit tun, da der Dienst dann festgeschrieben wird und überhaupt nicht mehr getauscht werden darf.

Es wird einfach gänzlich vergessen, das Schüler Schüler sind und KEINE exam. Vollzeitkräfte! Auch die haben gerne mal früh-spät am Wochenende zu arbeiten und auch einfach genau das selbe Recht der Erholung wie das normale Pflegepersonal.
Das ist Polemik und der DP ist kein Wunschplan, egal ob für Examinierte oder Schüler und ich bezweifele, dass Schüler bei Euch weniger Erholungsphasen haben als Examinierte.

Liegt es nicht eher an der PDL oder an der Geschäftsführung das zu wenig Personal da ist? Ist das die Aufgabe einer Schülerin dies zu kompensieren? Wo bleibt die Anleitung im Spätdienst am Wochenende wenn schon in der Frühschicht weniger Personal da ist?
Wenn die Dienste besetzt sind wird wohl kaum zu wenig Personal da sein? Und die Anmerkung mit Anleitung ist m.E. ein Scheinargument, da die Hauptanleitung sicher in der Woche geschieht und es keiner Schülerin schadet, wenn das am Wochenende nicht in voller Gänze passiert.

Man sollte sich wirklich mal am Riemen reißen - ich finde es beschämend wie mit Schülerinnen umgegangen wird! Mal abgesehen davon, das diese über kurz oder lang eure Kolleginnen sind?, schon mal daran gedacht?
Wer ist "man"?
Was verstehst du unter "am Riemen reißen"?
Wodurch werden Schüler beschämt und von wem und was ist überhaupt an dem Umstand zu kritisieren, dass Schüler auch Dienste machen müssen, die ihnen nicht passen?
Und was soll dieser Rundumschlagvorwurf, bzw. -drohung, dass Schüler die zukünftigen Kollegen sind?
Und wem wolltest Du denn jetzt überhaupt hier einen Vorwurf machen? Wen wolltest Du denn kritisieren?

Was wolltest Du nun mit Deinem Posting erreichen?
 
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Fripi

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AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

@taebde
Grundsätzlich gilt der geschriebene und unterschreibene Dienstplan, eine Schülerin kann darauf in höherem Maße vertrauen als eine Examinierte da sie sowieso nicht als ersatz für eine Vollkraft zählen kann und darf.
Natürlich solten manche Leute mehr darüber nachdenken. Du siehst das grundsätzlich rihtig, sprch doch mal mit denjenigen die da im Wege stehen frag deine Praxisanleiter doch mal wie sie sicherstellen das am Wochenende tatsächlich etwas gelernt wird, was ansonsten nicht gelernt werden kann - ansonsten ist es nämlich streng genommen gar nicht möglich solche Dienste für Schüler einzubauen.

@Sigjun
Wieso sollte man einen Nachteil davon haben wenn man nicht mehr Tauscht? Entweder ich Tausche so das es mir einen Vorteil bringt oder ich lasse es bleiben. Mit verlaub, das Argument ist hier völlig fehl am Platze, es geht doch darum das regelhaft von der Planung abgewichen wird, nicht darum das hin und wieder zwei Kollegen tauschen. Das Ergebnis davon, dass man auf seinen Rechten besteht ist das, dass man sie wieder hat. Wenn ich mir manche Stationen mit den Bleistift-Dienstplänen angucke wird mir ganz anders, hätte man da endlch mal ein paar Kollegen die auf dem Dienstplan bestehen kämen auch mal Fragen auf wie ein Dienstplan zu gestalten ist und was denn Dienstplansicherheit zu bedeuten hat und nicht zuletzt wie man ein Leben führen kann, wenn man vorher tatsächlich weiß wie man Arbeitet...
Natürlich ist ein DP kein Wunschplan, aber es darf auch kein egal-Plan sein. Bei Ruhezeiten für Schüler und den Erholungen muss man daran denken das diese einem ganz anderen Stressniveau ausgesetzt sind, als jemand der schon ein paar Jahre Routine hat. Beschrieben wird hier die Situation, dass Schüler regelhaft in die Schichten müssen die Unterbesetzt sind, dann ist es ja wohl keine Frage das am ende weniger Erholung übrigbleibt. Wenn diene einzige Reaktion ist den wahrheitsgehalt deines gegenübers zu bezweifeln ist das wenig konstruktiv.

