Probleme nach KH-Aufenthalt der Alten Menschen

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
M

---Merlin---

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
30.04.2007
Weilheim in OB
Hallo zusammen,

Vielleicht ist auch der Threadtitel etwas unglücklich formuliert, so dass solche vorangehenden Beiträge entstehen, dennoch:
Wollt Ihr die Pflege otpimieren, oder wollt Ihr Euch abgrenzen zu anderen pflegenden Berufsgruppen?
Hast Du schon mal im Thread: http://www.pflegeboard.de/forum/29302-probleme-von-patienten-die-altenheimen-kommen.html nachgesehen?

Mein Wunschdenken ist, dass ein jeder, der schimpft, mal auf der jeweils "anderen" Seite arbeiten soll. Manches könnte man dann besser verstehen und hätte einen anderen Einblick. Man bekäme auch mal wieder eine andere Sichtweise und könnte dann auch besser verstehen, warum gerade bestimmte Sachen im anderen Bereich soo wichtig sind. Aber das wird wohl kaum realisierbar sein.
Ich glaube, daß dieser Beitrag, bis jetzt der Wichtigste war, für uns Alle!!! :thumbs:

1. Da wäre wirklich das Verständnis zwischen KH und AH besser.
2. Man hätte mehr theoretische und praktische Erfahrung, für uns Alle zum Wohle für den Betroffenen.

Doch wie Du schon sagst, wird das schwer realisiebar sein. Aber es könnte vielleicht helfen, daß die darauf Einfluß haben, diesen Thread lesen, sich Gedanken machen und evtl. ein Konzept ausarbeiten, um dies zu ändern.

Dazu kann ICH nur folgendes sagen:
Es war LEIDER schon immer so daß es zwischen KH und AH so abläuft!
Wird auch nie anders werden!
Die einen hacken immer auf die anderen rum,jeder schiebt die "Schuld" auf den anderen!
Ich habe sowohl im KH als auch im AH gearbeitet und "durfte"beide Seiten der Pflege kennenlernen!
Es wird sich halt nie DARAN etwas ändern!
L E I D E R - da wir ALLE nur Pflegekräfte sind!
Warum denkst Du so negativ?

Wenn wir Alle so denken würden, wird sich nie etwas ändern. In diesem Thread z.B. durch die Beiträge von uns, haben wir die Möglichkeit, evtl. etwas zu ändern, usw.

Ein Alten- oder Pflegeheim, ein amb. Pflegedienst wird ständug von Heimaufsicht, MDK usw. kontrolliert. Welche Institution kontrolliert ein KH?
Gute Frage! Warum eigentlich nicht? Ich habe immer gedacht, das auch die KH kontrolliert werden würden.
 
Qualifikation
Altenpfleger / PA
Fachgebiet
Alten- und Pflegeheim
kleineTigerente

kleineTigerente

Mitglied
Basis-Konto
01.12.2006
21337
Hallo,

selbstverständlich prüft der MDK die Krankenakten und die Doku!!
Und wehe, die Doku und der Zustand des Patienten passen nicht zueinander, oder die Prophylaxen wurden nicht exakt und zeitgerecht durchgeführt bzw. dokumentiert! Dann brennt wirklich die Luft!:mad_2:
Es ist vorwiegend der MDK, für den dokumentiert wird - wir als pflegende würden unsere Zeit auch viel lieber am Patienten verbringen - schliesslich haben wir DAS mal gelernt!
Es gibt in jedem Haus Arbeitsanweisungen, die für alle gelten....und die sind einzuhalten (z.B. i.m. nach v. Hochstätter) - Verbände, Hygiene - alles ist vorgegeben! Sogar, wie ein Erstgespräch abzulaufen hat.....

Dass Patienten nur allzu häufig zu kurz kommen, liegt m.E. vor allem daran, dass wir zunehmend ärztliche Aufgaben aufs Auge gedrückt bekommen!
Und natürlich an der wirklich aufwändigen Doku.....:angry:

Es gilt halt, den Stationsbetrieb aufrecht zu erhalten - mehr nicht!:sick:

Wenn man anfängt, Nägel zus chneiden, statt die OP-Vorbereitungen oder die Blutentnahmen zu machen - würde Alles zusammenbrechen....
Überwachung nach der Op geht natürlich auch vor Lagerung - denn das ist in dem moment existenziell - so schrecklich das jetzt klingt - es ist definitiv so!!

Wenn eine Infusion durch ist muss sie gewechselt werden, wenn Hr. Meyer mit 88 Jahren einmal weniger gründlich gewaschen wird - dann passt das schon!
ER wird ja in seiner Pflegeeinrichtung später wieder vorzüglich gepflegt...!

(Naja - die Pat., die von dort mit starken Kontrakturen zu uns kommen und einen DK III haben - und die nicht alle gerne möchten nehmen weren auch häufiger.....aber das nur am Rande!)

Ich finde es übrigens ungeheuerlich, hier vorwürflich zu antworten, ohne den Stationsalltag in der Klinik wirklich mal mitgemacht zu haben!:nono:

Worum gehts denn im Krankenhaus heute?

