Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

T

Teetrinkerin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
Frankfurt
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Seit gestern pflege ich wieder.

Ich bin etwas angespannt, gestern hatte ich kurze Anflüge von Panik mit Schwitzen und Herzklopfen bis übers Ohr.
Ich habe den Kollegen quasi zugearbeitet und geholfen wo es nötig war und heute werde ich einen Patienten alleine übernehmen.

Gott steh mir bei! :blushing:
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
Pflege
J

Janka

Mitglied
Basis-Konto
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Hallo Teetrinkerin,
ich habe deine Beiträge aufmerksam verfolgt und freue mich sehr für dich dass es dir wieder besser geht!
Ausserdem macht es einem selbst Mut dass danach auch noch was kommen kann.
Alles Gute und liebe Grüße, Gott steht dir ganz bestimmt bei!
 
Qualifikation
Diplomkrankenschwester
Fachgebiet
dzt. keiner
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Hallo Teetrinkerin,
die Erkrankung die dich "erwischt" hat, hat mit der Pflege nicht wirklich viel zu tun, und mit dem Alter schon gar nichts.
Bei uns im Betrieb hats den "Chefkoch" (grad mal 24 Jahre alt und ein verdammt guter Koch) erwischt und auch bei ihm ist es ein auf und ab. Wie sagte er so nett: 3 Schritte vorwärts und dann 2 rückwärts.
Ich versuch ihm grad bei zu bringen das das eigentlich ein rießen Fortschritt ist, weil es be bleibt ein Schritt vorwärts übrig. Es dauert lange,sehr lange, aber so lange man immer wieder den 1 Schritt vorwärts macht wirs irgend wann mal gut.
Gib dir die Zeit die du brauchst und fühl dich umarmarmt. Ich drück dir alle Daumen.
Ganz lieben Gruß Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
Yvonne1305

Yvonne1305

Unterstützer/in
Basis-Konto
0
85716
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Huhu Teetrinkerin? Wie geht es Dir jetzt nach 2 Wochen? Laß es bitte langsam angehen und gönn Dir nach Feierabend das, was Dir gut tut, z. Bsp. ein gutes Buch lesen, Musik hören...
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Krankenhaus HNO
T

Teetrinkerin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
Frankfurt
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Nicht gut Yvonne, leider.
Es scheint sich in der Form zu entwickeln, dass ich den Anforderungen gerade meines speziellen Jobs in der Tat nicht mehr in vollem Umfang genügen kann.

Nach der Wiedereingliederung habe ich meine Achillessehne operieren lassen, das wurde noch auf die Krankengelddiagnose gemacht, ich habe das mit Absicht so organisiert, weil ich meinem Arbeitgeber nicht gleich wieder in die Lohnfortzahlung schicken wollte oder in zwei Monaten gleich wieder "Krankmachen". Man hat mir signalisiert, das es so in Ordnung sei.

Leider war es das nicht. Man hat mir das im Nachhinein voll übel genommen.

Im Sommer hatten wir reduzierte Bettenzahl, weil wir mit mir drei Langzeitkranke hatten und die Urlaubszeit anstand. Ich und die eine Kollegin waren nun wieder zurück und es wurde belegt.
Dazu wurde ich vom Chef in den Frühdienst geschickt, er hatte mir bei der Wiedereingliederung schon gesagt, ich habe im Arbeitsvertrag alle Schichten stehen und müsse Frühdienst arbeiten.
Ich wollte das auch, ich hatte so oder so ein schlechtes Gewissen wegen meiner langen Fehlzeit.
Naja, und in den Spätdiensten lief es ganz gut.
In der Frühschichtwoche wurde es von Tag zu Tag für mich schlimmer. Ich konnte abends nicht einschlafen, trotz Saroten, musste um vier Uhr raus und um halb sechs an die Bahn. Ich fühlte mich jeden Tag müder und bemerkte wie die Angst vor dem Versagen mit jedem Tag schlimmer wurde. Ich hatte so schwierige Patienten zu versorgen, immer in der Angst was falsches zu tun.
Am Samstag dann konnte ich kurz vor der Übergabe eben noch zwei Kurzinfusionen anhängen und bin ins Dienstzimmer geflüchtet, weil ich das Gefühl hatte, mein Chef ist hinter mir her.
Eine junge Kollegin hat mich sehr lieb getröstet, ich habe bitterlich geweint. Sie hat mir für den Sonntag dann angeboten zu tauschen, das nahm ich an und habe 10 Stunden am Stück tief und fest geschlafen.
An diesem Tag habe ich nur das Wohlwollen der jungen Kollegin gespürt, hatte keine Antenne für meine Umgebung.

Am kommenden Tag gehe ich zum Dienst und spüre sofort die Spannung. Der vorhandene Frühdienst - außer der jungen Kollegin - schaute mich nicht an, ging geschlossen aus dem Dienstzimmer zum Rauchen.
Leute, mir hats das Herz zusammengezogen!
Später wurde mir nach der Übergabe gesagt, man habe ja nicht wissen können in welchem Zustand ich komme und habe eine Kollegin aus dem Frei organisiert zum Helfen, man habe keine Lust blöd dazustehen wenn ich doch nicht käme und wer weiss in welchem Zustand ... ja und dann.

Eine der anderen Kolleginnen schrie mich regelrecht an, die Kollegen vom Nachtdienst hätten bei einem Perfusor, den ich am Vortag im FD gerichtet habe, in der Spritze 3 ml Luft vorgefunden.
Ich war schockiert, ich hab gedacht ich falle um. Ich hab mich so geschämt, die Gefühle von fast genau einem Jahr vorher waren da und drohten mich zu zerdrücken.

Da der Chef wegen des Dienstplans im Haus war, habe ich mit ihm sprechen wollen, weil ich gerade bei dem Perfusor noch eine Kollegin zu Hilfe geholt habe und sie bat, mir doch das reseten zu zeigen, ich war unsicher. Wir hatten die Spritze noch mal rausgenommen und wieder eingesetzt und wir haben nichts gesehen!
Jetzt schieb ich Paranoia, dass man mir was unterschieben und mich loshaben will!
Ich wollte mich erklären, meine Müdigkeit und mein Problem mit dem Frühdienst, wollte eigentlich bitten, mich nicht mehr im Frühdienst einzusetzen. Ich meine, er darf das doch nicht machen, wenn er weiss, dass ich damit so grosse Probleme habe. Zumal ich abends das Saroten nehme, ich habs schon extra früher genommen ... ich habs wirklich versucht!
Er sagte mir dann noch wegen meiner Langzeitkrankheit habe er mich in den Frühdienst getan, weil ich dann leichter zu ersetzen wäre bei "plötzlichem" Ausfall. Im Spätdienst arbeiten wir ohne Schüler zu zweit und wenn ich da ausfalle, hätte er ein Problem. Und außerdem ... eben wieder der Arbeitsvertrag ... ja was soll ich da sagen.

Jetzt habe ich bis Montag ein paar Tage frei und habe mich langsam wieder beruhigt und beschlossen, mal zu schauen ob ich mir nicht einen Job suche, wo ich so anfangen kann, wie ich es brauche. Ich kenne so viele Pflegekollegen, die machen mit Wonnen Frühdienst, kriegen dafür Verträge. Warum also soll ich nicht einen Job suchen, wo ich eben nur Spätdienste mache und hier und dort auch mal Nachtwache.

Ich war eben beim Doc für ein Rezept, hab ihm den Vorgang erzählt. Er schüttelte den Kopf und sagte, da ist der Teppich angebrannt, das wird immer ein bisschen stinken, auch wenn man einen Schrank auf den Fleck stellt.
Ich werde mir also einen neuen Job suchen.

Versteht mich nicht falsch, ich will mich hier nicht als absolutes Opfer hinstellen, ich hab ja gemerkt, wie es sich von Tag zu Tag verdichtet hat. Und ich habe kleinere Fehler gemacht und korrigiert: am falschen Datum Durchführungen abgehakt oder ein Essen ins falsche Zimmer getragen oder fünf mal angefangen, meinen Urlaubsschein auszufüllen, weil ich jedes Mal einen anderen Ausfüllfehler gemacht habe.
Und leider hab ich nicht mehr so viele Krankentage auf die Psychodiagnose ... mein Mann hat noch keinen neuen Job, ich muss und möchte auch Geld verdienen. Die Monate mit H4 waren fürchterlich.
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
Pflege
B-Tina

B-Tina

Mitglied
Basis-Konto
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Ich finde, Du hast damit die beste Entscheidung getroffen, Teetrinkerin.
Wünsche Dir ganz viel Kraft. Es kann nur besser werden!

Liebe Grüße, B-Tina
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
Weiterbildungen
Palliative Care
T

Teetrinkerin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
Frankfurt
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Ne, das krieg ich irgendwie einfach nicht mehr gebacken. :sad:
Ich weiss nicht mehr weiter.
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
Pflege
G

Gerhild

AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

und ich kann dir da auch keinen Rat geben, weil es auch nicht anders hinbekomme, seit 10 Wochen bin ich wieder in Vollzeit, ich nehme die Medikamente weiterhin und gehe zur Gesprächstherapie, es hilft, aber ich bin weiterhin im Auf und Ab und nach 11 Monaten Ausfall sind meine Krankentag ebenso sehr reduziert
deinem Doc muss ich Recht geben, ich habe den Job gewechselt und bin neu gestartet, aber ich nehme meine Unsicherheit auch mit - ich versuche mi der Therapeutin das in den Griff zu bekommen
warum bekommt dein Mann denn keinen neuen Job ????
 
