Pflegeplanung PESR: ist es so richtig?

theinic

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Habe ich die PESR- Pflegeplanung so wie folgt richtig geschrieben?


P(roblem)
Was hat der Pflegebedürftige?


E(tiologie)
Warum hat er es?


S(ymptom)
Wie zeigt es sich?


R(essource)
Welche Fähigkeiten, Potenziale hat der Pflegebedürftige?



Beispiel AEDL 4


Problem: Der Pat. kann die Körperpflege nicht
selbständig übernehmen.


Ursache: aufgrund von Demenz


Symptome: macht im alle möglichen Türen auf, zieht
an den Schubladen, packt Handtücher hin und her, ist verwirrt weil er
nicht weiß, womit er anfangen soll.


Ressource: nimmt Hilfe an, führt Körperpflege nach Anleitung selbstständig durch.




Und dann die Pflegeziele und die Maßnahmen.........
 
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Katja Lübs

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Hallo, ich würde das Problem anders schreiben : Hr. bzw. Frau.... kann die Körperpflege nicht alleine ausführen aufgrund demenzieller Veränderungen
Ressource:nimmt die Hilfe des PP an
wäscht sich unter Anleitung 1 PP eventuell Gesicht,Hände und
Oberkörper selbstständig
kämmt sich unter Anleitung selbstständig
Ziel: gepflegte und intakte Haut
Körperpflege ist gewährleistet
 
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theinic

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Problemformulierung :eek:, da fallen mir hinterher immer mio. Sachen auf ;o)

Aber mein eigentliches Problem ist diese spezielle PESR , ich komme da oft mit Ethiologie und Symptom durcheinander.

Zum Glück schreibt man bei uns die Planung noch "Normal", halt so wie Du es machst.

Aber nun soll ich es so -Schule :rolleyes: :

Spalte Problem/Pflegediagnose soll so aufgebaut sein:


P: ..... kann die Körperpflege nicht
selbständig übernehmen.

E: aufgrund demenzieller Veränderungen

S: Weiß nicht was er mit Waschutensilien anfangen soll.

R: Nimmt Hilfe an.

dann Zielspalte,

Körperhygiene ist gewährleistet.

Intakte Haut, Veränderungen sind erkannt. Intimsphäre ist beachtet. naja usw.

Wie blöd :spinner: , statt einfach einen Satz schreiben zu können, aber das nur mal so :wink:
 
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Katja Lübs

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Was steht denn hinter der Abkürzung PESR? Kann damit absolut nichts anfangen und habe von dieser Abkürzung auch noch nie was gehört.
 
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Akropolis

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Hallo, ich habe das auch noch nie gehört - aber man soll ja heutzutage in der Pflegeszene nie "nie" sagen !Kommt ja alle paar Wochen was Neues, da kann man wieder alles umarbeiten. Was mich wundert, daß hier mit dem "Problem" begonnen wird. Das war doch früher. Jetzt legen doch alle ( MDK ! ) Wert auf die "Ressourcen"- Orientierung.Das bedeutet für unser Team und mich, daß wir zuerst mal definieren sollen, "was der Patient noch selber kann...". Auf jeden Fall ein interessantes Thema, zu dem ich gerne mehr hören würde. LG von Akropolis.:eek:riginal:
 
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kolori

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Hallo zusammen,
habe vor 26 Jahren meine AP-Ausbildung absolviert. Pflegeplanung war, wie das Problem verschwundener Wäsche, immer wieder aktuelles Problem.

Immer wieder wurden hier Strukturen, Aufbau etc. verändert.
Auch heute streiten sich die Geister. Es ist ja auch ein Geschäft, bei dem Menschen mit ihren Konzepten verdienen wollen (z.B. Herr Böhm und andere Erfinder von Pflegekonzepten). Selten, dass die Pflege selbst etwas entwickelt, - ein Phänomen. Stattdessen bestimmen andere darüber, was zu tun ist.

Ein Trend geht in Richtung "immer detailierter", andere Meinung vertreten die Auffassung kurz aber prägnant und vor allem in der Praxis umsetzbar. Wenn ich mir vorstelle, wie lange Du an Deiner Pflegeplanung jetzt bereits gesessen hast.......???
Also ich gehe davon aus, dass auch in den nä. 20Jahren Auszubildende und Pflegefachkräfte weiter unsicher bei der Erstellung von Pflegeplanungen bleiben.

Bei der Etiologie würde ich nicht empfehlen, Demenz anzuführen. Besser wäre konkret zu benennen was genau Ursache ist. In dem beschriebenen Fall kann dies z.B. eine Agnosie oder Apraxie sein. Dies ist wichtig zu wissen, um angemessene Maßnahmen planen zu können.

Gruß
Peter K.
 
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tatdom

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Pflegeprozess und unter anderem Pflegeplanung war und bleibt ein aktuelles Thema, solange es im Haus nicht 100% umgesetzt und verstanden wird. Außerdem steht die Pflegewissenschaft nicht auf einer Stelle und es gibt immer neue Erkenntnisse, die in die Pflegepraxis einbezogen werden sollen (gesetzliche Verpflichtung). In baldiger Zukunft sehe ich die Einführung der Pflegediagnosen als aktuell. Das PESR Format stammt ja auch aus der Pflegediagnostik...
Das die Pflege selbst nicht entwickelt, ist absolut falsch! Viele der Autoren und Pflegewisenschaftler sind examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger und haben langjährige Praxiserfahrungen! Von Pflegenden ohne weiterführendes Studium oder ähnlichem kommt leider die Initiative nicht so oft oder es fehlt Wissen über wissenschaftliches Arbeiten.
Damit Pflegende, wie du sagst, nach 20 Jahren nicht mehr unsicher sind, ist die Aufgabe des Hauses die Pflegenden zu schulen, zu begleiten, zu unterstützen. Und somit ein Appell an die Pflegedirektoren...
 
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Pflegestudentin
Fachgebiet
Fachhochschule
theinic

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Hallo zusammen,
habe vor 26 Jahren meine AP-Ausbildung absolviert. Pflegeplanung war, wie das Problem verschwundener Wäsche, immer wieder aktuelles Problem.

Immer wieder wurden hier Strukturen, Aufbau etc. verändert.
Auch heute streiten sich die Geister. Es ist ja auch ein Geschäft, bei dem Menschen mit ihren Konzepten verdienen wollen (z.B. Herr Böhm und andere Erfinder von Pflegekonzepten). Selten, dass die Pflege selbst etwas entwickelt, - ein Phänomen. Stattdessen bestimmen andere darüber, was zu tun ist.

Ein Trend geht in Richtung "immer detailierter", andere Meinung vertreten die Auffassung kurz aber prägnant und vor allem in der Praxis umsetzbar. Wenn ich mir vorstelle, wie lange Du an Deiner Pflegeplanung jetzt bereits gesessen hast.......???
Also ich gehe davon aus, dass auch in den nä. 20Jahren Auszubildende und Pflegefachkräfte weiter unsicher bei der Erstellung von Pflegeplanungen bleiben.

Bei der Etiologie würde ich nicht empfehlen, Demenz anzuführen. Besser wäre konkret zu benennen was genau Ursache ist. In dem beschriebenen Fall kann dies z.B. eine Agnosie oder Apraxie sein. Dies ist wichtig zu wissen, um angemessene Maßnahmen planen zu können.

Gruß
Peter K.

Genau das ist das Problem: Jeder sagt er weiß genau Bescheid, aber keiner weiß es genau....:confused:und das betrifft selbst die Dozenten, bei denen man diverse "Meinungen" zu hören bekommt.
Die Planung hab ich nun fertig, mit Anteilen meiner Kollegen:innocent:


PS. Böhm finde ich persönlich gut :thumbsup2:
Leider gibt es hier nur ein Pflegeheim das nach Böhm arbeitet, Jobs dort sind rar:wink:

Schefflerheim - Hamburg
 
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theinic

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Pflegeprozess und unter anderem Pflegeplanung war und bleibt ein aktuelles Thema, solange es im Haus nicht 100% umgesetzt und verstanden wird. Außerdem steht die Pflegewissenschaft nicht auf einer Stelle und es gibt immer neue Erkenntnisse, die in die Pflegepraxis einbezogen werden sollen (gesetzliche Verpflichtung). In baldiger Zukunft sehe ich die Einführung der Pflegediagnosen als aktuell. Das PESR Format stammt ja auch aus der Pflegediagnostik...
Das die Pflege selbst nicht entwickelt, ist absolut falsch! Viele der Autoren und Pflegewisenschaftler sind examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger und haben langjährige Praxiserfahrungen! Von Pflegenden ohne weiterführendes Studium oder ähnlichem kommt leider die Initiative nicht so oft oder es fehlt Wissen über wissenschaftliches Arbeiten.
Damit Pflegende, wie du sagst, nach 20 Jahren nicht mehr unsicher sind, ist die Aufgabe des Hauses die Pflegenden zu schulen, zu begleiten, zu unterstützen. Und somit ein Appell an die Pflegedirektoren...[/quote]


Bei uns finden regelmäßig Schulungen statt, auch Pflegeplanung, Dokumentation etc. Lustigerweise ist es aber halt so, dass viele Kollegen nicht besonders offen auf Neuerungen eingehen können (oder wollen). Wenn ich noch daran denke als irgendwann mal die PC-Doku eingeführt wurde, WAS für ein Theater es da gab....
 
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Petruschka

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Bin gerade dabei eine Pflegeplanung nach der Pflegediagnose von Nanda zuerstellen.
Mir fehlt nur noch das richtige AEDL für die Hauswirtschaftliche Versorgung.
Denn bei der Pat wird einmal in der Woche eine Häusliche Versorgung durchgeführt.
Kann mir jemand helfen?
 
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ilo1606

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Hallo,

Wir haben von der Arbeit aus einen Schulung über PESR system bekommen.
Unter dem Punkt E darf man keine Ärzlicher diagnose schreiben, aber nur Pflegebegründete diagnosen. z.B bei Demenz schreibt man dann Bewohner kann das und das nicht auf grund Chronische Verwirrtheit.

Gruss
 
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theinic

theinic

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Gib den ganzen Satz als Suche ein, dann erscheint:

Die Reform der Pflegeversicherung: Perspektiven für Pflegedienste


Gut gerüstet für die MDK-Prüfung. Landesverband freie ambulante ... von Standards/Richtlinien, die die für. den jeweiligen Pflegedienst relevanten ...
lfknrw.de/download/praesentation_regionalveranstaltungen_qualitaets... - 259k

da funktioniert es dann.
 
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tatdom

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Das mit der Abwehr von Pflegenden bei neuen Themen ist absolut richtig. Das ist die Angst, Unsicherheit und Gewohnheit. Hier ist es manchmal echt schwer den richtigen Weg zu finden...
Finde ich eigentlich sehr komisch. In anderen Berufen (Medizin, IT usw.) muss man sich ständig fortbilden, weiterentwickeln und das ist absolut normal. Nur die Pflege währt sich.
 
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evelyn2012

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AW: Pflegeplanung PESR Ziele, Maßnahmen

Wie genau schreibe ich eine Pflegeplanung nach dem PESR-Format. Ziele und Maßnahmen. Hat jemand eine Tabelle und kann mir da jemand helfe
 
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Heilerziehumngspflegerin
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Wohnhaus
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