Schmerz und Demenz ! HILFE !

S

Sabine777

Mitglied
Basis-Konto
0
31785
0
Hallo und Guten Abend,
ich habe eine Frage an die Pflegeprofis.
Seit ca 4 Monaten pflege ich meine Muttter, (vor 3 jahren Hirnblutung mit nachfolgender Epilepsie, jetzt komplett bettlägerig und spricht nicht mehr, kann sich auch nicht mehr äußern.)
Schmerz oder Unbehagen zeigt sie durch Stöhnen oder gepreßtes Atmen.
Mein großes Problem schon seit längerer Zeit ist, dass sie sehr häufig, manchmal ununterbrochen stöhnt, oder gepreßt atmet. Mimik manchmal verzerrt, oft dabei glattes Gesicht.

Ich vermutete lange, dass es etwas im Magen-Darm Bereich ist, sie wurde auch vor ca 2 Monaten im Krankenhaus durchgecheckt, was aber nichts ergab. Darmspiegelung wurde nicht gemacht, wollte man ihr nicht zumuten. Es besteht aber schon Jahre eine (zurzeit) inaktive Colitis ulzerosa.
Das Stöhen hört sich so an, als ob man - mit Verlaub - kackt.

Sie bekommt auf meine Anregung vom Hausarzt nun Fentanyl Pflaster 25 mg.
Daraufhin hat sie etwas Verstopfung und wir geben ihr alle 2-3 Tage ein Klistier.
Ich weiß nicht, ob das Schmerzpflaster eine gute Idee ist, sie bekommt es seit 4 Tagen, es besteht keine Besserung des Stöhnens.
Oft schwitzt sie mehr als sonst, neulich habe ich sie morgens zitternd und verängstigt im Bett vorgefunden.
Ich weiß aber auch, dass die Nebenwirkungen auch verschwinden können und mal eine Zeit das durchhalten muss, wenn man eine kontinuierliche Schmerzreduktion erreichen will.

Aber hier weiß ich echt nicht mehr weiter. Denn sie stöhnt nicht weniger.
Vielleicht hat das auch andere Ursachen, wie Blähungen oder sonstwas, aber man kann nur spekulieren.
Hausarzt kommt alle 4 Wochen zu uns, man ist sehr alleine mit der Situation.

Die Stöhnerei war auch schon länger, als sie noch im Heim war, nur ist es verstärkt.

In der Hoffnung, dass jemand hier noch eine Idee hat,
liebe Grüße, Sabine :(
 
Qualifikation
kA
Fachgebiet
D
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
hallo Sabine,
ich glaube nicht, das ich dir wirklich weiterhelfen kann. Das wäre eine Ferndiagnose und die kann ich nicht leisten.
Trotzdem eine Frage: bist du dir sicher, das es Schmerzäußerungen sind? Und wenn ja, woher weißt du das?
Wie oft lagerst und wie lagerst du? Es könnte ja auch, wenn überhaupt, ein Verspannungsschmerz sein.
Es könnte eigentlich alles sein, angefangen von einer durch die Erkrankung veränderte Atmung bis über die Psyche. Oder reagiert sie auf die eingefangenen Stimmungen ihrer Umwelt, sprich darauf, wie du oder deine Angehörigen sich fühlen?
Sie könnte aber auch durchaus in ihrer "eigenen Welt" unangenehme Erinnerungen verarbeiten.
Alles reine Spekulationen, nur so mal als Überlegungsansatz.
Und Kompliment, meine Hochachtung, das du sie pflegst.
Pass auf dich auf, Pflege geht an die Substanz.
Gruß Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
S

Sabine777

Mitglied
Basis-Konto
0
31785
0
Hallo Lisy,

Trotzdem eine Frage: bist du dir sicher, das es Schmerzäußerungen sind? Und wenn ja, woher weißt du das?
Nein, ich weiß nicht, ob es Schmerzen ist. Ist eine Vermutung.

Wie oft lagerst und wie lagerst du? Es könnte ja auch, wenn überhaupt, ein Verspannungsschmerz sein.
Sie hat eine Wechseldruckmatratze jetzt und ich lagere sie tagsüber ca 2 - 3 Std, je nach Zustand.

Es könnte eigentlich alles sein, angefangen von einer durch die Erkrankung veränderte Atmung bis über die Psyche. Oder reagiert sie auf die eingefangenen Stimmungen ihrer Umwelt, sprich darauf, wie du oder deine Angehörigen sich fühlen?
Sie könnte aber auch durchaus in ihrer "eigenen Welt" unangenehme Erinnerungen verarbeiten.
Ja, das habe ich auch schon öfter gehört.
Irgendwie denke ich aber, dass es mit ihrem Bauch zusammenhängt, Luft oder so. Lefax hilft ihr nicht.
Gestern zB hat sie um 14 Uhr angefangen mit dieser Stöhnerei bis abens 22 Uhr. Das habe ich dann mit 18 Tropfen Diazepam beendet. (Bedarfsmedikation)


Alles reine Spekulationen, nur so mal als Überlegungsansatz.
Und Kompliment, meine Hochachtung, das du sie pflegst.
Pass auf dich auf, Pflege geht an die Substanz.
Danke, ja es geht an die Sustanz, aber ich binde mir jetzt dieses Jahr oder so ans Bein, dafür kann ich mir später sagen, sie ist zueltzt so gepflegt worden, wie sie es wollte.

Liebe Grüße,
Sabine
 
Qualifikation
kA
Fachgebiet
D
L

Lilofee

Mitglied
Basis-Konto
0
86343
0
Hallo Sabine,
das könnten auch Epileptische Anfälle sein, bei meinem Mann hat sich das so ähnlich geäußert. Das müsste durch ein EEG abgeklärt werden.
Gruss Lilo
 
Qualifikation
Biologin
Fachgebiet
Pflegende Angehörige
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen