Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

T

Teetrinkerin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
Frankfurt
0
Liebe Leute, ich bin fertig.
Mittlerweile die vierte Woche krank geschrieben.
Es begann schleichend, über Monate und im Sommer habe ich mich so gut es ging durchgewurschtelt, bin dann aber zur Einsicht gekommen, dass es gefährlich wäre, weiterzumachen. Viele Faktoren spielen mit. Es ist nicht nur der Job, aber auch nicht nur Privat. Ich bin psychisch und körperlich einfach fertig.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich echt die Diagnose Burnout bekomme.
Aber sogar in der vierten Woche, seit ich "nichts mehr tue" und nur meinen Alltag versuche zu stemmen, ist von Erholung nichts zu sehen. Ich habe Schmerzen, ich schlafe schlecht, ich habe lange nicht erkannt wie es um mich steht und kann es immer noch nicht so recht glauben.
Erst als ich angefangen habe, mich selbst bei Schusselfehlern und ernormer Vergesslichkeit zu ertappen, habe ich dir Reissleine gezogen. Ich bin sehr geduldig bei der Arbeit, gerade mit "schwierigen" Patienten, aber ich merkte, dass ich mich drücke wo ich nur kann und dass meine Geduld so nach und nach flöten ging.
Da wusste ich dass ich etwas tun muss.
Nun aber genug des Jammerns, ich habe eine Frage.

Als ich mich vor vier Wochen krank gemeldet habe, hatte ich keine Angaben zu meiner Erkrankung gemacht, auch bei den Folge AUs nicht.
Bei den Kollegen wissen es nur zwei Vertraute.
Eine Kollegin meinte heute, man würde sich Sorgen um mich machen und sie fände es gut, wenn ich den Kollegen geradeheraus sagen würde was mir fehlt. Dann würde man auch meine Verfehlungen (die natürlich aufgefallen sind, aber mit mir hat natürlich keiner gesprochen) in anderem Licht sehen.
Ja und ob ich beim Chef nicht auch klaren Tisch machen wollte.
Sie sagte noch, ich soll mir Zeit lassen so viel ich brauche und solle mir nicht so viel Sorgen wegen der Arbeit machen.
Fand ich ja sehr lieb, musste auch direkt heulen, die Flennerei ist sonst auch nicht so mein Ding, aber ich bin nicht mehr ich.
Es dem Chef zu sagen, traue ich mir fast nicht, aber wenn ich mich den Kollegen oute, hört er es so oder so.
Sage ich nichts, treiben die Gerüchte Blüten und wer weiss, welche Krankheiten man mir schon andichtet.
Beim Chef habe ich Angst, er würde es irgendwann gegen mich verwenden dass ich an Depressionen leide. Selbst wenn ich mich stabilisiere, ob ich wieder die Alte werden ...?
Und irgendwann werde ich verhaltensbedingt rausgekickt.

Ich habe Angst und weiss nicht wie ich mich hier verhalten soll.
Habt ihr eine Idee und könnt mir helfen?
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
Pflege
P

pflegebekloppt

Gesperrter Benutzeraccount
0
39108
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

erstmal gute Besserung und schnelle Genesung.
Jetzt meine ganz persönliche Meinung:
Dein Beispiel zeigt, wie schnell es einen jeden von uns treffen kann. Und ich glaube, eine haupsächliche Ursache eines Bournout hast du schon beschrieben. ANGST !!!
Natürlich solltest du mit deinem Chef darüber reden. Aber in dem Augenblick, wo du das Verständnis deines Chef´s in Frage stellst, bist du in deinen Ängsten vor irgendwelchen Konsequenzen gefangen. Und genau dies baut neuen Druck auf, der dir weiß Gott gestohlen bleiben kann. Wir sollten alle anfangen, Verständnisvoll und offen mit einander zu kommunizieren und zu achten.
Sollte Dein Chef kein Verständnis zeigen, werden dir die besten Therapeuten nicht helfen können...LEIDER!!!
 
Qualifikation
Pfleger
Fachgebiet
in der Pflege
R

resigniert

Aktives Mitglied
Basis-Konto
157
Münster
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Sage ich nichts, treiben die Gerüchte Blüten und wer weiss, welche Krankheiten man mir schon andichtet.
Beim Chef habe ich Angst, er würde es irgendwann gegen mich verwenden dass ich an Depressionen leide.
Ich bin Krankenschwester mit Depression!
Seit vielen Jahren schon, meine Kollegen, Vorgesetzte bis PD wissen Bescheid - auch zu meinem Schutz.

