Pflegetherapeutische Gruppen auf einer Psychotherapiestation

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dancenurse

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Hallo!
Wer hat Erfahrungen mit pflegethrerapeutischen Gruppen und natürlich auch Lust darüber zu diskutieren?
Würde mich interessieren wie solche Gruppen in anderen Institutionen ablaufen bzw. gehandhabt werden.
Zum Beispiel: Bewegungsgruppe, Spielgruppe, Genussgruppe, Morgengymnastik, usw.
Ich arbeite als dipl.Kr.schwester an einer Abteilung für stationäre Psychotherapie, wir stehen allerdings noch ziemlich am Anfang, die Abteilung besteht erst ein knappes Jahr.

dancenurse
 
Qualifikation
diplomierte psychiatrische Krankenschwester
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Psychotherapieabteilung
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Marion FKS

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Hallo dancenurse,

arbeite auf einer Station für Krisenintervention, in unserem Gruppenangebot hat sich im Laufe der Jahre einiges geändert. Früher als wir noch eine allgemeinpsychiatrische Station mit allen Krankheitsbildern waren und längeren Behandlungszeiten drehten sich die Gruppen eher um "gemeinsames praktisches Tun", "Selbstversorgungstraining", "Freizeitbeschäftigung", konkret: Frühgymnastik, Vollversammlung, Morgenrunde, Kochgruppe, Lesegruppe, Gesprächsgruppe, Freizeitgruppe, Malgruppe, Rollenspiel gab´s auch mal kurz. Inzwischen machen wir weiterhin Morgenrunde jeden Morgen (außer am Wochenende, da dürfen die Patienten ausschlafen), Vollversammlung einmal die Woche, Tagesreflektion jeden Abend, Therapiekonferenz mit allen Therapeuten, Gesprächsgruppe und Psychoedukation mit Arzt, Soziotherapeutische Gruppe, Kegeln. Wie Du siehst, nicht mehr so viel, dafür aber mehr Einzelarbeit und viele, viele Einzelgespräche. Passt aufgrund der Krankheitsbilder besser, hängt aber auch mit dem niedrigeren Personalschlüssel zusammen. Geplant zusätzlich Entspannungsgruppe. Aromapflege haben wir jetzt auch angefangen, kommt gut an. Sportliche Sachen und Entspannung wird über die Sporttherapeuten angeboten, Musik-, Physio-, Reit- und Ergotherapeuten sowie haben auch ihr entsprechendes Angebot. Auf anderen Stationen gibt es auch Genußgruppen(Depression), DBT mit allem was dazugehört (Borderline), BELA("gesunde Ernährung") (Psychosen), Suchtspezifische Info-Gruppen. Zum Teil können unsere Patienten diese auch nutzen nach Absprache.
Was macht ihr denn so an Gruppen?
Und andere Frage: Was ist eine diplomierte FKS, kommst Du aus der Schweiz?:neugier:

LG Marion
 
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FKS Psych., Studentin Pflege- u. Gesundheitswissenschaften, Dozentin KPS
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Psychiatrie/Krisenintervention
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haduloha

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BELA("gesunde Ernährung") (Psychosen),
.................:nono:.....................:nono:

BELA - „Bewegung - Ernährung - Lernen - Akzeptieren”,
ein speziell von der Pharmafirma "Lilly" entwickeltes Psychoedukationsprogramm zur gesunden Ernährung.
Im speziellen zur Gewichtsreduktion und Vermeidung von Gewichtzunahme bei ALLEN Patienten, die Zyprexa (Olanzapin) einnehmen
(z.B. auch bei Augmentation mit Antidepressiva)
 
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Fachkrankenpfleger Psychiatrie
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ambulante psychiatrische Pflege
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BAPP - Vorstand und Regionalgruppe Nord
Fragmentis

Fragmentis

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...bin dabei...

Neugier on...