T

Teetrinkerin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
Frankfurt
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Zu alt und unattraktiv für den Arbeitsmarkt und keinen Beruf erlernt.
Wir haben in zwei Jahren bestimmt 200 Bewerbungen losgeschickt, es ist wirklich sehr schwierig und wir hoffen wenigstens jetzt im Weihnachtsverkauf auf einen Minijob.
Die üblichen Jobs für Langzeitarbeitslose wie Sicherheitsdienst oder Taxifahrer benötigen bestimmte Scheine und die muss man selbst zahlen, können wir nicht und das Arbeitsamt fördert ab 50 Jahren nur noch bei Vorlage eines Vertrags.
Als Fahrer z.B. für Krankenfahrten braucht man eine Erlaubnis, Personenbeförderungserlaubnis oder so ähnlich.
Ich hab ab Dienstag frei und werd mich mal beim Jobcenter an den Rechner setzen was so gesucht wird und in der Nähe hat ein Altenheim aufgemacht ... vielleicht in einer Tagespflegeeinrichtung oder in der Behindertenbetreuung, vielleicht mache ich aber auch ganz was anderes ...
Das mit der Unsicherheit verstehe ich sehr gut Gerhild, ich kann mich davon nur phasenweise freimachen und es schnappt unerwartet ganz flott wieder zu.
Ich schwanke zwischen Zuversicht und Angstgefühlen.
Seit ich mir darüber klar bin, dass ich dort fortgehen will, bin ich etwas lockerer geworden.
Vielleicht geh ich sogar putzen, ist ein ehrenwerter Beruf.

Wollte auch mal sagen, wie froh ich bin, dass ich hier ausgiebig jammern kann, ohne mit Missbilligung rechnen zu müssen ... wenigstens krieg ich es nicht mit! :)
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
Pflege
J

Janka

Mitglied
Basis-Konto
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Liebe Teetrinkerin, jeder Job den man aufrichtig macht ist ehrenwert, wenn man ihn gerne macht noch viel besser.
Ich war auch echt verzweifelt über meine berufliche und finanzielle Situation, dachte ich finde keinen Platz wo ich hineinpasse. Akutpflege im Krankenhaus war noch nie meines, im Pflegeheim hab ich es probiert und festgestellt dass ich unter diesen Bedingungen (4 PP für 36 Bew.) nicht arbeiten kann.
Jetzt arbeite ich in einem Plasmaspendezentrum wo ich anfangs große Schwierigkeiten hatte die Venenpunktionen gut zu machen dass ich wieder am Verzweifeln war und dachte das schaffe ich nie. Aber plötzlich, echt von einem Tag auf den anderen konnte ich es. Ich habejeden Tag dafür gebetet und bedanke mich jetzt für jeden Tag dass ich es geschafft habe.
Abgesehen davon dass 10 Stunden Dienste anstrengend sind und ich zusätzlich noch insgesamt täglich 4 Stunden Fahrzeit habe geht es mir jetzt echt gut und hoffe dass du auch eine Idee bekommst für welche Art der Arbeit du dich begeistern kannst.
Alles alles liebe!
 
Qualifikation
Diplomkrankenschwester
Fachgebiet
dzt. keiner
Yvonne1305

Yvonne1305

Unterstützer/in
Basis-Konto
0
85716
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Hallo Teetrinkerin,

Was macht die Jobsuche? Hast Du für Dich was passendes gefunden?

Ich drück Dir die Daumen, daß Du schnell was ffindest und dU trotz allem die Feiertage etwas geniessen kannst.

Mir selber geht es zur Zeit auch nicht wirklich gut, mal bin ich total überdreht und dann wieder sowas von müde, daß ich überhaupt nix gebacken bekomme... Ich nehm mir dann Auszeiten, zur PMR und zur Meditation. Ich zieh mich zurück, lese, hör ganz lese Musik oder leg mich auf die Couch und schlafe dann vor dem Fernseher ein. Solche Phasen dauern bei mir zur Zeit max. 3-5 Tage an und dann geht es wieder. Ich hab immer Musik dabei, sei es auf dem Handy oder in Form eines IPod´s. Dazu hab ich auch für die Zeit in der U-Bahn immer was zu lesen dabei. So läßt es sich ertragen...