Aber: Ich habe es nicht sofort gesagt. Ich musste es auch erst selbst verstehen. Nicht nur was die Krankheit überhaupt ist (wenn man sie selbst hat) und was dies für die Zukunft heißt.
Die AU's kamen dann bei mir ja auch immer von der Psychiatrischen Praxis, die Stempel konnte ja jeder lesen.
Als ich das 1.mal zurück kam, wuede ich mit Samthandschuhen angefasst, hatte auch ein "Rückkehrgespräch".
Habe dabei festgestellt, dass nicht nur ich keine wirkliche Ahnung von Psychischen Erkrankungen hatte, sonder meine Kollegen und Vorgesetzten auch nicht.
2. Feststellung war: Mein AG ist richtig gut! Er hat mich nicht bedrängt, er hat mit mir Informationsgespräche geführt und hat bei weitern AU's nie! anklingen lassen, das ich zu oft krank bin. (deshalb bin ich ihm auch weiterhin treu - mein Dankeschön)
Das hätte auch ganz anders ausgehen können!

Ich bin froh es gesagt zu haben, für mich und meinem AG war es genau richtig. Es hat mir/er hat mir bei der (nicht vollständigen) Genesung geholfen.
Allerdings habe ich schon damit gewartet bis mein Bauchgefühl es erlaubte.

Nur du kennst deinen AG und wenn ich schon lese:


Dann würde man auch meine Verfehlungen (die natürlich aufgefallen sind, aber mit mir hat natürlich keiner gesprochen) in anderem Licht sehen.
hätte ich eher Bauchschmerzen.

Nimm dir bitte wirklich die Zeit, die du benötigst, damit dein Burnout nicht in eine Depression geht.
Denke i.M. nur an dich und wirklich nicht an die Arbeit.




Selbst wenn ich mich stabilisiere, ob ich wieder die Alte werden ...?
:laughing: - ich bin nicht mehr die alte - ich habe mich weiterentwickelt wärend der Behandlung. Ich habe mal meinem Psychiater gesagt: "Ich fühle mich weiser." und er hat genickt.

Manchmal bin ich dankbar für meine Erkrankung.
Sie hat mir gezeigt wer ich bin, was ich benötige, das ich die Kraft für Veränderungen habe und hat mir meine Lebensfreude zurückgebracht.

Ich wünsche dir
viel Kraft,
eine unterstützende Familie,
gute Freunde
einen guten Arzt
viel Geduld
Selbstliebe
 
Qualifikation
GuK
Fachgebiet
Intern
  • Gefällt mir
Reaktionen: pflegerpassion
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
41
Köln
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Hallo teetrinkerin.

Offenheit ist immer der beste Weg. Mir ist es auch so gegangen wie dir. Ich war letztendlich 1 Jahr im Krankenstand. Obwohl ich auch eher zu den robusten gehöre und mich so schnell nichts umhaut. Das du Angst hast ist total nachvollziehbar. Aber gerade die Angst macht alles noch schlimmer. Der kannst du dich nicht so einfach entziehen.

Aktuell kann ich dir nur raten, dir auf jeden Fall erst einmal die Zeit zu nehmen, die du brauchst um wirklich stabil zu werden. Beim richtigen Facharzt bist du schon. Das ist auf jeden Fall ein Vorteil.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
N

nofretete

Aktives Mitglied
Basis-Konto
10
01983
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Ich habe eine frage an dich, schämst du dich für diese Diagnose? Du ich will dir nix Böses, aber frage dich bitte ganz genau, warum du es deinem Chef nicht sagen kannst. Ich würde es wahrscheinlich genau anders rum machen, erst zum Chef und dann zu den Kollegen. Oder ich würde es sogar dem Chef überlassen die Kollegen zu informieren. Aber ob ich nach 4 Wochen dazu bereit wäre, weiß ich nicht. Ob ich es gleich sagen würde, weiß ich nicht. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, aber irgendwann wird er fragen.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
G

Gerhild

AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Hallo Teetrinkerin :thumbsup2:Ich habe meinen AG nicht gleich über die Diagnose (die Diagnose heißt ja auch nicht burnout) informiert, ich musste erst mal selbst verstehen, was los war. Nach 4 Wochen habe ich dann den Kollegen und Fachbereichsleitung erzählt wie es mir geht. Da hat mir auch der Arzt sehr deutlich gesagt, dass ich erst mal für etliche Wochen nicht zur Arbeit gehen werde. Da meine Chefin im Urlaub war habe ich jetzt erst nach 6,5 Wochen ein Gespräch, um das ich gebeten habe.
 
