Preisvergleich Medikamente der AOK wo im Internet finde ich ......

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solojess

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17.04.2006
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Hallo,
mir ist die Tage folgendes passiert.
Bekam von meinem Hausarzt ein Rezept und bin mit diesem in die Apotheke.
Kein aussergewöhnliches, es sollte Ibuprofen 800 sein. Die Apotheke sagte mir dann, dass ich das Medikament an diesem Tage nicht mehr bekommen kann, da meine Krankenkasse die AOK mit bestimmten Herstellern Verträge abgeschlossen habe und das Medikament von dieser Firma müßten sie erst bestellen und das bei einem so gängigen Medikament :spinner:

Jetzt wollte ich mich gerne mal im Internet erkundigen welche Firmen das sind und wie so die Preisunterschiede sind.

HAbt ihr da eine Idee wo ich darüber was finden kann ???


LG solojess
 
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Kalimera

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Hallo solojess,

genau das Gleiche ist mir kürzlich passiert. Das rezeptierte Medikament war ein gängiges Antibiotikum und ich fragte die Apothekerin warum sie dafür so lange im Computer suchen muss. Daraufhin erklärte sie mir auch, dass die KK in der Tat Verträge mit den Pharmafirmen abgeschlossen haben, woraufhin sie dann Sonderkonditionen bekommen.
Ich denke nicht, dass Du eine öffentliche Liste findest, wo die KK ausweisen mit welchen Pharmafirmen sie welche Verträge haben. Das würde sicher weder den KK, noch den entsprechenden Pharmafirmen passen.
Die eine KK könnte ja beispielsweise ein bestimmtes Medikament günstiger beziehen als die andere. Da wäre schön was los. Ich denke mir eher, dass die ausgehandelten Preise unter "top secret" laufen.

Solltest Du dennoch auf irgendeine Quelle stoßen wäre es schön, wenn Du mich das wissen ließest.

Bis dahin hatte ich übrigens keine Ahnung, dass solche Absprachen/Sonderkonditionen überhaupt existieren. Wie auch, bei meinem Mediverbrauch war das reiner Zufall.
 
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stern3007

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29.07.2005
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Man kann froh sein, wenn das Medikament lieferbar ist. Teilweise werden Verträge mit kleineren Pharmafirmen gemacht, die dann dem plötzlichen Ansturm nicht mehr Herr werden und das Medikament nicht lieferbar ist.

Dies ist eine Aussgae einer Apothekerin. Leider gibt es keine Lösung für dieses Problem, denn es darf kein anderes Medikament als Alternative ausgegeben werden. Keine Ahnung ob das mittlerweile geändert wurde.

Die Taktik mit den Verträgen steckt noch in den Anfängen, wenn mehr Kassen Verträge schließen wird das in Zukunft immer häufiger vorkommen.
 
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Sonnensturm

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Dies ist eine Aussgae einer Apothekerin. Leider gibt es keine Lösung für dieses Problem, denn es darf kein anderes Medikament als Alternative ausgegeben werden. Keine Ahnung ob das mittlerweile geändert wurde.
Hallo, das ist eine falsche Aussage. Wenn nicht lieferbar darf ein adäquates Medikament abgegeben werden.
Der Patient hat auch die Möglichkeit, sein altes Medikament zu beanspruchen, falls er das "neue" nicht verträgt. Muss sich dann mit der KK auseinandersetzen.

Und, diese Regelung ist seit Inkrafttreten der Gesundheitsreform aktuell. Also keine Neuerscheinung.

:eek:riginal: Eveline
 
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solojess

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17.04.2006
65614
Hallo, das ist eine falsche Aussage. Wenn nicht lieferbar darf ein adäquates Medikament abgegeben werden.
Der Patient hat auch die Möglichkeit, sein altes Medikament zu beanspruchen, falls er das "neue" nicht verträgt. Muss sich dann mit der KK auseinandersetzen.

Und, diese Regelung ist seit Inkrafttreten der Gesundheitsreform aktuell. Also keine Neuerscheinung.

:eek:riginal: Eveline
Bei der AOK ist das seit Herbst 2006 wohl geregelt, also schon noch relativ neu ;-)
Meine Apotheke war an diesem Spätnachmittag nicht mal in der Lage , ein Ersatzmedikament anzubieten, ziemlich traurig :rolleyes:


LG solojess
 
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stern3007

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Köln
Bist du da sicher das die ein Erstazmedikament ausgeben können?
Die Regelung gabs schon bevor die Kassen mit den Verträgen anfingen.
Gilt das dann auch für die Vertragsgeschichten?
 
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Sonnensturm

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Hallo Stern, die Apotheke ist in der Bringeschuld, hat also den schwarzen Peter zugeschoben bekommen. Die müssen je nach KK das Medikament besorgen oder Ersatz abgeben. Wurde mir auch vom Apotheker so erklärt.
Die Ärzte seien angehalten, die entsprechenden Medikamente zu verschreiben. Apotheken sind aber als letzte Instanz für die richtige Abgabe verantwortlich.
Siehe auch Beitrag unserer Lieblingskasse:

AOK-Bundesverband - Gesundheitsversorgung - Leistungen - Arzneimittel-Rabattverträge

:thumbsup2: Eveline
 
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stern3007

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29.07.2005
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Also so eindeutig steht das unter dienem Link nicht geschrieben. Folgenden Passus habe ich gefunden:
Ist die Versorgung garantiert?

Ja. Sie erhalten in jedem Fall Ihre notwendige Arznei. Sollte bei einem Medikament die Nachfrage so deutlich steigen, dass es beim Hersteller kurzfristig zu einem Lieferengpass kommt, ist die Apotheke bemüht, das Mittel umgehend zu besorgen. Ist dies wider Erwarten nicht schnell genug möglich, wählt der Apotheker ein anderes wirkstoffgleiches und damit gleich wirksames Mittel. Selbstverständlich bezahlt die AOK auch dieses Mittel.
Ist bekannt ob es da noch detailliertere Infos gibt? So wie das hier steht muß man der Apotheke eine Zeit zubilligen um das Medikament zu besorgen. Wie groß ist der Zeitrahmen? Wie schaut das aus wenn dieser Zeitraum über die Nacht läuft? Ich denke da z.B. an folgendes Szenario:
Blaseninfektion, tritt ziemlich heftig auf, Beschwerden steigern sich massiv. Nachmittags Arztbesuch, Apothekengang gegen 18 Uhr, verordnet wurde z.B. Ciprofloxacin. Das von der AOK gesponsorte Medikament ist nicht direkt verfügbar, erst am nächsten Morgen.

Für mich bedeutet das, dass ich am nächsten morgen arbeitsunfähig bin. Ambulante Pflege und heftige Blasenentzündungen passen nämlich überhaupt nicht gut zusammen. Abgesehen davon kommt man als arbeitender Mensch dann in der Regel erst am nächsten Nachmittag an sein Medikament heran.

Kann ich in so einem Fall von der Apotheke fordern, dass sie mir ein äquivalentes Medikament noch am selben Tag zur Verfügung stellt?

Meine Bedenken sind bestimmt berechtigt. Unter der alten Regelung war es zeitweise schon schwierig, ein Antibiotikum noch am selben Tag zu bekommen. Was aber eher an der mageren Lagerhaltung der Apotheken liegt. Der Patient ist im Endeffekt immer der Leidtragende. Die AOK wird es nicht interessieren, dass die Lager der Apos nicht gut gefüllt sind und die Apo wälzt das Problem auf den Patienten ab, der warten muß bis das Medikament verfügbar ist.
 
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flocky

flocky

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Wenn ich das so lese frage ich mich in was für Apotheken ihr einkauft , ich wohne auf dem Land und die Apotheken in die ich gehe sind auf dem Dorf (2000 / 500 Einwohner ) in beiden Apotheken ist es selbstverständlich das Medikamente ( insbesondere Antibiotika ) noch am selben Tag ausgeliefert werden und dann auf Wunsch auch kostenlos nach Hause gebracht.Ich habe es bisher nur einmal erlebt dass ein Medikament nicht mehr besorgt werden konnte aber da kam ich auch erst um 19:00 Uhr mit meinem Rezept und da habe ich selbstverständlich ein Austauschpräparat bekommen.
Vielleicht sollte man einfach mal ,wenn ein Medikament nicht lieferbar ist ,sein Rezept wieder mitnehmen und eine andere Apotheke aufsuchen . Das Recht hat man nämlich.
Etwas verwundert:kopfkratz:
Flocky
 
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Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
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Also, wenn es Probleme gibt, ist die Apotheke dran schuld.
Steht doch da:

Ist dies wider Erwarten nicht schnell genug möglich...

