Arbeitsrecht Rahmen-/Rollplan

S

Shayna

Hallo

Ich habe eine Frage zum Rahmen- bzw Rollplan. Vieleicht kennt sich da jemand mit aus. In unserem Haus wird der vier wöchige Dienstplan nach einem solchen gestaltet. Ich bin eine Teilzeitkraft zu 60 % und arbeite nach einem Rollplan mit verkürzten Dienstzeiten was mir auch ganz recht ist Aufgrund meiner Kinderbetreuung.
Nun soll mein Rollplan geändert werden und ich soll volle Dienstzeiten arbeiten. Dies ist für mich aber nicht möglich aufgrund der erwähnten Kinderbetreuung. Auch bin ich die einzige Teilzeitkraft der dieses auferlegt wurde.
Jetzt zu meiner Frage. Darf ohne meine Einverständnis der Rollplan verändert werden der schon seit Jahren so gilt???

Ich bedanke mich jetzt schon für eure Antworten und hoffe ihr könnt mir helfen.
 
K

Keßler

AW: Rahmen-/Rollplan

Moin Shayna !

Verbindlich ist Dein Arbeitsvertrag.

Wenn dort nicht die verkürzten täglichen Dienstzeiten fixiert sind, hast Du schlechte Karten.
Ein s.g. "Gewohnheitsrecht" greift hier nicht.
Die "Gegenseite" wird hier sicher "betriebliche Notwendigkeiten" anführen.
Die beste Möglichkeit ist, das Gespräch zu suchen. Wenn es einen Betriebsrat/MAV gibt, der dabei ist, - um so besser.

Viel Glück, Frieda
 
S

Shayna

AW: Rahmen-/Rollplan

Danke für die Antwort. Also verstehe ich das richtig das ein Rollplan jederzeit nach belieben vom Arbeitgeber verändert werden kann ohne das der Arbeitnehmer Mitspracherecht hat.
 
SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

Unterstützer/in
Basis-Konto
54
Cottbus
0
AW: Rahmen-/Rollplan

. . . das Mitspracherecht übt der Arbeitnehmer über seine gewählte Vertretung (Betriebsrat, MAV) aus. Ansonsten kann man nur persönlich verhandeln und in Deinem Fall könntest Du sehr gut ins Feld führen, dass Du die einzige bist, die es wegen der Kinderbetreuung besonders hart treffen würde und das entspricht nicht dem billigen Ermessen (§106 GewO) nach dem der Arbeitgeber den Dienstplan zu gestalten hat.
Mögliche Maßnahmen:
- Betriebsrat oder MAV informieren, wenn vorhanden
- wenn nicht vorhanden, dann selbst freundlich, aber bestimmt beim Arbeitgeber vorsprechen
- wenn das nicht hilft: zur Rechtsabteilung Deiner Gewerkschaft, wenn Du Mitglied bist
- oder alternativ zum Fachanwalt für Arbeitsrecht, wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast (manchmal reicht schon ein Brief vom Anwalt aus)
Wenn das alles nicht zutrifft, oder das Gespräch mit dem Arbeitgeber nichts hilft - dann musst Du entscheiden, ob Du dort bleiben willst, oder ob Du eine berufliche Alternative hast . . .
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Altenpflegeheim
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen