PSA / MNS bei Verdacht auf Noro, Influenza...

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C

Chef de Saucier

Aktives Mitglied
Basis-Konto
22.10.2005
30625
Hallo !
Es geht um den Mund-Nasen-Schutz für Mitarbeiter im Alten/-Seniorenheim. Welche Art von Maske (einfache Papiermaske, FFP1...) sollte im Falle eines vermuteten Norovirus zur Anwendung kommen ? Der MITARBEITER soll vor einer Tröpfcheninfektion sinnvoll geschützt werden.

- Gibt es konkrete Vorschriften, die einen Standard der PSA bezügl. des MNS klar und verbindlich formuliert ?
- Und wie sind eure Erfahrungen ? Macht es überhaupt Sinn, kostenintensive MNS vorzuhalten für den Fall, dass es zu einem Influenza / Noro Ausbruch kommt ?
- Ich habe das so verstanden, dass einfache Mund-Nasen-Schutze ausreichen, dass das Personal nicht die Bewohner anstecken kann ( also aus hygienischer Sicht alles in Ordnung ). Aber aus Sicht der Arbeitssicherheit reicht es nicht aus, da der umgekehrte Weg, also eine Ansteckung per Tröpfcheninfektion vom Bewohner zum Mitarbeiter möglich sei und eine Anpassung erforderlich macht, oder ?
- Praktisch sehe ich das so: Es macht u.U. nicht wirklich Sinn, diese Lücke zu schließen, da es aufgrund von Lücken in der Basishygiene bereits in der Inkubationszeit dazu kommt, dass der Mitarbeiter sich infiziert und während dieser Zeit bereits als Überträger in Frage kommt. Hinterher geht es um Schadensbegrenzug und Eindämmung und sollte eine vergleichsweise kostenintensive MNS zur Anwendung kommen ?

Wie ist Eure Meinung ?
 
Qualifikation
* - *
Fachgebiet
PFK
A

Ameise

Aktives Mitglied
Basis-Konto
Hallo Zelig,

Die Rechtsgrundlage ist der ABAS Beschluss 609.
In diesem wird auf die unterschiedlichen Einsatzorte des Mund Nasen Schutzes hingewiesen. Daher sind für medizinisches Personal nur die FFP 1 Masken oder Mundnasenschutz, der die Anforderungen an die DIN EN 149 erfüllt, geeignet. Manchmal muss es auch die höhere Stufe sein (FFP 2 und FFP 3).

Die aus so einen Papiermaterial (ganz dünn) einschichtig - die sind nicht geeignet. :nono:
Wendet Euch an Betriebsarzt, Arbeitsschutzmenschen, BGW, PDL, Betriebsrat usw.
Der Hersteller muss auf der Verpackung den Hinweis FFP 1 oder nach DIN EN 149 geben.

Ansonsten geb ich die recht - die präventiven Schutzmaßnahmen sind ausreichend für Heime.

Gruß Ameise
 
Qualifikation
HFK
Fachgebiet
gGmbH
M

matras

Hallo,

kann dem nur zustimmen. Allerdings ist bei der Diskussion um Übertragungsweg "Aerosol" ein gewisser Pardigmenwechsel zu beobachten: es scheint sich die Übertragungsmöglichkeit bei Noro durch die Luft, auf das Aerosol das beim Erbrechen entsteht zu beschränken! Die Hauptübertragung findet so wohl auch hier durch die Hände des Personals statt. Wichtig ist das bei den unbehüllten Viren (Noro) die Einwirkzeit von 2 min. Beachtung findet! Dies ist wohl in der Praxis der am schwierigsten einzuhaltende Punkt.

Greez Matras
 
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05.07.2001
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