Pflegeplanung

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SchwesterHyper

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Hallo..... hab da mal ne Frage zur Pflegeplanung da meine PDL und ich grad nicht ganz einer Meinung sind :rolleyes:

Wenn man in einem AEDL kein Problem hat, dann muss mann meines Wissens nach doch aber trotzdem eine Ressource, Ziel und Maßnahme schreiben????

Seht ihr das genauso? Oder irre ich mich ?!

lg Hyper:eek:riginal:
 
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Krankenschwester/Wohnbereichsleitung/ Praxisanleitung
Fachgebiet
Seniorenheim
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Manu5959

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Hallo Schwester Hyper,


nö, warum denn ein Ziel, wenn kein Problem vorhanden ist?
Mal ehrlich, die Pflegeplanungen sind doch nun wirklich schon aufwendig genug, da muß ich nicht auch noch für was planen, wo kein Problem besteht.

Es wäre auch ausreichend, hier die Ressourcen zu benennen, aber dann ist auch gut.

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
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Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
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dieKathi

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Hallo Schwester Hyper,

ich sehe es etwas anders als Manu, wohl eher so wie du:
Auch wenn Ressourcen vorhanden sind, sollte ein Ziel formuliert werden. Nämlich: Erhaltung der Ressourcen - und die Maßnahme, wodurch das erreicht wird.

Z.B.
AEDL 4 - sich pflegen:
Frau X kann die Körperhygiene selbständig durchführen.
Ziel: Selbständigkeit bleibt erhalten
Maßnahme: Frau X bekommt ausreichend Zeit, um die Hygiene eigenständig durchzuführen

Gerade im Seniorenbereich (wie auch bei uns in der Behindertenhilfe) halte ich das für wichtig und notwendig.

Viele Grüße,
dieKathi
 
Qualifikation
Wohnheimbetreuerin / Krankenschwester
Fachgebiet
Behindertenwohnheim
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stupanka

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Hallo,
meist schreibe ich zu einem bestehenden Problem die dazugehörigen Ressourcen.Würden wir aber für alle Bewohner nur ressourcenorientiert schreiben,dann wäre die Pflegeplanung voll.
ich habe auch die Ressourcenorientierte Planung gelernt,allerdings sollte man die Kirche im Dorf lassen meiner Meinung nach.

Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
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Stationär Altenheim
Lilly-Willow

Lilly-Willow

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Hallo :eek:riginal:

schließe mich @ dieKathi an, wir führen auch eine Ressourcenorientierte Pflegeplanung beim jeweiligen Bewohner.

bei uns steht in den Planungen auch erst die Ressource, dann erst das Problem. und wenn es kein Problem gibt, dann wird meist geschrieben:

"Bewohner hat in dieser AEDL keine Einschränkung" -> "Ziel ist es diese Ressourcen zu fördern" -> und bei Maßnahmen wird dann kurz erläutert was wichtig ist, bzw was zu tun ist um dies zu fördern (z.B. Hilfe bzw. Anleitung bei Tätigkeiten etc.)

klar ist es aufwändig und nimmt viel Zeit in Anspruch erst mal so eine Planung aufzustellen. aber ich denke, wenn man seine Pflegeplanungen regelmäßig evaluiert, es nicht schlimm, bzw schwer sein sollte. schließlich sind wir ja auch dazu da die Ressourcen zu fördern und nicht nur auf die Probleme einzugehen. und somit gehören die Ressouresen für mich definitiv mit in die PFLEGE-Planung.

bei uns wird es im übrigen so gehandhabt, dass alle Bewohner mit den Pflegeplanungen unter dem Pflegepersonal aufgeteilt wurden. so hat jede Pflegefachkraft max. 4-6 Bewohner, für dessen Planung und Dokumentationsordnung er zuständig ist. jeder kann sich so frei einteilen wann er seine Planungen evaluiert und ggf. ändert.
wir haben die Anordnung alle 4-6 Wochen zu evaluieren. das ist ein angemessener Zeitraum in dem auch meist noch alles überschaulich ist.


Lieben Gruß

eure Lilly die nach dem letzten ND nachts nicht schlafen kann :cry::blushing:
 
Qualifikation
Krankenschwester; Praxisanleiterin
Fachgebiet
Alten und Pflegeheim
Weiterbildungen
"Expertenstandard Menschen mit chronischen Wunden"
Weiterbildung zur Praxisanleiterin
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Manu5959

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Hallo Lilly Willow

"Bewohner hat in dieser AEDL keine Einschränkung" -> "Ziel ist es diese Ressourcen zu fördern" -> und bei Maßnahmen wird dann kurz erläutert was wichtig ist, bzw was zu tun ist um dies zu fördern (z.B. Hilfe bzw. Anleitung bei Tätigkeiten etc.)
Warum mußt du hier helfen bzw. anleiten, wenn er es doch selber kann????
Schränkst du dabei nicht eher die Ressourcen ein?


und somit gehören die Ressouresen für mich definitiv mit in die PFLEGE-Planung.
:thumbsup2: stimme ich absolut zu.
bei uns wird es im übrigen so gehandhabt, dass alle Bewohner mit den Pflegeplanungen unter dem Pflegepersonal aufgeteilt wurden. so hat jede Pflegefachkraft max. 4-6 Bewohner, für dessen Planung und Dokumentationsordnung er zuständig ist.
Ja, so war es bei uns auch mal und wird es demnächst auch wieder sein, allerdings ist es durch bestimmte Umstände derzeit so, das 2 Fachkräfte die Planungen für 21 Bewohner erstellen oder evaluieren.
Diese Tatsache hat aber trotzdem nix mit meiner obig genannten Meinung zu tun.
jeder kann sich so frei einteilen wann er seine Planungen evaluiert und ggf. ändert.
:thumbsup2: Führt ihr regelmäßige Pflegeplanbesprechungen durch?

