Praktisches Examen in der Psychiatrie

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Penthesilea

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Hallo an alle,
auch unsere Krankenpflegeschule plant das praktische Examen in der Psychiatrie möglich zu machen.
Jetzt sind alle dazu aufgerufen, sich Gedanken zu machen, wie man dieses wohl umsetzen könnte.
Wer von euch hat schon Erfahrungen damit gemacht?
Wo wird das schon angeboten und wie wird es dann gestaltet?
In der Geronotpsychiatrie läuft's bei uns schon, aber wie sieht es in den anderen Bereichen aus.
Freue mich über eure Ideen und Erfahrungen.
LG
Penthesilea:suche:
 
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Achim

Achim

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Hey!

Ich finde es nur in der Gerontopsychiatrie für machbar. Oder auf einer offenen allgemeinen. Vielleicht auch noch Sucht. Aber auf keinen Fall auf einer geschl. Station.:nono:

Gruß
Achim
 
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kreatix

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Hm also das nun auch praktische Examen in der Psychiatrie gemacht werden sollen, weiss nciht ob ich das soooo toll finde.

Das man während seiner Ausbildung in die Psychiatrie eingesetzt wird finde ich gut und wichtig aber ein Examen dort zu machen??? Wie sind denn da die Bestimmungen, wird es dort gemacht wenn der Schüler es wünscht oder wird es von der Schule festgelegt, darf der Schüler ablehnen oder muss er es machen. Nicht jedem liegt das Gebiet der Psychiatrie, da wäre es doch schade wenn jemand im praktischen durchfällt. Klar nciht jedem liegt jedes Fachgebiet, ich denke aber das Psychatrie noch mal ein extra besonderes Fachgebiet darstellt. Finde das dies berücksichtigt werden müsse.


Lieben Gruß
kreatix
 
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Achim

Achim

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Hallo zusammen.

Mir fällt gerade noch etwas ein:
Bei meinem "alten" Arbeitgeber (Fachklinik für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapie) werden seit, ich glaube 2007, auch komplett Schüler ausgebildet. Halt nicht nur 6 Wochen während der "normalen" Ausbildung. Die Schüler hospitieren sozusagen dann in der Somatik. Der Rest halt in der Psychiatrie. Inklusive Examen. Das aber dann glaube ich, nur auf der Gerontopsychiatrie. :kopfkratz:

Lieben Gruß
Achim
 
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Penthesilea

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Hallo Achim, hallo Kreatix,
im Moment ist das Examen in der Psychiatrie noch in Planung. Allerdings wurden und werden bereits praktische Prüfungen in der Geronto abgenommen.
Natürlich können sich die Schüler "aussuchen", wo sie ihr Examen machen. An der Schule wird zu Beginn jeden Jahres gemeinsam geguckt, wer wo welchen Einsatz hat.
Die Idee zum Examen in der Psychiatrie stammt im übrigen von den Schülern selbst.
Einige Schüler würden gerne ihr Examen bei uns machen, planen auchihre Ausbildung so, daß sie möglichst viele Einsätze im psychiatrischen Bereich haben und möchten nach dem Examen auch gerne im psychiatrischen Bereich arbeiten.
Jetzt stellt sich für uns (Schule und Praxisanleiter in der Psychiatrie) die Frage, wie man dies gestalten könnte. Stichwort: Vergleichbarkeit
Deshalb meine konkrete Frage, wer so etwas kennt bzw. wie es gestaltet wird.
Und schließlich ist die Psychiatrie ein "schöner" Arbeitsplatz, der viel zu bieten hat.
LG
Penthesilea
 
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grün.

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Hallo zusammen.

Mir fällt gerade noch etwas ein:
Bei meinem "alten" Arbeitgeber (Fachklinik für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapie) werden seit, ich glaube 2007, auch komplett Schüler ausgebildet. Halt nicht nur 6 Wochen während der "normalen" Ausbildung. Die Schüler hospitieren sozusagen dann in der Somatik. Der Rest halt in der Psychiatrie. Inklusive Examen. Das aber dann glaube ich, nur auf der Gerontopsychiatrie. :kopfkratz:

Lieben Gruß
Achim
Hallo!
Das finde ich grade ziemlich interessant.
Ich mache grade ein FSJ in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie und möchte später auf jeden Fall in die Richtung Psychiatrie - gerne jedoch in den Erwachsenenbereich - gehen.
Da klingt sowohl die Ausbildung bei deinem "alten Arbeitgeber" als auch die Möglichkeit, das Examen in der Psychiatrie zu machen, natürlich perfekt.

Könnt ihr mir vielleicht sagen (wenn ihr wollt auch gerne per PN), wo diese Ausbildungen genau stattfinden (bzw. halt "in Zukunft vielleicht"), damit ich mich dahingehend weiter informieren kann?

