Innere Medizin s.c.Infusionen

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Isis

Isis

Aktives Mitglied
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16.05.2005
2
Hallo,
der Unterschied zwischen KH und AH ist schon recht groß, aus verschiedenen Gründen.
Im KH war mir (und allen anderen) schon wichtig, daß die "Dinge" (also eigentlich alles) ihre Ordnung haben und die durfte, bitte schön, nicht gestört werden. Außerdem sind demente Menschen nicht die Regel (jedenfalls war das vor gut 10 Jahren noch so) und sie befinden sich sowieso in einer für sie völlig neuen und beänstigenden Situation - sowas macht auch aus noch relativ geistig fitten Menschen ziemlich verstörte und zunehmend demente Leute. Und gerade in der Chirurgie darf man das Ereignis OP und Narkose nicht unterschätzen.

Im AH sieht man meistens viele Sachen etwas lockerer und geht, dank Ausbildung und Fortbildungen, anders mit Demenz um. Für uns ist Demenz in den unterschiedlichsten Ausprägungen Alltag (was nicht heißt, daß wir nicht auch mal an unsere Geduldsgrenzen stossen). Und bei uns sind die Menschen zu Hause, jedenfalls wird es oft als solches erkannt, dauert zwar manchmal einige Wochen, aber es ist auf jeden Fall anders als ein Aufenthalt im KH.

In unserer Firma wird das Konzept der Integrativen Validation nach Nicole Richard umgesetzt, eine Weiterentwicklung der Validation nach Naomi Feil. Es gelingt mir zwar nicht immer, genau nach dieser Methode zu handeln, aber die Fortbildung (es war der A-Kurs und dauerte zwei Tage) hat mir geholfen, viele Dinge lockerer zu sehen und auch die Motivation für das Handeln Demenzkranker zu erkennen. Das Thema Demenz ist in der Krankepflegeausbildung natürlich wesentlich weniger präsent als in der Altenpflegeausbildung, und mir wurden bei der Fortbildung zu diesem Thema echt die Augen geöffnet.:thumbsup:
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
L

lucky0375

Neues Mitglied
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15.06.2006
53604
www.honnef24.de
Hallo Sonja,
ich arbeite seit 1999 in der Altenpflege, und seit Oktober letzen Jahres mache ich die Ausbildung zur Ex. Ich kenne s.c. seit anfang an, und auch im Unterricht lernen wir s.c. Infusionen zu legen. Wir haben einige Bew. die auf ärztliche Anordnung bis zu 1000 ml, wenn nicht ausreichend Füssigkeit oral aufgenommen wurde, per s.c. Infusion bekommen. Hämatome entstehen selten, man sollte die Infusion halt nicht zu schnell laufen lassen.
LG
lucky
 
Qualifikation
Azubi Altenpflege
Fachgebiet
Altenheim
M

mighty2489

Mitglied
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07.05.2006
41238
Mal ne bescheidene Frage:
Was versteht ihr unter "nicht zu schnell laufen lassen"? Wie viel Tropfen pro Minute in etwa? Rein interessehalber...
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
HNO
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
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26.09.2005
Bonn
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
N

Nurse82

Neues Mitglied
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Hallöchen,

jetzt will ich auch mal meinen Senf dazugeben. Als ich noch im Krankenhaus war, hätte ich mir das auch nicht vorstellen können, dass es sowas tatsächlich gibt wie sc-Infusionen. Aber als ich dann ins Altenheim gewechselt bin, wurde ich schnell eines besseren belehrt.

Auch bei uns ist es nicht ganz so unüblich diese Art von Infusionen zu legen. Das schöne daran ist, dass man dafür nur einmal ne ärztliche Anordnung braucht und den Rest dann selber machen darf (was jetzt aber nicht heißt, dass ich Altenheime vom Prinzip vorziehe gegenüber dem KH). Ich habe es bisher auch nicht erlebt, dass Bew. irgendwelche Schäden davon getragen haben wie Nekrosen oder so. Einmal habe ich es erlebt, dass irgend eine Dummbatz von examnierter Kraft die Infusion zu schnell hat laufen lassen, aber die Bew. hat alles gut verkraftet und die Flüssigkeit wurde ohne Probleme vom Gewebe zügig abgebaut.

Wie auch schon in diesem Thema gesagt, Ringer und Nacl machen keine Probleme, nur Glukose - das macht Nekrosen... Man ja weiß ja nie, auf welche Ideen die "Götter in Weiß" morgen kommen :)
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin, Ausbild.RS, Gerontopsychiatrische Fachkr
Fachgebiet
Intensivstation
Engelchen

Engelchen

Mitglied
Basis-Konto
29.06.2006
75180
Hallo Ihrs,

habe das Thema jetzt mit Begeisterung gelesen, denn auch ich habe vorher noch absolut garnicht von s.c. -Infusion gehört, bzw. gelesen!

