Psych. Problem im Beruf

S

schwesterje

Ich weiß nicht ob es an meinem Alter liegt aber seit kurzem nimmt mich der Umgang mit meinen Patienten sehr mit.
Bin im ambulanten Dienst beschäftigt und besuche dementsprechend die Leute zu Hause.
Nun habe ich festgestellt, dass ich immer weniger damit zurechtkomme wie die Leute am Ende ihres Lebens die Zeit verbringen.
Es depremiert mich so sehr, dass ich garnicht mehr zum Dienst mag. Ich denke immer, dass mich sowas später auch evtl. erwarten könnte. Früher hatte ich noch die nötige Distanz aber diese löst sich immer mehr auf.
Ist das nun von mir eine vorrübergehende Macke (ich bin in den Wechseljahren) oder habe ich ein ernsthaftes Problem?
Habt ihr einen Rat für mich?
LG
Jenny
 
phantasie

phantasie

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Hi, ich denke ich kann dich sehr gut verstehen, ich hatte vor einiger Zeit auch mal ein etwas längeres tief. Aber ich denke das ist in unserem Job normal, ich bin jetzt seit ca. 10 Jahren in der Pflege und es ist ein ständiges auf und ab von Gefühlen. Ich stehe dir gern zum Erfahrungs und Gefühlsaustausch bereit, vielleicht auch per-email.



Schaus dir mal an, ich wünsche dir das dir die Homepage hilft. Sie soll auch dafür gemacht sein, wenn man mal feststeckt im Leben und nicht weiterkommt.

www.traumtor.de.tt


Freue mich über jede Rückmeldung und Austausch mit euch.

MFG Phantasie1
 
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Manu5959

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Hallo phantasie1,

Herzlichen Dank für den Link, finde ich super!:thumbsup:

Grüßle Manu
 
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Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
Isis

Isis

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Hallo,
meiner Meinung nach haben die meisten Pflegenden früher oder später psychische Probleme. Ich glaube, oft hängt das damit zusammen, daß wir sowieso ein Helfersyndrom haben (und jetzt bitte nicht alle aufschreien:"Nein, haben wir nicht!").
In der Ausbildung sagte unser Psychologie-Dozent gleich in der ersten Psychologiestunde:"Also, damit das mal klar ist: Ihr habt alle ein Helfersyndrom!" Natürlich kam Protest von allen Seiten. Wir haben dann das Helfersyndrom durchgenommen - und mussten feststellen, daß wir alle mehr oder weniger darunter litten. Natürlich ist man dann auch anfälliger für ein Burn-Out-Syndrom oder andere Probleme.
Schade ist, daß die meisten Arbeitgeber sich kein bißchen um die MA kümmern und erst reagieren, wenn aufgrund von Burn-Out oder ähnliches Fehler passieren, nur sieht die Reaktion meistens so aus, daß man bestraft wird für den Fehler, es interessiert niemanden, weshalb ein Fehler passierte.

@schwesterje: Vielleicht geht es anderen in Deiner Firma ähnlich wie Dir. Ihr könntet versuchen, den Arbeitgeber zu einer Supervision zu überreden, in der solche Probleme offen angesprochen und verarbeitet werden.
 
Qualifikation
Krankenschwester/Nachtwache
Fachgebiet
Altenpflegeheim
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