Auch in anderen Fällen hat die Apotheke nicht alles vorrätig und dann klappt es doch auch, oder? Wie oft passiert es, dass das simpelste Medikament nicht vorrätig ist und erst beschafft werden muss. Wird dann nach Hause geliefert, wenn es ein Notfall ist. Klappt es nicht, beim nächsten Mal Apotheke wechseln.
Die werden schon ein entsprechendes Medikament beschaffen.
An alles darf man nun auch nicht negativ rangehen.

:nono: Eveline
 
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stern3007

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Ich gehe da auch nicht negativ ran. Aber es nervt nur noch. Ich finds einfach unmöglich was da mit uns getrieben wird, auch von Seiten der Apotheke. Der Leidtragende ist letztendlich immer der Patient.
 
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Tinimaus

Hallo ihr lieben...
Ich kenne das so das der hausarzt den wirkstoff verschreibt und die apotheke sehr wohl ein austauschpräparat liefern muss. mein vorschlag: die apotheke soll halt den hausarzt kontaktieren. so macht es meine!
LG Tini
 
flocky

flocky

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25.12.2005
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Interessant zu diesem Thema Pharmaindustrie: Die Schein-Forscher - stern.de
in der Papierausgabe hat der Stern eine ganze Reihe von Medimkament preislich verglichen wenn Du dir die ansiehst kannst Du vielleicht nachvollziehen warum die AOK zumindest versucht auf diesem Weg Kosten zu senken .
Der Regierung gelingt dass bisher leider nicht - sie ist bis jetzt immer wieder vor der Pharmalobby eingeknickt.
Flocky
 
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solojess

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@ flocky
super interessanter Artikel ;-)

Danke für den Link.


LG solojess
 
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stern3007

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Ich verstehe nicht was der Link von flocky mit dem beschriebenen Problem hier zu tun hat?

Die Ärzte sind schon lange angewiesen, bestimme Medikamente zu verschreiben, z.B. nicht das orig. Belok Zok sondern eins von den Generikas. Und in der Regel geht das dann finanziell zu Lasten des Patienten wenn der Arzt nicht wie vorgeschrieben handeln würde.

Das Spielchen was die AOK da jetzt treibt ist doch eine andere Schiene. Die machen Verträge mit Firmen um die Medikamente zu einem Preis zu bekommen, der unter dem Verkaufspreis liegt. Auf diesen Zug springen vor allem kleinere Firmen auf die sich so einen größeren Marktanteil erhoffen und die Zukunft wird vermutlich zeigen, dass sich diese Firmen mit diesen Verträgen verzetteln und letztendlich pleite gehen.
 
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[QUOTE]Das Spielchen was die AOK da jetzt treibt [/QUOTE]
Die anderen KK auch.

:nono: Eveline
 
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stern3007

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Klar treiben die anderen das auch. Das Durcheinander wird immer größer. Keiner weiß mehr was der andere will. Die Apotheken sind völlig überfordert, weil jede Kasse ihr eigenes Süppchen kocht. Und leidtragender ist letztendlich der Patient.
 
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Sonnensturm

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Dann haben wohl die Apotheken ein Problem.
Wenn ich in der Apotheke Medikamente hole, gibt es keine Schwierigkeiten.

Eveline
 
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stern3007

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29.07.2005
Köln
Ist doch letztendlich egal wer das Problem hat. Das Ergebnis ändert sich nicht.Leidtragender ist der Patient. Und die ganzen armen alten Menschen werden sicher nicht erkennen können wer der Leidtragende ist und durch ihr Verhalten dann Druck auf die Apotheken ausüben. Wir sind nicht der Maßstab. Wir können mit sowas umgehen.
 
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05.07.2001
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