Schmerzprotokoll beim einem Bew. nach Appoplex

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myschonok

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19.06.2007
41836
Guten Tag!
Ich möchte Sie alle fragen : habt Ihr Erfahrungen mit so was:
Ein demente Bew.halbes Jahr nach Appoplex, Aphasie, Apraxie,mit 1/4 Magen, mit Magenschönende Medikation,PEG,SPDK,Hand/ Arm im schönenden Haltung, beim Bewegungen ( zb:Anziehen von Hemd) - schmerzhaft.
Unsere WBL hat Ihm heute Schmerzprotokoll verpasst.
Wir haben auf unsere Etage noch drei Bew. nach Appoplex, die auch Schmerzen bei Bewegungen empfinden- seit langere Zeit- also seit die der Schlaganfall gekriegt haben.Warum nur bei dem einen Bew .das SP?
Warum - wenn schonn- nicht bei allen?
Die sind in die gleiche Situation.
Ich bin der Meinung, das einen Appoplex Pat. nach so schweren Appoplex wird die Schmerzen in betroffene Hand NIE los.
Die andere Bew. sind in unserem Heim schon Jahre und - haben die Schmerzen immer noch....
Also irgendwas verstehe ich hier nicht....
 
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myschonok

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19.06.2007
41836
:suche:Bitte um Antworte :)
In die Einrichtungen wo Ihr arbeitet ist ein SP bei allen Bew. nach Appoplex eingesetzt?
Oder bei keinen?
 
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Altenpflegerin
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arielle

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18.01.2008
28217
Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass Schmerzmed in diesem Fall nur bedingt hilft. Wichtig ist vor allem die richtige Lagerng der betroffenen Extremität und, wenn noch möglich, Bewegung um Spastiken zu lösen.
 
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myschonok

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19.06.2007
41836
Ich denke auch so.
Ein SP eizulegen- ist sinnvoll, wenn wir durch diese die intensität und die Intervalen des Schmerzens festhalten können, dem Arzt berichten können- und Verlauf und Wirkung der Therapie beobachten können.
Ich habe Ärzte gefragt, die sind auch der Meinung, das AppX Patienten lernen mit dem Schmerz zu leben, und eine wirkliche Schmerztherapie in diesem Fall - ist nicht möglich.
Einen Arzt hat auch gesagt, dass bei einem Jungen Pat. mit AppX wurde er versuchen Nerwendurchtrennung ( OP) zu machen- aber nicht bei einem 78 Jährigen, dementen Pat.
 
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flocky

flocky

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25.12.2005
14157
Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass Schmerzmed in diesem Fall nur bedingt hilft. Wichtig ist vor allem die richtige Lagerng der betroffenen Extremität und, wenn noch möglich, Bewegung um Spastiken zu lösen.
aber auch dann ist ein Schmerzprotokoll , oder besser gesagt ein Schmerzerfassungsinstrument sinnvoll , denn damit kann erfasst bzw. erkannt werden wann und warum der Patient die Schmerzen hat und dann entsprechend reagiert werden.Krankengymnastiktentsprechende Lagerung etc.Auch denke ich dass eine medikamentöse Therapie schon möglich ist , denn auch wenn nur eine Linderung erreicht werden kann so ist das doch auch schon etwas oder ?
Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
M

Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
Hallo,

ich schließe mich der Meinung von flocky an!
Warum sollen Apoplexpatienten denn mit Schmerzen leben müssen?:nono:


myschonoks Aussage:
Ich habe Ärzte gefragt, die sind auch der Meinung, das AppX Patienten lernen mit dem Schmerz zu leben, und eine wirkliche Schmerztherapie in diesem Fall - ist nicht möglich.
kann ich nicht unterstützen.
Leider ist es immer noch so, das es viele Ärzte gibt, die von aktueller Schmerztherapie keine Ahnung haben. Dich selbst als Fachkraft kann ich auch nicht verstehen. Da schließt du dich lieber einen solchen Meinung an, anstatt dich bei kompetenteren Stellen zu informieren.

