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PDLSplashbabe

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03.10.2007
31275
Hallo ich habe eine frage. Wir haben am 1.1 eine neue Mitarbeiterin eingestellt. Nun nach 4 tagen Arbeitszeit kam sie ins Büro und verkündete, dass sie in der 9 Woche Schwanger sei. Was sagt ihr dazu? Kann man da irgenwas machen? Ich meine die hat uns doch total getäuscht oder nicht? Ich glaube man kann ihr nichts anhängen, da ja der Mutterschutz greift oder? ich würde mich über eure Meinungen freuen. Splashbabe:mad_2:
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Seniorenheim
L

Lisy

Hallo PDL S.
wieso reingelegt? Ist einfach dumm gelaufen. Und nett ehrlich ist sie ja auch noch, sie hätte bis zur 12. Woche warten können, da greift ja erst der Mutterschutz. Außerdem ist sie noch in der Probezeit und somit ohne eine Angabe des Grundes jederzet kündbar.
Gruß Lisy
 
P

PDLSplashbabe

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03.10.2007
31275
Hallo. Naja ich fühle mich schon ein wenig reingelegt von Ihr. Hab im Arbeitsrecht ein wenig gelesen sag mal meinst du wirklich man könnte sie noch kündigen? Hätte gedacht ab dem Tag wo der Arbeitgeber in kenntnis davon gesetzt wird, greift der Mutterschutz und man kann gar nichts mehr machen? Ärgerlich ist nur, das wir im Moment dringend personal suchen und dann gefunden haben und nun sowas
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Seniorenheim
L

Lisy

Halo PDL S.
rechne mal, heute ist der 6. Januar. Eingestellt habt ihr sie mit Sicherheit spätestens Mitte Dezember, allso vor 4 Wochen. das wußte sie unter Umständen noch gar nicht das sie schwanger ist.
Die Frage welches Recht jezt ein anderes Recht aushebelt ist in der Tat spannend, das kann ich so aus dem Stehgreif heraus nicht sagen.
ich bin mir aber fast zu 100% sicher, das der Mutterschutz erst ab der 12. Woche greift.
Gruß Lisy
 
A

access

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28.09.2007
41517
Hallo PDLSplashbabe,

kann deinem Gefühl viel abgewinnen, würde mich in dieser Situation auch ein wenig ver..... fühlen.
Wie lisy richtig geschrieben hat, auch diese MA hat eine Probezeit; um aber auf der ganz sicheren Seite zu stehen, besprech die Problematik mit deiner HL und ggf. holt iht euch noch juristischen Rat; um auf der ganz sicheren Seite zu sein.

LG

access
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Management
P

PDLSplashbabe

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Themenstarter/in
03.10.2007
31275
Ach ich danke euch erstmal Meine Heimleitung weiß das ja muß das mal mit ihm besprechen. Vielleicht hat sie uns ja nicht veräppelt aber man fühlt sich so muß ich mal sagen. Naja mal schauen was bei raus kommt
 
Qualifikation
Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Seniorenheim
T

traveler

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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo Lisy,
da liegst du falsch. Keine Kündigung möglich, auch nicht während der Probezeit. Das MUSCHU greift sofort, keine 12Wochenfrist.

§ 9 Kündigungsverbot
(1) Die Kündigung gegenüber einer Frau während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf
von vier Monaten nach der Entbindung ist unzulässig, wenn dem Arbeitgeber zur Zeit
der Kündigung die Schwangerschaft oder Entbindung bekannt war oder innerhalb zweier
Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wird; das Überschreiten dieser Frist ist
unschädlich, wenn es auf einem von der Frau nicht zu vertretenden Grund beruht und
die Mitteilung unverzüglich nachgeholt wird. Die Vorschrift des Satzes 1 gilt für
Frauen, die den in Heimarbeit Beschäftigten gleichgestellt sind, nur, wenn sich die...

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
Endaria

Endaria

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16.10.2007
04
Ich habe selbst erlebt, dass eine Mitarbeiterin schwanger gemeldet, nach der Probezeit auslief.Sie hatte einen befristeten Arbeitsvertrag.
 
Qualifikation
QB,ex.KS
Fachgebiet
Büro,Springer (mobil,BW,PH)
kassandra

kassandra

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Hallo,
also ich bin der Meinung, dass wenigstens geprüft werden kann, ob arglistige Täuschung vorlag.Wenn die AN zum Zeitpunkt der Bewerbung schon von ihrer Schwangerschaft wußte und dies bewußt verheimlicht hat, sollte doch das folgend Kopiertes gelten.

