Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

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AmbPD

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Hallo Leute,


ich könnte hier eine lange Geschichte erzählen, wie gut unser Pflegedienst arbeitet und wie manch so ein Hausarzt sich verhält.
Aber damit hat doch jeder Pflegedienst mehr oder weniger zu tun.
Doch was unsere PDL gestern bei einem Hausarzt-Hausbesuch erlebt hat ging doch wohl zu weit.

Nach mehrmaligem Auffordern unsererseits, der HA soll bitte eingreifen (kein Stuhlgang seit mehreren Tagen), gab es keine Reaktion. Vor drei Tagen war der HA da und das Erste was er zum Sohn sagte "sie ist doch schon tot, was wollen Sie noch?". Doch dann hat sich die Pat. bewegt und er sagte "ach, doch nocht nicht". Nun macht er gestern wieder einen Hausbesuch, der Sohn (welcher sehr einflußreich in unserer Region ist, d.h. seine Mundpropaganda ist uns sehr wichtig) ist auch dabei, der die Pat. betreuut, und fängt an rumzuschimpfen.
Als er sich verabschiedet, sagt der HA in Anwesenheit des Sohnes folgenden Satz zu der PDL "Sie haben doch als Pflegedienst keine Zukunft!".

Nun ist für uns die Frage, wie wir eine Erklärung von Ihm ggü. dem Sohn der Pat. erzwingen können. Ist es rechtlich gesehen Rufmord? Kann man dies einklagen?

Danke schon mal für Euren Rat!
 
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traveler

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Versteh ich jetzt nicht?

Was ist an dieser Bemerkung den Ehrenrührig oder sogar Rufmord?

Das ist ne private Meinung - so what?

Du Überzeugst durch Leistung und Qualität im Dienstleistungsbereich die Kunden und nicht durch erzwungene Erklärungen oder gerichtliche Verfahren.

Warum soll jetzt der Arzt gegenüber dem Sohn über deinen PD ne Erklärung abgeben?

Mach aus ner Mücke keinen Elefanten, wenn der Sohn ne Erklärung will, dann soll er den HA fragen, der kommt ja wieder.

Definiere dein Ziel, was willst du damit?
Du kannst auch selbst das nächste mal, wenn der HA wieder da ist mal ganz dumm Fragen - wie haben sie das denn gemeint und der Sohn steht auch daneben, erledigt.

Wie gesagt - was interessiert mich aber die private Meinung eines HA zum meinem PD?
 
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AmbPD

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Und wenn ich überall rumerzähle, dass jemand (z.B. dieser HA) Mörder ist. Das wäre auch meine private Meinung. Darf ich das auch?
 
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traveler

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Das ist aber jetzt nicht dein Ernst,

dass für dich zwischen den Aussagen kein Unterschied besteht?

Was erwartest du für einen Schaden für dein Unternehmen aus dieser Aussage gegenüber einer einzelnen Person?

Seid ihr denn in Schieflage und so ne Aussage könnte zum endgültigen Aus führen?
 
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Sonnensturm

Sonnensturm

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Bis jetzt hat er es doch nur der PDL gesagt? Was macht der Sohn daraus? Wenn nichts weiter passiert, ist die Sache doch erledigt.
Und einen als Mörder zu bezeichen, ist doch wohl ein Unterschied.
:ermm:Sonnensturm
 
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AmbPD

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

renje,

meine Anspielung war insofern richtig, weil Du sagtest "es ist doch nur eine Bemerkung".
Wir sind gerade in einer sehr guten Lage, haben den besten Ruf in der Region, die beste MDK-Note, die besten internen Patienten-Zufriedenheitsabfragen usw. Und das alles haben wir mit großem Engegement und Willen geschaffen. Es gab bisher keinen einzigen Patienten, der unseren Pflegedienst gewechselt hätte, das müssen wir aber so beibehalten!!!

Das Problem ist auch, dass wir bei dieser Pat. erst seit einpaar Tagen tätig sind, dieser HA aber seit 30 Jahren! Wir hatten noch nicht die Zeit uns zu beweisen, wobei auch in diesen paar Tagen schon so Einiges geleistet wurde (Notfallversorgung usw.).

Sonnensturm,

Sollte der HA dies unter vier Augen unserer PDL gesagt haben, wäre das für uns kein Problem. Er hat es aber quasi öffentlich gemacht, weil eben der Sohn anwesend war. Das darf er m.E. nicht. Zumindest nicht so grundlos.

Habe ich das wirklich so missverständlich ausgedrückt?

Seid Ihr Pflegedienstinhaber und könnt Ihr nachvollziehen, wie schwierig es ist einen guten Ruf aufzubauen und wie leicht und schnell man diesen Ruf ruinieren kann?
 
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traveler

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Nochmal,

was erwartest du für Nachteile?

Was erwartest du, was der Sohn daraufhin unternimmt zu deinem Nachteil?

Den letzten Satz hättest du dir sparen können
Um einen Ruf zu verlieren oder nicht und wie das geht, da muss ich nicht zwingend PDinhaber sein.
 
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Tilidin

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Hey AmbPD
renje hat Recht, die Sache ist schwer zu verstehen.
Ihr habt euch die besten Bedingungen für einen Pflegedienst in der Region erarbeitet. ( erster Mann am Platz)
Jetzt kommt eine subjektive Aussage eines Arztes, die sich auch noch allgemein zu verstehen ist u. ihr verfallt in Panik.
Die Geschichte mit dem Mörder wirkt schon fast Kleinkindhaft.
Hier muss doch wohl als erstes ein klärendes Gespräch mit dem HA stattfinden, auch ohne den Sohn.
Dann mit dem Sohn sprechen, das man als Pflegedienst die Aussage des HA nicht einordnen kann u. den Sohn von eurer Qualität überzeugen.
Dann einmal in sich gehen u. überlegen: wenn ich 99 zufriedene Kunden habe u. einen unzufriedenen, dann hab ich 99% Zufriedenheit.
Ist diese Aussage wirklich das Problem?
 
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Lisy

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Hallo AmbPD,
ich kann an dem Satz jetzt auch nichts schlimmes finden. Er muß damit nicht gemeint haben, das ihr schlecht arbeitet. Es könnte eventuell einfach eine Aussage gewesen sein nach dem Motto: bei den vielen Pflegediensten die es hier gibt....
Ansonsten einen gut gemeinten Rat von mir: Es ist richtig und wichtig gute Arbeit ab zu liefern und dies auch kund zu tun. Allerdings wird es immer mal wieder jemanden geben, der schlecht über euch spricht aus welchen Gründen auch immer.
Du mußt lernen da drüber zu stehen.
Kollegiale Grüße Lisy
 
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Schokokeks

AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Was hat der Stuhlgang mit der Äußerung des Arztes zutun? Das Eine ist seine Entscheidung als Arzt, auf der man als PFK argumentieren muß und das Andere ist seine Haltung zu AMD's. Renje hat sehr gut argumentiert.
Erinnert mich an das 4 Ohren Modell nach Schulz von Thun. Es kommt drauf an, mit welchem Ohr du empfängst. Es hat dein Appell- Ohr erreicht, zB. "Dein Pflegedienst ist schlecht- er hat keine Zukunft". Vielleicht war es aber eine Selbstoffenbarung, zB "Ich habe keine guten Aussichten für Pflegedienste".

Ein guter PD zeichnet sich nicht nur darin aus, dass alles nach MDK Richtlinien erledigt ist, sondern macht auch eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit aus.
 
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nofretete

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Gut wir sind jetzt ein Heim, aber wenn ich mal überlege, wieviele Ärzte bei uns waren und so meinten, meine Güte was seid ihr denn für ein S..haufen, bildlich gesprochen, aber es ist doch so, dass gerade die auch in Erinnerung bleiben.

Also der Sohn hat einiges zu sagen, und hat euch doch als PD engagiert, also kannte er euch schon vom Hörensagen oder so. Und es ist halt wirklich so, dass du nicht jeden zufriedenstellen kannst, sei es ein HA, ein Angehöriger, ein Bewohner/Klient. Ich arbeite schon längere Zeit bei uns im Heim und wir haben im Ort einen guten Ruf und trotzdem gab es in der Zeit ein paar Angehörige, die mit uns absolut unzufrieden waren und ihre Angehörigen in einem anderen Heim untergebracht haben, aus welchen Gründen auch immer. Und das ist auch ihr Recht und in Ordnung so.

Gegen den HA hat es meines Erachtens überhaupt keinen Sinn vorzugehen, warum auch, er hat halt seine Meinung euch gegenüber und ihr müßt da drüberstehen, sowas wird es immer geben! Allerdings würde ich als Sohn den HA wechseln, stelle mir das gerade vor, ich pflege meine Mama und der Doktor kommt und sagt sowas, furchtbar.
 
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AmbPD

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Hallo Leute,

also wenn ich Eure Meinungen so lese, habe ich das Gefühl, dass ich absolut falsch verstanden werde (warum auch immer).

Wir haben weder Panik bekommen, noch können wir keine Kritik vertragen. Kritik ist immer gut und wichtig, sonst weiß man irgendwann gar nicht mehr, wie gut oder schlecht man arbeitet.

Es geht hier nicht um Kritik und nicht darum, dass dieser HA das so gesagt hat. Es geht darum, dass er es nicht uns, sondern dem Sohn sagt. Es geht auch nicht darum, was der Sohn darüber denkt, es geht auch nicht darum, welche Konsequenzen diese Aussage hat (bis jetzt hat sich das Ganze nicht negativ auf die Zusammenarbeit ausgewirkt).

