Pflegeplanung in der Ambulanten Pflege

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detlefluther

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01.08.2006
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Hallo Maria,
ja das Problem mit den Angehörigen kennen wir alle bereits und es wird sich wohl nie ganz lösen lassen.
Das große Erstaunen kommt dann wenn die bereits erhaltene Pflegestufe entsprechend zurückgestuft wird.
Meine Empfehlung ist dahingehend, Angehörige zu bitten entsprechend ein Pflegetagebuch anzulegen, indem sie alle von ihnen geleisteten Maßnahme kurz notieren, wichtig ist hier auch der Hinweis dieses mit ca. Minutenwerten darzulegen.Angehörige stehen genau so in der Pflicht bei entsprechender Pflegestufe wie Pflegekräfte den genauen Hilfebedarf entsprechend der Pflegestufe nachzuweisen.
Zum Punkt Trinkmenge:
Ich würde hier die Empfehlung ausgeben. Als Auswertungspunkt: Trinkmenge weiterhin unzureichend.
Als Pflegekraft würde ich das Problem unzureichende Trinkmenge mit dem Hausarzt besprechen und mir eine mind. Trinkmenge festschreiben lassen, bei groben Abweichungen ist dann der Hausarzt zu informieren und dann hat er weitere Indikationen zu veranlassen.
Sie als Pflegekraft sind somit Ihren Pflichten nachgekommen und können im Notfall durch entsprechende Dokumentationen nachweisen alles notwendige veranlaßt zu haben.

Nochmals zurückkehrend zu den Angehörigen:
Meine Erfahrungswerte sind dahingened das Angehörige sich selten auf irgend welche Maßnahmen die sie durchführen sollen, hinweisen lassen. Angehörige lesen die ausliegende Dokumentation öfters als Sie glauben. Also sollte hier eine andere Formulierung vorgenommen werden:
Beispiel: Problem Lagerung wurde mit Ehefrau/Sohn/ Tochter o.ä. besprochen.
Lagerung wurde ersichtlich nicht entsprechend der Maßnahmen aus Pflegeplanung durchgeführt! Es besteht Gefahr von Hautschädigungen. Beobachtung der Haut auf Veränderungen durch Pflegekraft (Beispiel was man man einfügen könnte: "leichte Rötungen im Ellenbogen,- und Gesäßbereich". Patient wurde durch Pflegekraft am Morgen nach Beendigung der Körperpflege gegelagert. Problem der Hautrötung wurde mit Angehörige besprochen.
(So oder so ähnlich könnte die Dokumentation aussehen)
Gruß Detlef Luther
 
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Griesuh

Griesuh

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hallo Rueporade, leider wiederholst du dich ständig.
Auch Radevormwald, wo auch immer das liegen mag.ist nicht der Nabel der Welt.

In all meinen Beiträgen steht jedes mal unüberseh und unüberlesbar, hat gültigkeit für Hessen, gilt für Hessen, die Verträge gelten für Hessen u. so weiter, usw.
Das überliest du anscheinend jedes mal.
Hier nur mal einen Auszug aus einem Beitrag vom 1.8.06 von mir:
Aussagen die hier getroffen werden können nur gültigkeit für das jeweilige Bundesland haben in dem der Schreiber ansäßig ist.
Wie schon gesagt, andere Länder, andere Sitten.
Deshalb hier zu streiten wer angeblich unrecht und wer angeblich recht hat ergibt nicht so recht, bei diesem Vorschriften wirrwarr u. Zulassungs durcheinander, einen Sinn. Wertvoller wäre es, seine Erfahrungen mit den verschidenen Bestimmungen u. Richtlinen auszutauschen und als gemeinsames Ziel eine bundeseinheitliche Reglung über die Berufverbände zu erreichen.
Der nächste Auszug:
Im Rahmenvertrag n. § 132 a Abs. 2 SGB V gültig für Hessen steht unter § 23 des Rahmenvertrages (fachliche Anforderungen) Punkt 2 a bis e ist genau aufgelistet, dass eine Pflegeplanung zu erstellen ist.
was und wie soll es noch geschrieben werden ??
Deutlicher gehts wohl kaum noch, auf die unterschiedlichen bestimmungen der Bundesländer hinzu weisen!!!!.
In anderen Themen und Beiträgen, verweise ich jedesmal auf die Bundesländer verschiedenen Vorschriften und Bestimmungen.

"Vor den Bug schlagende"
Grüße von Griesuh
 
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grazbuerste

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31.07.2006
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Hallo Detlev,
vielen Dank für die bereichernde Antwort! Werden wir gleich umsetzen.
Gruß Maria
 
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grazbuerste

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31.07.2006
25358
Hallo Griesuh, wieso schlägst Du Schiffen vor den Bug, die doch in ganz anderen Gewässern fahren? Detlev hat auf euine Frage meinerseits geantwortet, die sich nicht auf irgendwelche landesspezifischen Regelungen bezogen, sondern auf eine konkrete Frage bzgl. der Einbindung Angehöriger. Die verhalten sich ja nun nicht lokal unterschiedlich, meiner Meinung nach - vielleicht weißt Du es ja besser.....
Gruß Maria
 
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Griesuh

Griesuh

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Hallo Maria,
einfache Antwort auf deine Frage:
Rueporade schlägt noch erbarmungsloser in fremden Gewässern zu.
Wenn er, wie du schreibst nur auf deine Frage geantwortet hat, wieso kann er sich dann den Rundschlag nicht verkneifen??
Aber gleich zubeißen..... : Hessen ist nicht der Nabel der Welt! Sinngemäß: Griesuh muss ich leider einen vor den Bug schlagen ??? Warum?? Weil in Hessen andere Rahmenverträge als bei euch im Ländle bestehen????
Ich weiß nicht????
Na ja, jedenfalls sei es ihm vergeben.

Grüße Griesuh
 
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R

rueporade

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16.01.2006
42477
Hallo grazbuerste,
nicht ganz eifach aber doch zu realisieren,
Bei der Pflegeanamnese bitte deutliche Hinweise auf Übernahme von Pflegetätigkeiten von Angehörige !!!
GGf. auch Mittweilung an Pflegekasse /(Absicherung)!
Gruß rueporade
 
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Simba

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18.09.2006
35576
Hallo, wir arbeiten ja auch in Hessen. Ich versuche, für alle Patienten eine Planung zu erstellen, so wie Griesuh es erläutert hat. Wenn z.B. ein Patient außer einer s.c.Injektion Clexane keine andere Leistung von uns erhält, so muß ich wenigstens festhalten, warum der Patient sich die Spritze nicht selber ( oder ein Angehöriger ) geben kann.Da kommen dann auch Diagnosen ins Spiel ( = Problem ).
Das Ziel für diese Maßnahme definiere ich immer als " Sicherstellung der ärztlich verordneten Maßnahme ( hier = s.-c.-Injektion Clexane ) ( = Ziel ).
Was ich tue, um dieses Ziel zu erreichen, ( = Maßnahme ) ist die fachlich-korrekte Durchführung dieser s.-c.-Injektion nach Plan und Standard und auf ärztliche Verordnung.
Ich hoffe, den Vorgaben des MDK in Hessen damit Genüge getan zu haben.
Außerdem ist es ja auch für mich als PDL und für die durchführende PFK wichtig, den Verlauf einer verordneten Maßnahme kontrollieren zu können.Gruß an alle Mitstreiter in der Pflegeplanung :smile: von Atta.
 
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Krankenschwester / PDL
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Gießen
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anho_66

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06.06.2006
99085
Hallo, ich arbeite in Thüringen. Hier ist eine PP für SGB v auch nicht erforderlich. Wir hatten erst neulich eine MDK-Überprüfung.
Und was ich mich aber nun ernsthaft frage, bzw. nicht mich, sondern die hessischen Pflegekräfte: Wenn ihr also z.Bsp. beim Decubitus eine PP schreibt, reicht ja eigentlich eine Wundbeschreibung, die du aufführst nicht aus. Zmindest müßte dann ja auch ATL "Essen und Trinken" geplant werden, mit eiweißreicher Kost ect. oder ATL "Bewegen" mit Lagerungswechsel ect. Macht ihr das tatsächlich so ausführlich?
Fragende Grüße
Andrea
 
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Baptiste9473

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01.10.2006
99867
hallo andrea

bin nur einige kilometer von dir entfernt tätig und mir wurde nun bei der letzten das gegenteil erklärt .... und für mich auch logisch das auch maßnahmen im SGB V beplant werden sollten
 
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Krankenpfleger/pflegedienstleiter
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Ambulante Pflege
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anho_66

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06.06.2006
99085
Hi Baptiste,
gibt es irgendwelche schriftliche Quellen, dass ich es meiner PDL sozusagen "schwarz auf weiß" zeigen könnte?
gruß nach gotha
andrea
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegedienst
meli26

meli26

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21.11.2006
45968
Hallo
Wir Machen vertagsbezogene Pflegeplanungen z.B wenn ein kombi.pflege ist also Pflegedienst und Angehörige. Wenn durch Pflegedienst 1mal tägl. grundpflege durchgeführt wird.Und rest des tages übernimmen der Angehörige.
Aber noch mehrere probleme sind so wie Nahrungsaufnahme zu bereiten und reichen ofer Flüßigkeits zu fuhr. muß das alles im Pflegeplan als problem aufgenommen werden,ziel und maßnahme wie wer wann wo es macht in diesem falle schreiben wird von angehörigen übernommer.
Aber bei Pat. nur Behandlungsplege durchgeführt wird mache ich keine Plegeplanung.
dafür gibt es die verordnung, zB. Injektionplan,Wund-dokumentationsplan am besten mit Foto alle 2 Wochen ( NUR MIT EINVERSTÄNDNI? DES PAT).
IM Medi.plan steht wie insulin oder Heparin verabreicht wird.
in einem gut geführten wunddoku. staht auch allees drin!
Doppelt soll nicht Dokumentirt werden.
 
