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Schmerztherapie

  1. AW: Schmerztherapie

    Na klar....wieso auch nicht? ;-) zwinker

    Waren nur Anmerkungen aus meiner Erfahrung und ohne Arzt geht es nicht. Das setzte ich allerdings grundsätzlich vorraus.
     
  2. AW: Schmerztherapie

    Liebes Rundumsorglospaket :)

    Wie ich ja schon schrieb, wissen wir doch gar nicht welche Coanalgetika und Begleitmedikamente die Patienten erhält. Das hat DanaS.
    hier doch gar nicht gesagt. Vielleicht kriegt sie ja Antidepressiva und Biphosphonate,usw.... Is´möglich, von daher kann man sich doch gar nicht klar dazu äußern.

    Novaminsulfon: Dazu habe ich geschrieben," unser" PC-Team habe eine Dame mit der Erkrankung/ den gleichen Komplikationen als Nichtopiod mit Novalminsulfon behandelt.......Das hat wunderbar funktioniert. ...warum auch immer.
    Dazu schreibe ich im letzten Posting ebenfalls, man würde bei einer solch massiven Knochenbeteiligung wohl eher von der Gabe
    von NSADs (also Bsp. Ibuprofen) oder Coxiben ausgehen. Wenn der Arzt bei der Patienten dies nicht gemacht haben sollte, könnte
    es vielleicht an den Nebenwirkungen und der Vorgeschichte der Patientin liegen. Ich rede nicht von den durch Morphin verursachten
    Nebenwirkungen, sondern von denen der NSADs: Ulzera, Blutungen, Nierenschäden.
    Wäre ja möglich, dass sie aufgrund ihrer Vorgeschichte deshalb halt Novaminsulfon erhält.

    Du schreibst so ungefähr im Wortlaut, ob die Nebenwirkungen im Endstadium eine primäre Rolle spielen würden. .......Wenn ich DanaScully richtig verstanden habe, ist die Dame klar, orientiert und "selbstständig". Das schreibt sie in einem ihrer Beiträge.
    Mehr fällt mir dazu jetzt auch nicht mehr ein. Hoffe alles, was evtl. missverständlich war jetzt glattgebügelt zu haben.

    Lieben Gruß Ulmerich
     
  3. AW: Schmerztherapie

    Tja und da liegt das Problem: Novaminsulfon wirkt auf die Nieren ein bis hin zum NV und kann auch Übelkeit und Erbrechen sowie Kreislaufeinbrüche verursachen. Auch die Gefahr der anaphylaktische Reaktion darf nicht vergessen werden.
    Das dieses Medikmanent magenverträglicher ist bedeutet allerdings noch lange nicht, dass es ein Medikament ohne NW ist. Aus meiner langjährigen Erfahrung mit diesem Medikament bin ich extrem vorsichtig geworden in der Anwendung.
    Z.B. auch in der Wirkverstärkung - und auch minderung.

    Der aktuelle Cox-II- Hemmer (Dynastat) zeigt in der Praxis weniger NW`s, als der Cox- II- Hemmer (Vioxx). Coxibe wird wohl eher in der internistischen Fachsprache verwendet, als doch in der Anästhesie- und Intensivpflege. Egal....musste dahingegen ersteinmal googeln und dachte es mir allerdings schon, dass Du Cox-II- Hemmer meinst. Auch der Begriff NSDA`s war mir durchaus schon bekannt, aber eben schon lange nicht mehr gehört.
     
  4. AW: Schmerztherapie

    hm, gleich halb acht, eigentlich zeit, sich (möglicherweise) unbeliebt zu machen.....


    ..... durch etwas offtopic (und das auch noch in einem alten thread ^^)

    da sie immer wieder falsch verwendet werden, ein kurzer kommentar zur verwendung diverser begriffe ->


    - analgetikum ist die einzahl, analgetika die mehrzahl: "ich nehme ein analgetikum", aber: "hast du die analgetika besorgt?" (grund: -um ist die neutrum-endung im singular -> "antidepressivum"; neutra enden im plural aber meist auf -a "antidepressiva")


    - morphin: ist die bezeichnung nur eines definierten arzneistoffes (es gibt also keine 'morphine' oder 'hydromorphone' usw.) ->

    -> aus mohnkapselsaft gewinnt man rohopium. dieses enthält diverse natürliche opiate.