Die Handlungsweise deiner WBL finde ich gut, allerdings sollte die Schmerzerfassung alle Bewohner mit Schmerzen betreffen.

myschonok
Ich bin der Meinung, das einen Appoplex Pat. nach so schweren Appoplex wird die Schmerzen in betroffene Hand NIE los.
Schön für dich, schlecht für die Patienten.:sick:


Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
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Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
myschonok

myschonok

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19.06.2007
41836
Manu- wenn ich Dich noch bitten kann: irgendwelche Idee- wie soll ich beurteilen wie gross sind die Schmerzen bei dem Bewohner?
Er selber kann nicht sprechen.
Beim Waschen von die betroffene Hand/ Arm - oder beim Hemd anziehener sagt Er : " Aua".
Wenn er sizt - Arm im Schönhaltung- lachte guckte rund um, macht keinen Eindruck Schmerzen zu haben.
Mein Eindruck ist- er hat Schmerzen beim Arm/ Hand/ Finger Bewegung.
Wir müssen auf eine Skala 6 mal Täglich und ein mal Nachts das Schmerzgrad eintragen.
Also: hälfte vom Mitarbeitern trägt nichts ein- weil- wenn die die Hand nicht berühren- zeigte er keinen Schmerz.
Und wenn wir aus die Mimik nachvollziehen können - das er im Moment Schmerz empfindet- wie soll ich es beurteilen?#

Und noch eins: ich bin seler nach Appoplex- habe ich erlebt im Alter von 25 J.
ich hatte Glück gehabt.
Aber Schmerzen- bin bis heute nicht los.
 
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Altenpflegerin
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minchen

minchen

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08.04.2006
63869
Hallo :eek:riginal:

Es ist erstaunlich , aber wahr wieviel Unwissenheit in Sachen Schmerz es

immer noch gibt :angry: Und tatsächlich wahr ist auch , das gerade in Heimen

45 - 87% der Bewohner mit Schmerzmittel unterversorgt sind . Ebenso wahr

ist , das viele Pflegende es immer noch so hinnehmen wie Ärzte die sich

nicht weiterbilden , es ihnen erzählen . Es mutet einen geradezu

mittelalterlich an , so etwas zulesen . Wir leben im 2. Jahrtausend :thumbsup2: .

So liegt es auch an uns Pflegekräfte , uns weiterzubilden und nicht

irgendetwas nachzuplappern , sondern mit fundiertem Wissen dem

Nichtwissen entgegen zu treten . Zum Wohle der Bewohner bzw. den

Patienten .

Gruß minchen :eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester/ PA/WBL, Pain-Nurse , WB Palliative care
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Seniorenheim
myschonok

myschonok

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19.06.2007
41836
Minchen-Dich bitte ich ebenfalls: Vorschlag: WIE soll ich es auf die Skala einkreuzen- WIE GROSS hat der Bew. die Schmerzen???
 
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Altenpflegerin
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flocky

flocky

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25.12.2005
14157
Ich hab dir in den Anhang Informationen zur Beurteilung von Schmerzen bei kognitiv eingeschränkten Patienten gestellt . Es gibt sehr wohl Möglichkeiten auch bei kognitiv eingeschränkten Patienten eine Einschätzung der Schmerzstärke zu machen.
Das Demente keine Schmerzen haben ist ein Mythos , das wirkliche Problem ist dass sie diese nicht mehr kommunizieren können.
Viel Spass beim Lesen
Flocky
 

Anhänge

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Krankenschwester
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Innere
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Manu5959

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19.10.2005
Rosenheim
Hallo myschonok,

es gibt die ECPA-Skala, die speziell für Patienten entwickelt wurde, die sich verbal nicht mehr hinreichend äußern können!
Die Skala findest du hier:
Tabu-Thema Sterben
auf der Seite runterscrollen und auf die Skala klicken!

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
myschonok

myschonok

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19.06.2007
41836
Ich bedanke mich SEHR für die Dokumenten im Anhang.
Am Montag schlage ich die vor.
Die Skala, die wir benutzen- ist geeignet nur für Menschen, die uns adequate Angabe machen können- wie gross ist das Schemerz.
Bei dem Bewohner- scheint es so zu sein- wenn wir die Hand nicht berühren- hat er die Schmerzen nicht- oder er aüssert diese nicht / Gestik, Mimik.
Mit Hilfe von die von Euch vorgeschlagenen Dokumenten - können wir das Schmerz- zwar immer noch durch subiektive Beobachtung- aber schon viel korrekter beschreiben/ festhalten.
In die letzten Tagen sieht das SP bei dem Bew. so, das eine PP zeichnet Schmerzgrad 10 - und zweite 0.
Unsere Ärzte basieren auf unsere Beobachtungen.
Angenommen: auf die Skala eine Woche lang würde erscheinen immer wieder 10( was nicht stimmt, weil wie gesagt: berührst du die Hand nicht- zeigte der Bew. keinen Schmerz)- würde Ihm der Neurologe einen aber richtig starken Schmerzmittel verschreiben.
Und das- zusammen mit dem Zustand Vom den Herr/ Demenz, PEG, 1/4 Magen, Durchfälle, Erbrechen( Mageninhalt kommt zurück)- würde ich gerne verhindern wollen.Ich bezweifle nicht- das er Schmerzen hat- ich hatte aber richtig ein Problem - wie soll ich diese beurteilen- und hatte richtig Angst- das die Schmerzmedikation die er vom Arzt kriegen sollte, nach unseren falschen Einschätzung- verringern würde das Rest vom Lebensqualität- der er NOCH besitzt.
Er bekommt schon Dipi zu Nacht, weil er nachts nicht zu ruhe kommt- und noch am morgen ist nicht richtig zum genissen, schläffrig, nicht richtig anwesend.Erst ggn, 9- 10 Uhr ist er richtig wach.
Und von allem: wir haben noch andere Bew. in sollschem Zustand- also oder beim allem das SP - oder keinem- sonst ist das nicht korrekt.
Ich bedanke mich recht herzlich bei Euch!!!
 
Qualifikation
Altenpflegerin
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Borgi

Borgi

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15.09.2006
86647
Hallo myschonok!

:thumbsup2: Erst einmal finde ich es klasse, dass Du Dich kümmerst!

Das mit der Gewissenhaftigkeit bei der Schmerzerfassung kann ich nachvollziehen..leider übernehmen Kollegen die Einschätzungen der "Vorschicht" allzuoft, ohne nachzudenken.

Habt Ihr die Problematik mal im Team besprochen?
Wenn etwas für die Patienten verändert werden soll ist Kontinuität unabdingbar und das soll heissen, alle müssen an einem Strang ziehen.

Das hast Du aber schon sehr gut erkannt und vielleicht sind die neuen Dokumente die Du vorstellen willst ein guter Ansatz.

Ich werde künftig ähnliches Problem haben. Nach jahrelanger Auszeit arbeite ich mich gerade in neuem Aufgabengebiet- Neurologie- ein.
Im Pflegeanamnesebogen soll man sogar eine Schmerzeinschätzung gem. VAS vornehmen und den Schmerz nach Qualität beurteilen.

Toll? Nein...bisher habe ich nicht mal eine VAS als Erfassungsmedium auf Station gesehen. Jaaa es gibt auch einen Berg Schmerzprotokolle....meines Erachtens nur bedingt brauchbar.

Auf der Neurologie ist man oft mit Schmerzen unterschiedlicher Ursachen konfrontiert. Letztens gab es eine Pat. mit fokalem Krampfanfall+Appoplex bei Hirnmetastase wegen Mamma-Ca. Sie hatte Schmerzen im paretischen Arm und dort wohl auch metastasische Veränderungen...also sehr komplex!

Und? Nix passiert!