Es geht NUR darum, dass ich meinen NAMEN (also meinen Pflegedienst-Namen) vertrete und dafür immer kämpfen werde. Und JEDER, der eine Äußerung über diesen Namen in der Öffentlichkeit macht (auch ein Patientensohn ist damit "öffentlich") soll für SEINE Äusserungen verantwortlich sein. Hätte der HA sachlich kritisiert, hätte ich überhaupt kein Problem damit. Er hat es aber nicht! Er hat den Namen des Pflegedienstes angegriffen und seine Zukunft angezweifelt. Ja, es klingt eventuell etwas pathetisch, aber genau das macht uns als Pflegedienst aus - deswegen haben wir das erreicht, was wir erreicht haben, obwohl wir mit 3,5 Jahren der jüngste Pflegedienst in der Region sind.

Im Übrigen kam diese Pat. zu uns auf Grund von zwei Empfehlungen aus ihrer Umgebung (unsere Bestandkunden).

Ich habe hier mit diesem Thread um einen Rat gefragt, wie man gegen so eine Äußerung vorgehen kann und ob ich das soll oder nicht.

Gruß
 
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nofretete

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Also, wenn du meine letzte Antwort liest, wir haben dich schon richtig verstanden, finden halt das du aus einer Mücke einen Elefanten machst, irgendwie. Wenn dieser Arzt euch doof findet, werdet ihr das niemals ändern, mit einer eventuellen Anzeige wegen Rufmord, die Sache eher schlimmer machen! Augen zu und durch, ihr habt doch einen guten Ruf, wie du schreibst, ist halt einer dabei , der es nicht findet, okay , weiter gehts!
 
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Lisy

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Hallo AmbPD,
auch wenn ich es für total überzogen halte, auf so eine Äußerung überhaupt zu reagieren, es gibt die Möglichkeit der Unterlassungsklage.
Dann darf er bei Androhung einer Strafe keine diesbezüglichen Äußerungen mehr machen.
Lisy
 
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Schokokeks

AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Hallo AmbPD,

Es geht NUR darum, dass ich meinen NAMEN (also meinen Pflegedienst-Namen) vertrete und dafür immer kämpfen werde.
D'schuldigung aber du bist nicht nur Fachkraft sondern - ich nehme an - auch Pflegedienstleitung. So würde ich als NUR Schülerin im 3. LJ bei dir eine gewisse Kompetenz vorraussetzen, mit Verunglimpfungen professionell umzugehen.
Wenn der Arzt es dem Sohn deines Pflegeempfängers sagt und deine PDL hört zu und sieht sich veranlasst dazu, es dir wieder zu berichten, wieso hat sie es nicht vor Ort und sofort mit dem Arzt geklärt? Sie müsste doch wissen, dass du über einer gewissen Firmenehre verfügst und es dir nahe geht, wenn sich jemand "so schändlich" äußert, oder?
Wäre ich deine PDL, ich würde dir deine kostbaren Nerven sparen und hätte nichts gesagt.

LG
 
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Baldr

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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Also so wie das hier vorgetragen wurde denke ich auch du überreagierst. Gesetzlich hier vorgehen würde ich eher als Geschäftsschädigend sehen, denn Leute die wegen so einer Bagatelle zum Richter rennen, denen fehlt es doch an sozialer Kompetenz. Besser wäre es gewesen mit einer spontanen Bemerkung gerade vor Ort paroli zu bieten. Ich würde dem Sohn auch raten, den HA zu wechseln, alleine schon wegen der Bemerkung von wegen schon tot, das geht ja wohl überhaupt nicht. Der Arzt muss ja wohl schon der totale Zyniker sein.
 
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AW: Rufmord? Wie gegen Arzt vorgehen?

Hallo AmbPD,


Wenn der Arzt es dem Sohn deines Pflegeempfängers sagt und deine PDL hört zu und sieht sich veranlasst dazu, es dir wieder zu berichten, wieso hat sie es nicht vor Ort und sofort mit dem Arzt geklärt? Sie müsste doch wissen, dass du über einer gewissen Firmenehre verfügst und es dir nahe geht, wenn sich jemand "so schändlich" äußert, oder?
Wäre ich deine PDL, ich würde dir deine kostbaren Nerven sparen und hätte nichts gesagt.

LG
Sehe ich ganz genauso.
Solche Sachen kann man vor Ort klären, auch wenn man nicht PDL ist.
Ich bin keine PDL, aber ich hätte mir dem HA gesprochen, denn alle MA eines PD´s sollten sich dafür einsetzen, das man keinen schlechten Ruf bekommt.
Zudem könntest du, um rechtlichem Ärger aus dem Weg zu gehen, einfach mal bei diesem Arzt antreten oder anrufen und ihm freundlich mitteilen, das er gern seine Meinung haben kann, wie auch immer die sein sollte, aber er kann sie doch in Anwesenheit von Angehörigen oder Patienten für sich behalten.
Meine Chefin würde zumindest diesen Weg gehen, denke ich.
Lg
 
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2000-2002 Ausbildung Sozialassistentin (Heilbad Heiligenstadt)
2002-2005 Ausbildung Examinierte Pflegefachkraft
Oktober 2011- Weiterbildung Qualitätsbeauftragte
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