Um Ganzkörpereinreibungen jedenfalls schon lange nicht mehr!
Und mit "mal eben Lagern" ist es m.E. längst nicht getan - es sind haufenweise geriatrische Pat. auf den Stationen (Demographie!!) - selbst wenn nur en Teil von ihnen Hilfe beim Essen benötigt, würde ich u.U. lebenswichtige BZ-Korrekturen/ Eingriffe vergeigen, wenn ich mich zu ihnen setze!
(Auch mit ein Grund dafür, dass ich der Somatik vor Kuirzem für immer den Rücken gekehrt habe!)

Vielleicht denkt Ihr mal drüber nach, dass diese Zustände unzumutbar sind - auch für das Pflegepersonal auf der Station - denn 4 WOE - Dienste am Stück sind längst nichts besonderes mehr.....
(Wobei man dann zu zweit auf der Station ist - nicht wie früher zu viet bzw. zu fünft!!!)

Ich arbeite seit einiger Zeit auf einer akut psychiatrischen Station - und ich habe tatsächlich das Gefühl, hier interessiert sich jeder meiner Kollegen wirklich für den Patienten!
(und nicht nur für "die Galle" aus Zi. 7!!) - Zeit und Raum, um sich wirklich um den Einzelnen zu kümmern, ist da....!

Ich staune wirklich jeden Tag - und spüre förmlich die Motivation aller Kollegen im Team - einschl. der Ärzte und Therapeuten!
Was nicht heißt, dass es bei uns keinen EINEN Stress gibt...nur wird dieser thematisiert - und in den regelmässigen Team-Supervisionen geklärt - so wie es sein soll!:thumbsup2:

Ich möchte nicht mehr auf einer somatischen Station arbeiten - ich weiß Heute, dass mein Gewissen die unhaltbaren Zustände schon lange nicht mehr gutheißen konnte, damals habe ich es wohl einfach verdrängt...

LG

von der Tigerente

Marlies:icon_wave
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Psychiatrie
flocky

flocky

Mitglied
Basis-Konto
25.12.2005
14157
@ flocky!

weißt du auf der vorherigen seite sprach merlin davon, dass nicht gegenseitig aufeinander eingedroschen wird!!!!

ich habe mit meinen äußerungen hier niemlas eine einzelne Person soooooo angegriffen! :nono:

ich bin KPH und Krankenschwester, habe mit meinen 25 jahren altenheim neuro und innere sowie sozialstation durch! meine erfahrungen die ich bezüglich diesen themas gemacht habe, waren zu 90% negativ.

deine anschuldigung ich würde "eine kühne behauptung aufstellen" ist ja wohl mehr als nur unter der gürtellinie :mad_2:
ich gebe zu dass ich in diesem Punkt mittlerweile sehr empfindlich reagiere aber gerade die oben gemachte Aussage dass bei 90% der Krankehausauffenthalte schlechte Erfahrungen gemacht werden hat mich zu meiner Aussage verleitet dass dies eine kühne Behauptung ist , kühn weil nicht belegt oder hast du eine Statistik geführt ? Kannst du wirklich belegen dass es bei 90 von hundert Patienten im Krankehaus zu Pflegefehlern gekommen ist ? Ich glaube kaum.
Ich will das Problem nicht heruntespielen denn auch ich erlebe es in meinem Alltag täglich dass ich nicht so pflegen kann wie ich es gerne möchte und da regen mich Sätze wie Zitat Christina "Denke dass ,das Krankehauspersonal nicht so versiert auf den Pflegebedarf ist , eher darauf dass Visiten ausgearbeitet sind , die Infusionen angehänget werden....etc ,die Pflege steht da weit im Hintergrund"
wirklich auf !
Dazu möchte ich nur noch anmerken dass wir schon lange unser Mitgehen bei den Visiten von unserem anderen Arbeitsaufwand abhängig machen ,das heisst im Klartext wenn wir noch nicht gelagert haben geht keiner mit zur Visite , ist allerdings dauerhaft auch keine Lösung ,da das den Informationsfluss empfindlich stört .
Ich glaube dir auch dass du niemanden persönlich angreifen wolltest , aber mit einer solchen Aussage :"und wenn der Patient dekubitusgefährdet ist bekommt er eine entsprechende Matratze .und dann denken viele die übernimmt dann das Lagern" greifst du eine ganze Berufsgruppe an bzw. unterstellt Unfähigkeit
Du gehst sogar noch weiter:
" wir als Pflegepersonal sehen dass anders" wenn das keine Abgrenzung oder gar Ausgrenzung ist ...
Ich betonen nochmal ich möchte nichts verharmlosen und ich weiss auch ,dass wir im Krankenhaus sehr medizinlastig arbeiten und das darunter tatsächlich auch die pflegerische Versorgung leidet, wir schreiben beinahe täglich Überlastungsanziegen, aber es bringst nichts Fehler die tatsächlich aufgetreten sind zu Verallgemeinern und damit letztendlich eine ganze Berufsgruppe in Verruf zu bringen.
Wenn es zu so offensichtlichen Pflegefehlern gekommen ist wie z.B. Dekubitus III. Grades dann sollte man auch nicht davor zurückschrecken dies zur Anzeige zu bringen wenn Krankenhaus und Krankenkasse auf Meldungen nicht reagieren . Das ist zumindest der Tatbestand einer fahrlässigen Körperverletzung. Und wenn mein Angehöriger einen DK erhält und ich weiss nicht warum dann kläre ich das ab und wenn keinen für mich nachvollziehbare medizinische Indikation besteht bestehe ich darauf dass dieser entfernt wird.Hab ich tatsächlich schon als Angehörige erlebt und auch durchgesetzt.
Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
S

