Prüfungsarbeit zur PDL

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weissewoelfin

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Hallo Euch allen,

ich bin dabei meine Prüfungsarbeit zu schreiben zu dem Thema:

Trauerverarbeitung bei Pflegepersonal

Mir geht es darum herauszufinden, wie Personal damit umgeht wenn z.B. morgens jemand verstirbt, und abends das Bett wieder neu belegt ist. Vielleicht hat man den Bew. lange Zeit betreut und hat jetzt das Gefühl da fehlt etwas, oder
man ist froh das der Bew weg ist, steht sich aber diese "negativ" Gefühle nicht ein.

Meine Frage hier ist jetzt: Gibt es vielleicht Bücher wo sowas schonmal behandelt worden ist?
Ich wollte noch bei Hospitz, Krankenhaus, Bestattungsunternehmen und so nachfragen.
Aber bis jetzt hab ich erst ein Buch gefunden. Ob das so richtig passt weiß ich noch nicht, das bin ich grade erst am durchlesen.

Vielleicht kennt ihr ja auch eine Schule die nicht nur Sterbebegleitung als U-Fach hat.
Wäre klasse wenn ihr antworten würdet.
Guten Rutsch ins neue Jahr

weissewoelfin
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Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin, Praxisanleitung, PDL
Fachgebiet
Stationär, Psychatrie
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Mautte

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Hallo weissewoelfin,

da hast du dir ein sehr interessantes Thema ausgesucht.
Ich hab in meinen Unterlagen mal nachgesehen und folgende Bücher gefunden, die evtl. helfen können.

Schmidbauer, Wolfgang:
Die hilflosen Helfer. Über die seelische Problematik der helfenden Berufe.
Rowohlt rororo Sachbuch 9196, Reinbek 1992

Ostermann, Barbara Maria:
Arbeitsbelastungen in der Altenpflege bewältigen.
Beltz Verlag, Weinheim und Basel 1999

Windemuth, Dirk; Schweer, Ralf; Schmidt, Bettina; Bongers, Achim:
Psychohygiene - Ein Lehrbuch für die Altenpflege.
Beltz Verlag, Weinheim und Basel 1996

Da ich keines der Bücher selbst gelesen habe, kann ich nur hoffen das da etwas brauchbares für Dich dabei ist. Wünsch Dir jedenfalls viel Glück und Erfolg bei der Prüfungsarbeit.
 
Qualifikation
PDL
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amb.u.stat. Altenpflege
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Susy

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Hallo
hast Du schon mal im Internet gegoogelt? Es könnte sein, das du da fündig wirst.

LG Susy
 
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Gesundheits- und Krankenpflegerin
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weissewoelfin

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Hallo,

danke für die Hilfe. Ich werde mich mal übers I-net schlau machen was so in den Büchern steht. Leider muss ich wohl alle Bücher die irgendwie helfen könnten kaufen müssen. Aber das erweitert dann ja nur die Sammlung.

Schönes Wochenende noch

weissewoelfin
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To dream the impossible dream........
 
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ex.Altenpflegerin, Praxisanleitung, PDL
Fachgebiet
Stationär, Psychatrie
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dieKathi

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Hallo weissewölfin,

suchst du nur nach Büchern oder bist du auch an persönlichen Erfahrungsberichten interessiert?

Wünsche dir so oder so viel Erfolg mit deiner Arbeit. Es ist wirklich ein interessantes und wichtiges Thema, wie ich finde.

Viele Grüße,
dieKathi
 
Qualifikation
Wohnheimbetreuerin / Krankenschwester
Fachgebiet
Behindertenwohnheim
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Susy

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hallo weissewoelfin,

hast du vielleicht eine Hochschule oder Uni in deiner Nähe wo Pflegende o.ä. studieren? Dann könntest du dort in die Bibliothek gehen und dir dort Bücher anschauen bevor du dich zum Kauf entscheidest. Meist kann man auch dort billig kopieren oder es gibt in der Nähe einen Kopierladen. Als Nichtstudentin darfst du aber die Bücher nicht mitnehmen, sondern nur dort lesen. So handhabt man das bei uns in der Bibliothek. Jeder weiss schliesslich, wie teuer Bücher sind.

