Innere Medizin Reanimation

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G

GPP

Hallo,

seit einiger Zeit sind wir in unserem Haus am überlegen und basteln, wie wir eine zeitgemäße Reanimationsfortbildung für das Pflegepersonal hinbekommen. Im Moment, muss, zumindestens theoretisch, jede neue Pflegekraft an einem 2stündigen Kurs unserer Anästhesieärzte teilnehmen. Dies ist nicht sonderlich effektiv, zumal die weitere Verpflichtung zu Wiederholungen fehlt.
Wie wird an Euren Häusern und Einrichtungen geschult? Gibt es Multiplikatoren in der Pflege? Unterrichten Pflegekräfte? Gibt es Diskussionen über Schulungskosten?

Eure Erfahrungen sind gefragt!

Gerhard
PS.: Für die Laiendefibrillationsausbildung gilt: 8h Erstschulung + jährlich 4h Nachschulung!!!
 
S

Surrogat

Themenstarter/in
In unserem Haus wird die Basisreanimation für Erwachsene bzw. Säuglingsreanimation als Pflichtveranstaltung über das klinikinterne Bildungszentrum ( http://www.hetzelstift.de/ -> Bildung) angeboten.Ein jeder Mitarbeiter muss diese Fortbildung (Säuglingsreanimation nur für Gyn und Anästhesie) alle zwei Jahre besuchen (teilt sich in je 1,5 h Theorie und Praxisblock, der unabhängig voneinander besucht werden kann).
Konsequenzen bei nicht-besuchen von Pflichtveranstaltungen sind mir bis jetzt noch nicht bekannt...

Der Unterricht an sich wird durch Mitarbeiter der Anästhesie/Intensivpflege durchgeführt.

Bzgl. der Qualität kann ich nichts sagen, da ich mich extern über die Fortbildungen im Rettungsdienst schule, wobei das Haus die Kosten hierfür natürlich nicht übernimmt.

Eine Mega-Code-Schulung wird intern für das Personal der Intensiv/Anästhesie angeboten und ist eine Pflichtveranstaltung die jährlich besucht werden muss.
Der Mega-Code-Standard hat auf den peripheren Stationen keinerlei Bedeutung und wird dort auch nicht wirklich sinnvoll praktiziert bzw. von der "Entscheiderebene" gefördert (BLS bis Reanimationsteam der Intensiv eintrifft, die dann "übernehmen")

Pflichtveranstaltungen werden als zusätzlich geleistete Stunden verbucht.
 
R

RZeiss

Themenstarter/in
Hallo GPP!

Es gibt ein Unternehmen in NRW, dass sich für solche Fälle spezialisiert hat. Hier einmal die Adresse: http://www.medidozenta.de Da kannst du Dich melden und auch direkt die Kosten für solche Veranstaltungen erfragen. Die Jungs sind alles Kräfte aus der Pflege und dem Rettungsdienst und mit viel Erfahrung ohnehin. Und wie heißt es so schön: Fragen kostet nix.

Gruß RZeiss
 
R

Rosi S.

Unterstützer/in
Basis-Konto
14.12.2005
München
Bei uns wird 1xjährlich eine Pflichtveranstaltung durchgeführt, die aber nur 1 Stunde ca. dauert, ist wohl zu wenig, obwohl wir letztes Mal auch die Laiendefis dabei hatten.
 
Qualifikation
Krankenschwester, PA
Fachgebiet
Berufsfachschule
B

Batz

Mitglied
Basis-Konto
15.05.2006
64625
Hallöle!:eek:riginal:
Bei uns im Haus sind Reanimationsfortbildungen 1x jährlich Pflicht. Mega-Code für Ärzte Anästhesie-/ Intensivpersonal ebenfalls einmal im Jahr. Diese Fortbildungen dauern immer bis zu sechs Stunden.
LG Batz:thumbsup:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Wachstation
D

