GuK Praktische Ausbildung vor dem Kollaps?

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Simon Joerg

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27.03.2002
Hallo,
überall hört und liest man von den Personalkürzungen. Auch aus eigener Erfahrung mache ich mir da Sorgen um die Ausbildung der SchülerInnen auf den Stationen.
Sie sind das schwächste Glied in der Kette. Wenn sie erstmal waschen und Essen verteilen können, sind sie sinnvoll beschäftigt....Oder wie sieht es in der Praxis aus?
Wie sind eure Erfahrungen in der praktischen Ausbildung?

Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen!
Gruß, Simon
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
I

Ingo Tschinke

Hallo Simon,

ich kenne das was du in deinem posting anspricht zu genüge aus meiner eigenen Ausbildung bei Einsätzen in der Inneren und Chirugie - ein beliebtes Spiel war es die Nachtschränke von oben bis unter zu spülen oder ähnliche Sklavenarbeiten zu verrichten. Ich weiß nicht, ob das heute dort noch so ist - ich hoffe nicht.

Na, gut zu der praktischen Arbeit in meinem Fachbereich der Psychiatrie sieht das natürlich zumeist anders aus, aber grundsätzlich kann ich sagen, dass die Schüler NIEMALS in den Dienstplan mit eingeteilt werden, d.h. als Ersatz für fehlende ex. Krankenpfleger/schwestern eingeplant werden. Sie bekommen gleich zu Anfang mitgeteilt, dass sie in ihrem Einsatz nur einen Auftrag haben, zu lernen. Dazu wird ihnen ein Mentor an die Seite gestellt, der ihnen alles erklärt. Sie dürfen an allen Therapieangeboten teilnehmen, so wie sie das wollen (Kochgruppe, PMR-Gruppe, Ergotherapie etc.). Gemäß ihrem Ausbildungsstand und dem Wunsch sich auf den Fachbereich einzulassen, werden sie auch in die Bezugspflege (natürlich nur begleitend) und andere weiterführende pflege-psychiatrische Tätigkeiten mit einbezogen.
Sie sind immer ein vollständiges Mitglied im Team und können auch als solches sich einbringen, sie haben alle Rechte, die alle anderen Teammitglieder haben (allerdings nicht alle Pflichten - was eine Überforderung wäre).
Insgesamt sind die Schüler damit sehr zufrieden (es sei denn das Psychiatrie ihnen Angst macht, was vorkommen kann, aber dann auch besprochen und reflektiert wird).

Cheers

Ingo :redface:
 
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Simon Joerg

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27.03.2002
Hi Ingo,
du schreibst es selber, die Psychiatrie ist eine Ausnahme, ähnlich wie die Funktionsabteilungen. Hier ist die Erwartung (an die Arbeitsleistung) einfach niedriger und die SchülerInnen sind nicht im Stellenplan. Das erlebe ich auch so!
Die Katastrophe zeichnet sich meines Erachtens auf den Akutstationen ab. Selbst du kennst es noch aus deiner Ausbildung, und in der Zwischenzeit wird mehr und mehr Personal gekürzt.
Wo soll das hinführen?
Gruß, Simon
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
I

Ingo Tschinke

Hi Simon,

schwierige Frage - wo das alles hinführen soll. Ich glaube nicht, dass sich seit meiner Ausbildung von 15 Jahren etwas geändert, weder im guten noch im schlechten, was den Einsatz auf den Akutstationen angeht. Immer noch Funktionspflege - in den meisten Häusern - Einsatz von Schüler als Puffer und Arbeitssklaven (Schüler haben zur Klingel zu gehen, zum Telefon, etc.). Der Pflegenotstand sorgt natürlich auch für Stellknappheit und dass ist das viel größere Problem. Man bekommt keine Leute mehr. Die Häuser müssen in der Ausbildung und bei Einstellung die Standards immer weiter runterschrauben (PISA läßt grüßen). Momentan haben wir in unserem Haus fast alle Stellen besetzt, aber Fachpersonal zu bekommen ist verdammt schwer.

Cheers

Ingo :redface:
 
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steffikamen

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04.10.2002
59174
Hallo Simon!

Ich arbeite auf einerer Inneren mit ca. 36 Betten Station! Dort bin ich auch neben drei meiner Kolleginnen auch Mentorin! Wir arbeiten ausschließlich in der Bereichspflege! Für Tätigkeiten wie z.B Nachtschränkchen putzen haben wir Hilfspersonal (eine Stationsgehilfin für den hauswirtschaftlichen Bereich) Ebenso Transporte zu Untersuchungen werden von einem sog. Transportservice übernommen,der aus Zivildienstleistenden besteht!
Unsere Schüler arbeiten immer mit einer Schwester in einem Bereich und werden schon frühzeitig dazu angeleitet ihren eigenen Bereich zu führen! Durch diese Anleitung konnten wir letztens,als mal wieder eine exam. Kraft ausgefallen war, einem Schüler einen Bereich mit 12 Patienten geben!
Der Schüler fand dies toll,er konnte nun auf sich alleine gestellt sehen,wie weit er schon den Überblick hat und so weiter!
Ich hab erst damit gerechnet,das der Schüler sich hoffnungslos überfordert fühlt,aber das war nicht der Fall,er freute sich so eine Gelegenheit zu bekommen!
Das alles natürlich nur unter ständiger Kontrolle!
Aber ich stimme dir zu,das dies nicht überall der Fall ist und Schüler viel mißbraucht werden unnütze Tätigkeiten zuübernehmen! Aber jede Station und jedes Haus muß für sich sehen,was es sich von der Ausbildung der Schüler verspricht und wie qualititativ diese abläuft!
Wie ist es denn bei dir? Bist du auch Mentor? erzähl doch mal!

Mit freundlichem Gruß

Steffi :tongue:
 
Qualifikation
exam. Krankenschwester
Fachgebiet
Zentrale Aufnahmestation
S

Simon Joerg

Mitglied
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Themenstarter/in
27.03.2002
Hi Steffi,
danke für deine Antwort! Das sind ja wirklich Idealzustände.
Ich arbeite in einer Schule u.a. als Anleiter. Da sehe ich natürlich verschiedene Situationen. Wenige sind so gut wie du es beschreibst. Dann gibt es aber auch die, dass die Stationen froh sind (wg. Arbeitsbelastung) wenn der Schüler eine Gruppe übernimmt. Der Schüler ist stolz, aber mit der Anleitung ist es dann vorbei. Das gilt wirklich nur für die Stationen die sehr knapp besetzt sind! Auf diesen Stationen sind die Schüler aus den unteren Kursen dann auch sobald sie Betten, Waschen und sonstiges machen können verplant.
Und der Personalabbau ist wg. des Kostendrucks meiner Meinung noch nicht am Ende.
Wie gesagt, noch erlebe ich beides, aber die Zukunft macht mir doch etwas Sorgen!
Schönen Gruß, Simon
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
C

charleene

Ich bin im zweiten Lehrjahr meiner Altenpflegeausbildung und muss sagen je nach Einsatzort bin ich mehr oder weniger zufrieden. Als ich meine Ausbildung begann hatte ich keinerlei Anleitung ("Da ist die Doku, da kriegst Du Deine Info's und da sind die Waschlappen.") Der Praktikumseinsatz war für mich sehr frustrierend und ich hab das Haus gewechselt. Hier bekome ich Anleitung je nach Personalsituation. Anfangs war es so, daß ich nicht als volle Kraft gezählt wurde und mir auch einiges beigebracht und gezeigt wurde, nach geraumer Zeit hat sich auch das gelegt.
Ich werde nun nicht mehr wie eine Schülerin behandelt sondern wie eine Pflegehelferin. Einerseits find ich das ja ganz gut, denn wer arbeitet nicht gerne selbstständig? Andererseits stört es mich, daß ich um Aufmerksamkeit fast betteln muss.

charleene
 
S

Simon Joerg

Mitglied
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Themenstarter/in
27.03.2002
Hallo Charleen,
erstmal danke für deinen Beitrag.
Das hört sich sehr ähnlich an, wie bei uns in der Krankenpflege. Am Anfang sind die Schüler oft anstrengend, weil sie soviel fragen. Wenn sie dann endlich selbständig arbeiten können ist es vorbei mit der Anleitung (wie ich es ja auch in meinem vorherigen Posting etwas überspitzt schrieb).
Das man sich blöd vorkommt, wenn man ständig nach Erklärungen fragt kann ich mir vorstellen.
Oft ist es sinnvoll, dem anleitenden Personal bewusst zu machen, dass es für beide Seiten hilfreich ist, wenn mehr erklärt und gezeigt wird.
Zum einen bringt es natürlich euch/ die Schüler in der Ausbildung voran, zum anderen könnt ihr dann ja auch die Examinierten bei noch vielfältigeren Tätigkeiten unterstützen und entlasten. Also wirklich ein positiver Effekt für alle Beteiligten!
Es ist nur leider ziemlich schwierig halbwegs "freie" Zeiten zu finden, um eine gute Anleitung zu gewähren.
Schöne Grüße, Simon
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
C

charleene

Eine kurze Erzählung bezüglich meiner heutigen Frühschicht:

Ich bin zu einer Grundpflege dazugekommen und hab gesehen, daß der Kollege den Bew. (Diabetiker mit sehr trockener Haut) nicht eingecremt hat, als wir draußen waren hab ich ihn darauf hingewiesen zur Antwort bekam ich: "Als Schülerin bist du ganz schön unverschämt, das geht Dich nichts an."

Später hatten wir eine Neuaufnahme und ich wollte gerne mal dabei sein also hab ich meinen Anleiter gefragt und mir wurde zur Antwort gegeben: "Das Mittagessen muss ausgeteilt werden." Wenn wir Heute nicht super besetzt gewesen wären (5 MA für knapp 50 Bew.) hätte ich es ja nicht gewagt zu fragen. Als ich ihn auf diesen Umstand hinwies sagt er: "Ach stimmt ja, Du bist Schülerin, hab ich garnicht mehr dran gedacht."
Ein solcher Satz vom Anleiter ist doch etwas frustrierend.

Während ich eine Bew. versorge stürmte eine noch neue Kollegin ins Zimmer (natürlich ohne anzuklopfen) und keifte mich an ich solle ihr gefälligst beim duschen einer adipösen Dame helfen. Die Tatsache, daß ich selbst gerade wusch störte sie überhaupt nicht, im Gegenteil sie beschwerte sich gleich über meine Dreistigkeit meine Bew. nicht einfach nackt im Bett liegen zu lassen um ihr beim Duschen zu helfen. Es ist ja schließlich auch schwer die Paar Minuten zu warten bis ich fertig bin.

Es fällt mir zunehmends schwerer freundlich zu solchen Kollegen zu sein.

Vermutlich kennt jeder solche Situationen aus seinem eigenen Pflegealltag, dennoch war es mir ein Bedürfnis dies nieder zu schreiben.

Danke charleene
 
I

Ingo Tschinke

Hallo Charleene,

leider ist es in der stationären Altenpflege noch immer gang und gäbe Schüler als schwächstes Glied in der Kette dermaßen auszunutzen, wie du es in deinem Bericht beschreibst. In der Krankenpflegeausbildung vor 20 Jahren habe ich aber im Krankenhaus ähnliches erlebt und auch dort hat es sich nur langsam verändert, wenn überhaupt.

In der Pflege entstand eine Hiarchie, die nur schwer aufzulösen ist und wenige schaffen es gegen den Strom tatsächlich Veränderungen voranzutreiben. Es ist ähnlich der Kinder, die da sagen: "Wenn ich erstmal groß bin" - in der Pflege heißt es: "Wenn ich erst einmal mein Examen habe, dann werde ich....". Was sich dann ändert ist, dann man selbst zum Schülerantreiber mutiert, die Frage ist doch warum das passiert?

Pflege muss die tradierten Strukturen verlassen und das kann nicht durch berufsanfänger geschehen - wie es immer wieder leichtfertigt gefordert wird - sondern von den Leitungen und stellvertretenden Leitungen. Nur diese können solche Konflikte thematisieren, mit denen du tagtäglich konfrontiert bist, als Stationsleitung haben sie dahingehend auch die Verantwortung (nicht der Mentor), diese praxiscuricula auch im Praxiseinsatz auch umzusetzen. Da ist nach dem Krankenpflegegesetz vorgeschrieben - allerdings glaube ich, dass wenige Leitungen gibt, die diese Aufgabe auch tatsächlich wahrnehmen.

Das was du beschreibst macht es auch wieder deutlich, wie schnell es zu solchen Entgleisungen kommen kann, die in der Pflege - vor allem nicht in der Ausbildung - vorkommen dürften. Es zeigt deutlich, dass wir noch weit von einem professionellem Teamverständnis der Pflege entfernt sind.
Sieh dir dazu mal die Diskussion zur Streitkultur in der Pflege genauer an, da haben wir vieles schon angesprochen, warum es so schwierig ist, offen und klar mit Konflikten und Hiarchien umzugehen.

Cheers

Ingo :redface:

[ 24. Dezember 2002 12:52: Beitrag editiert von Ingo Tschinke ]
 
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Simon Joerg

Mitglied
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Themenstarter/in
27.03.2002
Hallo charleene,

du machst es deinen Anleitern aber wirklich nicht leicht.... ;) hinterfragst einfach deren Tätigkeiten!!!
Sein eigenes Verhalten zu hinterfragen ist gleichbedeutend mit in Frage stellen! Eine hervorragende wichtige Sache. Nicht umsonst gehört ja die Evaluation zur Pflegeplanung. Leider sehen das nicht alle so. Nun kommen die SchülerInnen von außerhalb und regen diese Gedankengänge an, das kann peinlich werden...
Dabei dient ja das Hinterfragen nur den Patienten, bzw. in deinem Fall den Bewohnern. Du führst ja eigentlich nichts anderes durch, als die Evaluation, wie du sie wahrscheinlich in dem Altenpflegefachseminar auch gelernt hast. Vielleicht solltest du das mal "vorsichtig" andeuten.

Bei solch heftigen Erlebnissen, wie du sie beschreibst ist natürlich der Gang zur Stationsleitung der richtige. Falls du mal ein Gespräch führst wäre ich sehr an den Ergebnissen interessiert. Oft sind die Examinierten dankbar, wenn sie in ihrem Trott mal die Augen geöffnet bekommen, wie auch Ingo schon schrieb.

Ich habe allerdings oft auch gegenteilige Erfahrung gemacht, auch hierzu äußerte sich Ingo ja schon. Langfristig habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, wenn die Ausbildungsstätte sich mal mit den Stationen kurzschließt. Ohne dies konkret an einer Situation oder einem Schüler festzumachen...Dies macht sich für die SchülerInnen in den folgenden Einsätzen oft positiv bemerkbar.

Auf jeden Fall wünsche ich dir noch viel Kraft für deine weitere Ausbildung und weiterhin viel Ausdauer beim Hinterfragen! Ich hoffe du kannst uns hier auch mal etwas positives berichten!
Schönen Gruß, Simon
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
C

charleene

Ich habe Heute ein Gespräch mit der PDL (ich mache die Ausbildung in einem kleinen Haus, da gibt es keine Stationsleitung) gehabt. Im großen und ganzen kam dabei heraus, daß ich nicht alles so persönlich nehmen solle. Immerhin ist ja nun Weihnachten und da liegen nunmal bei allen die Nerven blank. Ich möchte doch bitte den nächsten Block abwarten, bis dahin hat sich sicher einiges geändert.

Auch die Tatsache, daß ich vom Kollegium und speziell von ihr enttäuscht bin, hat sie kalt gelassen.

Wieso müssen wir Schüler eigentlich für alles und jeden Verständnis aufbringen und selbst bekommen wir einen Tritt nach dem anderen.

Ich hab mal irgendwo ein Plakat gesehen auf dem stand:

Aushelfen?
Ausbaden?
Ausbildung?

leicht entmutigt
charleene
 
S

Simon Joerg

Mitglied
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Themenstarter/in
27.03.2002
Hi charleene,
jo, deinen Frust kann ich echt verstehen!
Hab´ich das richtig verstanden, dass du die gesamte Ausbildung in dem einen Haus bleibst? Ich kenne es nämlich, dass auch in der Altenpflegeausbildung die Einsatzorte gewechselt werden.

Also das was die PDL sagt ist echt bitter. Zumindest vordergründig wiegelt sie nur ab.... Ich hoffe deine Aussagen geben ihr trotzdem etwas zu denken.
Du selber hast dir nichts vorzuwerfen, das war so absolut korrekt.
Die Frage ist nun, ob du den eingeschlagenen Weg weitergehen willst, oder den Rest der praktischen Ausbildung unter dem Motto "Augen zu und durch", bzw. Widerständen aus dem Weg gehend verbringen möchtest.
Ich weiß nicht, wie dein Verhältnis zu den MitarbeiterInnen deines Fachseminars ist. Kannst du nicht mal "locker" mit deiner Kursleitung sprechen? Vielleicht hat sie eine Idee.
Ein sogenanntes "Fördergespräch" oder "Entwicklungsgespräch" zwischen Schule, Station und SchülerIn ist ein hervorragendes Gespräch. So nach dem Motto: Was hat der Schüler bisher gelernt, was muss er im Rest der Ausbildung noch lernen? Vielleicht würde das die Augen des Pflegepersonals etwas öffnen. Die Alternative wäre ein klares Kritikgespräch, idealerweise in gleicher Zusammensetzung oder du gehst den Weg alleine weiter. Du wendest dich immer wieder an die PDL oder fragst, ob du nicht wenigstens den Bereich/ die Station wechseln kannst.
Auf jeden Fall schwierig.....
Viel Erfolg und vor allem Durchhaltevermögen und schöne Grüße,
Simon
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
C

charleene

Hallo Simon,

es stimmt, daß wir auch externe Praktika haben. Zwei pflegerische (1 x KH und 1 x Ambulant), sowie ein Praktikum im Begleitenden Dienst für jeweils 6 Wochen. Der Rest wird in der Stammeinrichtung abgeleistet. Diese Praktika sind eigentlich auf alle drei Jahre zu verteilen. Durch organisatorische Schwierigkeiten seitens der Schule, ziehen wir diese Praktika nun in den letzten 1,5 Jahren durch.

Sei gewiss, daß es nicht meine Art ist zu kuschen, alles hin zu nehmen wie es ist und mich unterbuttern zu lassen. Nach der Devise Augen zu und durch geh ich nur beim ein- bzw. ausparken ;)

Wenn demnächst die Schule wieder losgeht werde ich mich voll auf diese konzentrieren und im nächsten Praxisblock schauen ob sich nicht viell. doch etwas bessert, sollte das nicht der Fall sein werde ich in der Tat die Schule hinzuziehen. Denn dann habe ich der Einrichtung wirklich jede Zeit gegeben etwas zu ändern.

abgeregt und wieder einigermaßen ausgeglichen
charleene
 
S

Simon Joerg

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
27.03.2002
Hi charleene,
na das hört sich doch gut an. Ich drück´dir die Daumen, dass es besser wird.
Schönen Gruß, Simon

P.S.: Der Spruch mit dem "Augen zu und durch..." ist großartig! :D :D :D
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
B

Britta_24

Neues Mitglied
Basis-Konto
17.02.2003
Hallo Simon;
Ich bin eine Krankenpflegeschülerin und habe jetzt schon 2 meiner 3 Examens Prüfungen hinter mir.
Ich habe mir eure Beiträge so durchgelesen und muss sagen das ich doch einen tollen Ausbildungsbetrieb habe. Bei uns ist es so das wir von den Mentoren angeleitet werden. Wir hatten auch mal Praxisanleiter,die wurden jedoch leider von der Pflegedienstleitung abgesägt. Naja also wir werden Prinzipiell in der Bereichspflege angeleitet. Je nach Ausbildungsstand ( und deren Kontrolle) bekommen wir auch eigene Bereiche. Natürlich unter Aufsicht. Ich konnte unter dieser Anleitung das meiste lernen und meine Selbstständigkeit wurde gefördert. Denn schliesslich muss man ja nach dem Examen die Verantwortung übernehmen und dafür muss man so einiges können.
Naja ich denke auf diesem Gebiet muss noch einiges passieren.
Das was ich mir gewünscht hätte wären mehr praktische Prüfungssimulationen und mehr Mentoren.
Sonst hatte und habe ich eine tolle Ausbildung die ich bis jetzt keinen Tag bereut habe.
Ich hoffe das das bald mehr Schüler sagen können.

