Innere Medizin Remicade und Cortison bei Morbus Crohn

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weissbrk

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Hallo!
Meine Schwester ist seit Jahren an Morbus Crohn erkrankt und wird jetzt mit Remicade behandelt. Vor der Infusion erhält sie grundsätzlich Cortison, da Remicade zu tödlichen allergischen Reaktionen führen kann.
Unter der Behandlung leidet meine Schwester erheblich an Gelenk- und Knochenschmerzen.
Hat jemand Erfahrung damit, ist der Auslöser eher das Cortison oder Remicade?
Gibt es Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern?

Vielen Dank im Vorraus!

Eure weissbrk
 
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barnsi69

barnsi69

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hi weissbrk!

remicade (wirkstoff: infliximab) ist mit hoher wahrscheinlichkeit der auslöser für die genannten beschwerden deiner schwester.

im folgenden list ich dir mal alle bekannten nebenwirkungen von infliximab auf, darunter ist auch "arthralgie" also gelenkschmerz.

nicht erschrecken, die liste der nw ist lang, kommt daher, da es sich um ein immunsuppressivum handelt. quelle: rote-liste.de

Nebenw.: Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel/Benommenheit, Übelkeit, Diarrhoe, Abdominalschmerzen, Dyspepsie, Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria, vermehrte Schweißsekretion, Hauttrockenheit, Virusinfekt. (z. B. Influenza, Herpes), Atemwegsinfekt. (z. B. Erkältungskrankh., Bronchitis, Pneumonie), Dyspnoe, Sinusitis, Serumkrankh.-ähnl. Reakt., Flushing, Ermüdung, thorakale Schmerzen, inf.-bedingte Reakt., Fieber, erhöhte Leber-Transaminasen. Gelegentl.: Depression, Verwirrtheit, Agitiertheit, Schlaflosigkeit, Amnesie, Apathie, Nervosität, Somnolenz, gestörte Wundheilung, bakt. Infekt., Tuberkulose, Harnwegsinfekt., Pyelonephritis, Vaginitis, tiefe Hautinfekt., Sepsis, Pilzinfekt., Candidose, Hordeolum, Asthma, Leberfunkt.-stör., Thrombozytopenie, Anämie, Leukopenie, Lymphadenopathie, Lymphozytose, Lymphopenie, Neutropenie, Verschlimmerung einer demyelinisierenden Erkrank., Lupus-ähnl. Syndrom, allerg. Reakt., anaphylakt. Reakt., Synkope, Bradykardie, Herzklopfen, Zyanose, Arrhythmie, Verschlechterung einer Herzinsuff., Ekchymose/Hämatom, Hitzewallungen, Hypertonie, Hypotonie,. Petechien, Thrombophlebitis, Gefäßspasmus, periphere Ischämie, Epistaxis, Bronchospasmus, Pleuritis, Lungenödem, Obstipation, gastroösophagealer Reflux, Cheilitis, Divertikulitis, Leberfunkt.-stör., Cholezystitis, Alopezie, Mykosen d. Haut/Onychomykose, Ekzem/Seborrhoe, Blasenbildung, Furunkulose, Hyperkeratose, Rosacea, Verruca, Pigmentanomalie, Blutungen, Reakt. an d. Nadeleinstichstelle, Ödem, Schmerzen, Frösteln/Schüttelfrost, Abszess, Cellulitis, Konjunktivitis, Endophthalmitis, Keratokonjunktivitis, periorbitales Ödem, Myalgie, Arthralgie, Rückenschmerzen, Autoantikörper, Stör. d. Komplementsystems. Selten: opportunist. Infekt., Panzytopenie, anaphylakt. Schock, Serumkrankh., Vaskulitis, Meningitis, demyelin. Erkrank. (z. B. Multiple Sklerose), Guillain-Barré- Syndr., Neuropathien, Taubheitsgefühl, Kribbeln, Krampfanfälle, gastrointestinale Blutungen od. Perforationen, Darmstenose, Kreislaufversagen, Tachykardie, Neuauftreten einer Herzinsuff., Pleuraerguss, interstitielle Pneumonitis/Fibrose, Pankreatitis, Hepatitis, granulomatöse Läsion, hepatosplenales T-Zell-Lymphom (b. adoleszenten u. jungen erw. Pat. m. Morb. Crohn), Lymphom (einschl. Non-Hodgkin-Lymphom u. Hodgkin-Krankh.). Sehr selten: Salmonellose, Reaktivierung v. Hepatitis B, hämolytische Anämie, idiopathische thrombozytopenische u. thrombotisch-thrombozytopenische Purpura, Agranulozytose, Perikarderguss, Myelitis transversa, Leberzellschaden, Ikterus, Leberversagen, Autoimmunhepatitis. NW können bis zu 6 Mon. nach d. letzten Inf. auftreten. Weit. Sympt. f. NW können sein: Anschwellen d. Füße u. Knöchel, Probleme b. Wasserlassen,. Sehen v. Doppelbildern, Schwächegefühl in Armen od. Beinen. Folgende NW traten häufiger bei pädiatr. Pat. mit Morb. Crohn in d. REACH-Studie auf als bei erw. Morb.-Crohn-Pat.: Anämie, Blut im Stuhl, Leukopenie, Hautrötung, Virusinfekt., Neutropenie, Knochenfrakturen, bakt. Infekt., allerg. Reakt. im Bereich d. Atemwege, Infekt. Post-Marketing-Meld. über schwere NW bei päd. Pat. umf. Malignome, einschl. des hepatospl. T-Zell-Lymphoms, vorübergehende Anom. d. Leberenzyme, Lupus-ähnliche Syndr. u. pos. Autoantikörper. Nach d. Markteinführung wurden seltene Fälle v. sehr aggress. u. meist tödlich verlaufenden hepatosplenalen T-Zell-Lymphomen b. adoleszenten u. jungen erw. Pat. m. Morb. Crohn, die m. REMICADE u. gleichz. Azathioprin od. 6-Mercaptopurin (6-MP) behandelt wurden, beschrieben.