Aber hat denn schon mal irgendeiner was davon in der Kinderkrankenpflege gehört? Kanns mir fast nicht vorstellen, aber auch da fänd ichs durchaus interessant!

LG Engelchen
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester / PA
Fachgebiet
Fachkrankenhaus f. Neurologie
U

UlrichFürst

Themenstarter/in
Um mal die Spekulationen zu Beenden: (War länger offline)

Ich schätz dich sehr, will dich jetzt auch nicht kränken!
Machst Du ja auch nicht (das kränken meine ich :eek:riginal:) ! Ich wüßte gar nicht womit. Und danke für die Blumen...

Im Umgang mit Dementen gibt es eine Weiterbildung nach Naomie Feil. Die Vallidation, hat mir sehr geholfen Demente zu verstehen. Komm jetzt viel besser klar und Zeit haben wir ambulante auch nicht wirklich
Hm, hab mich damit auch ein wenig beschäftigt (hach, es gibt so viel zu lernen...).

Prinzipiell haben wir (was die Pat. für die sc-Infusion in Frage kommt) sicherlich die gleichen Pat. (Weil das oft welche aus heimen sind:wink: ) Der Unterschied ist halt, dass die bei uns (OP- bzw. Verletzungsbedingt) Einschränkungen einhalten sollten :sad:. Tja, da kann ich halt den unruhigen Pat. nicht einfach umher laufen lassen, wenn er sein Bein nicht belasten darf etc.
Und natürlich sind viele Pat. bei uns unruhiger oder gar nur bei uns (ungewohnte Umgebung). Und manche Patienten sind sowieso erst bei uns verwirrt und das auch erst nach Narkose/OP.

Da wir z. Z. Ärzte auf Station haben mit denen wir Zusammenarbeiten hab ich auf jeden Fall keine Hemmungen, die sc-Infusion mal in einem geeigneten Moment anzusprechen.

Ulrich


Ulrich
 
H

Hartwig

Mitglied
Basis-Konto
30.11.2005
75010
Hallo alle zusammen!

Nur mal eine dumme Frage von mir: Warum legt man nicht einfach einen venösen Zugang?
Wenn man das ein paar mal gemacht hat und die Venen nicht gerade super schlecht sind ist das kein Problem und die ganzen Schwierigkeiten der s.c. Infusion sind vermieden. ich denke, dass wäre auf jeden Fall patientenorientierten und sollte das Pflege nicht sein?
Aber ich habe noch nicht in einem Altenheim gearbeitet, ich weiß nicht, ob dort überhaupt entsprechendes Material vorhanden ist.

Gruß Hartwig
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Endoskopie
L

Lisy

Themenstarter/in
Hallo Hartwig,
dumme Fragen gibt es nicht, nur dumme Antworten.
venösen Zugang zu Hause machen nur sehr wenige Ärzte. Die Angehörigen können nicht damit umgehen und die s.c. Infusion ist viel ungefährlicher.
Es kommt kaum zu Komplikatonen und ist viel leichter machbar.
Gruß Lisy
 
M

Manu5959

Aktives Mitglied
Basis-Konto
19.10.2005
Rosenheim
Aber ich habe noch nicht in einem Altenheim gearbeitet, ich weiß nicht, ob dort überhaupt entsprechendes Material vorhanden ist.
Hallo Hartwig,

im Altenheim ist es so, das Material zur Behandlungspflege bei jedem Bewohner verordnet werden muß. Es ist ergo so, das eigentlich nur bewohnereigenes Behandlungspflegematerial vorhanden ist.
Aber viele Angehörige lassen uns auch Material als " Nachlass" da.

Die restlichen Fragen hat ja Lisy schon prima beantwortet.
Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
Z

zephirus

Mitglied
Basis-Konto
18.08.2006
91207
Auch bei Sterbenden ist eine Basisiversorgung verpflichtend. Dazu gehört Körperpflege, Zuwendung, Schmerzlinderung, Freihalten der Atemwege und Flüssigkeitszufuhr.

s ärztl. Richtlinien zur Sterbebegleitung v. 1997
Entschuldigung, daß ich diesen Thread wieder nach vorne bringe, auch hat's mit dem ursprünglichen Thema nichts zu tun...

aber:

Die Bundesärztekammer spricht von 'Stillen von Hunger und Durst' - was in den aktuellen Richtlinien für die Palliativmedizin als 'Stillen von Hunger und Durst als subjektive Empfindung' (des Patienten) ausgelegt und allgemein anerkannt wird...

Eine Dehydration hat (wenn der Sterbeprozeß begonnen hat!) für den Patienten nicht nur Nach-, sondern auch Vorteile...unter der Berücksichtigung zumindest einer optimalen Mundpflege...
 
Qualifikation
KPH
Fachgebiet
Ohne
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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