    - "opiat" ist also die bezeichnung für alle natürlich vorkommenden stoffe, die der gruppe der opiate zuzuordnen sind
    (der erwähnte saft enthält auch spurenelemente, vitame etc., daher die erwähnung von 'gruppe'; es gibt halt einfach noch mehr stoffgruppen in diesem kapselsaft)

    -- opiate sind: morphin (nicht morphium, das ist die veraltete/eher historische bezeichnung - allerdings ist es nicht wirklich falsch, man benutzt es nur nicht mehr), codein (kennt man vllt als wirkstoff bei reizhusten & schmerzen), papaverin, thebain, noscapin und so weiter.
    -- von opioiden spricht man hingegen, wenn es sich um synthetische oder halbsynthetische, morphinähnliche arzneistoffe handelt, also um solche, die entweder komplett künstlich hergestellt sind, oder bei denen man aus einem im mohnsaft/opium vorkommenden opiat durch chemische veränderung ein anderes molekül synthetisiert hat: fentanyl, oxycodon, hydromorphon, tramadol (alle entweder halbsynthetisch oder vollsynthetisch, also aus einem opiat "designed" oder komplett künstlich)

    ____________________________________
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    erstmal verblüffend, dass sie bei dieser dosis opioidanalgetika noch völlig klar ist (äquivalenzfaktor 1:7,5 <-> morphin:hydromorphon, ihre tagesdosis hydromorphon entspricht also ~ 360mg morphin (!)). irgendwo im thread wurde bereits darauf hingewiesen, dass knochenschmerzen (knochenkrebs liegt auch vor, hatte ich doch richtig verstanden?) mitunter opioidrefraktär sind. also macht vermutlich wirklich eine orthopädische co-medikation sinn, coxibe wurden bereits angesprochen; dass metamizol vllt keine ganz glückliche wahl ist (eher bei viszeralen schmerzen, kolikschmerzen) wurde ja auch angesprochen.


    dann zu einem missverständnis hinsichtlich der effekte auf die niere im vergleich metamizol <-> cox-hemmer:

    -> es trifft zwar zu, dass metamizol/novaminsulfon die nierenleistung negativ beeinflussen kann und in seltenen fällen bis zum nierenversagen führt. dabei darf aber im vergleich zu nichtsteroidalen antirheumatika wie ass, diclofenac, ibuprofen, aber auch coxII-selektiveren coxiben, nicht außer acht gelassen werden, dass durch deren direkten eingriff in die prostaglandinsynthese i. d. niere unmittelbar die durchblutung der nieren reduziert wird. und dies mit folgen bis zum nierenversagen. und ich möchte behaupten, dass dies bei allen cox-hemmern eine beinahe übliche nebenwirkung bei hoher (langzeit)dosierung bzw. risikopatienten ist - im gegensatz zu metamizol.




    -> was das risiko einer agranulozytose angeht -> man muss sich doch auch mal die absoluten zahlen anschauen: das agranulozytoserisiko beträgt bei metamizol 1:1.000.000? das risiko schwerer nebenwirkungen liegt davon abgesehen bei diclofenac garantiert zehnfach höher, bei coxiben ist es sicherlich ebenfalls höher.

    -> bzgl. anaphylaxie: ist ebenfalls sehr selten, und besonders bei intravenöser gabe (agranulozytose übrigens ebenso) -> hier geht es ja um ne orale medikation.


    ergänzung (weil es ebenfalls erwähnt wurde): opiate/opioide verursachen keine renalen nebenwirkungen, dafür sind eher die nicht-opioidanalgetika bekannt. ausnahme: koliken der niere (muskeltonusveränderungen!)



    dazu noch ein gedanke: anruf bei der krankenkasse. die führen derartige listen für ihre jeweilige region; sehr praktisch. :)



    das who-stufenschema möchte ich noch ergänzen (wird von hausärzten gerne mal ignoriert) ->

    http://www.albatros-hospiz.de/pics/stufenmodell-gross.gif

    stufenmodell-gross.gif





    hintergrund:

    (wurde auch erwähnt, glaub ich; wird auf jeden fall in der praxis öfter mal gemacht) -> die verordnung zweier opioidanalgetika, z.b. morphin und tramadol bei bedarf. das macht kaum sinn und wird auch nicht empfohlen, weil:

