Arbeitsrecht Pflegestudium ohne Ausbildung

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Pflegeakademiker

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07.02.2006
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Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt mittlerweile verschiedene Studiengänge in der Pflege. Diese sind z.B. Pflegewissenschaft, Pflegemanagement, Pflege und Gesundheit und Pflegepädagogik.
Die Diplomstudiengänge werden in Zukunft und teilweise auch jetzt schon von den neuen Bachelor-Abschlüssen abgelöst.

Auf dem Arbeitsmarkt gibt es vermehrt „Jobfindungsprobleme“ für Studienabsolventen ohne Pflegeexamen.
Hierbei ist zu bedenken, dass es verschiedene Studiengänge gibt, die kein Examen als Voraussetzung haben.
Diese sind z.B. der neue Pflegepädagogikstudiengang in Mainz oder Pflege in Frankfurt.

Dies liegt zum großen Teil auch an den nicht vorhanden gesetzlichen Grundlagen für Studienabgänger ohne Ausbildung.
Hierbei sind besonders die Definierung der Pflegefachkraft (im SGB IX), des Krankenpflegegesetzes, des Altenpfelgegesetzes und des Heilpraktikergesetzes zu bedenken.

LG
 
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Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
verschieden
Weiterbildungen
Dipl.-Pflegewirt (FH), M.Sc.
S

samoth

Hallo,
das mag ja alles so sein, aber ich kann nicht so richtig erkennen, wo hier die Frage oder das Statement ist. Hältst Du das jetzt für gut, dass Hochschulabsolventen ohne Pflegeexamen Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben (vermutlich nicht)? Was soll sich da ändern? Brauchen Pflegepädagogen praktische Erfahrung? Führt ein von der Praxis ungetrübter Blick zu einer besseren Ausbildung der Pflegeschüler?
Wie gesagt, was ist denn hier das Problem?

Gruß
Thomas
 
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07.02.2006
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Der Post ist eher allgemein gemeint.
Mich interessieren Eure Erfahrungen.

z.B.
1. Kennt ihr Absolventen von Pflegestudiengängen, die ohne "Nachexaminierung" einen adäquaten Arbeitsplatz gefunden haben ?

2. Wenn ja wo und in welcher Position (welche Gehaltseinstufung) ?

3. Es ist in jedem Beruf mögich ohne Ausbildung und "nur" mit dem Studium in jedem Bereich des eigenen Studienbereiches zu arbeiten, ohne eine Ausbildung nachzuholen. Nur in der Pflege nicht.
Hier werden neue Studiengänge geschaffen, ohne dass die gesetzlichen Regelungen geschaffen werden.
Dies wird den Studienanfängern nicht so gesagt. Sprich viele studieren einen entsprechenden Studiengang und gehen von ganz anderen Bedingungen aus und erfahren erst später, dass sie ohne "Nachexaminierung" fast keine Chance haben einen angemessenen Job zu finden.
Wie sind Eure Erfahrungen mit Studiengängen im Pflegebereich ?
 
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samoth

ad 1.:Ich kenne keine Studienabsolventen ohne eine pflegerische Grundausbildung. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass vor allem im Bereich Management, aber auch in der Pädagogik jemand ohne Praxiserfahrung als Führungs- oder Lehrkraft akzeptiert wird. Da habe ich es ja schon schwer, obwohl ich vor meiner Laufbahn im Management fast 20 Jahre am Bett tätig war.
ad 2.: eben nicht!
ad 3.: Wenn ich ein Studium beginne, so hat das neben meinen persönlichen Interessen auch etwas mit den zu erwartenden Zukunftschancen in dem angestrebten Beruf zu tun. Ich gehe davon aus, dass sich jemand vor Studienbeginn darüber informiert. Gesetzliche Regelungen hierfür sind meines Erachtens nicht notwendig. Wenn der Bedarf für diese Art der Ausbildung besteht, wird es auch die entsprechenden Stellen geben. Im übrigen: was ist eine angemessener Job?

Gruß
Thomas
 
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07.02.2006
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Hallo Thomas,

es gibt Studiengänge, wie Pflege und Gesundheit und auch Pflegepädagogik ohne vorherige Ausbildung. Der neue Pflegepäd. Studiengang in MZ ist derzeit sogar nur ohne Ausbildung möglich.
Gesetzliche Grundlagen sind z.B. SGB 11 §71 Abs. 3, hier wird festgelegt, wer als Pflegefachkraft anzusehen ist. Der Dipl. Pflegewirt -ohne Pflegeausbildung ist dies nicht. Der Pflegepädagoge (Bachelor) ist es nicht.
Sprich.. Sehr schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wer stellt eine PDL ein, die keine Pflegefachkraft ist.
Hier wurde einfach "geschlampt".
Der neue Bachelor (allgemeine Pflege) ist auch ohne Ausbildung möglich.

Die Pflege steht mit der "Akademisierung" im Umbruch, das ist klar. Allerdings gibt es wohl keine andere akademische Disziplien, in der das Nachholen der Berufsausbildung nach dem Studienabschluß von so großen Nöten ist.
Alternativ kann als KPH - Dipl.Pflegewirt gearbeitet werden.

Als Dipl. Pflegewirt einen ausbildungsplatz zu finden ist auch sehr schwer. Die meisten Schulen lehnen dies ab.

Die Aufklärung der Studienberatung ist nicht die beste ;)
ansonsten hast Du Recht. Mit sowas rechnet man nicht. Hat keiner gerechnet der mit diesem Studiengang begonnen hat.
LG

Weiter Beispiele:

Fulda:

Zulassung


Studieren kann, wer
  1. über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt (Abitur, Fachabitur oder fachgebundene Hochschulreife) und
  2. ein mindestens sechswöchiges Pflegepraktikum in einer stationären oder ambulanten Einrichtung der Altenpflege, Krankenpflege oder Kinderkrankenpflege absolviert hat (Regelungen zum Vorpraktikum).
Eine Berufsausbildung in einem Pflegeberuf ist nicht Voraussetzung für die Zulassung zum Studium.

Quelle: Studiengang Pflege - Fachbereich PG - FH Fulda : Zulassung

Ergänzt durch den Master Pädagogik für Pflegeberufe:
Studiengang Pädagogik für Pflege- und Gesundheit - Fachbereich PG - FH Fulda : Pädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe

Ist eine Lehrkraft (Anerkennung des 1. Staatsexamens Lehramt ist eventuell über RP möglich) geschaffen.

(Was im Prinziep ja auch der Sinn der "Akademisierung" ist) ;) Jedenfalls einer der Punkte.

Andere Hochschulen und FHs gibt es auch.
Das Vorpraktikum ist auch nicht an jeder FH nötig.
 
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05.07.2001
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