Sonstiges Schülerdienstplan / Schulleitung

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clemo

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05.10.2006
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Hi Kollegen

muss erst mal etwas ausholen:

ich leite auf meiner Station seit ca. 8 Jahren Schüler an. Als "Hauptverantwortlicher Tutor" bin ich seit dem komplett für die praktische Ausbildung der Schüler nebst Einsatzablauf verantwortlich. Neben mir gibt es noch 3 weitere Tutoren. Die Stationsleitung hat mit der "Schülergeschichte" rein gar nichts zu tun und ist auch froh darum:wink: . Seit 11´06 bin ich PA.
Seit Beginn meiner Tutorenarbeit gibt es für die "neuen" Schüler einen Einführungstag, der auf 3-4 Stunden begrenzt ist (je nach Anzahl der Neuen). Kurz zum Inhalt:
1. Verhalten bei Betreten und Verlassen der Station ( Schuhe, Haare, Hände, Schmuck )
2. Organisatorisches:
- Dienstpläne / -Zeiten
- Pausen
- Schweigepflicht allgemein und für Stationsinternes
- Besonderheiten des Schülereinsatzes auf der Intensivstation
- primär allgemeine- , im Verlauf und bei Gelegenheit spezielle Pflege
- rechtliche Situation : nur unter Aufsicht arbeiten, Ausnahmen,
Einschränkungen (wie Bedienen von Monitor und Beatmung,
iv - Spritzen)
- Durchführungsverantwortung
- praktische Tätigkeiten theoretisch vor- oder nacharbeiten
- spezielle Situation der Intensivpatienten ( Psyche, Immunlage, …)
- Info über Beurteilung / Rückmeldung, Tätigkeitskatalog
- Übergabe / Schichtablauf
- Verhalten in Notfällen
- Verhalten bei Problemen, Ansprechpartner
3. Zeigen der Station, auch Feuerlöscher, Feuermelder, Fluchtweg
Aufbau eines Patientenzimmers, Einweisung in O2- , Klingel-, Absaug- und Lichtanlage, Jalousien, Erklären der Klimaanlage
4. Vorstellung von Kurve, Pflegedoku, Aufnahme- und Verlegungsbericht, Überleitbogen, Dokumentation erläutern
5. Einweisung in Geräte nach MPG
- Infusomat
- Perfusor
- BZ-Gerät
- Ernährungspumpe
6. Klärung noch offener Fragen, Zeit zum selbständigen Orientierungsgang über Station geben
7. Hinweis auf Haupttätigkeit in den ersten Tagen des Einsatzes

Nach dem Einführungstag sind die Schüler aufgrund des großen Input nicht mehr aufnahmefähig.
Der Einführungstag ist so umfangreich da bis auf einige Krankheitsbilder fast nichts mit den Allgemeinstationen vergleichbar ist.
Die Schulleitung ist nun plötzlich der Meinung, dass der Arbeitstag ein voller Arbeitstag sein muss. Die Argumente:
1. "Die Schüler" wollen nicht nur für 3-4 Stunden zur Arbeit kommen
2. Es gibt Probleme mit der Fahrtkostenabrechnung. (????)
3. Die Schüler kommen nicht auf ihre Sollstunden
( wir hatten vor kurzem 2 Schüler mit einem langen Anfahrtsweg, seitdem besteht offensichtlich das Problem)
zu 1. ich bekomme ausschließlich positive Rückmeldungen bzgl. des Einführungstages mit dem Hinweis am Ende : "nicht mehr aufnahmefähig"
zu 2. der kürzere Einführungstag wird durch längere Nachtdienste wieder ausgeglichen, die Schüler haben somit keine extra Fahrt zur Arbeit.
zu 3. die Soll- / Iststunden gehen am Einsatzende im Schnitt auf.

Mal rein prinzipiell:
hat sich die Schule in die Dienstplangestaltung einzumischen? Der PA hat doch die organisatorische Verantwortung für den Schülereinsatz!?
Da die Argumente der Schulleitung nicht sinnig sind vermute ich, sie möchte, aus welchen Gründen auch immer, mit den Säbeln rasseln.
Als überzeugter Pazifist bin ich an einem Machtkampf nicht interessiert und werde mich darauf nicht einlassen.
Meine geplante Vorgehensweise:
Brief an die Schulleitung in der ich die genannten Argumente widerlege.
Wird die Schulleitung zickig mache ich den Vorschlag das diese doch den Dienstplan schreiben soll :bae: , und schlage ein Gespräch mit PDL und PR vor.

Was meint ihr dazu? Bitte um weitere Vorschläge

Grüße aus dem feuchtwarmen Hessen

Clemo
 
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KleeneAnci

KleeneAnci

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27.06.2007
12103
Hi Clemo,

wie steht denn Deine Stationsleitung zu diesem Thema?

Ich finde Du hast hier alles schon klasse geschrieben und ausführlich erklärt, so würde ich es der Schule schreiben. Denn Du musst ja echt nur drauf achten, dass die Schüler die Stunden am Ende des Einsatzes zusammen haben.
Mir würde sogar mal gesagt, dass der Schüler selber dies nachrechnen und kontrollieren muss.