LG Susy
 
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Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
neurochirurgie
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pdlandy

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Hi weisewoelfin,
ich denk,dass das meiste Pflegepersonal Trauer inadäquat verarbeitet bzw. verdrängt oder sich "schwarzen Humor" bedient , um mit der stetigen Konfrontation Tod fertig zu werden - ein Schutzmechanismus quasi.
Mich wundert dein Thema ein bischen - wir durften keine sozial oder pflegewissenschaftlichen Themen bearbeiten , sondern nur Themen die mit Führung und dem SGB XI Konform gehen.
mfg
 
Qualifikation
PDL/HL/TQMB
Fachgebiet
Fachpflegeheim für NP
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weissewoelfin

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Hallo,

DieKathi: klar bin ich an persönlichen Berichten interessiert. Bis jetzt kenne ich wenig, die darüber überhaubt reden wollen. Meine WBL sagt zu trauern wäre nicht professsionell. *kopfschüttel*

Susy: ich hab es schon in Hamburg versucht, schreibe aber jetzt einfach mal die Med. Hochschule an, vielleicht wissen die weiter ( danke für den Gedankengang)

pdlandy: klar darf ich das thema machen, hat ja etwas mit Personalführung zu tun. Wenn meine Mitarbeiter aufgrund von Trauer krank sind, muss ich ja intervinieren( ob man das so schreibt?) können. Zudem denke ich, das das auch so ein Thema ist, was totgeschwiegen wird bzw mehr Pflegekräfte mit sowas krank sind wie zugegeben wird

lg weissewoelfin
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ich werd nicht dafür bezahlt krank zu sein, deswegen arbeite ich
 
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ex.Altenpflegerin, Praxisanleitung, PDL
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Stationär, Psychatrie
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pdlandy

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Hi weissewölfin,
wollt dein Thema nicht erniedrigen oder so - wir hätten das auf keinen Fall genehmigt bekommen,da es keinerlei Bezug zu den Sozialgesetzbüchern hat. Aber trotzdem interessantes Thema.
Übrigens: interventieren heißt´s , grins.
Alles Gute beim Material suchen und für das Schreinben deiner Facharbeit.
mfg
 
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PDL/HL/TQMB
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dieKathi

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DieKathi: klar bin ich an persönlichen Berichten interessiert. Bis jetzt kenne ich wenig, die darüber überhaubt reden wollen. Meine WBL sagt zu trauern wäre nicht professsionell. *kopfschüttel*
Klasse! *Ironieaus*
In meiner Ausbildung habe ich ähnliches erlebt.
Aber dass das immer noch in den Köpfen steckt?! :heul:

Ich meld mich per PN bei dir, sobald ich bissl mehr Luft habe, ok?

Viele Grüße,
dieKathi
 
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Wohnheimbetreuerin / Krankenschwester
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Behindertenwohnheim
Sr.Hilde

Sr.Hilde

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Hallo weissewölfin,

was möchtest Du denn genau wissen? Ich habe zwei Jahre als Supervisorin für einen Hospizverein gearbeitet. Vielleicht kann ich Dir helfen?

Viele Grüße!
Sr.Hilde
 
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Krankenschwester, Supervisorin+Praxisberaterin
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weissewoelfin

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Hallo und frohes neues Jahr,

dieKathi: Danke und klar freu ich mich wenn du Zeit findest mir sowas zu schreiben. Super klasse finde ich das.

Sr.Hilde: wie gehen Meschen mit der Trauer auf der Arbeit um. Ich z.B. kann darüber reden und auch weinen. Ich schäme mich nicht, aber es gibt Mitarbeiter die können das nicht. Die werden vielleicht auch "krank" von sowas. Welche Hilfen bietet der Arbeitgeber, was für Techniken kann ich außer weinen noch anwenden. Gibt es Fortbildungen? Wie gehen Meschen damit um, wenn sie nicht wie eine Maschine arbeiten, sondern mit Herz und Kopf. Warum lehren nicht mal die Schulen sowas und wie führe ich ängstliche Mitarbeiter langsam an das THema sterben und Trauer ran.

Oft ist es ja die Angst vor der eigenen Sterblichkeit die uns Angst haben lässt.
Vielleicht sind meine Fragen etwas unsortiert. Fakt ist aber, das es viele Leute gibt die das Thema gut finden, aber trotzdem schweigen. Und hier bekomm ich erstmals Anregungen und Hilfestellung was vielleicht aus diesem Thema machbar ist.

pdlandy: :schwitz:da hab ich noch mal Glück gehabt. :laughing:da ich noch kein Rechtskunde hatte( das geht erst diesen Monat los) würde es mir auch schwer fallen ein Thema dazu zu finden. Inder Klasse sind verschiedene Themen, von Stress über Mobbing bis hin zu was braucht ein moderner ambulanter Pflegedienst.

