rostige Gasflaschen im OP

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Hauli

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Hallo wir haben bei uns im OP Gasflaschen für Laparoskopische Eingriffe.
Diese werden von einer Firma an unser Haus geliefert und von der Medizintechnik bei Bedarf an uns ausgegeben.
Diese Flaschen haben jedoch meist Roststellen. Ich habe schon mit unserer Haustechnik geredet und gefragt ob es nicht möglich sei "saubere" Flaschen zu bekommen. Aber Sie meinten nur der Lieferant könne das nicht.
Meine Frage wäre kennt jemand eine Abdeckung dafür oder eine Hülle die man um diese Flaschen ziehen kann?
 
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Morbus Bahlsen

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AW: rostige Gasflaschen im OP

Die Frage wäre erst Mal ob man aus Arbeitsschutzgründen überhaupt was über die Flaschen machen darf? Wenn ja, fällt mir erst Mal nichts anderes ein als der Vorschlag einfach mit OP- oder Lochtüchern zu umwickeln. Du könntest auch mal bei eurer Hygienebeauftragten nachfragen.
 
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Keßler

AW: rostige Gasflaschen im OP

HHHHHHmmmmmmmm.................................................

Eigentlich könnte man ja mal bei der BGW anklopfen.
Die sind doch auf Arbeitsschutz und Hygiene geeicht.
Irgendwie ist mir nicht so ganz klar, wie ich Rost
desinfizieren sollte, bevor er mir den OP-Bereich
vollkrümelt.

Alternativ wäre ein Leitungssystem denkbar :
Die "Rostbeulen" bleiben dann draußen. :::::
Die Kosten dafür sind ein gutes Argument.
 
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Jemima

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AW: rostige Gasflaschen im OP

Mein erster Gedanke ist der Hygienebeauftragte der Klinik. Es ist doch ein Unding, dass der Lieferant keine rostfreien Flaschen liefern kann! Für einen hygienesensiblen Bereich wie den OP sind rostige Flaschen nicht zu akzeptieren.
 
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supetrosu

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AW: rostige Gasflaschen im OP

kannst ja mal einen kleinen Hinweis auf die Hygieneproblematik in Mannheim geben....:devil: und was da daraus entstanden ist....
 
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AW: rostige Gasflaschen im OP

Haben wir hier im Board niemanden der als Hygienebeauftragter tätig ist und hier mal Licht ins Dunkel bringen kann? Eine fachliche Meinung würde mich wirklich interessieren, denn wenn der Versorger keine Flaschen liefern kann die unversehrt sind, würde dies schlimmsten Falls bedeuten man muss den Versorger wechseln, wenn es keine andere Möglichkeit gibt das Rostproblem zu beseitigen.
 
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Keßler

AW: rostige Gasflaschen im OP

@ Morbus Bahlsen

Ja.
Die Rostbeulen bleiben (wie gesagt) draußen.
Der Versorgerwechsel ist hier wohl zwingend.
Die Alternative wäre, den Bereich dicht zu machen.

Eine "Verpackung" der Flaschen ist keine Option :
Ein plötzlicher massiver Druckverlust zeigt sich durch ein Beschlagen oder Reifbildung.
Daher möchte die Anästhesie die Dingers gerne auch von außen im Blick haben.

Für uns - in der ambulanten Versorgung - ist das Problem nachrangig, da wir es nicht
mit s.g. "Rein- oder Sterilräumen" zu tun haben. Die Filter innerhalb der Geräte sind
hier ausreichend. --------- Allerdings würde ich eine vergammelte "Spaziergangs-
flasche" auch nicht annehmen.
Schließlich arbeiten wir in der Pflege und nicht in der Schlosserei oder der Werft !

Oder hier fragen :
Startseite - BGW-online
/kontakt/arbeitsschutzbetreuung
 
Henoch

Henoch

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AW: rostige Gasflaschen im OP

Der Rost ist das Korrosionsprodukt, welches aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff und Wasser entsteht.
Im allgemeinen setzt sich der Rost an diesen Flaschen aus Eisen(II)oxid (FeO), Eisen(III)oxid (Fe2O3)und Kristallwasser (auch Hydratwasser, also Wasser, welches im kristallinen Festkörper gebunden ist) zusammen.
Diese Eisenoxide sind in der Natur natürlich vorkommende Oxide oder Hydroxide von Eisen.

Die Eisenoxide, Eisenhydroxide sind unter E 172 deklariert und sind für alle Lebensmittel, denen grundsätzlich Zusatzstoffe zugesetzt werden dürfen, ohne Höchstmengenbeschränkung zugelassen.
In der Lebensmittelindustrie werden sehr häufig Eisenoxidgelb, Eisenoxidrot und Eisenoxidschwarz als Farbstoffe eingesetzt.
Sie werden z.B. verwendet für: Dragees - Überzüge, Dekorationen, Oliven, Käserinden etc.
Eisenoxide sind auch zum Färben von Arzneimitteln und Kosmetika zugelassen und werden auch sehr häufig verwendet.

Sie gelten als unbedenklich und werden nicht vom Körper aufgenommen, somit tragen sie nicht zur Eisen-Versorgung des Organismus
bei.


Somit erscheint mir, ausser für dieses ästhetische Problem hier kein Handlungsbedarf.

In den BG oder sonstigen Vorschriften wird, soweit mir gerade erinnerlich hierzu keine Stellung bezogen. (Höre aber immer gerne was Neues :smile:)

Da der Rost ein lockeres Gefüge mit geringer Festigkeit bildet, muss evtl. einzig bei einer möglichen Flächendesinfektion mit einer etwas längeren Kontakt- und Einwirkzeit gerechnet werden. Greifbare Richtwerte hierzu sind mir jedoch keine bekannt.

Und ja, abdecken ist nicht... Die Anästhesie mag das, verständlicher weise, gaaar nicht. - Immer schön Blickkontakt...

Was evtl. ginge, wenn ihr mal den Lieferanten nach Flaschen aus nicht-rostenden Materialien fragen lasst. Dürfte aber, wenn überhaupt, den Mietpreis deutlich erhöhen.
:wink: Oder ein Töpfchen weiße Farbe mit Pinsel...

Dieses "Problem" ist so alt wie das Abfüllen von Gasen in Stahlflaschen.

:blushing: "Einfach nicht hinschauen..."

Schöne Tage
:coff:
 
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Pflegeberater (7a), CM, Pflegegutachter (FH)
Fachgebiet
MDK
Weiterbildungen
Fachkrankenpfleger Intensivpflege & Anästhesie
Fachkrankenpfleger Psychiatrie -Gerontopsychiatrie
TQM-Auditor
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