N

nofretete

Aktives Mitglied
Basis-Konto
10
01983
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Genau darum geht es ja, Gerhild und Teetrinkerin, es ist keine Sache, die in 14 Tagen ausgestanden ist. Ne Bekannte war fast ein Jahr krankgeschrieben und wurde dann ganz langsam wieder eingegliedert, deswegen ist es ja wichtig Chef zu informieren. Inwiefern man nach wieviel Wochen dazu bereit ist, ist ja ne andere Geschichte.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
T

Teetrinkerin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
Frankfurt
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Ja, ich schäme mich schon. Weil ich das Gefühl habe, mich in den letzten Jahren Stück für Stück verloren zu haben. Gerade heute morgen stand ich vor dem Spiegel, schau mich so an ... ich hatte gar nicht das Gefühl, mir selbst gegenüber zu stehen, das Gefühl war schräg.
Ich hab auch Angst.
Ich glaub schon dass die Kollegen Verständnis hätten, aber meinem Chef traue ich nicht so recht. Ich habe Situationen mitgemacht, da hat er - um sich selbst sauber zu halten - Kollegen niedergemacht. Aber das ist ne andere Geschichte.
Ich kann mit ihm in kein Gespräch gehen, ohne zu denken der will was von mir.
Ich hab vor langem in der Supervision gesagt, dass ich mich nicht mehr äußern werde, weil der Chef teilweise dabei ist und wenn nicht hat er seine Zuträger. Und gebe ich dort Schwächen preis, wird er sie irgendwann wenn ich unbequem werde, gegen mich verwenden.
In meinem Arbeitsbereich ist es einfach notwendig, dass man voll da ist. Ich hab mal einen Fehler gemacht, wenn der Patient nicht schon präfinal gewesen wäre, hätte ich ihn umbringen können. Ein Kollege hat das bemerkt, natürlich "hält er dicht", aber er ist eine Klatschbase und ich weiss nicht ob der Chef es schon weiss oder nicht. Weiss er es, hält er es für den richtigen Augenblick zurück. Weiss er es nicht und ich sage es. habe ich Angst vor Konsequenzen.

Ich krieg langsam echt Paranoia. Mir wurde schon seit längerem immer mal wieder gesagt, dass ich zu pessimistisch sei.
Noch dazu bin ich Schmerzchronikerin.

Ist im Moment schon schwer alles.
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
Pflege
G

Gerhild

AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Liebe Teetrinkerin, ich schreibe mal ein bisschen Gedankensalat hier hin: Eine Maske der Scham ist die Angst ,die Angst anders zu sein als andere, wenn wir aber so sein wollen wie die anderen verlieren wir unsere Individualität. Was ist das für eine Supervision in der nicht offen geredet werden kann - will der Supervisor hier nur Geld verdienen oder was treibt ihn dies so stehen zu lassen ? ich habe meinen Mitarbeitern Fehlern erlaubt - allerdings müssen sie sie zugeben können, damit alle aus diesen Situationen lernen können.. - das ist alles schräg , was in dir gerade abläuft:troest: aber mir ging es vor nicht allzu langer Zeit auch so - was sich geändert hat: ich habe endlich angefangen die Stücke die ich von mir verloren habe einzusammeln und schau mal, was ich davon noch brauchen kann.
 
A

Antje63

Mitglied
Basis-Konto
0
42549
0
Ich weiß zwar nicht, wann ich es dem Chef sagen würde, wünsche Dir aber von Herzen:
Gute Genesung!
 
Qualifikation
Pflegeassistentin
Fachgebiet
ambulante Pflege
T

Teetrinkerin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
Frankfurt
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Danke Antje!

Gerhild, der Supervisor kann nix für dass Dinge rausgetragen werden. Das sind (und waren) Kollegen und da hats halt Zuträger, noch heute. Der Supervisor hat damals als ich in der Supervision gesagt, ich werde nur noch anwesend sein, aber keine persönlichen Problematiken ansprechen, weil ich mitbekommen habe, weil dies bei anderen Kollegen stattfand, dass er das richtig Mist findet und an die Abmachung erinnert, dass was in dem Raum gesprochen wird, auch dort zu bleiben hat.

Dass Vorgesetzte bei der SV teilnehmen tut auch noch das seine dazu.

Ich seh in jeder Ecke Feinde sitzen. :cry:

das ist alles schräg , was in dir gerade abläuft
Oh ja, das ist es. Und auch das macht mir Angst. Ich hab das nicht mehr in der Hand.