smily

Mitglied
Basis-Konto
20.03.2006
91056
Hallo alle zusammen,

ich denke auch, daß es hier keinen auch nur einen Millimeter weiterbringt, wenn immer einer die "Schuld" auf den anderen schiebt.
Ich finde, daß Pflegekräfte (egal wo sie tätig sind) zu 95% sich ein Bein aussreissen, um ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen. Leider muß man aufgrund der untershiedlichsten Gründe dabei Prioritäten setzen, weil eben der Tag nur soundsoviel Stunden hat und wir nicht im Pflegeparadies leben, wo wir eine 1:1 Betreuung haben. Ich sage auch nicht, daß nicht doch Fehler passieren, aber bitte unterstellt hier nicht einzelnen Berufsgruppen auch noch Absicht- wenn dem so wäre, würden diese mit einem Fuß im Knast stehen.
Fakt ist doch, daß sich jeder an die eigene Nase fassen sollte und sich fragen sollte, ob er nach einem Arbeitstag mit gutem Gewissen heim gehen kann sprich, ob er alles getan hat was möglich ist.

Und zum Thema Kontrolle:
wir haben einen versierten Pflegedienstleiter, der sehr oft kontrolliert und der auch Konsequenzen folgen läßt, wenn es nicht läuft, wie es gehört. Dafür ist er permantent zusätzlich zu seinen Leitungsaufgaben ständig am Weiterbilden , um auf dem neuesten Stand zu bleiben bzw. ist Neuem, was aus den Reihen der Pflege kommt, sehr aufgeschlossen. Und unsere PDL ist wiederum der Klinikleitung Rechenschaft schuldig und die täten ihn in der Luft zerreissen, wenn da was schief läuft.
Nur ein Beispiel:
es kommt selten mal vor, daß sich ein Patient beschwert und dann wird das komplette Team, was an der Behandlung beteiligt war, zusammengerufen, um eine Stellungnahme zu dem Vorfall abzugeben- wie dumm wäre es, wenn wir anhand der Doku nichts nachvollziehen könnten- die Beschwerden kommen meist Wochen oder Monate nach der Entlassung des Patienten.

Bei uns ist zu dem ein sehr wichtiger Indikator die Patientenzufriedenheit- wir leben von positiver Rückmeldung und Empfehlung durch ehemalige Patienten.
Dazu kommt seit einiger Zeit die umfangreichen Kontrollen durch den MDK speziell bei Phase B-Patienten (Früh-Reha)- da erfolgt täglich eine Leistungserfassung ( da er eine bestimmte Anzahl an Pflege und Therapieminuten haben muß) und wehe, die stimmt nicht mit der Doku und dem Zustand des Patienten überein- dies kann im schlimmsten Fall zum Entzug der Zulassung haben!
Also bitte an die, die meinen nur die armen geschundenen Altenheime&Co unterliegen der Kontrolle- wir können und wollen nicht alles tun und lassen können, auch wir liefern ordentliche Arebeit ab!

Liebe Grüße, smily
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie / Pflege
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
Dieses Thema hat seit mehr als 365 Tagen keine neue Antwort erhalten und u.U. sind die enthalteten Informationen nicht mehr up-to-date. Der Themenstrang wurde daher automatisch geschlossen. Wenn Du eine ähnliche Frage stellen oder ein ähnliches Thema diskutieren möchtest, empfiehlt es sich daher, hierfür ein neues Thema zu eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Verwandte Forenthemen

V
Hallo zusammen, im Rahmen meiner Masterarbeit an der Hochschule Koblenz untersuche ich das Thema „Akzeptanz digitaler Medien bei...
  • Erstellt von: vjanzen
0
Antworten
0
Aufrufe
97
V
Tobias013
Hi zusammen, mein Name ist Tobias und ich suche im Rahmen meiner Seminararbeit zum Thema "Die Zukunft des Pflegeberufs" einige...
  • Erstellt von: Tobias013
0
Antworten
0
Aufrufe
45
Tobias013
Eva Barth
Liebe examinierte Altenpfleger:innen, Im Rahmen meiner Masterarbeit untersuche ich den Berufseinstieg in die Pflege im Kontext der...
  • Erstellt von: Eva Barth
0
Antworten
0
Aufrufe
160
Eva Barth
Huhn
Ich komme ohne große Vorgeschichte gleich zu meinen Fragen Wie lange bleibt ihr in der Regel in einem Betrieb ? Was waren in der...
  • Erstellt von: Huhn
7
Antworten
7
Aufrufe
470
C