Dirk Becherer

Mitglied
Basis-Konto
28.07.2005
12683
Bei uns im Hause haben wir die Reanimationsfortbildung etwas gestaffelt.Pflichtfortbildung für alle Mitarbeiter im Pflegedienst der peripheren Stationen ist jährlich ein einstündiger BCLS Kurs in dem nur die absoluten Basismaßnahmen (Beatmung und Herzdruckmassage) sowie der dazugehörige Ablauf bei Erwachsenen angesprochen werden. Maximal werden hier 18 Teilnehmer zugelassen und dieser Kurs wird jeden Monat 2 mal angeboten (Immer der erste und dritte Mittwoch im Monat zur Übergabezeit, damit sowohl Früh- wie auch Spätdienst daran teilnehmen können). Die Fortbildung wird von einem aus vier Mitarbeitern bestehenden Stamm der Anästhesie-Pflege durchgeführt unter Aufsicht des Leitenden Arztes der Abteilung für Rettungswesen und Katastrophenmedizin.Darüber Hinaus erhalten alle Mitarbeiter im Funktionsdienst und von bestimmten Stationen jährlich anstelle des BCLS Kurses ein ACLS Mega-Code-Training, welches einen ganzen Arbeitstag lang ist. Dieses wird von einem Krankenpfleger der Rettungsstelle und einem Fachkrankenpfleger der Anästhesie die beide zusätzlich Lehrrettungsassistenten sind und einen entsprechenden Lehrschein haben unter Aufsicht des selben Oberarztes wie beim BCLS durchgeführt. Hierzu steht neben dem Mega-Code-Trainer ein eigener Schulungsraum zur Verfügung der die Ausstattung eines Intensivzimmers, Videoaufzeichnung und Besprechungstisch mit Beamer und Computer hat. Es sind pro Kurs jeweils 4-6 Teilnehmer zugelassen´und pro Woche werden 2 Kurse durchgeführt. Für den Anästhesie Pflegedienst finden die Kurse in größeren Gruppen an Samstagen statt.Weiterhin werden bei Bedarf Tagesschulungen im Bereich der Frühdefibrillation und der Reanimation von Kindern und Säuglingen angeboten. Eine Anmeldung erfolgt über die Internen Prozeßberater der Pflegedirektion. Die Koordination und Planung übernehmen die Dozenten eigenverantwortlich. Im letzten Jahr konnten so 93% aller Mitarbeiter des Pflegedienstes geschult werden in BCLS/ACLS.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpfle
Fachgebiet
Anästhesie und Rettungswesen/ Klinik
G

GPP

Themenstarter/in
Hallo Leute,
danke für Euer Feedback, auch wenn ich zugeben muss, dass mich das von Dirk echt deprimiert!
Es gibt also doch Krankenhäuser, die den Sinn und Vorteil für den Patienten sehen und sich die allgemeinen Empfehlungen zu Herzen nehmen!
Wird das auch wirklich von allen Beteiligten getragen? ...oder gibt es auch Wiederstände wegen Kosten und Arbeitszeit?
Wie lange dauern die AED Lehrgänge?

Danke für Eure Meldungen

Gerhard
 
L

lotta1963

Mitglied
Basis-Konto
19.12.2004
44799
Hallo GPP,
bei uns im Haus wurde ein "Reanimationskonzept" erstellt. Es wurden an verschiedenen Punkten im Haus Laiendefis und Notfallkoffer installiert, sodass im Notfall innerhalb von 2-3 min. alles vor Ort ist. Rund um die Uhr ist ein Reanimationsteam per Sprechfunk erreichbar, das von Intensivärzten, Pflegepersonal un Anästhesie gestellt wird und auf den Notfallfunk sofort reagiert. Alle Mitarbeiter des Hauses, auch die vom Nicht-medizinischen Dienst müssen einmal im Jahr an einer 1 1/2 stündigen Rea-Fortbildung teilnehmen. Sie werden ausführlich über die Abläufe bei Notfällen informiert, und erhalten praktische Einweisung in die Defis, Notfallkoffer und können an Dummies die CPR üben. Das Konzept funktioniert sehr gut und wird regelmäßig von einer Arbeitsgruppe aus Arzt, Apotheker, Pflege evaluiert und aktualisiert,
Viele Grüße Christiane
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Intensivstation
G

GPP

Themenstarter/in
Hallo Christiane,
danke für den Bericht. Was mich interessiert ist nach Deiner Aussage:

Alle Mitarbeiter des Hauses, auch die vom Nicht-medizinischen Dienst müssen einmal im Jahr an einer 1 1/2 stündigen Rea-Fortbildung teilnehmen. Sie werden ausführlich über die Abläufe bei Notfällen informiert, und erhalten praktische Einweisung in die Defis...
Dürfen die dann auch mit den AEDs defibrillieren?... Nicht, dass ich das nicht gut find, aber meine Obrigkeit hadert diesbezüglich noch, wegen der Stellungnahme der BÄK... Meines Erachtens reine Standesdünkelei...

Gerhard:blink:
 
A

Andrea aus Münster

Neues Mitglied
Basis-Konto
05.12.2010
48324
AW: Reanimation

Hallo Gerhard,

ich gebe seit einigen Jahren in unserem Haus für alle Mitarbeiter des Hauses Reanimationstraining Mittlerweile kommt immer wieder das Thema der Bezahlung auf.
Bisher wurde ich von unserer Station für diese Stunden freigestellt. Mittlerweile würde man mich lieber bezahlen.
Die Kurse laufen so ab, dass ich zunächst einen Vortrag halte anlehnend an die ERC-Richtlinien und es danach praktische Übungen gibt: Beatmung & Herz-Thoraxmassage, anschließend Defi-Einweisung, danach Notfallsituation durchspielen.
Es wäre nett von Dir, Du würdest mir einmal antworten, wieviel Geld ich für diese Kurse bekäme, bzw. wo ich etwas nachlesen könnte, wieviel man da bekommen sollte.
Schöne Grüße
Andrea:happy:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Intensivobservation
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Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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