Gruss Britta :redface:
 
Qualifikation
Azubi Krankenschwester (Examen 2003)
Fachgebiet
z.Z. Geriatrie
S

Simon Joerg

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
27.03.2002
Hallo Britta,
erstmal herzlich Willkommen auf dem Pflegeboard!
Vielen Dank für deine Antwort, es tut doch immer gut, mal wieder was Positives zu lesen. Durch die guten Erfahrungen wird dann ja bestimmt auch bald eine super Anleiterin aus dir ;) .
Bis dahin drücke ich dir die Daumen für dein mündliches Examen!!!
Schönen Gruß, Simon
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
P

Petruschka

Mitglied
Basis-Konto
10.07.2001
3
Seit Jan. begleite ich einen Altenpflegeschüler ( 1. Praktikum) und bin auch gleichzeitig Mentorin. Ich habe den Schüler soweit alles gezeigt. Es heißt ja auch er soll sich persönlich um 2 BW kümmern und das 6 Stunden pro Woche. Also nachdem Frühstück hat er dafür eine 1 Stunde Zeit sich um die BW zukümmern. (Mensch ärger Dich nicht spielen oder Sparzieren gehen u´sw. )Hilft dann mit das Mittageesen zuverteilen und kümmert sich dann weiter um die 2BW. Bringt nach dem Toilettengang zum Mittagschlaf aufs Bett legen. Er hat er diese Arbeit getan ist der schüler erst mal eine Zigarette Rauchen und melde sich auch nicht ab. Habe ihn auf das Problem angesprochen. Er macht es trotzdem weiter. Ich bat ihn mal mir bei 3 BW zuhelfen um diese Aufs WC zusetzten und diese dann später aufs Bett zulegn zu Mittagschlaf. Für ihn ist das schon ein GROßer STRESS. Dann frage ich mich wie stellt er sich die Arbeit vor. Denn nur in seiner Ausbildung hat er den Luxus sich ausführlich mit den BW in aller Ruhe zukümmern. Das Thema Nebenarbeiten exestiert für ihn nicht. Wie Betten beziehen und Nachtschränke säubern und Waschschalen abwaschen usw. Habe ihn dann diese Nebentätigkeiten rangeführt .Habe ihn gesagt, das in diesen Heim auch die Exammietren diese Arbeiten erledigen. Mir zeigt sein Verhalten er hat keine Lust für diesen Beruf.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Pflegedienst
S

Simon Joerg

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
27.03.2002
Hallo Petruschka,
ja diese Seite gibt es natürlich auch.... :(
Die praktische Ausbildung ist optimal gewährleistet, aber die SchülerInnen haben ein komplett anderes (vermutlich Praxisfernes) Pflegeverständnis.
Ich hoffe es bessert sich oder es gilt der Satz "Ausnahmen bestätigen die Regel". Diese Situation ist es fast schon wert ein neues Thema zu eröffnen ;)
Schönen Gruß, Simon
 
Qualifikation
Krankenpfleger Student der Pflegepädagogik
Fachgebiet
Krankenpflegeschule
C

charleene

Hi Petruschka,
als Schülerin bin ich zwar der Meinung, daß man während der Ausbildung genügend Zeit bekommen sollte sich auszuprobieren, aber Dein Exemplar sprengt doch etwas den Rahmen. Da Du ja bereits mit ihm gesprochen hast und er nicht bereit ist sein Verhalten zu ändern und bereits jetzt gestresst ist, wäre es evtl. hilfreich wenn Du Dich mit der Schule in Verbindung setzen würdest. Vielleicht können die ja dahingehend auf ihn einwirken, daß er zumindest seine Einstellung zum beruflichen Alltag überdenkt. Auch sollte ihm klar gemacht werden, daß ein pflegerischer Beruf auch bedeutet teamfähig zu sein.
Ein Beispiel aus meiner Praxis: Ein exam. Kollege hat sich einen ähnlichen Luxus herausgenommen wie Dein Schüler und sich außerdordentlich lange (und schlecht dazu) um die Bew. gekümmert, so daß wir seine Arbeit mitmachen mussten. Auf die Dauer hat es das Team belastet und er wurde gekündigt.
Ich denke, wenn sich Dein Schüler nach seinem Examen ähnlich aufführt wird er es schwer haben.

charleene
 
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