Spaßig ist auch die Aussage das es keiner Schülerin schadet, wenn am Wochenende weniger Anleitung statfindet - wenn keine qualifizierte Anleitung stattfindet die das besondere Wesen ines Wochenenddienstes berücksichtigt, ist es überhaupt nicht verständlich wieso die Schülerin überhaupt arbeitet. In Zeiten von Personalmangel sollte man als Arbeitsentlastung eigentlich die Schüler von den Stationen abziehen, das wäre die richtige Einstellung.

"Und was soll dieser Rundumschlagvorwurf, bzw. -drohung, dass Schüler die zukünftigen Kollegen sind?" - Herrlich, da droht jemand damit das Schüler mal Kollegen werden, es ist wie Loriot es sagt - am witzigsten sind die Menschen wenn sie es ernst meinen. Traurig daran ist nur, dass viele genau das so sehen.

lg, Nils
 
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taebde

AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

Von meiner Praxisanleiterin wurde mich im Beisein einer anderen Schwester gesagt, dass am Wochenende KEINE Anleitung stattfindet / stattfinden kann.
Schülerinnen werden nicht "offiziell" als Examiniertes Personal geführt - aber natürlich inoffiziell in allen Etagen bekannt.
Ich kann Fripi in allen Einzelheiten nur zustimmen - er spricht mir aus der Seele.
 
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EmmaPeel

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AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

Hallo taebde.

Man kann nicht jeden Schüler 7 Tage die Woche anleiten...Also, wenn keine Anleitung am Wochenende stattfindet, finde ich das nicht schlimm.
In welchem Ausbildungsjahr befindest du dich denn?
Ich hoffe doch nicht, dass du die Tätigkeiten einer ex. AP/KS ausführst????


LG
 
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Kalimera

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AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

@Sigjun
Wieso sollte man einen Nachteil davon haben wenn man nicht mehr Tauscht? Entweder ich Tausche so das es mir einen Vorteil bringt oder ich lasse es bleiben. Mit verlaub, das Argument ist hier völlig fehl am Platze, es geht doch darum das regelhaft von der Planung abgewichen wird, nicht darum das hin und wieder zwei Kollegen tauschen.
Wenn ich taebde richtig verstanden habe, dann sind die Dienste für ein WE fest geplant im DP-Programm und die Station handhabt es so, dass am WE dennoch jeder so arbeiten darf wie er/sie möchte, so lange die Dienste abgedeckt sind. Das ist auch bei uns eine gängige Praxis und hat den Vorteil, dass auch kurzfristige Termine gut eingeplant werden können. Es gilt dabei, dass sich Schüler untereinander und Examinierte untereinander einigen müssen. Wenn es nur einen Schüler gibt, dann wird auch dieser so eingeteilt, wie es besetzungsmäßig passt, das ist nicht anders zu regeln. Wenn jetzt die Dienste immer so bleiben wir geplant (so wie es rechtlich sicher auch richtig ist), dann würde ich Schüler immer so planen, dass es auf jeden Fall passt, also ohne dass überhaupt eine Wahlmglk. besteht. Kurzfristige Wünsche und Termine wären somit sehr eingeschränkt bis nicht mehr mgl.. Die Einhaltung geplanter Dienste gilt für beide Seiten.

Bei Ruhezeiten für Schüler und den Erholungen muss man daran denken das diese einem ganz anderen Stressniveau ausgesetzt sind, als jemand der schon ein paar Jahre Routine hat.
Anders ist nicht gleichbedeutend mit weniger oder mehr, zumal Stressempfindungen sehr individuell sind.
Beschrieben wird hier die Situation, dass Schüler regelhaft in die Schichten müssen die Unterbesetzt sind, dann ist es ja wohl keine Frage das am ende weniger Erholung übrigbleibt. Wenn diene einzige Reaktion ist den wahrheitsgehalt deines gegenübers zu bezweifeln ist das wenig konstruktiv.
Genau, Schüler müssen in die Schicht, die unterbesetzt ist, bedeutet für mich, dass dann mit dem Schüler, die Schicht auch normal besetzt ist, wäre für mich eine logische Vorgehensweise, um allen Schichten gerecht zu werden.
Erholungsphasen ist doch die zeit, in der ich nicht arbeite und da zweifele ich nach wie vor dran, dass Schüler per se benachteiligt sind.

Spaßig ist auch die Aussage das es keiner Schülerin schadet, wenn am Wochenende weniger Anleitung statfindet - wenn keine qualifizierte Anleitung stattfindet die das besondere Wesen ines Wochenenddienstes berücksichtigt, ist es überhaupt nicht verständlich wieso die Schülerin überhaupt arbeitet. In Zeiten von Personalmangel sollte man als Arbeitsentlastung eigentlich die Schüler von den Stationen abziehen, das wäre die richtige Einstellung.
Es wäre uns allen geholfen, wenn Schüler nicht im Stellenplan mitgezählt werden, bin ich absoluter Verfechter von. Dennoch ist die Realität eine andere, mit der wir tagtgl. arbeiten und planen müssen.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei taebde das ausschließlich so ist wie sie es schildert und genau dieser Rundumschlag und die große Pauschalierung hat für mich einen Hauch zu viel Polemik.
Herrlich, da droht jemand damit das Schüler mal Kollegen werden, es ist wie Loriot es sagt - am witzigsten sind die Menschen wenn sie es ernst meinen. Traurig daran ist nur, dass viele genau das so sehen.
Wenn man einzig diesen Satz alleine liest, dann enthält er sicher nur eine wahre Aussage. Ich habe ihn im Zusammenhang des ganzen Postings gelesen und da bleibt er das für mich, was ich geschrieben habe.
 
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Fripi

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AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

Wenn ich taebde richtig verstanden habe, dann sind die Dienste für ein WE fest geplant im DP-Programm und die Station handhabt es so, dass am WE dennoch jeder so arbeiten darf wie er/sie möchte, so lange die Dienste abgedeckt sind. Das ist auch bei uns eine gängige Praxis und hat den Vorteil, dass auch kurzfristige Termine gut eingeplant werden können. Es gilt dabei, dass sich Schüler untereinander und Examinierte untereinander einigen müssen.
Ja, das kenne ich auch so und insoweit stimme ich dir auch zu, aber...


Wenn es nur einen Schüler gibt, dann wird auch dieser so eingeteilt, wie es besetzungsmäßig passt, das ist nicht anders zu regeln.
...das hinbgegen ist in der Richtung das der Schüler als unterstützung gesehen wird Unsinn. Der Schüler müsste in die besser besetzten Dienste, damit die beaufsichtigung bzw. n otwendige Anleitung gewährleistet werden kann.

Wenn jetzt die Dienste immer so bleiben wir geplant (so wie es rechtlich sicher auch richtig ist), dann würde ich Schüler immer so planen, dass es auf jeden Fall passt, also ohne dass überhaupt eine Wahlmglk. besteht. Kurzfristige Wünsche und Termine wären somit sehr eingeschränkt bis nicht mehr mgl.. Die Einhaltung geplanter Dienste gilt für beide Seiten.
Wenn wir bei der Rechtlichen Seite sind, dann kommt evtl. auch irgendwann die Frage auf wieso überhaupt ein Einsatz am Wochenende für Schüler in dem momentan gängigen Umfang notwendig ist, dann wird man vlt. wirklich mal in die Gesetze Schauen und auch überlegen was die bedeuten - und dann hat sich das Problem erledigt, ich sehe bei dem Konzept mehr Gewinner.

Genau, Schüler müssen in die Schicht, die unterbesetzt ist, bedeutet für mich, dass dann mit dem Schüler, die Schicht auch normal besetzt ist, wäre für mich eine logische Vorgehensweise, um allen Schichten gerecht zu werden.
Die Schicht ist mit Schüler "normal" besetzt? Man wird mit der Rechnung evtl. den Schichten gerecht, aber niemals dem Scchüler. Dieses Bewusstsein das das etwas wichtiges existiert aber in Deutschland (fast) nicht, das wird sich noch rächen.