Wäre sehr nett :)

lg, grün.
 
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traveler

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Hallo,

ich glaube hier gehen die Begrifflichkeiten etwas durcheinander. Wenn ich es richtig verstanden habe geht es darum das prakt. Examen auf einer Allgpsychiatrischen Station abzuhalten. Kann ich mir nicht vorstellen, dass dies generell geht, sondern nur in besonderen Einzelfällen. Die Ausbildung zur GuK ist eindeutig somatisch ausgerichtet. Vor ein paar Jahren hat sich die Schulaufsichtbehörde in meinem Bundesland eindeutig dagegen ausgesprochen, sinngemäß:
Wenn keine klassische (somatische) Pflege überwiegend anfällt, entspricht die Prüfung nicht den Kriterien der APrV.
Gerontopsychiatrie - kein Problem, da sich dort mulitimorbide Menschen aufhalten und somatische Pflege in ausreichendem Maße anfällt. Mit der Betonung auf gerade noch ausreichend.

Hallo grün:
Eine spezielle Grundausbildung für GuK Fachrichtung Psychiatrie gibt es nicht. Die letzte in Europa wurde in Österreich vor ca. 10Jahren abgeschafft.
Landes- und Bezirkskrankenhäuser (Zuständig für Versorgung psychisch erkrankter Menschen) bilden immer schon Krankenschwestern/Pfleger jetzt GuK aus. Natürlich habe ich in der Regel einen deutlich längeren psychiatrischen Einsatz in verschiedenen Fachbereichen, wenn ich in einer Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie lerne als in einem somatischen Krankenhaus.

Daran wird sich auch in absehbarer Zukunft nichts ändern.

Die Ausbildung zur GuK Fachrichtung Psychiatrie und Neurologie, Dauer 2Jahre berufsbegleitend, findet anschließend statt. In der Regel mit ein bis 2Jahren Abstand um praktische Erfahrung zu sammeln.

grün: hast du eine besondere Affinität zur Psychiatrie bewirb dich in einer psychiatrischen Klinik mit einer BFS für Krankenpflege. Adressen deines Bundeslandes - Arbeitsagentur im Internet.

Gruß renje
 
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grün.

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Hallo renje,

danke für deine Antwort.
Gut, dann mache ich es grade doch richtig. Ich bewerbe mich momentan an ebensolchen Pflegeschulen, die Psychiatrien angegliedert sind. In meiner weiteren Umgebung sind die hauptsächlich vom LWL und LVR.
Ich hatte den Beitrag oben falsch verstanden - dass es eben auch in der Grundausbildung möglich ist, mehr bzw. alle Praktika auf psychiatrischen Stationen zu machen. Das ist ja bei Pflegeschulen an Fachkliniken für Psychiatrie und Neurologie auch nicht der Fall. (Oder doch zum Teil?)
Schön wärs :innocent:
Ok, es wäre ja auch unlogisch, dann den gleichen Abschluss zu bekommen.

Naja, dann mach ich mal weiter wie zuvor.

Danke,
grün.
 
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Hallo grün,

ich weiß jetzt nicht ob wir aneinander Vorbeireden. Die praktischen Einsätze können bis zu einem bestimmten Grad flexibel gehandhabt werden.

Klar ist:
Lerne ich an einem somatischen Haus wird der psychiatrie Einsatz etwas kürzer Ausfallen. Der Ausb.träger wird versuchen seine Schüler in seinem Haus möglichst viel einzusetzen, dieser bezahlt die Schüler ja auch. Sonst würde er ja einem anderen eine auch Arbeitskraft kostenlos überlassen.

Lerne ich in einem psychiatrischen Haus, wird dieser den möglichen psychiatrischen Einsatz, aus o.g. Gründen voll ausschöpfen. Damit sind die psychiatrischen Einsätze natürlich etwas länger.

Gruß renje
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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grün.

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Nein, ich glaube wir meinen schon das gleiche ,)
Ich dachte halt nur, dass ich hier auf eine Möglichkeit gestoßen wäre, die über diese geringen Variationen innerhalb der Grundausbildung (man muss halt überall gewesen sein ,) ) hinausgeht.
Danke nochmal :)
 
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Penthesilea

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Hallo renje,
ich bzw. unsere Krankenpflegeschule sieht dies ein wenig anders. Der Gesetzgeber sieht a) vor, daß man im dritten Ausbildungsjahr in den Bereichen Innere, Chirurgie und Psychiatrie seine Einsätze ableistet. B) Muß in dem Bereich, wo man zum Zeitpunkt der Prüfung eingesetzt ist, die Prüfung stattfinden. C) Die Vergleichbarkeit ist doch wohl das Schlüsselwort. Wenn man bei der Vergleichbarkeit die Anzahl der Zu- und "Ab"gänge rechnet, gebe ich Dir Recht, die haben wir schlicht weg so gut wie nie. Ansonsten heißt Examen doch nicht nur waschen.
Und in der Gerontopsychiatrie werden bereits Examina abgenommen (ist halt unkomplizierter).
Ansonsten versuchen wir jetzt für die Gesamteklinik, sprich alle anderen Bereiche, Konzepte zu entwickeln.
Und an der Stelle suche ich Kontakt zu anderen Psychiatrien.
@grün
Solltest Du Interesse an der Adresse unserer Krankenpflegeschule haben, schick mir 'ne PN.
Gruß
Penthesilea
 