Viel Glück im "Kampf" gegen die Schule! :thumbsup2:

LG, Anci
 
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Ambulante Pflege
clemo

clemo

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05.10.2006
Hessen
Hallo KleeneAnci,

die Stationsleitung überlässt die "Schülergeschichte" ausschließlich mir. Natürlich spreche ich mich immer mit ihr ab, auch in diesem Fall steht sie voll hinter mir.
Bis vor kurzem bin ich übrigens für den Einführungstag extra gekommen (im Dienstplan geplant), neuerdings muss ich diesen in meiner normalen Arbeitszeit durchführen. Ist auch für mich ein hartes Brot nach der Einführungszeit noch die Patienten versorgen zu müssen. Wenn ich dann noch die Schüler "am Bein" habe, gehe ich wohl nach dem Dienst auf Krücken heim. Ich kann ja den Schülern nicht sagen: "lauft einfach mit und stellt keine Fragen".

Gruß
Clemo
 
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ferdi

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20.03.2007
44379
Hallo clemo,

wenn ich dich richtig verstehe bezieht sich das,
Seit Beginn meiner Tutorenarbeit gibt es für die "neuen" Schüler einen Einführungstag, der auf 3-4 Stunden begrenzt ist
auf deinen Einführungtag. Im laufenden Praktikum gleicht sich das doch wieder aus. Mir ist nur bekannt das sie eine 38,5 Stundenwoche haben. Wie die auf 5 Tage verteilt sind muss ja wohl Sache des AG sein.

Mit deiner Vermutung:
Da die Argumente der Schulleitung nicht sinnig sind vermute ich, sie möchte, aus welchen Gründen auch immer, mit den Säbeln rasseln.
Dürftes du wohl richtig liegen.

Meine geplante Vorgehensweise:
Brief an die Schulleitung in der ich die genannten Argumente widerlege.
Was willst du denn Wiederlegen? Ich würde der Schule lediglich mitteilen das ihre Schüler in der 38,5 Stundenwoche arbeiten. Wie die 38,5 Stunden auf die einzelnen Wochetage verteilt sind ist ja wohl Sache des Dienstplanung.

ferdi
 
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Monika58

Monika58

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26.09.2005
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Hallo clemo,
ich schliesse mich meinen VorrednerInnen an.

Lass Dich nicht beeindrucken. Ich finde Dein Einarbeitungskonzept klasse!! Und die Argumente der Schulleitung sind, bei Licht betrachtet, keine.
1. Sollten die Schüler tatsächlich nicht nur für 3-4 Stunden zur Arbeit kommen wollen (*kicher* ... was für Schüler sind das denn???:ausheck:) biete einfach an, dass sie für den verbleibenden Rest der Zeit eine schriftliche Zusammenfassung des Einführungstags erstellen. Diese schriftliche Zusammenfassung wird der Schul- oder Kursleitung zur Verfügung gestellt mit der Bitte, diese korrigiert und/oder kommentiert binnen 14 Tagen an Dich zurückzusenden, damit Du Deine Arbeit optimieren kannst.
2. der Fahrkostenabrechnung ist es so was von wurscht, ob sie sich über 4 oder 7,7 Stunden erstreckt.
3. am Ende des Einsatzes musst Du bescheinigen, dass die Sollarbeitsstunden erreicht wurden. Meiner Erfahrung nach ist es ein Klacks, 3,7 - 4,7 Stunden einzuarbeiten. Seit 8 Jahren bereitet das kein Problem, warum plötzlich jetzt?

Clemo, Du bist auf dem richtigen Weg. Nicht Du hast ein Problem, sondern die Schuleitung.

Gruß
Monika
 
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Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
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Leiterin Fachseminar für Altenpflege
clemo

clemo

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05.10.2006
Hessen
Hi,

danke, ich wollte mich nur vergewissern, dass ich nicht irgendwo falsch liege. Beeindrucken lasse ich mich immer weniger, aber ich ärgere mich über so etwas. Ich weiss dass ich gute Arbeit leiste, die Schule weiss dass ich gute Arbeit leiste- was will die Schulleitung jetzt damit bezwecken? Das was jetzt offiziell Aufgabe der PAs ist mache ich seit Jahren. Bisher haben wir alle Problemchen gemeinsam gelöst. Ich möchte mein Verhältnis zur Schule nicht verschlechtern, aber hier muss ich wohl Grenzen setzen wie bei einem kleinen Kind. Und wie es aussieht muss ich das nachhaltig auf offiziellem Weg lösen -deshalb auch ein offizieller Brief. Ich habe keine Lust meine Arbeitszeit mit solchen Spielchen zu verplempern. Damit ist niemandem geholfen.
Ist ja nur eine Kleinigkeit, ich weiss auch nicht warum ich mich umso mehr aufrege je mehr ich darüber nachdenke :mad_2:.
So, jetzt schaue ich mal ob es neue Witze gibt, das bringt mich wieder runter:laughing:
Gruß

Clemo
 
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05.07.2001
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