Es wäre uns allen geholfen, wenn Schüler nicht im Stellenplan mitgezählt werden, bin ich absoluter Verfechter von. Dennoch ist die Realität eine andere, mit der wir tagtgl. arbeiten und planen müssen.
Im Krankenhaus ist die Anrechnung Vollkrft zu Schüler 1:9,5 - das ist jetzt kein Faktor der es auch nur im entferntesten erlaubt von einer "einplanung" zu sprechen. Realistisch geben die Schüler doch wesentlich mehr wieder, auch und gerade bei guter Anleitung die auch Zeitintensiv ist. De Fakto werden aber Schüler heute durchaus als Ersatz geplant. Auf einen Schüler muss man jederzeit verzichten können - sobald das nicht gegeben ist kommt der Ausbilder seinem Auftrag nicht mehr nach.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei taebde das ausschließlich so ist wie sie es schildert und genau dieser Rundumschlag und die große Pauschalierung hat für mich einen Hauch zu viel Polemik.
Polemik vielleicht, aber deswegen eine Unwahrheit zu unterstellen finde ich... unangemessen.

lg, Nils
 
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mr_australia

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AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

hallo !
wer plant denn bitteschoen die schuelerin als feste kraft ein ?
wer seinen plan nicht ohne schueler besetzen kann hat ein problem.
mehr muss darueber eigentlich nicht diskutiert werden, personalnot hin oder her.
 
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traveler

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AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

Na ja, mehr oder weniger werden und müssen Schüler natürlich eingeplant werden.

Je nach Ausbildungsstand für mehr oder weniger Tätigkeiten.

Wie soll es denn auch anderst gehen?

Für Schüler werden exam. Stellen abgezogen.

Die Anrechnung steht ja oben schon.

Schüler werden ja auch bezahlt!

Man kann ja auch nicht 8Std. am Tag Ausbildung machen.

Ist doch in anderen Ausb.berufen auch nicht anderst.

Kein Betrieb kann sichs leisten 3Jahre AZUBIS irgendwie nebenher laufen zu lassen.
 
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elsemarie

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AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

Hallo zusammen,

ich denke, hier geht es darum, daß im Dienstplan andere Dienste stehen, als dann gearbeitet werden bzw. von Schülern gearbeitet werden.
Das ist nicht zulässig; ein Dienstplan, der genehmigt wurde, ist rechtsverbindlich.

Es geht nicht, daß ein F/F am Wochenende eingetragen wird, aber ein S/S gearbeitet werden muß.

Ich kenne es noch von vor nicht allzu langer Zeit, daß im Dienstplan am Wochenende und Feiertagen nur "Dienst" stand und die Kollegen
sich untereinander einig werden mußten, wer wie arbeitet.
Einerseits praktisch, weil man spontan planen konnte, andererseits immer wieder der Anlaß für Ärger und besonders für Schüler unangenehm,
da sie nie wußten, wo sie die Lücke füllen mußten.
Denn seien wir mal ehrlich, Schüler füllen Lücken und das nicht zu knapp.

Seitdem wir die Wochenenddienste ganz regulär im Voraus planen, ists friedlicher und man tauscht einfach, wenn etwas anliegt.
Ich fluche zwar jedesmal über unser elektronisches Dienstplanprogramm, aber es ist ein gutes Instrument um etwas mehr Planungssicherheit zu geben.
Lieben Gruß, die Else
 
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PflegeSunshine

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AW: Schülerin am Wochenende im Spätdienst

wer plant denn bitteschoen die schuelerin als feste kraft ein ?
wer seinen plan nicht ohne schueler besetzen kann hat ein problem.
mehr muss darueber eigentlich nicht diskutiert werden, personalnot hin oder her.
Wenn von Oben die Einstellung neuer Mitarbeiter nicht genehmigt wird kannste nix machen.
Da kann dann auch die Stationsleitung nix dafür.
Bei uns war es auch immer so, dass wir am WE mit 4 KS und 1 Schüler garbeitet haben. 2 FD, 1 SD, 1 ND und der Schüler hatte dann automatisch SD.
War auch nicht immer das Gelbe vom Ei, aber was willst du machen...
 
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Gesundheits- und Krankenpflegerin
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Weib

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hallo,

ehrlich gesagt verstehe ich diese Debatte grad nich so ganz. Wir befinden uns in der Welt des Pflegenotstandes. Und je schneller Schüler das begreifen, umso weniger werden sie hart aufschlagen, wenn sie sich nach dem Examen ganz plötzlich auf der Seite der Examinierten wieder finden.
Und ja. Wir examinierten sind teilweise zu zweit für 42 Patienten mit ca. einem Dritten davon Vollpflegefällen zuständig. Und ein Schüler hätte dann am Wochenende scheinbar am liebsten überhaupt keine Dienst, weil er dann ja nicht angeleitet werden kann?
Sorry, aber in welcher Welt lebst du?

Einer meiner ganz persönlichen Lebensgrundsätze lautet geben und nehmen.
Ich habe mal Krankenschwester gelernt und nicht Lehrkraft für Auszubildende. Trotzdem wird von mir erwartet, dass ich Schüler im Alltag anleite. Klar tu ich das. Aber dafür erwarte ich auch, dass dieser Schüler, wenn es mal eng wird, einfach mal malocht und eben auch etwas gibt.
In jedem Dienst gibt es Tätigkeiten, für die ich mich in keinster Weise zu schade fühle, aber die eben auch gemacht werden müssen.
Ein Schüler kann eben einige Verantwortungen noch nicht übernehmen und hat manchmal schlicht und einfach auch nicht das Wissen und die Erfahrung wie eine Examinierte. Muss er ja auch nicht, dafür ist er ja Schüler.
Aber dann tut in solchen Chaoszeiten, die ganz sicher jeder mehr als genug zu bewältigen hat, eben jeder das was er kann.
Ich kümmere mich um Patienten, denen es schlecht geht, um Dinge, die ich nur als Examinierte tun kann und der Schüler putzt dann eben mal Nachtschränke von entlassenen Patienten und teilt auch mal 42 Mittagessen alleine aus.
Und als Dankeschön dafür bekommt er in besseren Zeiten von mir meine gesamte Aufmerksamkeit und mein komplettes Wissen auf dem Silbertablett serviert.

Am Wochenende ist bei uns, sowie vermutlich auf vielen anderen Stationen auch im Frühdienst mehr zu tun als im Spätdienst.
Wenn ich dann 3 Examinierte und 1 Schüler zur Verfügung habe, bleibt kaum eine andere Möglichkeit als morgens 2 examinierte und nachmittags 1 Examinierte und 1 Schüler arbeiten zu lassen.

ich will jetz garnich mit so antiquierten Sprüchen wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" kommen.
Aber manchmal habe ich das Gefühl unser NAchwuchs wird derart gepampert und gepudert.... das kanns auch nich sein

Schüler dürfen keine Überstunden machen. Super. Also geht der Schüler um Punkt 21 Uhr nach Hause. Und die examinierten dürfen sehen wie sie klar kommen und sich vielleicht von ganz oben noch blöde Sprüche anhören, warum man sich nicht besser organisiert hat oder so

Mein erster Beitrag und mir schwillt schon der Kamm :-D

wollt ich einfach mal loswerden

sorry, eigentlich bin ich ganz verträglich ;-)

lG
Andrea
 
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hallo,
Wir befinden uns in der Welt des Pflegenotstandes. Und je schneller Schüler das begreifen, umso weniger werden sie hart aufschlagen, wenn sie sich nach dem Examen ganz plötzlich auf der Seite der Examinierten wieder finden.


Es wird Zeit, dass zumindest die jungen Pflegekräfte endlich aufstehen und sich gegen die Ausbeutung auf Kosten ihrer Gesundheit wehren - wenn es schon die Examinierten nicht tun und lieber die Ausbeutung selbst mit fortschreiben


Ich habe mal Krankenschwester gelernt und nicht Lehrkraft für Auszubildende.

Und als Dankeschön dafür bekommt er in besseren Zeiten von mir meine gesamte Aufmerksamkeit und mein komplettes Wissen auf dem Silbertablett serviert.
Du bist Krankenschwester - Anleitung gehört zu deinem ureigensten Tätigkeiten und ist Teil der Tätigkeit - sowohl Anleitung von Schülern, als auch von Angehörigen gehört zum Berufsbild.
Anleitung als Dankeschön zu verstehen ist so als würdest du das holen einer Wasserflasche für einen Patienten als Dankeschön betrachten, wenn du gerade mal Zeit hat - egal ob mit oder ohne Silbertablett.
Es muss wieder das Selbstverständnis her, dass Ausbildung unsere Aufgabe ist und Anleitung ein Tätigkeit mit Priorität. Und warte nicht darauf, dass es irgendjemand sieht und dir extra Zeit einräumt - tu es und lass das Abwischen der Nachttische sein.




Am Wochenende ist bei uns, sowie vermutlich auf vielen anderen Stationen auch im Frühdienst mehr zu tun als im Spätdienst.
Wenn ich dann 3 Examinierte und 1 Schüler zur Verfügung habe, bleibt kaum eine andere Möglichkeit als morgens 2 examinierte und nachmittags 1 Examinierte und 1 Schüler arbeiten zu lassen.
Dagegen ist ja gar nichts zu sagen, wenn das so im Dienstplan geplant ist, dann ist das so - egal ob Früh / Früh oder Spät / Spät. Was hingegen nicht geht ist den Schüler mit F/S oder S/F im Dienstplan zu vermerken und dann zu sagen er müsse anders arbeiten, weil es nicht anders ginge.
Das geht genausoweing wie jemand aus dem Frei kommen muss weil es nicht anders geht.

Das ist das Problem der Einrichtung wie er seine Dienste besetzt kriegt. Sein Recht darauf die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter zu verplanen hat er mit dem Bekanntmachen des Dienstplanes ausgeschöpft. Danach ist einfach nur Essig mit "du musst" - nix muss die Examiniert und nix muss der Schüler.

Wenn es auf Stationen üblich ist, dass die Dienste am WE besprochen werden, dann ist das möglich solange alle damit einverstanden sind- und wenn eine/r auf dem vorgeplanten Dienst besteht, dann ist das nichts weiter als sein gutes Recht auf dem er jetzt besteht, auch wenn alle anderen das nicht tun. Nicht mehr und nicht weniger.

Schüler dürfen keine Überstunden machen. Super. Also geht der Schüler um Punkt 21 Uhr nach Hause. Und die examinierten dürfen sehen wie sie klar kommen und sich vielleicht von ganz oben noch blöde Sprüche anhören, warum man sich nicht besser organisiert hat oder so

Mein erster Beitrag und mir schwillt schon der Kamm

Warum schwillt dir der Kamm über die Schüler? Warum ärgerst du dich darüber, dass jemand besser geschützt ist? Warum lasst ihr nicht einfach die Tätigkeiten mit niedrigen Prioritäten mal liegen -wenn es sein muss über mehrere Schichten? Warum ist der Spülraum aufgeräumt zum Schichtende aber die Dokumentation (das EINZIGE das man nicht delegieren kann an die nächste Schicht) noch nicht gemacht?
Wenn von der Leitung die Ansage kommt man soll nicht so viele Überstunden produzieren, dann macht das. Lasst einfach Dinge liegen. Hört auf zu beweisen, dass es dennoch geht - was häufig genug mit endlosen unbezahlten Überminuten gemacht wird "Schreib ich mir jetzt nicht auf wegen der 10 min...." summiert sich auf ganze Planstellen übers Jahr die dem Arbeitgeber erspart bleiben... und darüber hinaus wird der Druck einfach weitergegeben z.B. an Schüler, die dankbar sein sollen, wenn sie Anleitung bekommen wenn es mal ruhig ist.

Es mus sein Umdenken her - und da nehme ich die Examinierten in die Pflicht. Fangt an eurem Nachwuchs nicht vorzuleben wie man kuscht und noch mehr in noch weniger Zeit möglich macht. Stärkt ihnen den Rücken auf ihren Rechten zu bestehen - statt ihnen euren Druck noch weiterzugeben.
 
Qualifikation
PFK Intensiv und Anästhesie
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Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
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ludmilla

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@Weib

Du hast aber Frust! Irgendwie verstehe ich die Vorwürfe an "taebde" nicht. Die Fragen ersten nicht nur berechtigt, sondern gerade in Zeiten des Pflegenotstands zwingend erforderlich, um nicht in die Mühlen der AG zu geraten. Wenn im Dienstplan ein Dienst geplant und man will das ändern, weil sich Leute krank melden, dann kann die Stationsleitung/PDL freundlich fragen ob ein anderer Dienst übernommen werden kann. Wenn nicht, dann ist es Aufgabe und Pflicht des AG die Situation anders zu lösen. Und das ganz ohne Druck und verbalen Nötigungen.... und auch ohne dass die Kollegen sauer sind!

