Rahmendienstplan 2018 für eine Pflegeeinheit

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johannes2017

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Es gibt viele Versuche, eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Dienstplangestaltung zu erreichen. Damit Pflegekräfte sowohl ihren Dienst, als auch ihre Freizeit vernünftig und langfristig planen können, arbeiten wir mit diesem Dienstplan für das kommende Jahr.
 

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Altenpfleger
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stationär
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resigniert

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03.01.2013
Münster
Hallo Johannes,
laut deinem DP haben die Nachtdienstler 2x 1 Stunde Pause, aber nirgends auf dem Plan erscheint eine Ablösung - wie viele Stationen hast du im Haus? Denn von den anderen Stationen kommt doch dann die Pausenablösung?
 
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GuK
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pegean

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22.09.2009
düsseldorf
Das Haus hat 17 Bewohner/innen .Da gibts nachts keine Ablösung .
 
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krankenschwester
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altenheim-lt.nachtwache
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resigniert

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03.01.2013
Münster
Dann lasse ich die Bewohner also entweder ohne PP oder das PP hat keine Pause?
Ja, ich kenne das Haus aus dem anderen Forum
 
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johannes2017

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Richtig, es gibt nur eine Pflegeeinheit und damit jeweils nur eine Nachtwache. Der Gesetzgeber hält in BW derzeit noch eine Nachtwache für bis zu 45 Pflegebedürftigen für ausreichend. Aus diesem Grunde ist es derzeit noch nicht möglich, für eine einzelne Pflegeeinheit mit zwei Nachtwachen zu arbeiten. In der letzten Pflegesatzverhandlung war man von Seiten der PK und Sozialhilfeträger gerade mal bereit, 7 Planstellen für die Pflege zu genehmigen und zu finanzieren. Wir stehen hier tatsächlich vor einem Politikum. Da aber bei den 17 Pflegebedürftigen in der Nacht ein pflegerischer Aufwand von ca. 2,5 - 3 Stunden besteht, muss ich mir bis zur Genehmigung weiteren Personals mit der Krücke Bereitschaftsdienst behelfen. Dieser wird allerdings wie reguläre Arbeitszeit incl. Zulagen vergütet. Mehr ist derzeit leider nicht leistbar, da die Hauptaufgaben im Tagdienst liegen. Dort wurde entsprechend der Notwendigkeit die Besetzung auf das dargestellte Personal angesetzt. A. a. O. sagte ich schon mal, dass auf diese Weise, wie wir arbeiten, fehlendes Personal nicht ersetzt werden kann. Aber es geht ja zunächst um die grundsätzliche Entlastung der Pflegekräfte. Das wurde erreicht.
 
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Altenpfleger
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stationär
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johannes2017

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Da ich der Auffassung bin, dass jede Pflegeeinheit so organisiert werden sollte, dass sie autonom arbeiten kann, wäre das Problem der Nachtwache bereits bei einer Einrichtung mit zwei Pflegeeinheiten endgültig gelöst.
 
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Altenpfleger
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resigniert

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03.01.2013
Münster
Heißt dies, dass der Nachtdienst keine Pause hat? Sondern nur Bereitschaftsdienst in den von dir im DP bezifferten Pausenzeiten?
 
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johannes2017

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Bereitschaft ist 50 % der Nacht, nicht nur die Pausenzeiten. Hast Du eine andere, bessere
Lösung, resigniert? Wie ich oben bereits schrieb, gibt die derzeitige Rechtslage noch nichts besseres her. Oder denkst Du, mit den von den Kostenträgern genehmigten 6,xx Planstellen lassen sich bessere Lösungen erzielen? Für zielführende Kommentare bin ich immer offen.
 
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Altenpfleger
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resigniert

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03.01.2013
Münster
Das ist mir völlig egal, habe nur den DP gesehen und dort steht halt nichts von Bereitschaftszeiten, sondern 2x je 1 Stunde Pause, was dann ja eben nicht stimmt. Pause heißt ja Freizeit, auch völlige Freiheit irgendwo außerhalb der Arbeitsstelle wenn vom AG gewünscht. So steht es im DP, deshalb konnte ich nicht erkennen, dass du in der Realität ganz andere Nachtarbeitsbedingungen erwartest.
 
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johannes2017

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Zunächst einmal werden Arbeitszeiten vertraglich nicht im Dienstplan, sondern im Arbeitsvertrag geregelt. Das ist bei uns auch diesbezüglich gegeben. Dann habe ich noch dieses zu Pausen und Bereitschaftsdienst gefunden: Muss auch bei Bereitschaftsdiensten im Krankenhaus spätestens nach 6 Stunden eine Ruhepause eingelegt werden? vielleicht hilft das weiter. Oder auch dieses: http://www.arbeitszeitberatung.de/fileadmin/rechtstipps/Rechtstipps_Bereitschaftsdienst_1.pdf

Natürlich ist es im Arbeitsrecht nicht möglich auch wirklich alles 100 % zufriedenstellend zu lösen, aber das Möglich machbar machen ist ein erster Schritt. Die im Dienstplan benannten Pausen für die Nacht sind so angelegt, dass sie erfahrungsgemäß (bisher) ungestört eingehalten werden können.
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Teammitglied
25.06.2000
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Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
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johannes2017

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Nun, weder MDK noch Heimaufsicht haben dies bisher kritisiert. Vor allem die Heimaufsicht schaut sehr genau auf die Dienstpläne. Die wissen wohl warum nicht! Wenn nicht alle Pflegeeinrichtungen geschlossen werden sollen, die mit weniger als zwei Pflegeeinheiten existieren - welche Lösung bietet sich an?
 
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Altenpfleger
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
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25.06.2000
Heimaufsicht und MDK sind dabei auch wahrlich keine Instanz, sondern insbesondere dafür berüchtigt, selbst hochillegale Arbeitszeitmodelle - vorsichtig formuliert - sehr großzügig als unbeanstandet durch zu winken oder gar ausdrücklich als "innovativ" zu begrüßen, die später im Rahmen einer Klage eines Arbeitnehmers vom Arbeitsgericht kassiert wurden. Das mag u.U. damit zusammen hängen, das Heimaufsicht und MDK kein Interesse haben an dem Ast zu sägen, auf dem sie sitzen - denn an mangelnder Rechtskenntnis, gerade beim Vorhandensein eigener Rechtsabteilungen, sollte es bei beiden eigentlich nicht mangeln. Der Breaking Point sind unsere Arbeitszeitgesetze und die Entscheidungsinstanz die Arbeitsgerichte - und die Haltbarkeit solcher Arbeitszeitmodelle ist jeweils bis zu dem Zeitpunkt limitiert, an dem ein Mitarbeiter oder ein Betriebsrat dagegen rechtlich vorgeht.

Dass solche Klagen nur in einem Prozentil der Fälle vor Gericht und mit einem Urteil enden, liegt an der Behäbigkeit und viel zu oft an der Unkenntnis der Rechtslage seitens der Arbeitnehmer, nicht selten auch an der fehlenden Rechtsschutversicherung und/oder der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft (inkl. Rechtsschutzversicherung). Und selbst in den Fällen, in denen Arbeitnehmer klagen, lassen sie sich vor Urteilsverkündung auf einen Vergleich mit dem Arbeitgeber ein - womit ein Urteil, auf das sich auch alle anderen Mitarbeiter des Unternehmens berufen könnten, abgewendet wird.

Die Rechtslage ist in Deinem Fall jedoch völlig unzweideutig.

Wenn nicht alle Pflegeeinrichtungen geschlossen werden sollen, die mit weniger als zwei Pflegeeinheiten existieren - welche Lösung bietet sich an?
In dem sich Betreiber und Einrichtungen notfalls an die Gerichte wenden und die Krankenkassen zur Erstattung der tatsächlichen Aufwendungen in Anspruch nehmen. In der außerklinischen Intensivpflege ist das beispielsweise inzwischen recht häufig zu beobachten. M.E. gibt es jedoch nach wie vor viel zu wenig mutige Unternehmen, die den Kassen hier Paroli bieten und sie in ihre Schranken weisen lassen.
 
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Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
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Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
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johannes2017

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Die Rechtslage ist im Fluss. Vielleicht gibt es irgendwann mal eine Rechtsgrundlage, an die sich auch jene zu halten haben, die das Sagen haben - also über die entsprechenden Mittel verfügen (Kostenträger). Bis dahin werden wir wohl noch eine Weile mit Krücken leben müssen.
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
Die Rechtslage ist im Fluss. Vielleicht gibt es irgendwann mal eine Rechtsgrundlage, an die sich auch jene zu halten haben, die das Sagen haben - also über die entsprechenden Mittel verfügen (Kostenträger). Bis dahin werden wir wohl noch eine Weile mit Krücken leben müssen.
Au contraire, Johannes. Ebenso wie Arbeitnehmer sich der Rechtslage oftmals unklar sind, sind Arbeitgeber dies nicht minder oder aber nicht bereit oder zu bequem, sich mit den Kassen anzulegen und ihre Rechte einzufordern. Das ist aber u.a. ein Kernaspekt einer verantwortlichen Geschäftsführung. Schon gar nicht rechtfertigt deren mangelndes Handeln illegale Krücken, deren Last so ausschließlich auf den Rücken der Arbeitnehmer abgewälzt werden und auch ausschließlich ihnen Nachteile bringen. Man fährt auch nicht über eine rote Ampel, in der Hoffnung, die Strassenverkehrsordnung ändere sich irgendwann mal. Gesetze sind dazu da, unser aller Gemeinwohl zu sichern - vor allem aber sind sie eins. Nämlich einzuhalten.
 
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johannes2017

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Richtig, ein Kernaspekt einer verantwortlichen Geschäftsführung ist, Arbeitnehmer nicht zu be-, sondern zu entlasten. Das mache ich mit viel Freude. Ob der Vergleich hier mit der Straßenverkehrsordnung taugt, halte ich zumindest für fraglich. Würden die Gesetze konsequent eingehalten, wären wohl mehr als 50 % aller Pflegeeinrichtungen bereits aus dem Verkehr gezogen. Nicht, weil es unzureichende Dienstpläne gibt, sondern weil Menschen unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen. Aber das ist dann wieder ein anderes Thema.
 
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05.07.2001
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