Allgemein Schichtmodell

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Sabse

Sabse

Mitglied
Basis-Konto
23.02.2006
91560
Hallo Miteinander,
ab Juli diesen Jahres (also ab Montag) haben wir eine 41 Stunden-Woche. Ich arbeite in der Anästhesie/Intensiv. Meine Chefin hat bis heute noch keine Ahnung, wie wir ab Montag arbeiten sollen (lt.GL soll sie die Zeiten festlegen ojeh). Wie sieht es bei Euch aus, wie arbeitet Ihr so, weilche Schichten habt Ihr ? Sie will, das wir pro Tag nur 7,5 Stunden arbeiten, aber da muss ich viele Tage arbeiten, das ich auf meine 41 Stunden im Monat komme.
Vielleicht hat jemand eine Idee ?
Grüße Sabse:sad:
 
Qualifikation
Anästhesiepflege
Fachgebiet
Anästhesie
Weiterbildungen
Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
E

elena

Mitglied
Basis-Konto
30.07.2005
29562
Hallo Sabse, warum will sie 7,5 Std.? Operiert man denn bei Euch nur von 7.30-15.30 Uhr? ab 15.30 würde dann ja nur ein Bereitschaftsdienst wenn noch nötig mitunter 2 OP-Sääle abdecken müssen. wird schwierig, würde bedeuten, Überstunden stehen an.
Gruß elena
 
Qualifikation
fachkrankenschwester
Fachgebiet
IMC
Sabse

Sabse

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
23.02.2006
91560
Hi Elena,
ja so ist es wohl angedacht, da wir lange Eingriffe von 10h und länger haben, sind Überstunden vorprogramiert und die Stimmung ist auch nicht mehr so toll. Die 7,5 Stunden will sie, damit wir täglich ins (eingebildete Minus)gehen, um Überstunden abzubauen (hahah).
 
Qualifikation
Anästhesiepflege
Fachgebiet
Anästhesie
Weiterbildungen
Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
H

highfive

Mitglied
Basis-Konto
31.07.2005
52156
Deine Arbeitszeit muss als Grundlage auf die Tage/Woche verteilt werden die in deinenm Vertrag stehen.
Also bei einer 6 Tage Woche bedeutet das 6,83 plus 0,5 Pause =7,3 std.

Komtt halt drauf an ,ne.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
-
B

Barbara J

Mitglied
Basis-Konto
01.03.2006
50937
Hallo!

Bei uns im Haus ist es so, dass die 41h-Leute entweder ne halbe Stunde im Frühdienst länger bleiben oder ne halbe Stunde zum Spätdienst früher kommen müssen (bei einer 5-Tage-Woche im Vergleich zu den 38,5h-Angestellten).

Ich persönlich halte diese Regelung für Unfug, da auf den meisten Stationen keine Umstrukturierung stattgefunden hat.
Das heißt: beim Frühdienst sitzen viele dann noch bei nem Kaffe ihre halbe stunde ab (weil auf vielen Stationen eh erst etw. später angefangen wird) oder tuen dies die halbe Stunde vor der Übergabe von Früh- zu Spätdienst.
Aber das hängt wohl auch viel von der Arbeitsmoral des Einzelnen ab.
 
Qualifikation
Krankenschwester (G.- u. KPin)
Fachgebiet
Krankenhaus (Augenklinik)
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Aber das hängt wohl auch viel von der Arbeitsmoral des Einzelnen ab.
Und da soll mir noch mal einer erzählen, die Pflege hätte keine Zeit
.

Ich hatte während miner Ausbildung die grosse Freude, in einer 5-Tage-Woche 8 Stunden/Schicht arbeiten zu dürfen. Die langen "Überlappungszeiten" von Früh- auf Spätdienst haben wir genutzt, um mit doppelter Besetzung den Patienten zu fordern, zu fördern und zu behuddeln. So wurden z.B. Patienten mit hohem Pflegeaufwand die Ganzkörperpflege mittags gemacht (klar, Mundpflege, Gesicht waschen und kämmen früh ..... ein bisschen Erfrischung nach der Nacht muss sein). Wir hatten mittags Zeit und Personal genug und mussten nicht vor dem Frühstück durch die Zimmer hecheln. Die Patienten waren nicht nur einverstanden, sondern hoch zufrieden mit dieser Regelung.