    - es gibt drei typen von opioidrezeptoren: µ, δ und κ. stoffe, die an diese rezeptoren binden, verursachen bei allen dreien analgesie, bei δ z.b. magen-darm-atonie (also die bekannte obstipation), bei µ euphorie und so weiter. an diese rezeptoren binden die opioide mit unterschiedlich hoher affinität. nicht alle opioide binden an alle rezeptoren. das problem, das sich ergibt: in vielen fällen ist es so, dass die zusätzliche gabe mehrerer opioide entweder keine veränderung erbringt, oder ergeben kann, dass das schwächere opioid mit höherer affinität das stärkere mit niedrigerer affinität vom rezeptor verdrängt (von einem oder mehreren, denn die affinität kann für die rezeptoren auch bei einem opioid unterschiedlich sein), dass also nebenwirkungen stärker werden, dafür aber die analgesie nicht ausgeprägter, die wirkung kann unkalkulierbar werden usw.
    daher: siehe stufenschema :)






    da so viel zeit vergangen ist, wäre es natürlich interessant zu erfahren, ob die patientin noch lebt bzw. ob noch irgendetwas verändert wurde oder wie der verlauf so war.


    gruß!
     
  5. AW: Schmerztherapie

    ...Bist schon ´n kleiner Klugscheißer, oder ? :)))))))

    Gruß Ulmerich
     
  6. AW: Schmerztherapie

    bis gerade eben nicht, aber jetzt schon:


    ich hab in diesem thread nur in einem posting irgendwas erklärt, du in 5 (+1)

    :p
     
  7. AW: Schmerztherapie

    @Eisenbarth...Das Du Dich in die Materie sehr gut eingelesen und eingearbeitet hast, ist ja sehr deutlich!! Kompliment dafür, meine ich ganz ernst.
    Ich habe da sicherlich schon so einiges an Theorie, knapp drei Jahre nach meiner Pain Nurse-Weiterbildung, wieder vergessen :( Inhaltlich
    is´ da überhaupt nix gegen zu sagen. .......Finde aber gerade Deine einleitenden Worte bezüglich der/unserer deutschem Gramattiek (...wird doch so geschrieben, odär ? ;) ...) recht unnötig und naja,...Du weißt schon. So hat Dein Beitrag für mich direkt so´n "bitteren Beigeschmack" bekommen. Aber Du hast Recht: Hätte mir mein Posting eigentlich auch sparen können. .....
    Dir einen schönen Tag

    Ulmerich
     
  8. AW: Schmerztherapie

    wüsste nicht, warum du dir dein(e) posting(s) hättest sparen sollen; passt schon (ich hoffe, ich hab keinen gegenteiligen eindruck vermittelt).


    was die 'einleitung' angeht:
    dieser singular-plural-fehler ärgert mich halt. vor allem, wenn die pflegekraft mit dem arzt kommuniziert, es konsequent falsch macht und wieder ein stück respekt flöten geht. (die schulen legen meiner ansicht nach wenig wert darauf, zu erklären, wie die worte gebildet werden, mit dem ergebnis, dass sprache verfälscht wird).
    man muss sicherlich nicht immer alles richtig machen (wüsste auch nicht, wie das gehen sollte); aber so grundlegende dinge sind in meinen augen wichtig. wenn jemand zu dir sagen würde, dass jetzt gleich seinem schicht zu ende ist und er sich auf den feierabende freut und das konsequent falsch macht, würdest du dann nicht irgendwann eine anmerkung machen?
    falls meine worte falsch gewählt waren: möge man es mir sagen; ich wollte niemanden beleidigen oder so. sollte ich einen solchen fehler gemacht haben, entschuldige ich mich natürlich. bis dato sehe ich allerdings noch nicht wirklich einen fehler.
    ich konnte einfach nicht anders (mich regt das echt auf, und man sieht es sehr häufig, was mich besonders ärgert, weil wir doch alle profis in unserem fach sein sollten, oder nicht?) :)

    naja, frage an dich:

    was wäre dein vorschlag, für so einen fall, in dem (durchaus relevante, aber sicherlich nicht lebenswichtige) fehler gemacht werden? fehler einfach ignorieren? neuen thread aufmachen? fehler am selben ort - aber anders ansprechen?


    gruß!
     
  9. AW: Schmerztherapie

    Da wirst Du lange warten müssen, meist erfolglos. Viele Fragen, viele Probleme, aber was draus geworden ist, erfährt man sehr selten.
    :angry:Sonnensturm
     
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