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Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

  1. AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Ich habe z.Z. im Rahmen eines Praktikums (Stationsleiterweiterbildung) die Gelegenheit gehabt, das Modell "RA im AWR" kennenlernen zu dürfen. Das Modell, was die Klinik z.Z. gerade umsetzt, finde ich ganz interessant. Dort werden RA´s im AWR im Zwischendienst eingesetzt. Das heißt, dass immer eine Fachpflegekraft vor Ort ist und gemeinsam mit dem RA die Überwachung übernimmt. Der RA schreibt die Vitalzeichen auf, hilft beim Transport auf die normale Station mit, macht den "Schreibkram" ect.
    Ich halte zwar immer noch nichts davon, aber im Rahmen der Kostenminimierung ein Modell, was natürlich für die Klinikleitung interessant ist. In diesem KH werden die RA´s auch in der Notaufnahme und im Patiententransport eingesetzt. Wir werden sehen wo die "Reise" hingeht. Ich ahne allerdings nichts Gutes!

    Gruß
    Heike
     
  2. AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo Heike,
    also für diese Tätigkeiten,wie Du sie hier beschreibst,ist ein RA denn aber doch wieder "überqualifiziert",da kann man ja gleich nen Zivi nehmen :kopfkratz: ! Meinst nicht auch ?:grin:
     
  3. AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Ich habe mir mal das alles hier in ruhe mal alles durgelesen. Und es gibt hier Leute die haben echt Angst das Ihnen die Butter vom Brot genommen wird.

    Also ich bin auch Rettungsassisten und arbeite nebenbei in der Anästhesie. Jetzt muss es wieder ein Rauen durch das Board gehen. "OH GOTT EIN RA ARBEITET IN DER ANÄSTHESIE. DER HAT DOCH KEINE PFLEGE AUSBILDUNG" Ja stimmt habe keine Pflegeausbildung aber ich wurde gut eingearbeitet und durch meine RA-Tätigkeiten kennt man sich gut aus mit Narkoseeinleitungen. Weil ein Rettungsassistent in seiner Ausbildung es bis zum Erbrechen lernt.

    Also ich habe es noch nicht gesehen, dass ich oder ein Kollege in der Anästhesie ein atemunterstüzende Einreibung machen musste. Oder einen Pat. die Zähneputzen musste. Klar will ich nicht sagen das jeder RA in der Lage ist in der Anästhesie zu arbeiten und ich glaube andersrum ist es doch genau so. Man sollte nicht dagegen arbeiten, sondern miteinander arbeiten.

    Ich finde es schon immer schlimm, wenn manche Krankenschwestern sich total darüber aufregen, wenn der RA im Rahmen seiner Notkompetenz einen Zugang legen soll oder sogar ohne Arzt intubieren könnte. Mit der Begründung "WIR HABEN EINE 3 JÄHRIGE AUSBILDUNG" und Ihr seit nichts. IHR seit ja nur Krankenwagenfahrer. Leider musste ich auch feststellen das viele RA Praktikanten aus dem KH kamen nicht einen Zugang gelegt haben und keine Intubation durchgeführt haben. Und so was geht nicht nur, weil der Stolz der Krankenpflegerinnen und -pfleger verletzt ist. Klar gibt es bei uns Rettungsrambos. Und klar gibt es schlecht ausgebildete RA aber in der Pflege ist es ja nicht anders.

    Machen wir uns da mal nichts vor. Ich finde man sollte mal in die Nachbarn Länder schauen wie z.B. Holland. Krankenpflege- und Rettungsdienstausbildung werden erst zusammen gemacht und dann teilt man auf wer was machen will. So ist jeder auf dem gleichen Stand in der Theorie und könnte so immer noch wechseln ins KH. Bei Ärzten ist es auch so. Die machen dann später ihren Facharzt.
    Aber wenn ich das hier lese, muss ich nur noch mit dem Kopfschütteln. Der eine meint im Osten war alles besser der andere meint hier ist alles toll. Sein wir doch ehrlich beides ist nicht so super. Man müsste das ganze System auf dem Kopfstellen und neu überarbeiten. Na ja seit mir bitte nicht böse es ist ja alles nicht so gemeint, aber es bringt nichts immer nur gegen zu kämpfen, man sollte schauen wie man alle med berufe unter einem Hut bringen könnte.

    Aber das ist die deutsche Mentalität nicht miteinander, sondern gegen Spielen. Ich bin besser nein ich bin besser nein das was ich gemacht habe ist am besten? Also meckert nicht immer macht was. Wenn ich sehe, in manchen KH sind die nur 2 Pflegekräfte (Nachtschicht) auf einer Station mit 33 Pat. und davon gibt es 4 Beatmungsplätze weil die schon die Intensiv mit in einer Normalstation integriert haben. (KH USINGEN Hochtaunuskliniken) da frage ich mich nur wie weit soll das noch führen. Ihr regt euch auf welche Ausbildung, wer hat? So was müsste verhindert werden eine intensiv mit Normalstation zu integrieren. Aber nein jetzt kommt wieder unsere Mentalität durch"ICH ICH ICH" So jetzt wünsch ich euch noch einen schönen Tag und wir sollten uns alle mal unterstützen.
     
  4. AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo @lingual,

    um es mal vorweg zu schicken:

    • JA, wir sollten uns gegenseitig unterstützen (ich füge hinzu: ... und auch respektieren).
    • Und JA, es gibt natürlich in jedem Beruf fähige und unfähige Fachkräfte.
    • Dann wird es sicher in den verschiedensten medizinischen Bereichen gut eingearbeitete KollegInnen geben, die auch (ohne die für ihren Bereich vorgesehene Ausbildung) gute Arbeit leisten.
    All das aber kann m. E. nicht als Argument dafür dienen, dass grundsätzlich 'jeder' in 'jedem' Bereich einsetzbar sein müsste. In der letzten Konsequenz würde dies doch bedeuten, dass die vorhandenen Berufsausbildungen und ggf. folgende mehrjährige Fachweiterbildungen unnötig wären und durch eine stark abgespeckte einheitliche medizinisch-pflegerische Grundausbildung ersetzt werden könnte. Zu dieser Einschätzung kommt wahrscheinlich vor allem, wer sich mit den Ausbildungsinhalten der jeweiligen Berufe nicht näher beschäftigt bzw. aus idiologischen Gründen beschäftigen will.

    Ein Beispiel dafür lieferst du dann auch selbst:

    Sorry, aber mit solchen Aussagen führst du dein vielleicht ernst gemeintes Anliegen ad absurbum. Wer nicht möchte, dass RA nur als 'Krankenwagenfahrer' gesehen werden, der macht sich extrem unglaubwürdig wenn er meint, die Aufgaben einer KrankenpflegerIn auf rhytmische Einreibungen und Zähneputzen begrenzen zu müssen.

    Nein, auch wenn das derzeitige Ausbildungssystem für meine Vorstellungen durchaus Reformbedarf hat; - diese 'Gleichmacherei', wie sie deinem Beitrag im Kontext zugrunde liegt, kann ich nur vehement ablehnen. Ausnahmen mögen die Regel bestätigen - aber es ist sehr gut, dass es Regeln gibt. Es gibt sie nicht zum Spaß, sie sollen schließlich die Qualität sichern.

    Gruß Stefano
     
  5. AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    @Stefano
    sehr guter Beitrag!

    @lingual,
    wir reden im Bereich von Intensivfachpflege zur Zeit schon darüber sie zu akademisieren. Das wird seine Gründe haben. Die DGF fordert 70% Fachpflegeanteil auf allen Intensivstationen. Auch das wird seine Gründe haben.

    Kurzer Einblick in die Zukunft der Intensivpflege:

    Intensive Care Practitioner (ICP)

    – Das Ziel besteht in der Ausbildung von akademisch qualifi ziertem
    Personal für die Intensiv-Care und Intermediate-Care-Bereiche,
    das unter ärztlicher Aufsicht hochspezialisierte Tätigkeiten ausführen
    kann.
    – Aufbauend auf der Grundlagenphase im „Common Trunk“ umfasst
    der Aufgabenbereich eines Intensive Care Practitioner (ICP)
    Ausbildungsschwerpunkte im Bereich der Intensivmedizin unter
    dem Aspekt der Assistenz und im Bereich der Intensivpflege unter
    dem Aspekt der selbstständigen Pflege von kritisch Kranken:
    • Intensivmedizinische Therapie
    • Spezielle pflegerische Intensivtherapie und Versorgung
    • Herz-Kreislauftherapie und Monitoring
    • Beatmung, Steuerung der NIV und des Weaningprozesses
    • Ernährungs- und Flüssigkeitstherapie
    • Schock, Reanimation, Notfalltherapie
    • Organversagen und Organersatz
    • Praxis der Intensivmedizin
    • Funktionsdiagnostik
    • Ernährungs- und Flüssigkeitstherapie, Steuerung der parenteralen
    und enteralen Ernährung
    • Grundlagen der Schmerztherapie, Sedierung und Anästhesiologie


    Durch den Ärztemangel werden wir demnächst mehr und mehr ärztliche Tätigkeiten übernehmen. Im Bereich der Anästhesie geht es nicht anders zu. Auch da werden die Anforderungen an die Pflegekräfte steigen. Im Bereich des RD sind wir (leider) noch ziemlich weit entfernt von einer 3 jährigen Ausbildung. Es geht ums Geld! Die FW´ren können sich eine dreijährige Ausbildungzeit nur für den RD nicht leisten. Die feuerwehrtechnische Ausbildung kommt ja noch hinzu! Auch in diesen Bereichen müsste sich viel mehr über eine Spezialisieren unterhalten werden.

    Gruß
    Heike
     
  6. AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Kleiner Hinweis:

    In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Pflegewissenschaft" (PRinternet) 06/2010 ist ein ganz interessanter Artikel zum Thema ATA oder pfleg. Fachweiterbildung.
    Genau heißt der Titel "Pflegerische Fachweiterbildung oder grundständige Berufsausbildung für den Anästhesie-Funktionsdienst? - Einschätzungen von Fachpflegenden für Anästhesie- und Intensivpflege" und ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
     
  7. AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Es tut sich einiges berufspolitisch in dieser Richtung!
    Wer Interessa an sehr guten berufspolitischen Diskussionen mit Fachpflegekräften hat empfehle ich diese Seite hier:

    http://forum.zwai.net/showthread.php?t=1731

    Schaut auch mal in die anderen Themen! Hier bekommt man immer fachliche Unterstützung zur allen berufspolitischen Fragen rund um die Fachpflege!
    Christian, hoffe du verzeihst mir den Link zur "Konkurrenz"....:whistling

    Gruß
    Heike
     
  8. AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Verzeihen ? Ist ja auch meine erste Anlaufstelle für Intensivbelange. Keine Bange, Heike ;)
     
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