Fühl Dich von mir gedrückt und geknuddelt
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Krankenhaus HNO
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
41
Köln
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Hallo Teetrinkerin,
ich gehöre auch zu den Burnoutlerinnen, das ist aber mittlerweile schon ein paar Jahre her. Meine persönliche Erfahrung: Solange du dich krank fühlst, nicht voll belastbar bist, ist es sehr schwer, andere Menschen zu pflegen. Hinzu kommt deine zusätzliche Belastung durch die Arbeitslosigkeit deines Mannes. Das Problem hatte ich zum Glück nicht.

Ich habe lange gebraucht, bis ich mich erholt habe, bin aber nie wieder so belastungsfähig geworden, wie ein paar Jahre zuvor. Wobei meine Rheumaerkrankung aber auch ihren Anteil hat.
Derzeit bin ich wieder im Krankenstand. Aber nicht wegen dem Burnout, sondern wegen einem Hirntumor, der Ende September diagnostiziert wurde und Mitte November operiert wurde. Diese Belastung hat auch schon jahrelang mit gemischt. Ich kann mir nun einiges erklären, was bisher nicht erklärbar war.

Da ich einen Burnout hatte, wurde von Seiten einiger Ärzte immer wieder versucht, mich auf die Psychoschiene zu schieben. Ich habe mich immer dagegen gewehrt, weil ich gespürt habe, dass da noch was ist. Wurde natürlich nicht ernst genommen.

Die Extremsituation, die ich jetzt erlebt habe, hat mir aber gezeigt, dass ich den Burnout wirklich überwunden habe, denn psychisch bin ich trotz der enormen Belastung gut klar gekommen. Es braucht einfach sehr viel Zeit und vor allem muß man an der Gesamtsituation viel ändern. Habe ich ja gemacht damals, indem ich der Pflege den Rücken gekehrt habe.

Was wäre denn mit einer Teilzeitbeschäftigung kombiniert mit einem Putzjob zusätzlich? Wichtig ist vor allem eine größere Veränderung.

Ich werde in absehbarer Zeit einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen, in der Hoffnung, damit durch zu kommen. Meine Chancen sind deutlich besser mit meiner Doppelerkrankung, zumal der Hirntumor nicht vollständig entfernt werden konnte. Dann kann ich endlich wieder von Lebensqualität sprechen, die zwar theoretisch einem immer zugestanden wird, aber es hapert an der praktischen Umsetzung.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Hallo Stern,
mal ne vorsichtige Nachfrage, wo sitzt dein "Bist" (Tumor) genau und wer / welche Klinik hat operiert?
Ich wünsch dir alles gute und ich versteh deine Ängste nur zu gut.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
41
Köln
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Hallo lisy, ich will den Thread hier nicht mit meinem Problem kapern, mache einen neuen Thread mit der Antwort auf und poste dir dann hier den Link.

Hier habe ich dir geantwortet.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
E

elkeoncastle

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
06556
0
Hallo Teetrinkerin, genau wie du suche ich danach was ich meinem Chef sage.Ich bin HEP und war vor 6 Jahren fast 11 Monate AU wegen Burnout. Bin jetzt bei einem anderen AG seit drei Jahren und stehe nun wieder an der gleichen Stelle. War vor 8 Wochen schon mal 2 Wochen AU und meinte dass es wieder geht, war aber nix. Bin fast 60 und arbeite seit 3 Jahren in einem Heim für Psychisch Kranke, und vor einigen Monaten ist eine Kollegin schwanger geworden und ins BV gegangen. Seitdem machen wir 4 FK die Stunden ( 30 Wochenstunden, 2 Schicht-System ) mit, unser Chef meint wir würden keinen Ersatz kriegen da wir eine Stelle zuviel gehabt hätten. Das heißt, 10-14 Tage am Stück, mal 1-3 Tage frei wenn wir Glück haben. Sind auch kein Team was zusammenhält, jeder macht sein Ding und sieht zu wie er das Bestmögliche für sich herausholt. Habe meinen Chef auch schon vor einigen Wochen gesagt dass das für mich zu anstrengend ist das hat er mit einem Lächeln übergangen. Morgen muß ich nun zu meinem Neurologen und weiß dass er mich garantiert krankschreibt, er kennt mich seit Jahren und hat mir oft schon gesagt dass ich die Symptome die bei mir mittlerweile immer mehr auftreten ernst nehmen soll um nicht wieder " abzustürzen" . Ich schlafe kaum noch, bin hochgradig reizbar, kann nicht mehr abschalten.
Mein " Schutzschild" die professionelle Distanz die man in dem Job haben sollte, ist total im Eimer. Deine Formulierung
dass ich aus begründetem Anlass seelisch und körperlich sehr angegriffen bin,
hilft mir erst mal um meine AU zu erklären.
 
Qualifikation
Heilerziehungspflegerin
Fachgebiet
Wohnheim Behinderte
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.