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Altenpflegerin
Fachgebiet
Tagespflege
S

Stern26

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28.12.2006
06333
Hallo
habe eure Beiträge gelesen und kann euch nur aus eigner Erfahrung sagen, das wir in unserem Pflegedienst auch dort eine Pflegeplanung erstellen wo nur die Behandlungspflege SGB V erfolgt.Es wird nicht die komplette erstellt mit allen AEDL`s sondern nur spezifisch für das was wir durchführen.
Lg Stern :eek:riginal::wink:
 
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Weiterbildungen
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C

calimero208301

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02.07.2006
21395
Hi Ihr,
wir erstellen auch für die Patienten eine Pflegeplanung (Modell Elisabeth Schrank) für SGB V-Maßnahmen. Es wird auch eine komplette Anamnese gemacht und wenn der Patient pflegebedürftig ist, aber von Angehörigen etc. versorgt wird, wird dieses in der Anamnese vermerkt. Zum einen sehe ich darin den Vorteil, das man wenn die Angehörigen ausfallen etc., bereits eine vernünftige Planung/Anamnese hat und ausserdem werden ja auch bei vielen SGB V Maßnahmen begleitende Prophylaxe bzw. Beratung der Angehörigen vorgenommen. Wobei dann aus der Pflegeplanung dann für alle zuersehen ist, welche, was und wann...
Und den Zeitaufwand halte ich eher für gering...

Lg
Calimero
 
Qualifikation
Krankenschwester / stlv. PDL
Fachgebiet
Tagespflege
pequenahermana

pequenahermana

Mitglied
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16.12.2005
55545
Hallo ihr lieben...ich habe mir alles sehr aufmerksam durchgelesen und für mich macht es den Eindruck das nur die wenigsten wirklich wissen was eine Pflegeplanung ist und das die allerwenigsten wirklich damit gearbeitet haben!!!! Und genau das ist der Fehler, in den Schulen wird es jicht richtig gelernt, die Schüler können es in der Praxis nicht umsetzten und richtig lernen und wenn sie dann im Berufsleben stehen wird das ganze Thema Pflegeplanung in die Ecke gestellt und lieber nicht merh rausgeholt und genau das ist eines der Hauptprobleme warum Krankenpflege immer noch keine eigene Proffesion hat, geschweiger denn eine Berufsordnung.

Eine Pflegeplanung ist das wichtigste Instrument für die direkte Pflege, in ihr muss alles zu finden sein was den Patienten betrifft. Ändert sich was muss dies in dem Ergebnisteil vermerkt werden und unten drunter die Pflege neu geplant werden. Das giltz für SGB V genauso wie für SGB XI. Die Pflegeplanung ist weder für einen MDK noch für eine KK oder PK, die Pflegeplanung dient der individuellen, geplanten, umfassenden Pflege des Patienten, außerdem dienst sie dazu die PFK selbst abzusichern. Denn seit 1985 ist eine PFK sowohl für die dirkete Pflege als auch für die indirekte Pflege verantwortlich. Wer das nicht drauf hat, hat seinen Beruf verfehlt. Kein Maurer würde sagen, planen gehört bei einer einfach Mauer zu bauen nicht dazu. Oder???

Es ist schon traurig das über irgendweclhe Verträge herumdisskutiert werden, was in welchem Bundesland unterschieldich geregelt ist, wenn daoch schon in der Ausbildung gelernt und auch im Krankenpflegegesetz ganz deutlich verankert ist, das jede Pflege wie groß wie klein, geplant, dokumentiert und durhcgeführt werden muss. Krankenpflegegestz §4 und Altenpflegegesetz §3!!!

Eine Frage was macht ihr alle eigentlich wenn Pflegediagnosen eingeführt werden?? Und die werden kommen....die kann man nicht einfach mal in den Verlaufsbericht einführen!!!
 
Qualifikation
PDL, Wundexpertin ICW, Sachverständige für Pflege- und Qualitätsprüfungen
Fachgebiet
amb. Pflegedienst
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

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Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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