ich befürchte, dass sich das problem mit dem schmerz nicht umgehen lässt, ausser evtl. mit analgetika z. B. aus der gruppe der cox2-inhibitoren, aber da müsst sie natürlich erst ihren arzt konsultieren und sich was verschreiben lassen.


lg barnsi
 
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Eva_hoer

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4742
Hallo!
Meine Schwester ist seit Jahren an Morbus Crohn erkrankt und wird jetzt mit Remicade behandelt. Vor der Infusion erhält sie grundsätzlich Cortison, da Remicade zu tödlichen allergischen Reaktionen führen kann.
Unter der Behandlung leidet meine Schwester erheblich an Gelenk- und Knochenschmerzen.
Hat jemand Erfahrung damit, ist der Auslöser eher das Cortison oder Remicade?
Gibt es Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern?

Vielen Dank im Vorraus!

Eure weissbrk
Hallo!

Ich arbeite bereits seit 4 Jahren als Krankenschwster auf einer Interne. Zu uns kommen regelmäßig Patienten, die ebenfalls Morbus Crohn haben. Sie erhalten genauso die Remicarde Infusion. Die Meisten von ihnen sind sehr zufrieden mit der Behandlung. Ich finde deine Schwester sollte sich mit ihrem behandelden Arzt zusammen setzten und über ihre Beschwerden reden. Hat sie zusätzliche Therpien in betracht gezogen. z.B.: Meditation? Jogga? Eine Patientin von uns hat mir erzählt, dass sie regelmäßig für ihren eigenen Ausgleich sorgen muss!
 
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weissbrk

weissbrk

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07.03.2006
Münster
Hallo!

Ich arbeite bereits seit 4 Jahren als Krankenschwster auf einer Interne. Zu uns kommen regelmäßig Patienten, die ebenfalls Morbus Crohn haben. Sie erhalten genauso die Remicarde Infusion. Die Meisten von ihnen sind sehr zufrieden mit der Behandlung. Ich finde deine Schwester sollte sich mit ihrem behandelden Arzt zusammen setzten und über ihre Beschwerden reden. Hat sie zusätzliche Therpien in betracht gezogen. z.B.: Meditation? Jogga? Eine Patientin von uns hat mir erzählt, dass sie regelmäßig für ihren eigenen Ausgleich sorgen muss!
Hallo Eva,
vielen Dank für Deine Rückmeldung! Das ist meiner Schwester alles bekannt, sie lebt schon einige Jahre mit der Erkrankung und fühlt sich grundsätzlich gut betreut.
Sie hat aber inzwischen doch wechseln müssen und wird nicht mehr mit Remicade behandelt.

weissbrk
 
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