Individual Arbeitsrecht
(Allerdings) Stand 1998
b) Informationspflicht
Von der (unschädlichen) unrichtigen Beantwortung gestellter Fragen, die rechtlich mißbilligt werden, sind die Mitteilungs- oder Aufklärungspflichten bei der Vertragsanbahnung zu unterscheiden. Jeden Beteiligten trifft grundsätzlich die Pflicht, den Gegner über sämtliche Umstände aufzuklären, die für den Vertragsschluß erkennbar von besonderer Bedeutung sind. Sie trifft ihn z.B. dann, wenn er bei Vertragsbeginn zur Leistung der Arbeit nicht in der Lage ist. Es besteht allerdings keine Aufklärungspflicht über das allgemeine Vertragsrisiko, sondern nur über besondere, mit dem Vertrag verbundene Risiken. Aufzuklären ist daher über Umstände, die der Wirksamkeit des Vertrages entgegenstehen, die für den Entschluß des Partners zum Vertragsabschluß maßgebend sind, oder über Gefahren, die dem Vertragspartner bei Abschluß des Arbeitsvertrages drohen. Bei einem Verstoß gegen die Aufklärungspflicht kommt ebenfalls eine Anfechtung des Arbeitsvertrages wegen arglistiger Täuschung in Betracht.



viele Grüße Kassandra
 
Qualifikation
Krankenschwester (PDL)
Fachgebiet
ambulant
Weiterbildungen
Expertin für anthroposophische Pflege (anerkannt nach den Kriterien des internationalen Forums für anthr.Pflege)
Fachwirtin für Org.u.Führung im Gesundheitswesen
PDL u. GF im eigenen PD
Öldispersionsbadtherapeutin
T

traveler

Aktives Mitglied
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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo Kassandra,

Hallo,
also ich bin der Meinung, dass wenigstens geprüft werden kann, ob arglistige Täuschung vorlag.Wenn die AN zum Zeitpunkt der Bewerbung schon von ihrer Schwangerschaft wußte und dies bewußt verheimlicht hat, sollte doch das folgend Kopiertes gelten.
nein, nein und nochmals nein. Macht hier keinen Wirbel über Dinge die bereits seit langem gerichtlich eindeutig geklärt sind. Eine Schwangerschaft muß nicht angegeben werden, es darf sogar gelogen werden. Ausnahme die Schwangerschaft schließt eine Arbeitsaufnahme eindeutig aus.

Einfach googeln dazu gibt es jede Menge Kommentare.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
Sahawe

Sahawe

Aktives Mitglied
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Ich habe selbst erlebt, dass eine Mitarbeiterin schwanger gemeldet, nach der Probezeit auslief.Sie hatte einen befristeten Arbeitsvertrag.
Genau das ist der einzige Grund warum ein Vertrag bei einer Schwangerschaft auslaufen kann, wenn nämlich der Vertrag von vornerein befristet war, ansonsten ist es so wie Renje sagt, es gibt keine Möglichkeit eine schwangere Frau zu kündigen, worüber ich auch sehr froh bin, diese Thema hatten wir hier schon lange diskutiert.

http://www.pflegeboard.de/forum/28983-schwangerschaft-waehrend-der-ausbildung-3.html

Gruß Sabine
 
Qualifikation
Lehrerin für Deutsch und Pflege
Fachgebiet
Berufliche Schule
Weiterbildungen
Studium der Germanistik und Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie
kassandra

kassandra

Mitglied
Basis-Konto
Hallo,
erst einmal zur Info: Ich bin noch nicht lang genug in diesem Forum um auch alle Beiträge studiert zu haben und fände es ziemlich dämlich müßte ich jetzt jedes mal schauen ob es schon irgendwo ähnliche Kommentare gab.

und zum Thema Wirbel machen:
Schwangerschaft schließt die Arbeit in der amb.Pflege aus. Die Pflegekräfte dürfen nicht mehr allein beim Pat. arbeiten. Und in der amb. Pflege fährt man zu 99% allein.

Grüße von Kassandra
 
Qualifikation
Krankenschwester (PDL)
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ambulant
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Öldispersionsbadtherapeutin
T

traveler

Aktives Mitglied
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09.12.2005
Kaufbeuren
Hallo kassandra,

Die Pflegekräfte dürfen nicht mehr allein beim Pat. arbeiten.
Wo steht das?
Deine Aussage über arglistige Täuschung im Zusammenhang mit Schwangerschaft wundert mich doch sehr. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass in deinem Profil PDL steht???!!!

