Pkms

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Bastet76

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Hallo liebes Forum!

Wir fangen jetzt mit PKMS an, und das zum Glück ( auf drängen unser PDL :thumbsup2:) auf PC.

Wir dürfen jetzt rumprobieren und versuchen Pat. wo wir glauben das es sich um eine A4 handelt, einzugruppieren.
Also ich muß sagen das ist ganz schön schwierig!

Hab schon ein wenig recherchiert und mich ein wenig belesen, ist es wirklich so das nur ca. 1-2% / Jahr der zu betreuenden Patienten der A4 Gruppe zuzuordenen sind?

Ich muß das jetzt meinem Team in der nächsten Teambesprechung verklickern und hab ein wenig Angst vor der Frage: Und was bringt uns der Arbeitsaufwand (jeden Tag eintragen) wenn der Pat. am Ende der Liegezeit keine 43 Punkte erreicht hat??

Also mich würde interessieren:
1) Wer arbeitet schon mit PKMS?
2) Wie lange arbeitet ihr schon damit?
3) Wie seht ihr den Arbeitsaufwand versus "Erlös"
4) Und last but noch least: Was haltet ihr generell davon?

Wenn ich einen Pat.habe der nicht selbständig essen, trinken, sich lagern, waschen usw. kann der ist nicht zwangsläufig eine A4, hab ich so beim probieren festgestellt :blink:

Ich finde es toll das es ein Instrument gibt um die Pflege transparenter zu machen, und evtl. sogar einen "Erlös" zu erwirtschaften, doch sehe ich zusätzlich zu den ganzen anderen "Schreibarbeiten" eine Menge Arbeit auf uns zukommen.:whistling

Danke im Vorraus für Eure sachkundige Hilfe

MFG
Bastet76
 
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chrodechilde

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AW: Pkms

über dieses zhema hatten wir schon mal in der sparte "berufspolitik" diskutiert. Vielleicht findest du dort schon ein paar anregungen.
 
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Bastet76

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Re: AW: Pkms

OK. danke dann werd ich mal dort nachlesen!
 
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retep1

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AW: Pkms

Ich arbeite auf einer Geriatriestation und wir haben seit Januar PKMS eingeführt.
Wir haben viele Patienten die in Stufe 4 eingestuft werden. Ob sie auch so bezahlt werden halte ich für fraglich. Die dazu notwendige Dokumentation wird wohl den Anforderungen nicht ausreichend entsprechen.
Ich kann einer Pat. von 90 Jahren die dement ist und schon immer wenig trinkt keine 1,5Liter Einfuhr mit Gewalt einhelfen. Auch wenn ich es schaffe der Patientin oftmals das Getränk zu reichen. 20mal täglich 50ml sind auch nur 1Liter. Die Häufigkeit und die Menge gehen an der Realität vorbei.Außerdem haben wir bei uns nicht die Zeit und die Ruhe entsprechend PKMS zu dokumentieren. ( teils mit angabe wieviel Zeit und wann genau)
Wer sich digitales rektales Ausräumen des Pat. als Tätigkeit für das Pflegepersonal einfallen lassen hat sollte sich erst mal mit der Rechtslage beschäftigen.
Fazit: scheinbar nicht praktisch am Pat. arbeitende Leute haben diesen ..... erfunden.
Das Personal vor Ort muss seine Zeit für diesen Bürokram statt für die Arbeit am Patienten nutzen.Als Erbebnis wird dann auf dem Papier eine Versorgung erfunden die den Anforderungen von PKMS entspricht.
Wir erfassen auch für jeden Pat. den BMI, auch für die welche offensichtlich nicht kachektisch oder adipös sind. Welchen Sinn das bei im Schnitt 80Jahre alten Pat. macht frage ich mich bis heute. Die haben doch Hausärzte und sind nur 3-4 Wochen auf der Geri. Ich glaube nicht an mehr Personal durch PKMS, das Geld ist nicht da. Also führen wir Scheingefechte und erhalten uns das Märchen das bei zunehmendem Durchschnittsalter der Patienten ohne Aufstockung des notwendigen Personals die Pflegequalität steigt oder zumindest erhalten bleibt....
 
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Kessia

Kessia

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AW: Pkms

Ich arbeite auf einer Geriatriestation und wir haben seit Januar PKMS eingeführt.
Wir haben viele Patienten die in Stufe 4 eingestuft werden. Ob sie auch so bezahlt werden halte ich für fraglich. Die dazu notwendige Dokumentation wird wohl den Anforderungen nicht ausreichend entsprechen.
Ich kann einer Pat. von 90 Jahren die dement ist und schon immer wenig trinkt keine 1,5Liter Einfuhr mit Gewalt einhelfen. Auch wenn ich es schaffe der Patientin oftmals das Getränk zu reichen. 20mal täglich 50ml sind auch nur 1Liter. Die Häufigkeit und die Menge gehen an der Realität vorbei.Außerdem haben wir bei uns nicht die Zeit und die Ruhe entsprechend PKMS zu dokumentieren. ( teils mit angabe wieviel Zeit und wann genau)
Wer sich digitales rektales Ausräumen des Pat. als Tätigkeit für das Pflegepersonal einfallen lassen hat sollte sich erst mal mit der Rechtslage beschäftigen.
Fazit: scheinbar nicht praktisch am Pat. arbeitende Leute haben diesen ..... erfunden.
Das Personal vor Ort muss seine Zeit für diesen Bürokram statt für die Arbeit am Patienten nutzen.Als Erbebnis wird dann auf dem Papier eine Versorgung erfunden die den Anforderungen von PKMS entspricht.
Wir erfassen auch für jeden Pat. den BMI, auch für die welche offensichtlich nicht kachektisch oder adipös sind. Welchen Sinn das bei im Schnitt 80Jahre alten Pat. macht frage ich mich bis heute. Die haben doch Hausärzte und sind nur 3-4 Wochen auf der Geri. Ich glaube nicht an mehr Personal durch PKMS, das Geld ist nicht da. Also führen wir Scheingefechte und erhalten uns das Märchen das bei zunehmendem Durchschnittsalter der Patienten ohne Aufstockung des notwendigen Personals die Pflegequalität steigt oder zumindest erhalten bleibt....
Das klingt alles so hastig.
Ich für meine Begriffe habe da absolut keine Lust, wenn man so sowas liest, Zeichen zu analysieren, zu bewerten oder zu beantworten. :ka:
 
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femadika

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AW: Pkms

"Es gibt interessante Neuigkeiten zum PKMS:
Deutscher Pflegerat - Aktuelle Informationen zum PKMS-E

Mal sehen was da heraus kommt.

Gruß
samoth"




leider funktioniert der obige Link nicht. Ein Pflegerat-Kennwort ist erforderlich. Was kann man dort lesen?
 
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chrodechilde

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AW: Pkms

Und was soll da jetzt einfacher gemacht worden sein?

PKMS besteht den Praxixtest! Ich könnte KOTZEN wenn ich so eine Realitätsverweigerung sehe! Ist das alles was uns die lächerliche Akkademisierung der Pflege gebracht hat, Tonnenweise elaborierte Formulare und "Expertenstandarts" die uns noch die letzte Kraft rauben?
 
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Neurochirurgische Wachstation
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