wir haben die Anordnung alle 4-6 Wochen zu evaluieren. das ist ein angemessener Zeitraum in dem auch meist noch alles überschaulich ist.
stimmt!:thumbsup2:

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
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Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
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Mestio

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Liebe Hyper,

Deine Frage möchte ich insoferne mit ja beantworten, als dass die Pflege auch salutogenetische Aspekte beinhaltet. Die Bezeichnung Gesundheits- und Krankenpflege deutet auch darauf hin. Zwar im deutschsprachigen Raum nicht häufig praktiziert, können auch Gesundheitspflegediagnosen (sog. Wellnessdiagnosen) gestellt werden. Diese bauen nicht unbedingt auf einem Problem, sondern vielmehr auf einer Voraussetung dafür auf.
Schau dir diesbezüglichmal NANDA an.
Abgesehen davon müssen Ressourcen immer in der Pflegeplanung berücksichtigt werden. Sie gehören auch zum pflegediagnostischen Prozess. Das bedeutet, dass neben der Formulierung einer Pflegediagnose (z.B. PÄS-Format bei aktueller PD) auch die Ressourcen beschrieben werden müssen. Das ist die Voraussetzung für die Nachvollzierhbarkeit der Planung, für die Ziele usw.
Alles gute, Mestio
 
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Lehrer f. Gesundheits- und Krankenpflege
Fachgebiet
Bildungscontrolling an der Akademie für Fortbildungen und Sonderausbildungen
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stupanka

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Hallo,evaluieren müssen und tun wir doch jeden Tag?Bei der Festlegung von generell 4-6 Wochen für die Evaluation besteht aus meiner Sicht die Gefahr,dass nicht zeitnah auf Veränderungen reagiert wird.

Lg stupanka
 
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Manu5959

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Hallo stupanka,

unsere Pflegeplanungen werden 1x pro Monat evaluiert, allerdings werden starke Veränderungen zeitnah aufgenommen bzw. geändert.

Grüßle Manu
 
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Regent

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Hi,wie bekommt ihr das hin das die Planung monatlich evaluiert wird?Was heißt bei euch zeitnah?
 
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stat.Altenhilfe
Lilly-Willow

Lilly-Willow

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Hallo Regent :eek:riginal:

also wenn es Änderungen gibt sollten die natürlich zeitnah im Sinne von ein paar Tagen, in die Planung aufgenommen werden.
wenn es keine gravierenden Änderungen geben sollte, so handhaben wir es so, dass die Planungen alle 4-6 Wochen in die Hand genommen, durchgelesen und dann ggfl. kleinere Änderungen vorgenommen werden.


@ Manu5959

1. :wink: ich habe geschrieben Hilfe und Anleitung weil mir spontan nix anderes einfiel :laughing: natürlich schränke ich damit die Ressource ein, da hast du recht, dankefür den Hinweis, aber ich glaube das du verstanden hast was ich gemeint habe, vom Prinzip her

2. nein wir führen leider keine Pflegeplanungsbesprechungen, die PDL/WBL schaut die Planung im Rahmen der Pflegevisiten durch und wenn bei den anderen Kollegen Fragen bzw. Anregungen zu den Planungen entstehen, dann werden die persönlich mit der jeweiligen zuständigen PFK besprochen oder beim monatlichen Teamgespräch angesprochen


lieben Gruß Lilly :flowers:
 
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stupanka

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Hallo,wenn bei einem BW ein Dekubitusrisiko festgestellt wird,dann muss pflegerisch sofort reagiert werden,pflegeplanungstechnisch bei Dienstende.
Unsere MA erhalten z.B.mindestens 1x im Monat einen Dokutag,heißt,morgens in die Pflege und sich dann raus tun und zwischen 1-3 Stunden Zeit haben sich um seine Dokus zu kümmern.
Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Stationär Altenheim
Lilly-Willow

Lilly-Willow

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Hallo stupanka,

sehr vorbildlich das eure MA 1x im Monat die Zeit für die Planungen bzw Dokumentation bekommen, finde ich toll. :thumbsup2:
leider ist das bei uns nicht so, wir werden nicht extra vom normalen Dienst dazu freigestellt, dass ist meist gar nicht möglich. wir müssen das immer mal zwischendurch machen.

die Sache mit dem Dekubitusrisiko ist für mich auch selbstverständlich. natürlich müssen da sofort Maßnahmen eingeleitet werden. wir reagieren auf die Einschätzung mittels BRADEN-SKALA, welche wir monatlich aktualisieren, ebenso die Berechnung des BMI.
die aktuellen Einschätzungen der jeweiligen Berechnung sind fester Bestandteil in der Planung und werden dort regelmäßig evaluiert/geändert/aktualisiert.

diese Sachen sind akute Vorkomnisse die dann "zeitnah" eingetragen werden in die Pflegeplanung.


Gruß Lilly :flowers:
 
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SchwesterHyper

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Danke für Eure Antworten habt mir echt weitergeholfen:thumbsup2:

lg Hyper
 
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