Ich bin noch nicht lang da und befasse mich zunächst mit Beobachtung, inwieweit auf Station der Expertenstandard umgesetzt wird. Wie setzen die Kollegen Schmerzäußerungen seitens der Pat. um, wie reagiert dieser Schwarm Ärzte(sind sooo viele, weil großes Haus), wenn sie in Kenntnis gesetzt werden?
Und dann, wo ich wie ansetzen kann um Änderungen herbeizuführen. Ich muss aber erstmal dieses Feld besser kennen und begreifen. Zudem habe ich sicher noch nicht alle so an die 50 Kollegen kennengelernt :cry: :

Ich bin seeehr auf weitere Entwicklung gespannt!

Auch auf Die bei Dir! Berichte weiter:thumbsup2:

Viel Glück und allea Gute

Petra
 
Qualifikation
Krankenschwester/Pain Nurse
Fachgebiet
Neurologie
U

UlrichFürst

Ich würde Dir vorschlagen, beides zu dokumentieren: die Schmerzen des Patienten in Ruhe und die Schmerzen des Patienten bei Berührung bzw. Bewegung. So machen wir das (bei akuten und chronischen Schmerzen). Es gibt nämlich sehr viele Patienten (nicht nur nach Schlaganfall) die in Ruhe wenige oder keine Schmerzen haben, sich aber kaum bewegen können, da sie beim Bewegen sehr starke Schmerzen haben.

Ulrich Fürst
 
Borgi

Borgi

Aktives Mitglied
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15.09.2006
86647
N`abend zusammen!

Ich möchte nur kurz etwas anmerken:

Nicht für alle Pat/BW lässt sich ein einheitliches Messinstrument anwenden!
Wenn Pat. kognitiv nicht eingeschränkt sind, reicht oft die VAS- sinniger Weise in Ruhe und Belastung.
Manchen Pat. reicht auch die kognitive Vorstellung einer NRS (jawoll, habe die Erfahrung gemacht, weil nichts zur Hand :eek:riginal: ).

Die von Manu erwähnte Skala ist m.E. eine Anlehnung/Erweiterung (je nach Bedarf) an die Doloplus-Skala.
Nur ich denke die Auswirkungen des Schmerzes sollten nicht bei der Schmerzmessung einbezogen werden, sondern auch Anlass sein, eine Schmerzmessung zu starten!
Oft sind "unruhige Nächte" in Schmerzen begründet...und keiner denkt dran.

Wichtig ist, dass für jeden Pat/BW das passende (momentan verfügbare) Messinstrument gefunden, gewählt und beibehalten wird.

Und bei der Wahl steht die Selbsteinschätzung der Betroffenen vor der Fremdeinschätzung durch uns, weil diese ihr Schmerzerleben besser beurteilen können als wir.

Ach ja...und wenn Pat/BW. nur Schmerzen bei Fremdberührung/Bewegung hat
bedeutet das nicht, dass eine "10" nicht gerechtfertigt sein muss!
Gut möglich, dass sämtliche Eigenaktivität reduziert wird aus Angst vor Schmerzen---> Mobilitätsverlust, verbunden mit bekannten resultierenden Risiken---> Verminderung der Lebensqualität.

Ziel des Schmerzmanagements ist, den Menschen diese Einschränkungen so gut wie möglich zu ersparen.

Habe mal eine Geschichte: Pat. bei Besuch vom amb. PD erzählt, er habe immer wieder sooo starke Schmerzen (war nur als Gast dabei, irgendein GI-TU lag vor, bekam keine genaue Info). Und einige Minuten erzählt er von seinen immer wiederkehrenden Schmerzen....

Dann setzt sich die Pflegerin...nenne sie mal so...mit ihrem Fragebogen hin:"Haben Sie Schmerzen?"
Pat.:"Nein"

Für mich ein Zeichen dass die PP nicht zugehört hat und der Pat. die Frage auf die jetzt aktuelle, zeitnahe Situation bezog. Nein, jetzt gerade hat er keine Schmerzen...

Und Ruck- Zuck steht da dokumentiert, dass Herr XY keine Schmerzen hat.


Nur mal so am Rande für Mitleser, die sich Gedanken machen...



LG und Gute Nacht

Petra
 
Qualifikation
Krankenschwester/Pain Nurse
Fachgebiet
Neurologie
myschonok

myschonok

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Themenstarter/in
19.06.2007
41836
So, kurzes Bericht: Disskussion bei uns - war heftig.
Wir werden die Schmerzen fixieren auf die alte Skala( total ungeeignet)- aber auch im Berichten Blatt( wann? bei welche Tätigkeit usw).
Der Arzt war schon angerufen worden,informiert das der Bew SO Schmerzen hat.
Hat Tramal verschrieben,
Inzwischen hat der Bew.immer wieder galisch erbrochen( Verträglichkeit, 1/4 Magen, PEG usw)
Arzt war zur Visite - hat sich für Lioresal entschieden um Spastik in dem Arm zu lindern.
Mal gucken,was wirds.
Mit ungenauen Protokollen, mit Eile,alles super gut machen wollen( alles schriftlich, papierkramm ohne Ende- auf was aber stutzte sich der Arzt!!! - können wir mehr Schaden- als gutes machen.
Denken , am liebsten vorerst- währe angebracht.
Ich bedanke mich bei Euch allen!
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Geronto
H

Holzhacker

Mitglied
Basis-Konto
27.07.2007
24145
Ich habe den Eindruck, dass die Bewohner, egal ob im Pflegeheim oder in der Psychiatrie, von einigen Ärzten nicht ernst genug genommen werden. Sei es wegen Schmerzen oder psychischen Problemen. Woran mag es liegen? Ängstlichkeit oder Gleichgültigkeit? Ich möchte mir aber nicht anmassen hier etwas zu unterstellen.
Fakt ist, dass noch viel zu viel Bewohner und Patienten Schmerzen erleiden müssen. Oft ist es eine Odyssee, bis man an den richtigen Arzt gerät.
Gehöre selbst zu dieser Gruppe. Sudeck und morphinhaltige Medikamente. Den Leuten in meiner Sudeck-Gruppe erging es nicht anders. Von uns 13 hatten 2 das Glück, sofort kompetent behandelt worden zu sein.
Wir Leben glücklicherweise in einer Zeit, wo es so viele Schmerzmedikamente mit den unterschiedlichsten Applikationsmöglichkeiten gibt.
Aber die meisten Ärzte haben Angst vor der Abhängigkeit. Egal ob alt und/oder dement, oder präfinal bei Ca.​
Ich denke, da müssen wir agieren und vermitteln.
Nur Fortbildunggen zu diesem Thema sind sehr selten, evtl. mit langen Fahrten verbunden, oder sie werden gar nicht angeboten. In unserem Institut für Fortbildung ist es noch nicht im Programm. Ideal wäre die Ausbildung zur Paint-Nurse. Gerade in der Altenpflege, wo die meisten Bew. sich nicht mehr adäquat äussern können hat man eine grosse Verantwortung.
Leider kann ich mir nicht verkneifen auch die Ärzte in ihre Verantwortung zu nehmen und diese Seminare wahrnehmen sollten.

Ha, Gedankenblitz!!! Werde es nächste Woche vorschlagen. Toll, dass dieses Thema hier diskutiert wird.

Ich bin beeindruckt, mit welchem Engagement ihr euch für die Bewohner einsetzt!

So, nun genug. Diese Gedanken kamen mir spontan zu diesem Thema.

Gruss Marie
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie
M

Mandala

Neues Mitglied
Basis-Konto
05.02.2008
44805
Sorry, auch wenn ich hier neu bin und mich noch nicht angemeldet habe will ich zu diesem thema ungern die Klappe halten: vielen Apoplex-Leuten würd es schon helfen, wenn man mit dem korrekten Handling mit ihnen umgehen würde.
Nach einem Besuch im Altenheim fragte ich nach Bobath und eine WBL antwortete, sie hätten im Moment keine MS-Bewohner - ach so..., ja dann.
Eine subluxierte Schulter zu erkennen ist auch eine schicke Idee - unabhängig davon ob Frau Schulze einen Schmerzindex von 8 hat, denn da kann ich mir einen Keks drauf backen, wenn keine Konsequenzen folgen.
LG Mandala
 
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Lehrerin f. Pflegeberufe
Fachgebiet
FSA
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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