Port Versorung durch nicht Examinierte

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S

Schäfchen92

Neues Mitglied
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05.11.2015
Hey,
Ich arbeite in einem SAPV in dem nicht examinierte meit einer medizinischen unabgeschlossenen ausbildung arbeiten . Habt ihr ne ahnung an wen ich mich da wenden kann ? Die pdl sagt das das alles kein problemist , da der mitarbeiter ein "portschein " hat und die zustimmung eines onkologen zu arbeiten .jeglicher versuch ihm klar zu machen dies nicht rechtens ist scheitert.
 
Qualifikation
Gesundheits- & Krankenpflegerin
Fachgebiet
Palliativ
K

Keßler

Es ist die Verantwortung der PDL wen er auf was loslässt.
Hat er einen Arzt, der die "materielle Qualifikation" (warum auch immer?!?) absegnet,
ist auch dieserwelche in der Mitverantwortung.
Du aber nicht! :
Fasse Deine Bedenken in Schriftform, und lasse sie Dir von der PDL quittieren.

"... an wen ich mich wenden kann ?..."
Schwierige Frage.
Stelle sie doch mal (gut sortiert) an die Krankenkasse des betroffenen Patienten.
 
C

Care2000

Aktives Mitglied
Basis-Konto
18.02.2014
Berlin
In der Vergütungsvereinbarung der Krankenkasse geregelt. Portversorgung ist LG 3! -wenn ihr über die Kasse abrechnet ist es Abrechnungsbetrug. In NRW wird sogar regional exam. Krankenpfleger als Qualifikation gefordert - sehe ich auch als sinnvoll an.

Wird dieses Thema in der Theorie in der Altenpflege behandelt?
 
Qualifikation
TQM Auditor, Gutachter, Wundspezialist, DCM, exam Krpfl. etc.
Fachgebiet
QM
S

silversurfer

Mitglied
Basis-Konto
26.10.2010
Kempten
Wird dieses Thema in der Theorie in der Altenpflege behandelt?
In meiner Ausbildung zum AP am Ende des letzten Jahrhunderts war Thema Port Bestandteil der theoretischen und praktischen Ausbildung

silversurfer
 
Qualifikation
AP, FK Gerontopsychiatrie, VP, WBL, PA,
Fachgebiet
Altenheim
C

Care2000

Aktives Mitglied
Basis-Konto
18.02.2014
Berlin
Dann würde ich sagen formale Qualifikation mit AP Examen erfüllt, würde dann aber die materielle Qualifikation seperat nochmal als AG nachweisen!
Ich würde als AG trotzdem (bei Möglichkeit) nur exam. Krankenpflegepersonal diesbezüglich einsetzen.
 
Qualifikation
TQM Auditor, Gutachter, Wundspezialist, DCM, exam Krpfl. etc.
Fachgebiet
QM
K

Keßler

Danke Care2000 !

Die KrSr/KrPfl - - - haben (wie ich) in ihrer Ausbildung mal gehört, dass es einen "Port" gibt.
Später habe ich eine ausreichende (!) Einweisung bekommen. Das Handout war 30 Seiten stark.

Egal, ob KrPfl, AltPfl, MFA.oder Nachbar`s Dackel : materielle Qualifikation.
Sonst lehnt die Versicherung dankend ab.
 
C

Care2000

Aktives Mitglied
Basis-Konto
18.02.2014
Berlin
Damals in meiner Ausbildung als exam Krpf. wurde Port in Theorie besprochen und in der Praxis unter Anleitung geübt. Würde diesbezüglich schon eine hohe formale Qualifikation ansetzten, da es schon eine "kritische" Pflege ist. Im Falle eine Rechtstreit würde mir die Gewissheit, nur exam. Krankenpflegepersonal eingesetzt zu haben, etwas mehr Ruhe verschaffen!

Der Dackel des Nachbarns kann die Portversogrung gerne übernehmen wenn der Patient im Rahmen seiner Selbstbestimmung es will und der Dackel nicht mit der Kasse abrechnet ;)
 
Qualifikation
TQM Auditor, Gutachter, Wundspezialist, DCM, exam Krpfl. etc.
Fachgebiet
QM
Wum

Wum

Mitglied
Basis-Konto
12.04.2005
Essen
Hallo Kollegen,
hier muß ich mal deutlich intervenieren!
Also grundsätzlich sind alle invasiven Maßnahmen nur und ausschließlich durch einen Arzt leistbar und auch abrechenbar! Er trägt die Verantwortung für alle "Nadeln" die in einen Patienten hineingestochen werden.
Nur der Arzt, NIEMAND!!!!!!! sonst, kann diese Tätigkeit an qualifiziertes Fachpersonal delegieren. Da gibt es festgelegte Prozedere, auch eine "Verordnung über häusliche Krankenpflege" reicht nicht aus. Die konkreten Pflegepersonen müssen in einer Anweisung des Arztes namentlich benannt werden.
Und auch das bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone. Die Grundvoraussetzung für eine solche Delegation ist:
mindestens ein Examen als Gesundheits- und Krankenpflerger/in, besser eine weiterführende Qualifikation als Fachkrankenpfleger/in, Erfahrung im Umgang mit Portnanlagen undd die physische Anwesenheit eines Arztes!
Es gibt tausende rechtliche Publikationen zu diesem Thema und in der Praxis wird alles nicht ganz so stringent gehandhabt. So ist die Anwesenheit des Arztes nunmehr nicht Grundvoraussetzung für den Portnadelwechsel.
Aber alle Juristen sind sich dahingehend einig, dass durch eine qualifizierte examinierte Pflegekraft solche Aufgaben ausgeführt werden müssen.
Wird trotzdem eine angelernte Kraft für diese Aufgabe eingesetzt, begeht nicht nur der Arzt ( wenn er davon weiss), eine Verletzung der Fürsorgepflichten, sondern der unqualifizierte MA macht sich ganz konkret strafbar,
und zu guter Letzt begeht die Pflegeeinrichtung ganz klar einen Abrechnungsbetrug.
Wir haben als Pflegefachpersonen viel gelernt und können es auch anwenden, als therapeutisches Team mit den Ärzten und den Kollegen aus den Hilfsberufen. Aber immer zum Wohle des Patienten oder zu Pflegenden, nicht zur Befriedigung unserer Eitelkeiten.
LG Wum
 
Qualifikation
FkPf.Anästhesie + Intensivpflege
Fachgebiet
Apotheke
Weiterbildungen
FP Anästhesie/Intensiv, WTB Stationsltg., Study Nurse, PDL, Stdm.Pflegemanagement, Psychologie
C

Care2000

Aktives Mitglied
Basis-Konto
18.02.2014
Berlin
Denke doch genau so
 
Qualifikation
TQM Auditor, Gutachter, Wundspezialist, DCM, exam Krpfl. etc.
Fachgebiet
QM
P

Pfleger83

in den vergütungsvereinbarungen mit den krankenkassen, ist vorgeschrieben, wer mit welcher qualifikation welche behandlungspflege durchführen darf. das heisst nicht, das eine anders qualifizierte person, diese behandlungspflege nicht durchführen darf oder kann, die leistung kann dann der krankenkasse aber nicht mehr in rechnung gestellt werden, ansonsten handelt es sich um abrechnungsbetrug. in jedem bundesland sehen die regelungen anders aus. in nrw gehört die portversorgung zu der LG 4 und darf nur von Pflegefachkräften (GuK, GuKK,AP 3 jährig ausgebildet) erbracht werden bzw. abgerechnet werden. da interessiert es auch nicht, ob der arzt irgendwem ne befähigungserklärung oder einen portschein ausstellt. mag sein, das es in krankenhäusern oder altenheimen anders aussieht, dazu kann ich nichts sagen. zu klären bleibt noch, was du unter portversorgung genau verstehst. das spülen des zugangs, an- und abhängen von parenteraler ernährung und flüssigkeit z.b. nacl sowie der verbandswechsel sind abrechenbar. medikamentengabe über port, blutentnahme, portnadelwechsel sind keine leistungen der häuslichen krankenpflege und durch einen pflegedienst auch nicht abrechenbar. dies muss vom arzt selbst, oder sonst wem, erbracht werden. nachzulesen in den hkp richtlinien. der nadelwechsel wird meist durch speziell fortgebildete pflegekräfte der lieferfirmen für die ernährung durchgeführt. der arzt deligiert die versorgung, durch die verordnung häuslicher krankenpflege, an einen dazu befähigten pflegedienst (der pat. hat hier natürlich mitspracherecht), und nicht an eine spezielle pflegekraft. wenn die pflegedienstleitung eine verordnung häuslicher krankenpflege entgegennimmt, muss sie prüfen, ob sie ausreichend qualifiziertes personal hat, um die leistungen zu erbringen, ansonsten muss sie die übernahme des pat. ablehnen. alleine die pdl ist dafür verantwortlich, wen sie dort zur versorgung hinschickt und wen nicht, mit allen konsequenzen die dazu gehören (abrechnungsbetrug, mögliche behandlungsfehler, haftung). sie sollte sich selbstverständlich an die gesetzlichen regelungen und vorgaben halten. sollte etwas passieren, hält sie den kopf dafür hin, und selbstverständlich auch der durchführende mitarbeiter. jeder, der die durchführung bestimmter maßnahmen nicht beherrscht, und weiss, das er sie eigentlich auch nicht durchführen darf, egal welche berufliche qualifikation er hat, ist verpflichtet die durchführung abzulehnen. bleibt uns nur, im sinne des patienten, zu hoffen, das alles gut geht und alles seine richtigkeit hat!!!
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

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Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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