Rechtfertigen für Dienstplan

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Schusa

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Hallo zusammen,
die meiste Zeit bin ich hier nur stiller Mitleser. Doch nun hab ich auch mal eine Frage.

Muss ich mich als Dienstplanschreiber bei meinen Mitarbeitern rechtfertigen warum/wieso/weshalb manches genau so geschrieben wurde?
Genau geht es darum: Unser Dienstplan wird für 4 Wochen geschrieben (monatsunabhängig) und wenn möglich auch 3-4 Wochen vor Ablauf des aktuellen ausgehängt. Aktuell haben wir einige Ausfälle und sind froh einen halwegs passablen Plan für jeden zu schreiben. Nun beschwerte sich eine Kollegin bei mir, weil sie zwar das erste und letzte (4.)WE frei hat, dafür aber die beiden mittleren arbeiten darf.
Hätte ich sie vorher fragen sollen, was wohl unsere vorherige Leitung angeblich gemacht hat, diese aber bereits seit längerem in Rente ist? ( Aber Sr. ... hat das immer gemacht).
Irgendwie komm ich mir hier vor wie im Kindergarten. Oder soll das eine Reaktion sein weil ich als Chefin jünger bin als die Kollegin.
Ich würde mich sehr über eine Antwort oder Tipps etc freuen.
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester Stationsleitung
Fachgebiet
interdisziplinäre Kinderstation
K

königswinter2016

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Hallo Schusa, ich habe leider das gleiche Problem. Erfülle alle Wünsche laut Wunschbuch soweit es nur irgendwie möglich ist. Gehe auch auf soziale Aspekte ein. Aber zwei/drei Kollegen(immer die gleichen) sind immer unzufrieden, leider sprechen sie mich nicht persönlich an, sondern reden hinter meinem Rücken. Du hast recht wie im Kindergarten. Es ist nicht immer leicht einen Dienstplan zu erstellen mit dünner Personaldecke.Bin manchmal kurz davor die Dienstplangestaltung abzugeben, dann kommen aber wieder andere Kollegen und bestärken mich weiter zu schreiben, weil sie zufrieden sind .Habe auch noch keine Lösung für dieses Problem gefunden.Frage auch öfter bei unseren Teamsitzungen, ob jemand unzufrieden ist(kann man mir auch gerne unter vier Augen sagen). Aber keiner sagt etwas.Dann kann ich auch keinem helfen. Lg
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Orthopädie
D

Der Eine

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Hallo Schusa,
Du wirst dieses Problem IMMER haben. Es ist leider nicht möglich, jedem seine individuellen Wünsche zu erfüllen. Dafür sind Menschen viel zu unterschiedlich. Solange du die arbeitsrechtlichen Vorgaben einhältst musst du (leider) einfach lernen, mit den unzufriedenen Mitarbeitern zu leben. Du wirst es auch nicht schaffen, mit logischen Argumenten deine Planung zu rechtfertigen. Sei freundlich und höflich..... und lasse den Plan so, wie du ihn geschrieben hast.
Und vor allem: der Unmut geht gegen den "Dienstplanschreiber". Nicht gegen dich als Person.

LG
Der Eine.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
OP
petruschka66

petruschka66

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Ich habe vor 10 Jahren noch im Pflegeheim gearbeitet. Es gab immer die Situation, das ich vor einen freien Wochenende immer Freitags Spätdienst hatte. Habe dann mal freundlich meine Meinung gesagt und das ich es nicht korrekt finde. Bitte Gleichberechtigung.Dienstplanschreiberin hat nur von bestimmten Leuten die Wünsche respektiert. Schließlich kann man ja tauschen war ihre Devise . . Habe dann den Vorschlag gemacht den Dienstplan zuschreiben. Dann war Funkstille. Es hat sich nicht geändert bis eine besagte Kollegin vor ihren freien Wochenende plötzlich Spätdienst machen sollte. Schwups wurde es umgeändert ohne mich zufragen. Hab nur mitgeteilt das ich dür diesen Nachmittag einen wichtigen Termin habe. Bin hart geblieben und sogar Gespräch mit PDL gab es. Hatte die vergangene Dienstpläne mit genommen und es ihr gezeigt. Kein Kommentar. Hab mir dann schnell eine andere Stelle gesucht.
Bei meiner jetzigen Stelle werden es soweit es geht Wünsche respektiert und eingehalten. Man kann über alles reden.
 