Und ein Auszubildender ist auf Station um ausgebildet zu werden und es schön, wenn er bereits etwas gelernt hat und dies im Alltag umsetzen kann. Das kommt dann auch den Examinierten zugute. Und deine Aufgabe ist es unter vielen anderen Dingen die praktische Ausbildung durchzuführen! Es ist kein Goodwill von dir, sondern schlicht und einfach deine Pflicht!
Einen schönen Abend noch
Ludmilla
 
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Das mit dem umschmeißen der Dienste wurde hier im Forum schon mehrfach thematisiert - geht nicht, da mit dem genehmigten Dienstplan hat der AG sein Direktionsrecht ausgeübt. Mich stört allerdings die Aussage: Ein Azubi ist auf Station um ausgebildet zu werden. Stimmt - aber neben den Anleitungen darf man auch als Schüler arbeiten. Wenn eine fachliche Ansprache im Haus ist und der Schüler einen gewissen Ausbildungstand hat, spricht aus meiner Sicht auch mal nichts dagegen!!! Wenn die PDL dies auch verantworten kann. Ich muss doch auch im normalen Dienst nicht neben dem Schüler stehen bleiben um zu schauen ob alles läuft.

In erster Linie sehe ich als meine Hauptaufgabe als PFK nicht die Ausbildung an, sonder das die Patienten/Pflegebedürftige im Rahmen der gesetzlichen Ansprüche versorgt sind. Wenn ich in diesem Rahmen Zeit habe, dann kann ich erst anleiten und ausbilden! Für die Rahmenstruktur ist die Einrichtung und nicht ich als PFK zuständig.

Also Ludmilla schmeiße bitte nicht so viel mit den Wort PFLICHT um dich herum. Beschränke dich doch auf deine Pflichten und nicht auf die Pflichten anderer.

(Habe mal vor langer Zeit gehört, dass sieben Schüler eine VK Stelle ersetzen (war zumindest im KH vor 15 Jahren in Ausbildung so)
 
Qualifikation
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Fachgebiet
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ludmilla

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Jetzt wird es aber sehr persönlich liebe Care 2000, ich habe zum einen ganz konkret auf den Beitrag von Weib geantwortet und zu anderen stellt sich mir die Frage warum du jetzt so getroffen bist.
Natürlich kann ein Azubi auch arbeiten und das macht er ja auch, ich habe nichts anderes geschrieben. Und selbstverständlich ist für die Rahmenbedingungen der AG zuständig. Die Pflegekräfte müssen dies aber benennen und einfordern und nicht die Azubis als Spielball benutzen. Schönen Tag noch
Ludmilla
 
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Fachgebiet
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Care2000

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Hast du ein psychologisches Studium absolviert wegen deiner Mutmaßungen: "sehr persönlich"; "du hast aber Frust", "getroffen"? Bitte lasse die persönlich subjektiven Bewertungen der Gemütszustände anhand irgendwelcher Post´s. So wichtig bist du für mich nicht, das du mich treffen könntest.

Persönlich war und ist in meinen Post zuvor nur eine Bitte mit dem Wort "Pflichten anderer" vorsichtiger umzugehen. Das andere ist meine persönliche Meinung und KEIN ANGRIFF.
 
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QM
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ludmilla

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Care 2000, du bekommst eine PN, auf diesem Niveau führe ich die Diskussion nicht öffentlich weiter, zumal es nicht mehr ums Thema geht!
Liebe Grüsse
Ludmilla
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Bitte lasse die persönlich subjektiven Bewertungen der Gemütszustände anhand irgendwelcher Post´s. So wichtig bist du für mich nicht, das du mich treffen könntest.
Bitte lasse die persönlichen Zurechtweisungen und auch abwertenden Unterstellungen, jemand wolle Dich a) persönlich treffen und b) sei dafür nicht wichtig genug - womit Du im Übrigen exakt das machst, was Du ludmilla vorwirfst. Das muss doch nun wirklich nicht sein, oder?!
Persönlich war und ist in meinen Post zuvor nur eine Bitte mit dem Wort "Pflichten anderer" vorsichtiger umzugehen.
Ein Blick in Curriculum dürfte recht deutlich machen, was in unseren Aufgabenbereich als Pflegekraft fällt und im Pflichtenheft aller Kollegen steht. Wie jeder einzelne damit umgeht und welche Priorität dem beigemessen wird, mag in jedem selbst begründet liegen. Die Pflicht zur Anleitung wird sich dadurch jedoch und zum Glück nicht in Luft auflösen.
 
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Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Care 2000, du bekommst eine PN, auf diesem Niveau führe ich die Diskussion nicht öffentlich weiter, zumal es nicht mehr ums Thema geht!
Liebe Grüsse
Ludmilla
Danke, denn auf diese Möglichkeit hätte ich euch sonst hingewiesen.
 
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