Scheinselbsständig

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Anna74

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Hallo, Zusammen

leider habe ich diesen Status von der KK bekommen (DRV hat gedroht wenn ich es selber nicht einleite, dann beauftragen sie denn die KK, und das auch umgesetzt)
ich arbeite die ganze zeit 50% plus letztes Jahr nebenbei freiberuflich, hab aber aufgehört nicht zulezt wegen DRV, aber auch örtlich an den Studienort gebunden. nur wurde es mir heute von einem anderen freiberuflichen Kollegen berichtet dass die Sozialabgaben meistens doppelt kassiert werden, also sprich von mir über 15% KK und von dem "Arbeitgeber" auch, dass das nicht rechtens ist, weiss ich, nur wie kann ich es vermeiden ?

oder sind es nur Gerüchte? für mich ist es nicht nachvollziehbar, wenn ich diesen Status bekommen habe, dann zahle ich die Häfte, die andere der AG und er fordert sie wiederum von mir zurück oder ??

danke im Voraus für Eure Antworten, meinen Anwalt spreche ich erst mitte der Woche, wir haben Zeit bos 31.5 uns zu äussern. Ich würde gerne was über das Praktische wissen, die Paragraphen wir er mir schon nennen
 
Böserwolf

Böserwolf

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AW: Scheinselbsständig

habe dir unter deinem anderen post geantwortet. Es sind nicht nur die KK nachzuzahlen, sondern alle Abgaben, also RV, AV, PV und das sind mehr als 15%.
Ich weiß nicht ob die DRV dich überhaupt zwingen kann, über die KK kann die das auch verlangen, sofern die KK mit spielt.
 
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Anna74

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AW: Scheinselbsständig

habe gesehen

Danke!!

ich kenne mich da nicht aus, mein Dozen im Sozialrecht meinte es wäre nicht rechtens, nützt aber nichts

- - - Aktualisiert - - -

ich weiss das es mehr sind, ich meinte 15,... % KK usw
 
Böserwolf

Böserwolf

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AW: Scheinselbsständig

du kannst überall nachlesen, dass Rückforderungen ausschließlich an den AG gestellt werden, da er Schuldner für die Einbehaltung der Sozialversicherungsbeiträge ist.
Dieser kann von dir nur dann die Hälfte zurück verlangen wenn du noch bei ihm arbeitest. Ist der Auftrag beendet muss er allein zahlen.
 
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Anna74

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AW: Scheinselbsständig

dann habe ich mich umsonst aufgeregt, auf was muss ich mich denn beziehen falls der AG auf die Idee kommt von mir es zurück zu wollen ? gibst da welche Gesetze? blicke im Moment nicht wirklich durch, habe im Netz gesurft aber nichts plausibles gefunden
 
Böserwolf

Böserwolf

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AW: Scheinselbsständig

wo genau weiß ich momentan nicht, kann mich mal schlau machen oder schreib mal SvenJ an, der kennt sich prima aus.
 
leaving-the-moon

leaving-the-moon

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AW: Scheinselbsständig

Den Gesetzestext habe ich jetzt nicht - aber das Gesetz sagt, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer von seinen Arbeitnehmern einzubehalten und abzuführen.

Also ist der Arbeitgeber derjenige an den die Sozialkassen (und das Finanzamt) gehen wenn sie Geld wollen.
Der Arbeitgeber kann versehentlich oder absichtlich nicht einbehaltene Versicherungebeiträge seiner Arbeitnehmer maximal ein halbes Jahr rückwirkend vom zukünftig zu zahlenden Lohn in Raten einbehalten dies geht nur über einen gewissen Zeitraum. Wenn Du für den nicht mehr arbeitest kann er auch nichts einbehalten. Es ist also lediglich ein netter Versuch mit dem ich zum Anwalt gehen würde (Arbeitsrechtler) um ein kurzes Schreiben aufzusetzen, dass es denen ja wohl hackt und du gar nix zahlst - und sie auch genau wissen dass sie da keine Forderungen stellen können - kapiert (das dann in Anwaltsdeutsch :) ) Dieses Anwaltschreiben spart dir eine Menge Ärger und Zeit... auch wenn es ein paar Kröten kostet.

Deine zuviel gezahlten KK Beiträge kannst du von der KK zurückfordern - einfach mal mit denen Telefonieren und nachhaken. Die brauchen dann deinen Einkommensteuerbescheid und wenn du selbst gezahlt hast und der AG nachgezahlt hat bekommst du deine selbst gezahlten Beiträge zurück.
 
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Anna74

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AW: Scheinselbsständig

aber ist es nicht so dass die KK-Beiträge auch vom Arbeitgeber gezahlt werde? ich verstehe jetzt nicht was es mit dem Einkommensteuerbescheid an sich hat
 
Böserwolf

Böserwolf

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AW: Scheinselbsständig

Als Freiberufler freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse wird dein Beitrag lt. Einkommensteuerbescheid festgelegt, d.h. Brutto - Betriebsausgaben, Rentenbeiträge = Bemessung der KV-Beiträge. Für das zu versteuernde Einkommen werden dann noch die KK-Beiträge abgezogen.
 
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Anna74

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AW: Scheinselbsständig

ich musste mich wegen meiner Festanstellung 50% nicht in KK versichern, daher war meine Frage


aber ich wollte auch berichten:

mein Anwalt sagte mir, man könnte es auf eine einmalige kurze Tätigkeit von unter 50 Tagen plädieren, dann musss niemand was zahlen. Da es nicht mein Haupteinkommen war, könnte es so funktionieren.
 
Böserwolf

Böserwolf

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AW: Scheinselbsständig

wenn das so geht, wäre es ja gut für dich.

Ansonsten hätte ich jetzt eingewendet: wenn das Einkommen aus selbständiger Tätigkeit höher ist als das aus der Festanstellung, muss man auch dafür Beiträge zahlen.

Ich drück dir die Daumen und berichte mal weiter.
 
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Anna74

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AW: Scheinselbsständig

danke, ich halte Euch auf dem neuen Stand
 
Hofnarr

Hofnarr

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AW: Scheinselbsständig

Guten Abend Anna74

Ich hatte bis letztes Jahr Juli genau die gleichen Probleme wie Du.
Mein Tip: Aussitzen!Keine weiteren Angaben von vertraulichen Daten und die Mitwirkung komplett ablehnen.
Die müssen Dir anhand Deiner Angaben beweisen, das Du scheinselbstständig bist.Keine Angaben-keine Beweise.
Ich habe es so gemacht und habe seitdem Ruhe (seit 12 Monaten)
Liebe Grüße an Dich und an die anderen hier im Forum
 
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OP Schwester

AW: Scheinselbsständig

Gerüchte sind es keineswegs. ich kann nur für dich hoffen, dass du Geld beiseite gelegt hast. Wenn du in einem Haus als Freiberufler arbeitest und bist falsch versichert und während deiner Einsatzzeit wird geprüft, darf das Haus die Sozialstrafen auf die Dich durchreichen!!!
 
Hofnarr

Hofnarr

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AW: Scheinselbsständig

Nein, dürfen sie nicht! Als "Arbeitgeber" sind sie für die Abführung sämtlicher Sozialabgaben eigens verantwortlich.Anders verhält es sich beim den Steuern; da haften beide Seiten zu gleichen Teilen.
Aber das hatten wir hier schon so oft.
Grüße
 
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