Qualifikation
Fachkraft
H

haekchen

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Hallo Schusa,
wie meine Vorredner bereits gesagt haben - es wird immer so sein. Hast Du es dem Einen Recht gemacht, meckert der Andere. Im nächsten Monat andersherum. Es gibt auch die Kollegen, die nur die Dinge sehen, die ihnen nicht gefallen... Zwei Wochen hintereinander Spätdienst fällt sofort auf und wird bemängelt. Das sie im Vormonat gar keinen Spätdienst machen brauchte, im betreffenden Monat dafür die restlichen Wochen keinen Spätdienst hat wird geflissentlich übersehen. Genau wie in Deinem Bsp. mit den Wochenenden. Werden Wünsche erfüllt, ist das normal und gehört sich gefälligst auch so, können zwischendurch mal ein oder zwei Wünsche nicht erfüllt werden, ist man der Böse.
Mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Wichtig ist nur, dass Du es nicht persönlich nimmst und deshalb Antipathien aufbaust, die dann zur tatsächlichen ungerechten Behandlung einzelner Mitarbeiter führen könnten. Solange Du Wunscherfüllung und -Ablehnung gleichmäßig auf alle verteilst, kann Dir niemand was anhaben.
Die meisten der meckernden Kollegen, haben noch nie selbst einen Dienstplan schreiben müssen. Sie wissen gar nicht, auf was man alles achten muss.
Ich habe mir hier den Spaß mal gemacht und habe eine solche Kollegin den Dienstplan selbst schreiben lassen. (Ich hatte ihn zuvor schon erstellt, ausgedruckt, in meine Schreibtischschublade gelegt und ihn in der Pflegesoftware wieder gelöscht.)
Als sie mir ihren Plan vorlegte, habe ich den roten Textmarker genommen, Stellen im Dienstplan damit markiert und dabei mündlich die Begründungen geliefert. (nicht ausreichende Ruhezeit zwischen den Diensten, zu viele Wochenenden hintereinander, zu viele Gesamtstunden für manche Mitarbeiter, zu wenig Gesamtstunden für andere Kollegen, Kollegin arbeitet per arbeitsvertraglicher Regelung nur an bestimmten Wochentagen, nicht ausreichende Qualifikation der verplanten Mitarbeiter usw.) Dies wiederholte sich noch zweimal. (Sie war sehr ausdauernd und hatte den Ehrgeiz, mir zu zeigen, dass sie es besser kann, als ich.) Als sie mit der vierten Version kam, legte ich meinen Plan daneben und sie musste feststellen, dass ihrer und meiner nahezu identisch waren.
Sie hat seitdem nicht mehr gemeckert und trägt Dienstplanwünsche als Fragen und nicht mehr als Forderungen vor.

LG
haekchen
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
ambulante Pflege
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susf

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Karlsruhe
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Hallo
ich finde man sollte nicht über den Kopf seiner Mitarbeiter Dienstpläne erstellen. Besonders nicht wenn es um die Wochenenden geht. Jeder hat auch noch ein Privatleben. Wenn man jedem sein festes Wochenende zuteilt, also jedes gerade oder ungerade WE und dies auch respektiert, wird es deswegen auch keinen Unmuht geben. Jedes andere WE sollte erst vor Dienstplanaushang mit dem entsprechenden Mitarbeiter abgesprochen werden. Die meisten in unserem Beruf werden Dir entgegenkommen meiner Erfahrung nach.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Altenpflege
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