Piritramit WW mit Opripamol...

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lulli00

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Hallo Zusammen.

Ich bin derzeit in der Ausbildung. Ich hab etwas entdeckt und wollte mich vergewissern ob ich das richtig verstanden habe.

Piritramit soll nicht mit MAO Hemmern gegeben werden. Diese sollen 10-14 Tage vorher abgesetzt sein.
Opripamol ist nach meiner Recherche ein MAO Hemmer. In Verbindung soll das (Bis zu Lebensgefährliche) Einwirkung auf den ZNS, Atmungs- und Kreislaufsystem haben.

Kann diese Kombi RR Entgleisungen verursachen und Anfallartige Übelkeit?

LG Lulli
 
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moblo

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Hallo Zusammen.
Ich bin derzeit in der Ausbildung. Ich hab etwas entdeckt und wollte mich vergewissern ob ich das richtig verstanden habe.
Piritramit soll nicht mit MAO Hemmern gegeben werden. Diese sollen 10-14 Tage vorher abgesetzt sein.
Opripamol ist nach meiner Recherche ein MAO Hemmer. In Verbindung soll das (Bis zu Lebensgefährliche) Einwirkung auf den ZNS, Atmungs- und Kreislaufsystem haben.
Kann diese Kombi RR Entgleisungen verursachen und Anfallartige Übelkeit?
LG Lulli

Hallo Lulli,
wenn auf die Gefahr eines neuroleptischen Syndroms hingewiesen wird, so ist die Kombi wirklich lebensgefährlich, z.B. Herzrasen, Schwitzen, extreme Angstgefühle, Nieren- und Herzversagen, ..., Multiorganversagen.
Ganz ähnliche Auswirkungen können auch andere Kombinationen haben.
Das kommt zwar selten vor, aber die ersten Anzeichen werden u.U. falsch gedeutet und noch mehr in diesem Fall schädliche Medikamente gegeben. Grundsätzlch muss bei Ärzten von einer gewissen Gleichgültigkeit ausgegangen werden. So habe ich schon Fälle erlebt, wo ein Patient ohne wirkliche Notwendigkeit 18 verschieden Medikamente bekommen hat. Nach einem Krankenhausaufenthalt waren es dann "nur" noch 12, davon die Hälfte hochwirksame Psychopharmaka. Der frühe Tod solcher Patienten/Patientinnen wird billigend in Kauf genommen.

Sicher ist Piritramit nur kurzfristig eingesetzt oder es gibt schwere Schmerzzustände z.B. bei Krebs-Endstadium?
Zu Opripamol Gegenanzeige: Kombination mit bestimmten Präparaten zur Behandlung depressiver Erkrankungen (MAO-Hemmer).
(Absolute Gegenanzeigen von Opipramol AL 50mg Filmtabletten) Quelle: Apotheken Umschau Beipackzettel...


Es ist ein Angstlöser.

"Die genaue Wirkweise von Opipramol ist derzeit noch unklar, man kann jedoch von einem stimmungsaufhellenden, angstlösenden (anxiolytisch) Wirkstoff sprechen. Insidon® (= Opipamol) interferiert mit zahlreichen Regelkreisen im zentralen Nervensystem. Dazu zählen u.a. das Serotonin-, das Noradrenalin-, das Dopamin-, das Acetylcholin- und das Histaminsystem." Quelle: Dr-gumpert.de
Außerdem erhöht es die Suizidgefahr!

Also gut beobachten, HKS regelmäßig kontrollieren und den Pateinten offen nach seinem Befinden fragen!

Interessant finde ich auch diese Liste, falls Du mit älteren Menschen arbeitest.
http://medikamente-im-alter.de/priscus.html

Hinweis: Ich habe keine medizinische Ausbildung im eigentlichen Sinne!
 
Qualifikation
Musik- und Entspannungstherapeutin
Fachgebiet
u.a. Heim
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