Zum Glück hab ich heute abend den Termin.
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
Pflege
N

nofretete

Aktives Mitglied
Basis-Konto
10
01983
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Nun, wenn du dich entschließt, zu deinem chef zu gehen, dann nimm eine Vertraute aus dem Team mit. Nun noch was anderes, was kann denn passieren, wenn dein Chef es weiß? Dich kündigen? Darf er nicht, wenn du neurologisch in Behandlung bist, was du ja sicher sein wirst. Mach dir jetzt mal darüber überhaupt keine Gedanken, werd gesund, finde dich wieder, und sch...auf die Arbeit. Ich weiß der Ratschlag ist nicht professionell, aber ehrlich gemeint.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
R

resigniert

Aktives Mitglied
Basis-Konto
157
Münster
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Solange du noch überall Feinde siehst - keine Aufklärung deiner Krankheit beim AG.
Meine Meinung
 
Qualifikation
GuK
Fachgebiet
Intern
mupsi

mupsi

Mitglied
Basis-Konto
2
Rheinland
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Liebe Teetrinkerin,
ich würde es vermeiden, Kollegen oder den Chef einzuweihen. Eine psychische Störung wird leider sehr schnell mit "Minderqualifikation" assoziert; Du weißt nicht, ob es Dir nicht bald besser geht.Möglicherweise machst Du Dir darurch spätere Aufstiegschancen kaputt.
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester
Fachgebiet
Ambulante Intensivpflege
Weiterbildungen
Pflegeberaterin (BPA)
Qualitätsmanagementbeauftragte (TÜV)
Verantwortliche Pflegefachkraft § 71 SGB XI
Heilpraktikerin
Unternehmerin/Publizistin
Achim

Achim

Mitglied
Basis-Konto
0
Kerken
0
Hallo zusammen.

Ich stehe quasi selber vor dem "Problem" die Depression öffentlich zu machen.
Irgendwie habe ich aber ein ungutes Gefühl wenn ich es öffentlich mache. Kopfkino.
Nun gut, ich lese hier mal weiter mit und schaue dann mal...

Bis dahin... Gruß Achim
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Hospiz & Substitutionspraxis
Weiterbildungen
RettAss
R

resigniert

Aktives Mitglied
Basis-Konto
157
Münster
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

@Mupsi, ich kann natürlich keinerlei Diagnosen hier im anonymen INet stellen - aber Teetrinkerin wird längere Pause benötigen, so wie sie schreibt.
Meine Interpretation
 
Qualifikation
GuK
Fachgebiet
Intern
G

Gerhild

AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

... ich habs öffentlich gemacht, weil ich keine Energie habe mir irgendwas ausdenken zu müssen, wie soll ich sonst erklären, dass ich seit Wochen nicht arbeiten gehe, ob durch burnout Aufstiegschancen kaputt gehen, das glaube ich nicht so ganz, ich war ja schon mal oben und beim nächsten Bewerben als PDL werde ich ja wohl nicht rein schreiben "da war mal burnout"
 
R

resigniert

Aktives Mitglied
Basis-Konto
157
Münster
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Du brauchst gar nichts zu erklären!
 
Qualifikation
GuK
Fachgebiet
Intern
T

Teetrinkerin

Aktives Mitglied
Basis-Konto
1
Frankfurt
0
AW: Psychische Erkrankung (Burnout) beim Arbeitgeber outen?

Ich war heute abend bei der Psychologin.
Sie rät mir zu einem teilweisen "Outing".
Ganz eindeutig sagt sie, dass ich dem Chef nichts sagen brauche.
Sie sieht auch die Gefahr, dass bei vollständigem Schweigen Gerüchte aufkommen könnten und aus dem Grund könnte ich den Kollegen schon sagen, dass ich aus begründetem Anlass seelisch und körperlich sehr angegriffen bin, ich arbeite seit über 30 Jahren nonstop in diesem sehr belastendem Beruf und habe lange die Signale meines Körpers und meiner Seele überhört und ich hatte einen Zusammenbruch.
Und vor allen Dingen nicht sagen, dass man nicht weiss ob man wiederkommen würde. Natürlich wäre das Ziel die Erholung und die Wiederaufnahme der Arbeit.

Das würde als offizielle Begründung für den Moment reichen.

Ich bin noch drei Wochen krank geschrieben und sie hat mir empfohlen, ein Antidepressivum zu nehmen, sie empfiehlt Sertralin oder Cipramil, das soll mein Hausarzt entscheiden oder ein Facharzt, da werde ich mich gleich morgen um einen Termin bemühen.

Eine Kur würde sie befürworte, aber das bringt keine Soforthilfe. Für den Notfall habe ich die Adresse eines Kriseninterventionszentrums bekommen.

Sollte ich mich nicht stabilisieren und es geht ins Krankengeld, muss man sich überlegen, wie ich weiter verfahre.
Vertrauen Kollegen kann ich die Wahrheit sagen, wenn ich mir sicher bin dass keiner zum Chef läuft.
 
Qualifikation
Pflegefachkraft
Fachgebiet
Pflege
  • Gefällt mir
Reaktionen: elkeoncastle
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.