Intensiv Praktikanten für den Rettungsdienst

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G

GPP

Hallo,
wie ist bei Euch das Praktikum für den Rettungsdienst geregelt?

Bei uns funktioniert es folgendermaßen:
die Praktikanten für eine rettungsdienstliche Ausbildung melden sich bei einer Kollegin der internistischen Aufnahme an. Diese führt einen Kalender mit den verfügbaren Einsatzbereichen (Intensivstationen, Anästhesie, Aufnahmebereiche) und teilt die Praktikanten den entsprechenden Abteilungen zu. Die Abteilung bekommt eine Info.
Ärgerlich ist es weiterhin, dass sich vornehmlich die Pflegenden um die Praktikanten kümmern müssen. Die Ärzte innerhalb der Abteilungen reagieren lediglich dann, wenn sie direkt angesprochen werden, bzw. man sie auf ihre Ausbildungspflicht hinweist.
Des weiteren bezahlen die Praktikanten, als auch die Schulen kein Geld für den Einsatz. Meint: relativ viel Arbeit und Scherereien, aber kaum ein Benefit. Die einzigen Vorteile, die ich der Sache abgewinnen kann sind, dass man die zukünftigen Kollegen persönlich kennenlernt und dass wir eine gute Ausbildung, zum Wohle unserer Patienten gewährleisten.

Wer organisiert das bei Euch? Bekommt die Klinik Geld dafür? Hängt die Qualität an der Pflege?

Ich bin gespannt

Gerhard
 
S

Surrogat

Themenstarter/in
Wir haben für diesen Bereich einen "eigenen" Intensivfachpfleger mit Rettungsassistentenausbildung der sich um die Koordination der Einsätze von RA und RS kümmert und auch die Nachbesprechung des Einsatzes übernimmt -
neben seinen restlichen Tätigkeiten, vetseht sich ;)
Die Ausbildungsqualität und -durchführung wird ausserhalb des OP zumeist vollständig von der Pflege übernommen, wobei die jeweilige Stationsleitung versucht die Auszubildenden immer einer Pflegekraft zuzuteilen die über Erfahrung im Rettungsdienst verfügt, sodass das vermittelte Wissen auch praktisch anwendbar bleibt.

Ein Verschieben der Schüler ausserhalb von Intensiv/OP/Aufnahme findet so gut wie nie statt; schliesslich lautet der Ausbildungsauftrag weder "Schnupper-" noch "Pflegepraktikum"

Ein Einarbeitungskonzept existiert von unserer Seite zwar, orientiert sich aber in der Praxis am Katalog den der jeweilige Azubi mitbringt.

Finanzielle Verbindlichkeiten gibt es meines Wissens nicht.

Bis jetzt läuft die Ausbildung in unserem Haus recht gut, wobei ich leider aus eigener bzw. der Erfahrung meiner Kollegen sagen muss, das das medizinische Wissensniveau gerade im RS-Bereich in den letzten Jahren immer weiter abnimmt :(
 
H

Herzalarm

Neues Mitglied
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28.07.2006
48282
Ich kann das bestätigen , bei uns wird es auch so gehandhabt.
Da ich selbst gelegentlich im rettungsdienst noch aktiv bin, stehe ich für die RA / RS Praktikanten zur Verfügung. Ich gehe die wichtigsten Themen mit ihnen durch und regele die für uns und auch ihn wichtigen Anteile seines Praktikums.
Wir haben extra einen Startzettel, den wir jedem Praktikanten zu Beginn seines Praktikums an die Hand geben.

Bisher waren alle recht gut zufrieden auf unserer IPS.

Anmerkung: Es kommt nicht bei uns darauf an das man die Ass. beim Viggo legen und Intubieren haben soll/ muss, das ist zweitrangig, denn viel wichtiger ist die Krankenbeobachtung und Interpretation ( Symptome, EKG, etc. ) , denn später sollen sie ja innerhalb weniger Sek - Min. entscheiden was ein Patient haben könnte und müssen funktionell handeln.

Gross geschrieben wird bei uns ganz klar die Sozialkompetenz und der individuelle Umgang mit dem Intensiv - und Notfallpatienten, sowie seiner Angehörigen, denn das muss stimmen.
 
Qualifikation
Krankenpfleger / Rettungsdienstmitarbeiter
Fachgebiet
interdisziplinäre Intensivpflegestation
Weiterbildungen
Verantwortlich für den Herzalarm , innerklinische Ausbildung im Rahmen des Mega Code Trainings und S
G

GPP

Themenstarter/in
Hallo Herzalarm,

sorry, aber die Argumentation, dass Krankenbeobachtung wichtiger sei, kann ich so nicht zu 100% bestätigen. Richtig ist, dass Patientenbeobachtung wichtig ist. Richtig ist aber auch, dass die Rettungsassistenten und sie RS ausserhalb der Klinik keine Möglichkeit haben, die Assistsenzmassnahmen und die eigene Durchführung von invasiven Maßnahmen in großer Stückzahl zu üben.
Ich denke, hierrauf muss im Rahmen der präklinisch erweiterten Maßnahmen (Notkompetenz!?) mehr Gewicht und Augenmerk gelegt werden. Denn wenn die Damen und Herren erstmal in der Situation sind und dann die Durchführung nicht beherrschen stirbt vielleicht ein Mensch.

Gerhard
 
H

Herzalarm

Neues Mitglied
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28.07.2006
48282
Hallo GPP,

da habe ich mich vielleicht nicht deutlich genug ausgedrückt, denn das Legen von venösen Zugängen und die Intubation von Endotrachealtuben, sowie Larynxmasken sind natürlich auch bei uns Standart. Genauso wie das Assistieren dabei, sowie das Auffziehen von Notfallmedikamenten oder das intigrierte Mitarbeiten bei einer Reanimation im Rahmen eines Herzalarms im Hause oder auf der Intensivstation.Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, das wir besonderen Wert halt auch auf die Sozialkompetenz und die Krankenbeobachtung legen, denn eines sollte man nie vergessen. Ein Notfallpatient und auch seine Angehörigen, die den Rettungsdienst alarmieren, erwarten vor Ort das die Retter kompetent und richtig handeln und bauen auch ein Vertrauensverhältnis auf, das leider ab und an , durch forsches Verhalten zu Nichte gemacht wird.Hier war für uns der Ansatzpunkt in Sachen Verhalten gegenüber Patienten und auch Angehörigen wichtig.


@ NOTKOMPETENZ : Rein Subjektiv , gibt es die für mich persönlich nicht , denn entweder ,man ist kompetent oder man ist es nicht.
Aber du hast schon recht, das die Praktikanten in den invasive Massnahmen unter Anleitung trainiert werden müssen.
Gruss Herzalarm
 
Qualifikation
Krankenpfleger / Rettungsdienstmitarbeiter
Fachgebiet
interdisziplinäre Intensivpflegestation
Weiterbildungen
Verantwortlich für den Herzalarm , innerklinische Ausbildung im Rahmen des Mega Code Trainings und S
J

Jupp

Neues Mitglied
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10.06.2006
Karlsruhe
Hallo,
ein gern und oft diskutiertes Thema.
Ich bin auch "nebenher" noch desöfteren im Rettungsdienst tätig, und ich bin (auch) deshalb der Meinung, "Viggo's" legen und Patienten zu intubieren gehört praktikumstechnisch nicht zum Lernziel auf einer Intensivstation. Das lernt man als Praktikant am ehesten in der Anästhesie.
Vielmehr sollten den Praktikanten wirklich vermehrt Patientenbeobachtung und der Umgang mit denselben nahe gebracht werden. Wer kennt nicht die fast fertigen Rettungsdienstler, die zwar wunderbar zugänge legen können, aber beim "Patienten-auf-die-Seite-drehen" nicht wissen, wie und wo man hinlangt. Geschweige denn, wie man einen intubierten Patienten lagert bzw. dreht.
Oder wer kennt nicht die im Laufschritt ankommenden RD'ler mit einem Patienten, der zur Bekämpfung seines Lungenödems sinnvollerweise ein Diuretikum verabreicht bekommen hat. Wenn der dann allerdings folgerichtig seinen Überschuß an Wasser loswerden will, und dies dann auch noch ankündigt ("ich muss mal p...."), dann stehen den Kollegen doch mal einige Schweißperlen auf der Stirn. Trotz einer Urinflasche aufm Wagen.
Das sind mM nach wichtige Lernziele des Praktikums.
 
Qualifikation
FKP A/I
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Kinderhospiz / stv. PDL
HBR69

HBR69

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05.10.2000
58644
Hallo Zusammen,

dieses Thema wird in vielen Foren immer heftig disskukiert......meistens enden diese Diskussionen immer in "RD kontra Intensivpflege".....
Leider haben viele Kollegen bis heute nicht geschnallt ( und werden es vermutlich nie verstehen) dass es hier um eine "Rettungskette" geht die an jeder Stelle möglichst kompetentes Personal haben sollte. Was nützt uns ein Patient der nach einer "missglückten" Erstversorgung durch Rettungsdienstpersonal alle "high tech" Medizin einer ITS bekommt.....
Andersherum gilt das Gleiche. RD Leute reißen sich bei der Versorgung eines Patienten den Hintern auf und bekommen zur Übergabe ein müdes Lächeln....

Interessant wäre für mich mal die Überlegung in Richtung "Praktikum im RD für ITS Fachpersonal" Bei uns läuft ein solches Praktikum in der Fachweiterbildung. Recht interessant!! So bekommen unsere Schüler einfach mal ansatzweise einen kurzen Einblick in die doch teilweise heftigen Notfallsituationen außerhalb der "sauberen, sterilen Krankenhausatmosphäre" mit.

Das Thema Klinikprtaktikum ist wirklich nicht immer so erfreulich. Auch bei uns z.B. laufen die Praktikanten "mit der Pflege".... Wenn ich im Dienst bin kümmere ich mich um die Leute. (mit dem großen Vorteil das ich weiß, was der Unterschied zwischen RA und RS ist....:wink:) Wenn nicht, werden sie einer meiner Kollegen "aufs Auge gedrückt" Wer nicht schnell genug in seinem Zimmer verschwunden ist hat halt Pech.....
Es gibt Aufgabenkataloge. Da in unserem KH Praktikanten aus mehreren Schulen kommen sind diese Kataloge sehr unterschiedlich. Leider trägt dieser Umstand (keine einheitliche Ausbildung) nicht wirklich zur Verständigung in der Anerkennung meiner Intensivkollegen zum Berufsbild des "Rettungaassisten" bei...

Ich denke, wenn jeder begreift das der RD und die ITS miteinander arbeiten sollten und nicht, im schlimmsten Fall, gegeneinander könnte jeder Auzubildene im RD ein sehr lehrreiches Klinikpraktikum erleben.

Zum Thema "Notkompetenz" hoffe ich einfach auf die baldige Einführung der "Regelkompetenz" mit klaren Maßnahmen die jeder RA beherrschen muß. In welchen Umfang diese Maßnahmen durchzuführen sind wird sich dann zeigen.

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
G

GPP

Themenstarter/in
Hallo Heike,
ganz Deiner Meinung. Eine einheitliche Ausbildung hat fast immer Vorteile! Sie schafft Transparenz und verhilft den Mitarbeitern anderer Bereiche dazu, die Ausbildung zu beurteilen und die verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter miteinander zu vergleichen.
Sie hilft auch, die Qualität der Schule und der Praktikumsplätze dazustellen. :thumbsup:

Was die Meinung von Jupp anbetrifft: auch diese kann ich teilen. Ich war mehrere Jahre in der Anästhesiepflege als PA für die Fachweiterbildung und die Praktikanten...zuständig. In diesem Arbeitsbereich findet ma nahezu ideale Vorraussetzungen für ein entsprechendes Praktikum... theoretisch zumindest!
... den in der Praxis sieht es doch so aus:
Die Pflege kümmert sich um die Einteilung, die Qualitätssicherung der Ausbildung und die Dokumentation... oder ist es bei jemand von Euch anders?
Die Docs lehnen sich zurück und lassen sich bitten! :mad_2: (Ausnahmen bestätigen...). Wer trägt denn nun die Verantwortung?
Genauso steht es mit vielen Praktikanten: Wer mit hohem Anspruch an diese Gruppe herangeht, stellt bald fest, dass er nah am Wasser gebaut hat.
Wie soll dass auch funktionieren?...wenn ich die Zugangsvorraussetzungen zum RettAss sehe, wird mir schwindlig. Genauso geht es mir beim Anblick einiger Berufsanwärter. Da wird seitens vieler Schulen nicht unbedingt gut selektiert... haben ja auch ein eher finanzieles Interesse.:sick:
A propos finanziell: zahlen bei Euch die Praktikanten etwas für das Praktikum im Krankenhaus?
Sehe ich die Sache eher zu schwarz?

Gerhard
 
HBR69

HBR69

Aktives Mitglied
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05.10.2000
58644
@Gerhard

ich würde die Sache nicht zu schwarz sehen. Die Leute möchten i.d.R. eine qualifizierte Ausbildung machen und gehen da mit viel guten Willen dran. Schwarze Scharfe gibt es überall. So auch im RD. Ich bin selber lange Jahre als LRA in der RD Ausbildung tätig gewesen und unterrichte jetzt auch noch gelegentlich als Honorarkraft. Vieleicht sollten wir die Parktikanten nicht alle über einen Kamm scheren und zusehen das wir ihnen eine gute Ausbildung zukommen lassen. Was die Ärzte so treiben ist mir relativ egal weil ich denke, dass die Leute viel mehr Praxis von uns übernehmen können. Wenn ein Arzt einen Praktikanten in der Einleitung intubieren läßt, umso besser.
Unsere FW Schule bezahlt die Parktikumsplätze. Die Schule vom DRK, JUH ect. nicht.

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
G

GPP

Themenstarter/in
Hallo Heike,

Vieleicht sollten wir die Parktikanten nicht alle über einen Kamm scheren ...
...Was die Ärzte so treiben ist mir relativ egal weil ich denke, dass die Leute viel mehr Praxis von uns übernehmen können.
Entschuldigung, wenns falsch ankam!
Es liegt mir nicht daran alle Praktikanten über einen Kamm zu scheren! Ich spreche von vielen!... undefiniert, da ich mir noch nicht die Mühe machte, die schwarzen Schafe zu zählen.

Was die Docs anbetrifft, so gebe ich Dir natürlich recht! Es ist so, dass die Rettungsdienst Praktikanten zur Zeit viel Praxis von uns vermittelt bekommen. Das ist auch gut so! Es wäre aber noch viel besser, wenn sich die Ärzteschaft flächendeckend dieser Ausbildung annehmen und ihrem Ausbildungsauftrag nachkommen würden, anstatt sich nur dann einzuschalten, wenn sie darum gebeten werden.
Auch hierbei gilt natürlich, dass ich bis dato noch keine Erhebung über ausbildungswillige und unwillige Mediziner gemacht habe.:innocent:

Gerhard
 
N

Nero

Mitglied
Basis-Konto
12.08.2006
56076
Hallo an alle,

Ich sehe das problem eher in der kurzen Verweildauer der Praktikanten auf den Stationen. Bei uns ist es so geregelt das die Praktikanten jeweils 100 stunden in der Notaufnahme, der Intensivstation sowie in der Anesthesie und Op Abteilung ihr Praktikum absolvieren.
Von einem Einsatz über zwei Wochen auf einer Intensivstation hat meiner Meinung nach Niemand etwas.
Für den Praktikanten ist das komplexe Themenfeld (gerade auf einer Interdisziplinaren Intensivstation) viel zu unübersichtlich , so das es noch nicht einmal für die "Basisarbeiten" ausreicht einen ordentlichen Überblick zu gewinnen. Desweitern sind bei unseren Praktikanten meistens sehr grosse Theoretische Defizite zu erkennen.
Deswegen wird das Praktikum von den meisten RAs als Notwendiges übel angesehen.
Das es auch anders geht zeigen aber auch immer wieder sehr Motivierte sowie Sozial kompetente RAs die bei uns aber Leider eine Ausnahme darstellen.
 
Qualifikation
Krankenpfleger/student
Fachgebiet
Intensivstation/Notaufnahme
T

Thomas_B

Mitglied
Basis-Konto
11.07.2004
21339
In "meinem" Krankenhaus (zw. Lüneburg & Hamburg) wird die Praktikumsvergabe für den Rettungsdienst folgend geregelt:

1. Kooperationsvertrag mit der DRK-Landesschule in Goslar
2. Kooperationsvertrag mit dem DRK Landkreis Harburg.

Von diesen werden wir über Praktikanten informiert, die zur Ausbildung RS/RA, aber auch Rettungshelfer (meißtens "Zivi´s") anstehen und nach einem formlosen Vorstellungsgespräch auch in der Anästhesie ausgebildet.

Andere Praktikumssuchende werden in die verbleibende Zeiträume verteilt, so das es nur selten zu zeitlichen Überschneidungen kommt. Diese müssen sich aber um einen Platz berwerben und nach einem intensiven Vorstellungsgespräch angenommen ( oder leider auch abgelehnt, Tendenz stark steigend).

Die ausbildung umfaßt sich klassische Anästhesie incl. Kindernarkosen ( überwiegend in der HNO), wobei ich großen Stellenwert auf die Beatmungmöglichkeiten lege, Üben der venösen Venenpunktion und die klinische Überwachung der Patienten. Desweiteren kommt es zu Einsätzen in der chir. Ambulanz und intern. Funktionsbereich. Alle Abteilungen sind sich über den Stellenwert dieser Ausbildung eins ( wir bekommen ja auch gut versorgte Patienten).
Leider ist, wie bereits angesprochen, die Ausbildung an den Schulen und deren Schülerauswahl in den letzten Jahren extrem schlecht geworden, so daß wir von einigen Schulen alle Praktikanten rigeros ablehnen.

Ein WOrt zur "Notfallkompetenz" : Die meißten Praktikanten kennen dieses Wort wohl seit der ersten Unteriichtsstunde, haben die Bedeutung meißt aber nicht verstanden
" Im Notfall darf ich ......" , leider erwähnen sie niemals "Im Notfall kann ich auch ...." --> Es kommt das Wort "Kompetenz" darin vor, was sowas wie beherschen beinhaltet.
 
Qualifikation
Fachkr.pfl.A / I, Rett.Ass., Praxisanleiter
Fachgebiet
Anästhesie
G

GPP

Themenstarter/in
In "meinem" Krankenhaus (zw. Lüneburg & Hamburg) wird die Praktikumsvergabe für den Rettungsdienst folgend geregelt:

1. Kooperationsvertrag mit der DRK-Landesschule in Goslar
2. Kooperationsvertrag mit dem DRK Landkreis Harburg.
Moin ThomasB
was regeln diese Kooperationsverträge? Ausbildungsinhalte?, Versicherungstechnisches?, perkuniäres?

Gruß aus Mannheim

Gerhard

p.s.: War grad im Urlaub... deshalb die späte Antwort:eek:riginal:
 
T

Thomas_B

Mitglied
Basis-Konto
11.07.2004
21339
Sorry, späte Reaktion, aber auch ich komme gerade aus dem Urlaub zurück.

Die Kooperationverträge beinhalten die Übernahme und Ausbildung der Rettungsdienstpraktikanten, Versicherungsschutz ( BG, Haftpflicht ) wird von den Organisationen gestellt, ebenso der nötige Impfschutz ( Hepatitis ). Die finanziellen Regelungen werden ebenfalls dort geregelt.
Der Ausbildungskatalog der Ausbildungsstellen wird zum Teil geändert ( da sie z.T. übertriebende Vorstellungen seitens der Schule beinhalten).
 
Qualifikation
Fachkr.pfl.A / I, Rett.Ass., Praxisanleiter
Fachgebiet
Anästhesie
N

natascha193

Neues Mitglied
Basis-Konto
17.09.2006
44623
Bei uns koordiniert unsere PDL die Einsätze. Unsere Ärzte kümmern sich GAR NICHT !!!!! Leider ist es oft so, dass die Leute nur hinter und herlaufen und nix machen können, weil wir keine Infos erhalten, was die lernen und sehen sollen !!! Traurig, traurig !!!
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester, stv. Stationsleitung, Praxisanleiterin
Fachgebiet
Intensivstation
S

Surrogat

Themenstarter/in
Unsere Ärzte kümmern sich GAR NICHT !!!!!
Hier wäre einmal der Grund/ die Gründe interessant.

Desinteresse?
Frustration über die teils schlechte Regelung und Reglementierung dieses Abschnittes der Ausbildung?
Direkte Anweisung "von oben"?
Mangelnde Information über diesen Teil der praktischen Ausbildung?
Überforderung (im Sinne: zusätzlicher Zeitaufwand)?
Generell schlechte Kooperation zwischen den Berufsgruppen?


Leider ist es oft so, dass die Leute nur hinter und herlaufen und nix machen können, weil wir keine Infos erhalten, was die lernen und sehen sollen !!!
Eigentlich sollte jeder Praktikant ein entsprechendes Nachweisheft besitzen - abgesehen das dort teilweise recht illusorische Vorstellungen seitens mancher Schulen gepflegt werden ("Legen einer Thoraxdrainage"....) geben diese Hefte doch schon einiges her was Aubildungsziele betrifft.
 
G

GPP

Themenstarter/in
Hallo Natascha 193,

diese Erfahrungen haben bereits viele von uns gemacht. Schade um die engagierten Praktikantinnen, deren Motivation innerhalb von Stunden in die Tonne getreten wird.
Gründe hierfür zu suchen ist mühsam, denn wenn man einen Vertreter der Ärzteschaft anspricht, so kommen all die Ursachen rüber, die Surogat aufgezählt hat.

Ich denke, die wissen garnicht, dass sie einen Lehrauftrag besitzen und hierfür bezahlt werden.
Des weiteren verhält es sich so, dass die Chefärzte und die leitenden Angestellten innerhalb der Abteilungen hierfür nicht einstehen.
Es ist ganz einfach... und hat schon immer funktioniert!:

Wenn Du in einem Krankenhaus keine Lust auf eine Aufgabe hast, so musst Du sie nur lange genug schleifen lassen. Irgendwann kommt dann "Die Pflege" und beseitigt den Misstand.

In diesem Fall heisst das, dass wir uns um die Praktikanten kümmern!

Was die Ausbildungsinhalte anbetrifft, liegt hier einiges im Argen. Bei einem Vergleich der verschiedenen Praktikumshefte findest Du viele Unterschiede zwischen den verschiedenen Schulen. Hier ist zu fordern dass eine einheitliche Dokumentation und Beurteilung geschaffen werden muss.

Grüße aus der Kurpfalz

Gerhard
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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