Fragmentis
 
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Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
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EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
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Marion FKS

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.................:nono:.....................:nono:

BELA - „Bewegung - Ernährung - Lernen - Akzeptieren”,
ein speziell von der Pharmafirma "Lilly" entwickeltes Psychoedukationsprogramm zur gesunden Ernährung.
Im speziellen zur Gewichtsreduktion und Vermeidung von Gewichtzunahme bei ALLEN Patienten, die Zyprexa (Olanzapin) einnehmen
(z.B. auch bei Augmentation mit Antidepressiva)
schon klar, war etwas kurz gefasst, im Grunde geht es aber doch letztendlich um gesunde Ernährung mit ein bißchen Motivation zu mehr Bewegung, so ´ne Art Mini- weight watchers ohne Punkte zählen. Mit "Psychosen" war gemeint, daß es bei uns auf der Station mit dem Behandlungsschwerpunkt schizophrene Psychosen angeboten wird. Ich schrieb ja, daß wir (also Stationen mit anderen Behandlungsschwerpunkten) auch diese Programme, bzw. Gruppen nutzen können.
Außerdem geht es doch nicht nur um Patienten, die Zyprexa einnehmen, Gewichtszunahme ist ja auch ein Problem bei anderen Medikamenten. Und da sich das Programm in seinem Inhalt nicht auf Medikamente bezieht (soweit ich mich erinnere), ist es doch eigentlich für alle Patienten geeignet, die sich ungesund ernähren und zu wenig bewegen. Und das sind ja, wie in der "Normal"bevölkerung, nicht gerade wenige.

So, und da ich auch neugierig bin, dancenurse, fragmentis und haduloha, packt mal aus! :bitte:

LG, Marion
 
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FKS Psych., Studentin Pflege- u. Gesundheitswissenschaften, Dozentin KPS
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Marion FKS

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Hallo,

man könnte ja auch Konzepte austauschen, würde ich allerdings liebe mailen, sonst sprengts dann doch den Rahmen.

LG Marion
 
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haduloha

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...Außerdem geht es doch nicht nur um Patienten, die Zyprexa einnehmen...
Naja, so ganz ursprünglich aber schon doch.
Das BELA - Programm war die Reaktion von Lilly, eben als Hersteller von Zyprexa, auf die wegbrechende Compliance der Patienten aufgrund der medikamentös bedingten Gewichtszunahme.
Was pfiffige Köpfe (Pflegekräfte eben:laughing:)
dann daraus gemacht haben war, einfach das funktionierende System auf alle Betroffenen auszuweiten, die durch ihre Medikation deutlich Gewicht zugelegt hatten...

Nun zum eigentlichen:
So, und da ich auch neugierig bin, dancenurse, fragmentis und haduloha, packt mal aus! :bitte:
Da ich ambulant arbeite, wird der Großteil der pflegetherapeutischen Interventionen eher als Einzelmaßnahme durchgeführt.

Gruppen:
  • Ernährungsschulung nach BELA :innocent:
  • Psychoedukation nach dem Alliance - Programm (inkl. "Anleihen" aus dem Schattauer PET) als Patienten - Edukation
  • PET auch im Rahmen des sozialen Lebenskontextes (Familie o.ä. Kleingruppen)
  • Moderation / Begleitung von Selbsthilfegruppen oder Hilfestellung zu Themen wie TZI
  • Etablierung von BUDDY - Systemen (frei nach "LAMBS":wink:)

Einzeln: - Alles, was denkbar ist -

  • Angstplanung, -training, -exposition
  • Lebenspraktisches Training (LPT), mit Bedürfniskonfrontation
  • Einzel - PET
  • Milieu - Therapie (auch Wohnraumgestaltung)
  • PME / PMR
  • Terraintherapie (ohne den Bewegungstherapeutischen Aspekt - eher im Sinne von Selbstwahrnehmung in Kontext mit der Natur) wobei wir im Norden die Möglichkeit geniessen mit den Patienten ins Watt gehen zu können, weil sich da viele Aspekte gut verknüpfen lassen.
  • Motoriktraining wo keine Ergotherapie dafür eingesetzt / verordnet wird
  • sensorische Therapie (olfaktorisch, haptisch / taktil, gustatorisch)
@dancenurse
sieht also bei mir nicht viel anders aus als bei Dir.
Ist halt oft "alter Wein in neuen Schläuchen" wobei nicht jede "neue" (besser "andere") Bezeichnung wirklich besser sein muss:cry:

Gruß
haduloha



 
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Marion FKS

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Hört sich sehr interessant an, vor allem in Zusammenhang mit ambulanter Arbeit. Habe mal in unserer Ambulanz gearbeitet, von der Pflege gab´s aber nur den "Runden Tisch" (= Kaffetrinken + Medikamene besprechen, stellen, Depotinjektionen) und eine Sport- und Freizeitgruppe.
Aber ein paar Fragen hätte ich noch:
Unter Buddy-Systemen kann ich mir zwar was vorstellen, habe aber noch nie was von LAMBS gehört. Googeln bringt nur Ergebnisse zu "Mary had a little lamb und Buddy Guy" :kopfkratz:.
PET = Psychoedukatives Training?
PMR ist klar, aber PME?
Allinace-Programm kenne ich noch nicht, unser Konzept basiertauf Wienberg, Wiedemann, meinst Du das mit Schattauer? Welche Unterschiede sind von Bedeutung?
Angstexposition: Stelle ich mir schwierig vor, gibts da irgendeine gute Fortbildung?

LG Marion
 
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haduloha

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Habe mal in unserer Ambulanz gearbeitet, von der Pflege gab´s aber nur den "Runden Tisch" (= Kaffetrinken + Medikamene besprechen, stellen, Depotinjektionen) und eine Sport- und Freizeitgruppe.
Die Arbeit in einer Ambulanz, zu der die Patienten hin kommen ist eben doch klar anders als aufsuchende psychiatrische Pflege...
Aber ein paar Fragen hätte ich noch:
Aber jederzeit und gerne doch:wink:, dafür sind wir doch alle hier, oder?
Unter Buddy-Systemen kann ich mir zwar was vorstellen, habe aber noch nie was von LAMBS gehört. Googeln bringt nur Ergebnisse zu "Mary had a little lamb und Buddy Guy" :kopfkratz:.
O.K. dann war dieser "insider" zu unbekannt.
Eine Lektüre, die keiner aus der Medizin verpassen sollte ist das Buch "House of God"
Der Nachfolger ist "Mount Misery", wo aus dem jungen Assistenzarzt ein Psychiater wird. (Aus meiner Sicht sind beide Roman sehr zu empfehlen).
Und aus diesem Buch stammt LAMBS - Lennard A. Mallik's Buddy System, daher der Smiley:laughing:
PET = Psychoedukatives Training?
Jepp, ganz genau.
PMR ist klar, aber PME?
Jeder nach seiner Fasson, der eine sagt Relaxation, der andere sagt Entspannung.
Bei meinen Patienten kommt "progressive Muskelentspannung" besser an als die "Relaxation", den Begriff finden viele "Überkandidelt"
Allinace-Programm kenne ich noch nicht, unser Konzept basiertauf Wienberg, Wiedemann, meinst Du das mit Schattauer? Welche Unterschiede sind von Bedeutung?
Asche über mein Haupt!
Schattauer ist nur der Verlag und der Autor ist ein Josef Bäuml.
Bei den Unterschieden ist nicht wirklich viel von Bedeutung, das ist eher Geschmackssache, der eine mag lieber das Inselmodell zur Beschreibung der Dopaminrezeptortheorie, der andere mag lieber die schematische Zeichnung des synaptischen Spalts.
Einer mag lieber das Reifenmodell zur Darstellung von Stressoren und Vulnerabilität, der nächste nimmt lieber ein Balkendiagramm.
Da ist einfach ein wenig Fingerspitzengefühl in der Gruppe gefragt und wenn es partout nicht gelingen will mit der schematischen Darstellung X zur Gruppe durch zu dringen, dann nehme ich eben Darstellung Y.
Ein sklavisches Festhalten an nur dem einem Programm, ohne einfühlsame Flexibilität finde ich affig.
Wienberg und Wiedemann sind, wenn ich es richtig weiß Autoren eines PET Programmens für bipolare Störungen, das von Bäuml ist für schizophrene Psychosen konzipiert und von der Entstehung her älter bzw. die Grundlage für die Weiterentwicklung in andere Bereiche der Psychiatrie und Somatik.
Angstexposition: Stelle ich mir schwierig vor, gibts da irgendeine gute Fortbildung?
Ist es auch, dafür ist es auch sehr spannend und eine große organisatorische Herausforderung, weil wir im ambulanten Setting "Netz und doppelten Boden" organisieren müssen.
Sprich wir müssen die Verfügbarkeit einer weiteren Pflegekraft im Hintergrund sicherstellen.
Das habe ich aber "schmerzlich" lernen müssen.:innocent: Vielleicht schreibe ich euch irgendwann die Anekdote..
Fortbildungen hierzu?
Habe ich nicht gefunden, bzw. was ich gefunden habe fand ich nicht gut!

(Nur so "Co-Therapeuten-Kram" und wir sind Therapeuten kein "Co-"irgendwas! :spinner:
Therapie im Wortsinne heißt dienend, pflegend, heilend hilfreich tätig sein, wie kann eine Fachpflegekraft sich da mit einem "Co-" zufrieden geben?:mad_2: Für mich hört sich dieses "Co-" wie "Hilfsarbeiter" oder "Handlanger ohne Entscheidungskompetenz" an.)

Aber wir haben einen guten Draht zu einigen örtlchen PsychotherapeutInnen (PT) und haben es arrangieren können, dass die Bezugspflegekraft das Expositionsprogramm mit der PT zusammen ausarbeitet:thumbsup2:. Fachliche Supervision erfolgte dann über die PT oder den Psychiater.

Und ich kann hierzu Morschitzky empfehlen.:guckstduh
Panikattacken, Angststörung, Panikstörung, Phobie, Sozialphobie, Platzangst, Zwangsstörung, Psychosomatik, Angststörungen, Angsterkrankung, Angstkrankheit, Angst, Ängste, Panik, Phobien, Agoraphobie, Hypochondrie, somatoforme Störungen, funktionelle

Gruß
haduloha

 
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dancenurse

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Vielen Dank für die Antworten - freu mich:eek:riginal:,dass sich auch ein paar andere mit diesem Thema beschäftigen.
Ich bin aus Österreich und habe ein 3jährige Ausbildung in der Krankenpflegeschule=psychiatrisches Diplom-nehme an ist wahrscheinlich mit der Bezeichnung "Fachkraft" vergleichbar.
Allerdings ist diese Ausbildung schon länger her (1984-1987:laughing:)- hab insgesamt 25 Jahre auf der Akutpsychiatrie gearbeitet und vor 11 Monaten ist das psychiatrische KH geschlossen worden und wir übersiedelten in ein allgemeines KH. Meine Station - Abteilung für stationäre Psychotherapie ist dann dort ganz neu eröffnet worden.
Unsere Probleme sind im Moment, dass wir unseren Berufsstand(Pflegepersonal) selbstbewusster vertreten müssen, weiters ist die Motivation einiger Patienten an der Teilnahme von therapeutischen Pflegegruppen schwierig, besonders bei der Bewegungsgruppe - anscheinend bewegt sich heutzutage niemand mehr gern:blushing:!!!!
Im Moment bieten wir:
"Aktiv in den Tag" - Morgengymnastik, Dauer 30 min.
"Kreatives Zimmer" - Mo-Fr jeweils am Vor-undNachmittag 1,5 Stunden.
"Spielgruppe" - Mo-Fr 50 min, verschieden Gesellschaftsspiele zum Training der kognitiven Fähigkeiten.
"Bewegungsgruppe" - Mo-Fr am Nachmittag 90 min - vom Spaziergang, Nordic Walken, Ballspiele am Sportplatz oder im Turnsaal, ev. auch schwimmen im Hallenbad möglich - diese Gruppe ist eher offen und vom Wetter abhängig.
"Nordic Walken" Gruppe - 14tägig
"Kreative Gruppe" - 14tägig, Thema gebunden,z.B.:Tonarbeiten.
"Genusstraining" - mit dieser Gruppe hatten wir anfangs enorme Schwierigkeiten, da die Psychotherapeuten meinten, diese Gruppe wäre ihr Aufgabenbereich.
Die Aufenthaltsdauer unserer Patienten beträgt im Durchschnitt 3 Monate - mit Wochenendausgängen über Nacht, d.h. am Wochenende sind meist nur 6-8 Patienten anwesend - da bieten wir dann meist eine "Zeitungsgruppe" oder "Spielgruppe" an.
Die Gesamtbettenanzahl beträgt 28 - ziemlich groß für eine Psychotherapieabteilung!!!!
Pflegepersonal und Patienten sind in 2 Gruppen geteilt - gelb und grün - und wir arbeiten mit "Bezugspflege".