Ich meine schon, dass die Aussage einer PDL mehr Beachtung findet, zumindest auf verschiedenen Gebieten wie Arbeitsrecht, als die eines Anderen. Muß von einer PDL erwartet werden, ist auch ihr täglich Brot - oder? Daher sollten die Aussagen derer auch fundiert und gut recherchiert sein.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
S

Surrogat

Hallo renje,

ich denke kassandra leitet die Aussage im Rahmen der ambulanten Pflege möglicherweise aus den folgen Absätzen ab (wobei mir ein tatsächliches Beschäftigungsverbot aus diesen Gründen noch nicht bekannt geworden wäre):


§ 4 Weitere Beschäftigungsverbote


(2) Werdende Mütter dürfen insbesondere nicht beschäftigt werden

1.mit Arbeiten, bei denen regelmäßig Lasten von mehr als fünf kg Gewicht oder gelegentlich Lasten von mehr als zehn kg Gewicht ohne mechanische Hilfsmittel von Hand gehoben, bewegt oder befördert werden.

Fehlende Hilfestellung durch andere Pflegekräfte/Hebesysteme in der ambulanten Pflege

8.mit Arbeiten, bei denen sie erhöhten Unfallgefahren, insbesondere der Gefahr auszugleiten, zu fallen oder abzustürzen, ausgesetzt sind.

Notwendigerweise regelmässige Fahrten mit KFZ, verbunden mit häufigem Ein- und Aussteigen


Letztendlich entscheidet natürlich die zuständige Ausichtsbehörde und dort erhält man sicher auch nähere Info's zum Thema.
Wie bereits gesagt wäre mir ein entsprechendes Beschäftigungsverbot einer werdenden Mutter - ausser nach §3, Abs. 1 - in der Realität noch nicht bekannt geworden...

Gruss,

Surrogat
 
L

Lisy

Hallo Surrogat,
in der ambulanten Pflege wird bei Schwangerschaft ab der 12. Woche sofort und immer ein Arbeitsverbot ausgesprochen, ist aber finanziel unschädlich, weil die KK die Kosten übernimmt.
Gruß Lisy
zumindest kenn ich es nicht anders
 
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Und ist auch keine Neuerung!:nono:

:eek:riginal: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
kassandra

kassandra

Mitglied
Basis-Konto
Hallo renje,
wegen unterschiedlichen Auffasungen oder Kenntnissen zum Arbeitsrecht Kompetenzen in Frage zu stellen, finde ich unangemessen.
Surrogat hat geschrieben was ich jetzt auch zitiert hätte.
Und noch mal zum Verständniss: Ich habe weder dazu aufgerufen Schwangere zu kündigen noch habe ich behauptet das alle Schwangeren arglistig zu Ihren Arbeitsverträgen gekommen wären.
Ganz deutlich: Von seiner Schwangerschaft zu wissen und sich trotzdem in einem pflegerischem Bereich zu bewerben, bei dem klar ist das Beschäftigung nicht möglich ist finde ich persönlich nicht richtig.
so weit erst einmal
Grüße Kassandra
 
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PDL u. GF im eigenen PD
Öldispersionsbadtherapeutin
F

Fleescha

Mitglied
Basis-Konto
01.08.2007
14979
Tach auch,

genau das, was Surrogat gesagt hat, steht auch in unserer Betriebsordnung.

Eine schwangere AN, erhällt ein sofortiges Arbeitsverbot und wird somit gekündigt (oder so). Den genauen Wortlaut hab ich nicht im Kopf...

Obwohl ich hier der Meinung bin, dass diese auch durchaus in anderen Bereichen eingesetzt werden könnte. Büro z.B. ...
 
Qualifikation
Gesundheits - & Krankenpfleger
Fachgebiet
Berlin/Brandenburg
Weiterbildungen
da gibt es keine Arbeitsgruppe... ;o)
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
und wird somit gekündigt (oder so). Den genauen Wortlaut hab ich nicht im Kopf...
Wie, habt Ihr eigene Gesetze?

Obwohl ich hier der Meinung bin, dass diese auch durchaus in anderen Bereichen eingesetzt werden könnte. Büro z.B.
Wer macht sonst die Arbeit im Büro? Würde doch einer anderen den Arbeitsplatz wegnehmen?

:blushing: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
F

Fleescha

Mitglied
Basis-Konto
01.08.2007
14979
Dat war ja nur ein Beispiel @ wassermann...
Wenn man sich ein bissi anstrengt findet man mit Sicherheit wege. Kündigen is natürlich einfacher.

Ich bin am Do. nochma arbeiten. Dann schreib ich ma den genauen Wortlaut.
Ich denke mal, dass sich das auf den Paragraphen bezieht, den Surrogat geschrieben hat.
Die AN ist 8-12 Stunden allein mit einem Patienten, die meist Pflegestufe III haben und beatmet sind. Trotz etwaiger Hilfsmittel wie Lifter o.ä. würde die körperliche Anstrengung situativ das Maß von fünf bis zehn kilo übersteigen...

:ka: :ka:
 
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Gesundheits - & Krankenpfleger
Fachgebiet
Berlin/Brandenburg
Weiterbildungen
da gibt es keine Arbeitsgruppe... ;o)
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Für weitere Antworten geschlossen.