Allgemeinchirurgie Schmerztherapie bei Mondbeinnekrose

S

smily

Mitglied
Basis-Konto
2
91056
0
Hallo allereits!
Ich bräuchte bitte Hilfe bzw. Vorschläge, wie meiner Freundin geholfen werden kann.
Sie hatte im November 2008 eine OP nach Lunatummalazie (Morbus Kienböck = Aseptische Nekrose des Os Lunatum (Mondbeins)) und seitd er OP Schmerzen. Sie beachtete dies nicht so ganz, wie sich jetzt herausstellte (leider hat sie mich jetzt erst gefragt) und nahm bisher wohl Katadolon 100 mg (Flupirtin) früh und abends , manchmal auch 200mg, wenn die Schmerzen stärker sind. Allerdings beklagt sie nun, daß die Schmerzmittelwirkung nachlässt, sie habe aber Angst mehr zu nehmen, da sie das Medikament sehr müde macht.
Ich für meinen Teil kann nicht wirklich einschätzen, welche Art von Schmerzen sie nun wirklich plagen, sie tut sich auch schwer, es zu beschreiben. Es klingt aber nach Athrose u./o. neuropathischen Schmerzen. Dazu kommt, daß ihr Hauarzt zwar ein Fuchs im Herausfinden der Ursache ihrer Beschwerden war (sie hatte zwei Jahre Probleme, bis die wahre Ursache gefunden wurde), aber sie jetzt im Regen stehen lässt- sie wäre mit 35 Jahren sehr jung, um regelmäßige Schmerzmittel zu erhalten zwecks der vielfältigen Nebenwirkungen und es würde eh nichts helfen. Grrr :spinner:!
Ich habe sie zunächst mal gebeten, ein Schmerztagebuch zu führen, um mal einen Überblick zu bekommen, wie stark, die Schmerzen sind- sie hat in unserem Gespräch gesagt, es wäre tätigkeitsabhängig, aber nie unter NRS 5. Dazu physikalische Massnahmen (lt. ihr kann sie nur Kälte ertragen, Wärme verschlimmert die Beschwerden), Akkupunktur hatte sie sich selbst schon überlegt und informiert sich schon.
Nun meine Frage, was kann man machen? Ist es bei dieser Erkrankung wirklich so aussichtslos?
LG Katja
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie / Pflege
dacoach

dacoach

Mitglied
Basis-Konto
0
45475
0
AW: Schmerztherapie bei Mondbeinnekrose

Hallo Katja,

Akupunktur ist eine Möglichkeit, die evtl. sogar von der GKV bezahlt wird. Sie sollte dann auch über Progressive Muskelentspannung nachdenken, zahlt auch die GKV.

Welches Medikament auf Dauer geeignet scheint, sollte mal ein(e) AnästhesistIn entscheiden, evtl. hilft ja retardiertes Tramadol oder niedrig dosiertes Buprenorphin als Schmerzpflaster (Wechsel alle 7 Tage). Bevor jetzt Zweifel zu Abhängigkeit von BTMs kommen, gibt es die schöne Regel: So viel wie nötig - solange Schmerzen da sind, entsteht keine Abhängigkeit!

Der Verlauf der Hand sollte regelmäßig kontrolliert werden (Röntgen, evtl. MRT). Wenn die Erkrankung tatsächlich bei der Athrose angekommen ist, bleibt oft als letzte Option die Arthrodese, wenn den Handchirurgen nicht inzwischen etwas Neues eingefallen ist. Zu solchen Spezies sollte man immer gehen, gute befinden sich oft an BG-Kliniken.

Gruß, dacoach.
 
Qualifikation
Fachpfleger u. Therapeut; der mit der roten Nase
Fachgebiet
Amb. Palliativdienst
Weiterbildungen
Qualitätsmanagement, Praxisanleitung, Onkologie, Palliative Care, ROMPC(C), Wachkoma, Außerklinische Beatmung, Klinikclowns und Puppenspieler
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen