Pflegeüberleitung & Case Management

D

Dete

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29.11.2005
15711
@ all

Wer hat praktische Erfahrung in der Pflegeüberleitung Krankenhaus --> Wohnung bzw. häusliche Umgebung und kann darüber berichten, schreiben
evtl. Unterlagen zur Verfügung stellen. Wir planen derzeit den Aufbau eines
Pflegenetzwerkes mit der entsprechenden Versorgung im Bereich Pflege, Therapie, Hauswirtschaft etc.

Mich interessiert besonders, wie reagiert der KH-Sozialdienst auf Angebote von "Draussen" und wird dieses Angebot auch von den Hausärzten angenommen ?

Ich freue mich auf die Antworten und einen regen Erfahrungsaustausch.

Freundliche Grüße

Dete
 
Manegger

Manegger

Mitglied
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Hallo Dete,
darüber gibt es massenhaft Literatur, in dicken Büchern gesamelt. Unterschiedliche Bereiche und Erkrankungen.
Allerdings mit der spezielen Fragestellung wie du sie hast möglicherweise nicht.
Was willst du denn da genau wissen?
Was denkst du wirst du erfahren?
Geht es dir um eine tiefgreifende Recherche oder "nur" um praktische Hilfe und Tipps?
Im Klinikum Region Hannover GmbH wird seit ein paar Jahren die Pflegeüberleitung durch vertraglich gebundene Pflegedienste vorgenommen.
Zur Zeit findet eine Evaluation durch die EFH Hannover statt, um eine Reflektion durchzuführen, wie die Qualität war, wo es Probleme gab, was geholfen hat.
Ende der Studie Ende Januar 2007.
Wenn du Informationen oder Namen von Pflegediensten haben möchtest, dann wende dich doch mal an das Klinikum.
 
B

BMG77

Mitglied
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20.01.2006
28201
In Hamburg gibt es das "SEAMAN-" Projekt, habe leider die www. Adresse gerade nicht, aber googeln kannst du ja sicher :wassat:

Die beschäftigen sich v.a. mit der IT Umsetzung einer Verknüpfung zwischen KH, Hausarzt und den anderen Beteiligten der Versorgung...

Gruß
 
Manegger

Manegger

Mitglied
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Hallo Dete,
habe mich ein wenig schlau gemacht (da ich zur zeit in ähnlichen Gewässern fische).
Ich empfehle dir ganz heiß und innig das Buch von Klaus Wingenfeld, "Die Entlassung aus dem Krankenhaus" - Institutionelle Übergänge und gesundheitlich bedingte Transitionen
Huber, ISBN 3-456-84216-3
Das Buch sollte bei deinem Vorhaben unbedingt gelesen worden sein.
Neben anderen Themen wird hier dem Sozialdienst ein ganzes kapiteöl gewidmet.
Grundtenor ist, dass der Sozialdienst im Krankenhaus in vielen Jahren zu Handlangerdienst der Ärzte und unr noch zum Anbahnen von AHB und REHA verkümmert ist.
Sozialarbeit bei kritischen Patientengruppen wie AIDS, Alkohol und Drogen, chronische Erkrankungen etc wird kaum noch vorgenommen.
Die immer weiter fortschreitende Umsetzung des Entlassungungsmanagement in den Krankenhäusern, welhes nicht selten komplett von Pflegekräften übernommen wird, drängt den Sozialdienst noch ein weiteres Mal in die Ecke.
Favoritisiert werden die Krankenhäuser, in denen die Pflegüberleitungsdienste sich mit dem Sozialdienst die Räumlichkeiten teilen und auf Stationen tätig werden, bevor ein Arzt oder eine Pflegekraft oder gar mal ein Patient es ausdrücklich wünscht.
Es werden Situationen beschrieben, bei denen die Sozialarbeiter mit den Pflegekräften die Visiten mitmachen und von sich aus tätig werden.
Gehindert werden die Sozialarbeiter in der Regel dann wieder durch die Ärzte. Das beschaffen von Daten, Informationen und Unterschriften "vertrödelt" die meiste Zeit. Krankenhäuser, die den Wert einer guten Sozialarbeit und einer guten Pflegeüberleitung schätzen gelernt habe, stehen nicht selten in der Sonne des Gesundheitssystem
 
D

Dete

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
29.11.2005
15711
Hallo,

zunächst möchte ich mich für die Antworten und Tipps bedanken. Leider war ich gesundheitlich aus dem Verkehr und durfe nach fast 30 Jahren mal wieder
als Patient in ein Krankenhaus.

Meine Frau hat mich mit allerlei Input versorgt. Ich konnte viel telefonieren und ich hatte so auch Gelegenheit mit dem KH-Sozialdienst zu sprechen.

Folgende Weg wollen wir gehen:
Zunächst Gründen wir einen Verein - weil Krankenhäuser keine Pflegedienst bevorzugen ;-) - dürfen. Ein Verein als Pflegenetzwerk kommt gut an. Das haben zwischenzeitlich die Telefonate z.T. auf GF-Ebene ergeben.

Über diesen Verein wird das Entlassungsmanagement steuern und die notwendige Schritte für den Patienten einleiten. Einige amb. Dienste haben hier zwar Überleitungsschwester, mir wurde jedoch gesagt, dass die Zusammenarbeit nicht optimal verläuft, das es hier nur um die Trägereigene
Pflege geht.

Ich halte euch auf dem laufenden.

Gruß

Dete
 

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