Sobald die ersten Teile der Arbeit fertig sind stell ich mich mal hier dem Forum. So viele neue Ideen zu dem Thema schwirren in meinem Kopf rum da kann ich gleich dieses Jahr noch den Aufbaukurs zur PDL dranhängen :laughing:

Mautte: ich versuche verzweifelt das Buch: Arbeitsbewältigungen in der Altenpflege zu bekommen. Auflage vergriffen und wird nicht mehr nachgedruckt. Büchereien: fehlanzeige, ebay: fehlanzeige, Internet:fehlanzeige. Ich sitze hier in Lübeck und das Buch gibt es in Frankfurt in der Bücherei. Mal sehn ob man das über 5 Ecken bestellen und ausleihen kann. Also entwerder ist dieses Buch super klasse, oder es ist so doof, das es jeder weggetan hat *wunder*

Nunja, ich wußte ja das ich ein schwieriges Thema genommen habe.....

lg
weissewoelfin
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Gute Vorsätze halten genauso lange wie der Kater
 
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ex.Altenpflegerin, Praxisanleitung, PDL
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Stationär, Psychatrie
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Susy

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hallo weissewoelfin,

Vielleicht findest du jmd der dir in Frankfurt das Buch kopiert und zuschickt? Leider studiere ich nicht in Frankfurt, sonst wäre es kein Problem.
Vielleicht startest mal nen Aufruf wer in FfM Studiert oder vielleicht nimmst mal Kontakt mit der Bibliothek auf und fragst ob die es dir kopieren.

Viel Erfolg
Susy
 
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Gesundheits- und Krankenpflegerin
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neurochirurgie
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Mautte

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Hallo weissewoelfin,

ich hoffe doch mal es spricht für die Qualität des Buches wenn es so schwer zu bekommen ist....Mein ehemaliger Soziologie-Dozent hat es jedenfalls sehr empfohlen.
Ich komme leider auch nicht aus dem Frankfurter Raum, sonst würde ich dir da gern helfen (komm übrigens aus der Plöner Ecke, witzig oder?).
Ich hab mal über die Bibliothek ein Fachbuch aus Hannover bekommen. Es dauerte zwar etwa 2 Wochen und kostete eine kleine Gebühr, hat aber sonst ohne Probleme geklappt. Kannst dich ja mal in deiner Bibliothek erkundigen ob die dir das besorgen können. Ansonsten fällt mir nur noch ein, es einmal bei einer Altenpflegeschule o.ä. zu versuchen. Die haben ja eigentlich auch eine interne Büchersammlung für Recherchen. Wenn die es hätten würdest du bestimmt die Möglichkeit zum kopieren bekommen.

Drück dir die Daumen und bin mal auf deine Arbeit gespannt.
 
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PDL
Fachgebiet
amb.u.stat. Altenpflege
Sr.Hilde

Sr.Hilde

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Hallo weissewoelfin,

Menschen gehen sehr unterschiedlich mit diesen Belastungssituationen um. Wer die Trauer nicht zulässt, findet manchmal ein anderes Ventil. Das kann dazu führen, dass Pflegekräfte "abstumpfen" oder tatsächlich krank werden. Aus meiner Erfahrung gibt es in den meisten Krankenhäusern nach wie vor wenige Möglichkeiten für Beschäftigte, die Trauer zu bearbeiten. In ambulanten oder in stationären Pflegeeinrichtungen wird schon häufiger so etwas wie eine Abschiedskultur gepflegt (z.B. ein Andachtstischchen mit Foto und einer Kerze, ein Baum mit Blättern, auf die Daten des Bewohners/ Patienten notiert sind oder auch Andachten -gibt es immer noch in christlichen Einrichtungen- in denen der Verstorbenen gedacht wird).

Arbeitgeber können meines Erachten eine Menge für die Mitarbeiter machen. Supervision, entsprechende Fortbildungen und auch entsprechende Zeitressourcen für Sterbende und Verstorbene sind entlastend. Ich habe noch einen Buchtipp für Dich: Gespräche mit Schwerkranken, Autor: Reinhold Gestrich, Kolhammer Verlag und noch ein wenig wissenschaftlich: Die Last des Mitfühlens von Gabriele Overlander, Mabuse Verlag

Viel Erfolg bei Deiner Arbeit!
 
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