@haduloha:Kann dir nur Recht geben - mit den "alten Wein in neuen Schläuchen" - ich selber bin ja auch eher eine "alte" Schwester :laughing:. Diese "neuen" Bezeichnungen beeindrucken natürlich auch und "klingen" auch noch ganz toll!!!! Ist aber auch im Alltag sehr oft - :eek:riginal:!!!!

lg dancenurse
 
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Marion FKS

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Hallo Haduloha,

aufsuchend waren wir inder Institutsanbulanz auch tätig, ist ja auch eigentlich die Voraussetzung im Gegensatzt zu niedergelassenen Psychotherapeuten, nämlich die Betreung von Patienten, die aufgrund von Dauer oder Schwere ihrer Erkrankung die Behandlungsstätte nicht aufsuchen können, also chronisch psychisch kranke Menschen in der Regel.

House of god und Mount Misery kenne ich natürlich, jetzt wo Du´s schreibst, kommt auch die Erinnerungan das buddy-System wieder, na ja, manchmal hakt´s bei ikr etwas. Kann ich übrigens auch empfehlen, stimme Dir voll zu.

Mit der Angstexposition finde ich sehr interessant und eine kompetente Lösung mit der Psychotherapeutin im Hintergrund. Bei uns in der Klinik steht scheinbar immermehr das biomedizinische Modell im Vordergrund, auf gut Deutsch: Medikamente und keine Zeit. (Ist jetzt vielleicht etwas überzogen, aber da schents schon hin zu gehen, nichts mehr mit Sozialpsychiatrie).
Das mit dem Co-Therapeuten kann ich bestätigen, mache gerade fürs Studium Interviews von ehemaligen Mitarbeitern; Co-Therapeuten hießen sie früher auch, was dann bedeutete, alles vor- und nachzubereiten, aufzuräumen und zu putzen und ansonsten die Klappe zu halten (wieder vielleicht ein wenig überzogen).

@ dancenurse:
Bezugspflegesystem gibts bei uns auch, integriert in eine Gruppenpflege, das heißt zwanzig Patienten aufgeteilt á 10 (oberer Flur und unterer Flur), Dienstplan und Team auch aufgeteilt, so daß ich innerhalb meiner Gruppe noch ca. drei Bezugspatienten habe. Aber so richtig funktioniert Bezugspflege nicht (mehr) aufgrund geringer Besetzung und Schichtdienst, viele Teilzeitkräfte.
Was ist denn ein "keatives Zimmer"? Ergotherapie?

LG Marion
 
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senta

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Borchen
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Ich arbeite auf einer geschlossenen allg. Psych. Stat. mit forensischen Patienten. Wir sind mit der Eigenreinigung einzelner Zimmer zur Vorbereitung auf die Entlassung angefangen. Ebenso mit einer Selbstversorgergruppe, die Pat. sind komplett aus der Klinikverpflegung, funktioniert nur mit enger Begleitung in der Anfangsphase. Mich interessiert die Gruppe kreatives Zimmer von der Dancenurse.
 
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