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rioteer

rioteer

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Ich habe meine Ausbildung in einer Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie absolviert und auch mein praktisches Examen auf einer geschützten Akutstation geleistet. (GuK Examen)
Ich verstehe gar nicht, was daran problematisch sein soll. Zu betreuen war eine Patientengruppe von 4 Patienten, die Aufgaben waren eben die gleichen, wie sie in der psychiatrischen Pflege anfallen.
Ich finde es toll, wenn sich Schüler dazu entscheiden in diesem Anspruchsvollen Bereich ihr Examen zu machen. Es ist vielleicht nicht immer alles bis ins Detail planbar aber Zwischenfälle kann es ja auch in anderen Bereichen geben.
 
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ciaobella

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Hallo,

ich befinde mich gerade mitten im Examen und könnte mir nicht vorstellen auf einer psychiatrischen Station das Examen zu machen. Ich würde mich den anderen Mitschülern gegenüber absolut benachteiligt fühlen und würde versuchen dies zu verhindern.
Bereiche, wie Psychiatrie, Intensiv, OP, Tageskliniken, Pädiatrie etc. gehören in eine andere Kategorie, die ein besonderes Fachwissen durch zB. Fort- oder Weiterbildung erst einmal erlangt werden muss! Während der Ausbildung schnuppert man eher in diese Bereiche hinein, als dass man dort selbständig fungiert... Die Schule (Schulleitung) kann damit einen rießen Fehler machen und dem Schüler damit ein Bein stellen...

Finde diese Idee nicht gut...

Liebe Grüße
 
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Schwester Christa

Schwester Christa

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Hallo zusammen.

Ich arbeite in einer Psychiatrischen Klinik und wir haben eine eigene Krankenpflegeschule.
Die Ausbildung bei uns ist folgendermaßen gegliedert:
1. Jahr: "Einarbeitung" und Erlernen der Grundfähigkeiten mit besonderem Augenmerk natürlich auf psychiatrischen Erkrankungen.

2. Jahr: alle somatischen Pflichteinsätze in externen Kliniken

3. Jahr: Einsätze in psychiatrischen, gerontopsych., neurologischen oder Sucht-Stationen in unserer Klinik. Seit der Neuregelung der Pflegeausbildung werden die Examina problemlos in unserer Klinik abgenommen.

Das was in dieser Diskussion so irritierend erscheint, ist das ungewohnte Betätigungsfeld.

Dabei verstehe ich die Diskussion nicht ganz. Vorgeschrieben für die Krankenpflegeausbildung sind meines Wissens in erster Linie die Mindesteinsatzzeiten in bestimmten Bereichen (Innere, Chirurgie, etc.), nicht aber der Ort des Examens.

Ich finde die Diskussion etwas unglücklich, weil sie den Sinn der Pflegeausbildung zu sehr in Richtung der handwerklichen Wertigkeit in somatischen Kliniken drückt. Klar ist die Psychiatrie eine spezielle Fachrichtung. Das ist die Chirurgie oder Kardiologie aber auch. Letztendlich geht es doch um dem korrekten Umgang mit anvertrauten Patienten. Schüler, die in einer Psychiatrie ihre Ausbildung machen, können damit in der Regel umgehen. Und warum sollte das Legen eines Katheters eine andere Wertigkeit haben, als klientenzentrierte Gesprächsführung oder Leiten einer Pflegegruppe?
 
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Fachkrankenpfleger f. Psychiatrie
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Niederschwelliger Drogenentzug
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pimerl

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Hallo,
wir arbeiten auch daran, das wir demnächst praktische Examen in der Psychiatrie abnehmen können. Und ich Glaube, das dies auch gut machbar ist. Man denke an Gruppenvisiten, Morgenrunden, Motivation von Patienten allgemein usw. Es muss nicht immer nur die Gerontopsychiatrie sein. Ausserdem entdecken auch einige Schüler in der Ausbildung ihr Talent mit psychisch erkrankten Patienten umzugehen und diesen sollte man auch die Chance geben in der Psychiatrie ihr Examen zu machen.

Alles ist machbar?!
 
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Fachgesundheits- und Krankenpfleger Psychiatrie, Praxisanleiter
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Psychiatrie Akut
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