Regelmäßige Schnelltest (PoC) bei Klinikmitarbeiter ?

Morpheus

Morpheus

Mitglied
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06.10.2006
45897
Hallo liebe Mitstreiter,
ich habe da mal eine Frage an die Klinikmitarbeiter*innen unter Euch, die mir unter den Nägeln brennt :

Es gibt eine Allgemeinverfügung für die Pflegeeinrichtungen (AVPflegeundBesuche) in NRW, indem neben den Bewohnern auch die Mitarbeitenden zur PoC Testung herangezogen werden.
Diese Pflichttestungen für die Mitarbeitenden alle 3 Tage (hier in NRW) sind vollkommen logisch, durch den Umgang mit gefährdeten, älteren Personen, nachzuvollziehen.

Allerdings erreichen mich immer wieder schreckliche Nachrichten aus den örtlichen Krankenhäusern, das dort der Virus ausgebrochen ist.

Nun zu meinen Fragen:

1. Gibt es in Eurer Klinik verpflichtende Schnelltest (PoC) für Mitarbeiter ?
2. Erscheint das für Euch (egal ob Ihr derzeit getestet werdet oder nicht) als Sinnvoll zum
Schutz der Patienten, Mitarbeitenden Kolleginnen und Kollegen ?


Viele Klinikmitarbeiter, mit denen ich gesprochen habe, werden gar nicht oder nur bei Covid-Symptomen getestet. Aber diese Kliniker, arbeiten doch an vorderster Front und haben durchaus auch Kontakt zu immungeschwächten Patienten.

Was haltet Ihr (MA in den Kliniken) von einer Teststrategie, die vorsieht am dritten Tag sich einen PoC Test zu unterziehen. Alle MA, die positiv getestet werden für 10 Tage in häuslicher Absonderung.
Gemeint sind hier alle MA einer Klinik: Pflege, Ärzte, Küche, Hauswirtschaft, Reinigungskräfte, ...

Vielen Dank
Einer der vielen Covidkämpfer.

PS: Bleibt gesund !
 
Qualifikation
RA; GuK (A+I), QMB, MPG-Beauftragter, Dozent im Gesundheitswesen
Fachgebiet
Ruhrgebiet
Weiterbildungen
AG: Notfallmanagement
AG. Medizinprodukte
AG: Qualitätsmanagement
Spindy 2607

Spindy 2607

Mitglied
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30.01.2016
Hallo Morpheus,
ich könnte mir vorstellen, dass du auf diese Fragen viele verschiedene Antworten bekommst....
Ich arbeite in einem kommunalen KH mit 5 Stationen.
Seit letzter Woche ist es bei uns verpflichtend, vor jedem Dienstantritt einen Schnelltest zu machen. Nur wenn der negativ ist, darfst du dich umziehen und arbeiten.
Ich hatte das "Vergnügen" letzte Woche Montag zuerst negativ getestet zu werden und war am folgenden Tag im Schnelltest positiv. Daraufhin wurde ein PCR-Test gemacht, der wiederum negativ ausfiel. Gestern bin ich wieder zum Dienst negativ getestet worden, heute positiv... Morgen kommt das Ergebnis vom PCR... Symptome habe ich übrigens keine.
Außerdem wird seit letzter Woche eine PCR-Reihentestung durch eine externe Firma gemacht. Alle, die bisher negativ getestet wurden, müssen diese mitmachen.
Bei den Patienten ist es verpflichtend, alle 2 Tage einen PCR zu machen.
Prinzipiell finde ich es gut, engmaschig zu kontrollieren. Jedoch zeigt gerade mein Beispiel, dass die Ergebnisse im Schnelltest mit Vorsicht zu genießen sind.
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester f. Onkologie / Pall. Care
Fachgebiet
Onkologie
O

Orbita

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.02.2007
97522
Ich finde diese menschenunwürdige Behandlung alles andere als sinnvoll.
Der PCR weißt KEINE Krankheit nach, ja nicht einmal den Virus, sondern nur Bruchstücke.
Inwieweit ein Keim mit krankmachendem Potential vorhanden ist, kann weder durch den Schnelltest noch durch den eh stark umstrittenen RT-PCR gewährleistet werden.
Dies zeigt sich auch in den richterlichen Urteilen, welche mittlerweile immer mehr die von Gesundheitsämtern ausgesprochenen Quarantänen aufheben.

Dazu muß man sich nur einmal die Beschreibungen der Testhersteller durchlesen (auch wenn sie oft auf englisch verfasst sind), denn da steht eindeutig drin:

NOT INTENDED FOR DIAGNOSTIC USE

Kleines Beispiel:
Ich weiße das Vorhandensein eines Bruchstückes eines Außespiegel von einem Chayenne in meiner Hofeinfahrt nach. Dies bedeutet noch lange nicht, daß dort ein ganzer Chayenne in meiner Auffahrt steht, sondern eben nur dieses Bruchstück. Dementsprechend kann auch niemand behaupten, daß in meiner Auffahrt CO2 und Staubteile durch einen Verbrennungsmotor eines Chayenne erzeugt werden.

Dies hat auch Herr Drosten bereits vor Jahren festgestellt:
"Alleine die Tatsache, daß da mal ein Virus über die Nasenschleimhaut einer Pflegekraft gehuscht ist, heißt noch lange nicht, daß sie den Keim auch aufgenommen hat und krank wird oder diesen Keim weitergeben kann"

Diese Aussage hat auch heute noch Gültigkeit.

Was wir haben, ist eine Testpandemie, die erschwerend nicht einmal im Verlauf verglichen werden kann, da ständig andere Testbedingungen herrschen. Das Klientel ändert sich, die Testvorausetzungen ändern sich, die Testverfahren ändern sich....
Und oft wird nicht einmal der Ct-Wert mit angegeben im Testergebnis, denn ein Testergebnis mit einem Ct größer 25 ist gerade gut genug für die Mülltonne. So werden auch in vielen Kliniken bereits positive Testergebnisse ab Ct-Wert von 30 als negativ angesehen und Patenten auch wieder entisoliert....
 
Qualifikation
Krankenpfleger, Rettugnsassistent
Fachgebiet
IMC

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