Mit zunehmender Umsetzung der Bereichs- und Gruppenpflege sollte langsam aus den Köpfen verschwinden, dass ich erst arbeitsfähig bin, wenn ich eine Universalübergabe bekommen habe.

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
U

UlrichFürst

Zusammenhang Bereichspflege und Übergabe (war: Re: Schichtmodell)

Mit zunehmender Umsetzung der Bereichs- und Gruppenpflege sollte langsam aus den Köpfen verschwinden, dass ich erst arbeitsfähig bin, wenn ich eine Universalübergabe bekommen habe.
Mir ist klar, dass ich keine Universalübergabe über alle Pat. und die gesamte Vorgeschichte über Hr. XY wissen muss, um diesem z. B. Blutzucker zu messen:wink: Allerdings verstehe ich den Zusammenhang mit der Bereichs-/Gruppenpflege nicht, bzw. wie die Übergaben-Notwendigkeit von der Pflegeorganisationsart abhängt (Sorry, mir fallen keine besserren Begriffe ein:sad:). Kannst Du mir das bitte erklären?

Vielen Dank schon mal,
Ulrich
 
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Re: Zusammenhang Bereichspflege und Übergabe (war: Re: Schichtmodell)

Vielleicht ist es ja so gemeint, dass der "Aufgabenbereich" dann nicht so gross ist und es ein Leichtes sein sollte, in den Dokumentationen nachzuschlagen?

:wink: So würde es der Wassermann machen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Hallo, Ullrich,

ich versuche, meine Antwort mal kurz zu fassen, ohne ins Dozieren zu verfallen:wink:.

Ich gehe mal von einer Station mit 36 Betten aus, die heute üblich sind (oder zumindest wieder üblich werden :cry:)

In der Pflegeorganisationsform "Funktionspflege" muss ich jeden Namen eines jeden Patienten mitsamt seiner aktuellen Situation zumindest einmal gehört haben (die gesamte Vorgeschichte jedesmal zu erzählen ist m.E. bei keiner Pflegeorganisation notwendig), damit ich reagieren kann, wenn ich auf meinem (berühmtberüchtigten) "Rundgang" irgendewas feststelle, was im Frühdienst noch anders war. Da kein Mensch sich alle Daten über 36 Menschen im Kopf behalten kann wird bei Übergaben heftig mitgekritzelt, weil das Dokumentationssystem ja unmöglich Allen gleichzeitig zur Verfügung stehen kann.

Wenn ich in der Gruppenpflege 12 Patienten "zugeteilt" bekomme, brauche ich nur Detailinformationen von diesen 12 Menschen. Von den anderen 24 Patienten brauche ich lediglich die Information, dass sie auf meiner Station liegen, um Ärzte oder Angehörige an die zuständige Pflegekraft verweisen zu können. Und unter dem Motto "Du musst nicht alles wissen, Du musst nur wissen, wo Du es nachlesen kannst" reicht dafür der Bettenbelegungsplan.

Die gesamte Vorgeschichte brauche ich nur bei Neuaufnahmen oder wenn ich eine andere Patientengruppe übernehme als am Vortag.

Konnte ich mich einigermaßen klar ausdrücken?

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
B

Barbara J

Mitglied
Basis-Konto
01.03.2006
50937
Wenn ich in der Gruppenpflege 12 Patienten "zugeteilt" bekomme, brauche ich nur Detailinformationen von diesen 12 Menschen. Von den anderen 24 Patienten brauche ich lediglich die Information, dass sie auf meiner Station liegen, um Ärzte oder Angehörige an die zuständige Pflegekraft verweisen zu können. Und unter dem Motto "Du musst nicht alles wissen, Du musst nur wissen, wo Du es nachlesen kannst" reicht dafür der Bettenbelegungsplan.
Ich glaube nicht, dass es ausreicht nur zu wissen, dass ein Patient auf Station liegt. Das Gröbste sollte man schon wissen oder zumindest parat haben. Gerade in Situationen in denen 1 Pflegekraft für eine Gruppe zuständig ist kommt es häufiger vor, dass eine andere mal aushilft oder auf die Klingel geht.
 
Qualifikation
Krankenschwester (G.- u. KPin)
Fachgebiet
Krankenhaus (Augenklinik)
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.09.2005
Bonn
Ich glaube nicht, dass es ausreicht nur zu wissen, dass ein Patient auf Station liegt. Das Gröbste sollte man schon wissen oder zumindest parat haben.
...... oder eben nachlesen können.
Soweit richtig, macht m.E. aber eine detaillierte Übergabe über 36 Patienten unnötig.
Beispiel: wenn ich heute um 15 Uhr auf die Klingel gehe um einem Patienten in einer anderen Pflegegruppe bei der Ausscheidung zu helfen, muss ich nicht zwingend wissen, für welche Uhrzeit am nächsten Tag der Krankentransport für die Verlegung in die Reha bestellt ist.

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Bethke Axel

Bethke Axel

Mitglied
Basis-Konto
27.02.2002
24118
Hallo,
noch einmal zum Ausgang.
Man muß mit den Vorgesetzten klären was das Ergebnis der Arbeitszeitverlängerung sein soll.
1. Bessere Patientenversorgung?
2. Personalabbau?

Je nach dem was das jeweilige Ergebnis der einzelnen Einrichtung / Direktorium ist, muß in den entsprechenden Dienstplänen umgesetzt werden.
Zu 1. Ich kann wie von Monika beschrieben die verlängerten Übergabezeiten für eine stressfreiere Versorgung von immobilen Patienten nutzen. Dafür muß dies in den Tätigkeiten beschrieben und vorgelebt werden. Jeder Kollege muß wissen was Mittags zu tun hat, dass in der Zeit noch einmal eine Tätigkeitintensive Zeit auf ihn wartet.

Zu 2. Man muß die Schichtüberlappungen evtl. reduzieren / anpassen. Die Schichten verkürzen evtl. den Nachtdienst verkürzen. Das verändert die Tagewoche und setzt im Endeffekt Personal frei.

Wichtig man darf nicht beides versuchen, dann wird man aufgerieben. Also erst einmal klären wo der Zug hin soll.

Grüsse
Axel
 
Qualifikation
Ltd. Krankenpfleger
Fachgebiet
Chirurgische Ambulanz/ Internistische Aufnahmestation
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
Basis-Konto
Hallo Leute,

wir in der Psychiatrie nutzen die Überlappungszeiten konkret für normale und auch mal längere Übergaben oder aber auch Teamsitzungen etc. (bei einer 5 Tage-Woche mit 38,5 Stunden)

Nun ist es aber bei uns recht wichtig, nicht nur die Symptome des Patienten zu kennen, sondern eben auch lebensgeschichtliche Fakten und gruppendynamische Prozesse. Von daher können wir solche Überlappungszeiten gut gebrauchen. Wenn einer bei uns z.B. aus dem Urlaub kommt, so kann die Übergabe von 10-12 Patienten, um den Einstieg in den Beziehungsprozess zu gewährleisten auch mal 1 Stunde dauern mit den ganzen Entwicklungen, die sich ergeben. auch multiprofessionelle Übergaben und Fallbesprechungen brauchen ihren Raum.
Realistisch ist bei uns eine halbe Stunde für eine "normale" Übergabe eher schon Standard.

Dankbar für jede Minute Zeit,
Fragmentis
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
Dieses Thema hat seit mehr als 365 Tagen keine neue Antwort erhalten und u.U. sind die enthalteten Informationen nicht mehr up-to-date. Der Themenstrang wurde daher automatisch geschlossen. Wenn Du eine ähnliche Frage stellen oder ein ähnliches Thema diskutieren möchtest, empfiehlt es sich daher, hierfür ein neues Thema zu eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.