Pflegeplanung in der Ambulanten Pflege

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alexander72

Hallo allerseits,

seit einigen Tagen versuche ich eine Fragestellung zu klären und habe bis jetzt keine Antwort darauf bekommen.



Wie es ja üblich ist muss man für jeden Klienten den man in der ambulanten Pflege betreut eine Pflegeplanung erstellen. Jetzt stellt sich folgendes Problem: Ich habe einen Klienten der ein Pflegefall Pflegestufe 3 ist und von den Angehörigen voll versorgt wird. Da die Angehörigen nicht in der Lage sind,
eine s.c Injektion zu verabreichen, kommt jetzt der Pflegedienst ins Spiel. Täglich 1x Clexane s.c...das wars!

Jetzt meine Frage: Muss ich trotzdem eine umfangreiche Pflegeplanung mit allen Problemen und Ressourcen erstellen, oder nur für mein Tätigkeitsfeld (Injektionsgabe Clexane s.c).

Gibt es eine Richtlinie vom MDK?

Für Eure Hilfe möchte ich mich schon jetzt bedanken...

Alexander72
 
S

stern3007

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29.07.2005
Köln
Meine Chefin sprach vor kurzem mit mir über Pflegeplanungen und meinte dabei, dass es seit neuerer Zeit nicht mehr notwendig ist, bei solchen Behandlungspflegen eine Pflegeplanung zu machen. Ich bin da noch skeptisch, habe noch keine Quelle gefunden.

Auf jeden Fall würde ich die Pflegeplanung nur auf den Auftrag bezogen erstellen. Das machen wir schon immer so un der MDK hatte nichts zu meckern.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
Griesuh

Griesuh

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Hallo, eine Pflegeplanung ist auch für SGB V Leistungen zu erstellen.
Das volle Programm ist in dem Fall nicht erforderlich, wenn Angehörige die Pflege übernehmen. In diesem Fall nehme ich an, dass es sich um Thromboseprophylaxe handelt. darüber ist eine Planung zu erstellen.
Dennoch sollten Diagnosen, Auffälligkeiten, Fähigkeiten und Defizite benannt werden.
Eine Dokumappe ist beim Kunden vor zuhalten. Medikammente die verabreicht werden, sollten auch auf geführt sein.
Da die Angehörigen die Pflege durchführen, Kunde hat PS III, ist n. §37.3 SGB XI, 4 x jährlich ein Pflegekontrollbesuch erforderlich. Führt ihr den auch durch? Oder macht das ein anderer PD?
Im § 80 SGB (QM) ist geregelt, wofür Pflegeplanungen zuerstellen sind. Ausserdem findet man im Rahmenvertrag n. § 132 a Abs. 2 SGB V unter § 23 des Rahmenvertrages (fachliche Anforderungen) Punkt 2 a bis e genau aufgelistet, dass eine Pflegeplanung zu erstellen ist.
Das sollte eure PDL mal lesen.

Grüße Griesuh
 
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Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
Fachgebiet
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T

tanea

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18.09.2005
28757
Hallo Alexander72,
nein in diesem Fall muss keine Pflegeplanung erstellt werden. Der Pflegedienst erbringt hier lediglich Leistungen des SGB V, d.h. Behandlungspflege. Eine Pflegeplanung muss erst dann erstellt werden, wenn Leistungen nach SGBXII erbracht werden.
lg Tanea
 
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ex. Altenpflegerin
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ambulante Pflege
Griesuh

Griesuh

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Hallo Tanea,
in Hessen ist auch für jede SGB V Leistung eine Pflegeplanung zu erstellen.
Siehe die Rahmenverträge, Honorarvereinbarungen und Leistungsbeschreibungen für Hessen, Stand 1.5.2006. Dort ist im Rahmenvertrag für Häusliche Krankenpflege nach § 132a Abs.2 SGB V unter § 23 aufgeführt welche fachlichen Voraussetzungen zu erfüllen sind und unter
§ 28 Pflegeprozess/Behandlungsprozess wird noch mals ausführlich auf die einzelnen, erforderlichen Schritte der Pflegeplanung eingegangen. Sie ist im Rahmen der Qualitätssicherung zwingend vorgeschrieben.
Zumindest in Hessen.
So eine pauschale Aussage wie du sie triffst ist hier leider nicht möglich, da jedes Bundesland seine eigene Suppe kocht. Das dürfte sich sicherlich schon herungesprochen haben.
Bei euch im Hohen Norden kann es so sein wie du sagst, ich kenne die Vereinbarungen mit den Krankenkassen in Bremen nicht. Kann es mir jedoch nicht so recht vorstellen.
Schaue doch mal bitte in Euren Rahmenverträgen zu SGB V nach was dor steht.

grüße Griesuh
 
Qualifikation
Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
Fachgebiet
Ambl. Pflegedienst
S

stern3007

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29.07.2005
Köln
Das Chaos mit den unterschiedlichen Vorschriften in den einzelnen Bundesländeren ist einfach nur ätzend.

In NRW muß bei SGB V Einsätzen auch keine Pflegeplanung erstellt werden.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
L

Lisy

Themenstarter/in
Was will man im SGB V planen?
Man erhält zumindest in BW eine Verordnung vom Arzt, auf der steht alles was man tun muß. Die Propylaxen dazu sind dann wieder SGB XI, aber nur wenn der Kunde eingestuft wurde und der Pflegedienst auch pflegt.
Gruß Lisy
 
K

KDS

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02.03.2006
66128
Hallo Alexander72,
aus eigenen Erfahrungen in der ambulanten Pflege würde ich erst nicht lange rumüberlegen, sondern eine Pflegeplanung schreiben, allein schon der verschiedenen Prophylaxen (z.B. Thrombose); denn sollte eimal die Pflege der Angehörigen, aus welchen Gründen auch immer, wegfallen muss sie eh geschrieben werden.

Gruss KDS
 
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Altenpflegeschüler 2.Kurs
Fachgebiet
Amb. Pflegedienst
Griesuh

Griesuh

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hallo Lisy.
Wie schon in anderen Beiträgen geschrieben, ist dies in den Rahmenverträgen, den Leistungsbeschreibungen und den Richtlinien für Hessen verankert. (gab auch genaue angaben wo es zu finden ist)
Auch in SGB V sind Pflegeplanungen zu erstellen zu mindest in Hessen.
Wie es in anderen Bundesländern ausschaut kann ich nicht beantworten.
Eine Pflegeplanung zeigt den ist zustand und die Veränderungen bei der Pflege, ob SGB XI oder SGB V auf. Sollten sich Veränderungen ergeben, so ist eine neue Pflegeplanung zu erstellen.
Du fragst was sollst du Planen bei SGB V??
Nehmen wir einen Dekubitus.
Der ist 1. auf der Wunddokumentation zu beschreiben.
In die Pflegeplanung kommt nun unter Probleme/Ressourcen/Fähigkeiten: dass die Haut Defekte an der/den Stellen xyz hat und es wird das aussehen, größe Lage und Umfang der Hautdefekte beschrieben
Unter dem Pflegeziel wird aufgeschrieben was wir erreichen wollen, z. B. als Fernziel: Wiederherstellung der intakten Haut. Als Nahziel: Ausheilung der Infektion der Wunde
Unter Durchzuführende Maßnahmen wird dann aufgeschrieben was wir durchführen (welche Behandlung), welche Art der Verbände, ob Lagerung, wird die Wunde gespült und mit was wird gespült usw. usw.
Im laufe der Zeit, evtl. innerhalb von Tagen, oder evtl. erst von Wochen ergibt sich eine veränderte Wundsituation, so ist dann eine neue Planung zu erstellen. Denn die Versorgung der Wunde kann sich verändert haben, die Wunde wurde kleiner, oder größer, eine Infizierung ist eingetreten die Wunde eitert, nässt ist nekrotisch geworden usw. Im besten Fall haben wir die intakte haut wieder hergestellt. All diese Veränderungen sind in der Planung auf zu führen, ein neues Pflegeziel wird gesetzt und die abgeänderten Maßnahmen werden eingetragen.
Wie du siehst gibt es einiges bei der SGB V Pflegeplanung zu berücksichtigen.
Ich kann mir nicht vorstellen, selbst bei unterschiedlichen Vereinbarungen dass die Krankenkassen anderer Bundesländer auf eine Pflegeplanung
bei SGB V verzichten.
Fragt mal bei den Zuständigen stellen der Vertragspartner des jeweiligen Bundeslandes oder fragt eure PDL nach den Rahmenverträgen, den Richtlinien und den Leistungsbeschreibungen. Schaut dort mal rein und lest diese genau durch.
Meine persönliche Auffassung neigt zu der Annahme, dass ihr die Bestimmungen nicht kennt. Auch so mancher PDL dürften diese nicht geläufig sein.
Sicherlich werden etliche Stunden Zeit eingespart, wenn keine Pflegeplanung für SGB V erfolgt. Leider reicht das was auf der Verordnung steht nicht als Planung aus.
Auch ich weis nicht aus dem Gedächtnis, was alles in den Rahmenverträgen steht. Auch ich muss mich erst immer wieder schlau machen und diese umfangreichen Beschreibungen, Erläuterungen, vorgaben und in den fasst unüberschaubaren §§§§ wirrwar einlesen.
grüße Griesuh
 
Qualifikation
Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
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Ambl. Pflegedienst
L

Lisy

Themenstarter/in
grishu,
Danke für deine Ausführungen. Wir wurden letzte Woche vom MDK überptüft ohne Beanstandung, unsere Planungen sind vom MDK als gut bezeichnet worden.
Gruß Lisy
 
S

stern3007

Aktives Mitglied
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29.07.2005
Köln
Ich kann mir nicht vorstellen, selbst bei unterschiedlichen Vereinbarungen dass die Krankenkassen anderer Bundesländer auf eine Pflegeplanung bei SGB V verzichten.
Bei uns haben die Krankenkasse auch keine Probleme damit, dass SGB V Einsätze keine Pflegeplanung haben.

Zum Beispiel Dekubitus:
Angaben zur Größe der Wunde etc. gehören für mich nicht in die Pflegeplanung. Die Pflegeplanung sollte das Problem umreißen und allgemein gehalten sein. Solch eine allgemeine Beschreibung ist aber in dem Fall überflüssig, reine Beschäftigungstherapie.

Der eigentliche Behandlungsablauf gehört in eine separate Dokumentation. Für jeden Dekubitus, egal ob nur SGB V oder auch SGB XI Leistungen dabei sind, gibt es eine separate Wunddokumentation. Diese Wunddokumentation umfaßt alle wichtigen Informationen. Man erkennt sofort welche Behandlung aktuell ausgeführt wird, was früher gemacht wurde, wann der Arzt welche Anweisungen gegeben hat. Die Wunde wird regelmäßig beschrieben, sodaß der Heilungsverlauf transparent ist. Die eigentliche Behandlung ist schriftlich fixiert und es läßt sich simpel nachvollziehen wie sich die Behandlung ggf. im Laufe der Zeit geändert hat. Regelmäßig wird die Dokumentation durch Fotomaterial die Veränderungen der Wunde festgehalten.

Wir haben dafür eine spezielle Vorlage die auch das Einbinden von Fotos ermöglicht. Mit wenigen Mausklicken läßt sich alles anpassen und ist innerhalb kürzester Zeit auf dem aktuellen Stand.

Diese Wunddokumentationen schicken wir mittlerweile gleich zusammen mit Folgeverordnungen ein. Seitdem haben wir nur nach ganz selten dümmliche Anfragen von den Krankenkassen.

Insgesamt gesehen ist solch eine Dokumentation wesentlich übersichtlicher als eine Pflegeplanung.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
Griesuh

Griesuh

Gesperrter Benutzeraccount
[Wir haben dafür eine spezielle Vorlage die auch das Einbinden von Fotos ermöglicht. Mit wenigen Mausklicken läßt sich alles anpassen und ist innerhalb kürzester Zeit auf dem aktuellen Stand.

Diese Wunddokumentationen schicken wir mittlerweile gleich zusammen mit Folgeverordnungen ein. Seitdem haben wir nur nach ganz selten dümmliche Anfragen von den Krankenkassen.

Insgesamt gesehen ist solch eine Dokumentation wesentlich übersichtlicher als eine Pflegeplanung.[/quote]

Hallo, wie gesagt, andere Länder, andere Sitten. Jedes Bundesland kocht seine eigene Suppe!!

Aber das was du beschreibtst ist nichts weiter als eine Pflegeplanung nach SGB Veben über Wunddokumentation.
Macht ihr eure SGB V so weiter, ich in Hessen werde weiterhin meine Pflegeplanungen erstellen.

Jedoch eure Bilddokumentation haltet mal schön zurück.
Die Kassen haben nicht das Recht eine Wunddokumentation einzusehen.
Gibt genügend Gerichtsurteile darüber, diese gelten Bundesweit.
Will die Kasse eine Wunddokumentation sehen oder gar Bildmaterial, verstößt sie gegen geltende Rechtsprechung.
2 Ausnahmen bestehen:
1. Der Pflegebedürftige hat ausdrücklich einer weitergabe der Wunddokumentation und deren Bilder schriftlich zu gestimmt.
2. Liegt keine schriftliche Einwilligung des Pflegebedürftigen vor muss die Kasse den MDK einschalten.
Dieser hat dann einsicht in die Doku, darf aber nur einen Bericht zur Wundlage und Versorgung abgeben. Die Unterlagen dürfen auch nicht vom MDK Fotokopiert werden.
Grüße Griesuh
 
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Krankenpfleger/PDL/MDK Gutachter
Fachgebiet
Ambl. Pflegedienst
D

detlefluther

Neues Mitglied
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01.08.2006
14656
Hallo allerseits,

seit einigen Tagen versuche ich eine Fragestellung zu klären und habe bis jetzt keine Antwort darauf bekommen.



Wie es ja üblich ist muss man für jeden Klienten den man in der ambulanten Pflege betreut eine Pflegeplanung erstellen. Jetzt stellt sich folgendes Problem: Ich habe einen Klienten der ein Pflegefall Pflegestufe 3 ist und von den Angehörigen voll versorgt wird. Da die Angehörigen nicht in der Lage sind,
eine s.c Injektion zu verabreichen, kommt jetzt der Pflegedienst ins Spiel. Täglich 1x Clexane s.c...das wars!

Jetzt meine Frage: Muss ich trotzdem eine umfangreiche Pflegeplanung mit allen Problemen und Ressourcen erstellen, oder nur für mein Tätigkeitsfeld (Injektionsgabe Clexane s.c).

Gibt es eine Richtlinie vom MDK?

Für Eure Hilfe möchte ich mich schon jetzt bedanken...

Alexander72
Hallo Alexander,
hiermit möchte ich Dir mitteilen, das eine Pflegeplanung speziell im Bereich der Behandlungspflege nicht erstellt werden muß.( Behandlungspflege wird extra abgerechnet) Sollte jedoch im Bereich des Hilfebedarfs zur körperlichen Pflege der AEDL oder auch der ATL,s Pflegemaßnahmen durch Pflegekräfte durchgeführt werden, wird eine Pflegeplanung aller AEDL,s/ATl,s notwendig. In Deinem Fall aber nicht. Hier müssen die pflegenden Angehörige den jeweiligen Pflegebedarf in Form eines Pflegetagebuches nachweisen. Es isat mir unverständlich das der Arbeitgeber dieses nicht weis. Ich selbst arbeite im Bereich der Pflegefachberatung beim MDK, und berate Sozialstationen.
 
Qualifikation
Pflegefachwirt
Fachgebiet
Beratung
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Hallo Alexander,
hiermit möchte ich Dir mitteilen, das eine Pflegeplanung speziell im Bereich der Behandlungspflege nicht erstellt werden muß.( Behandlungspflege wird extra abgerechnet) Sollte jedoch im Bereich des Hilfebedarfs zur körperlichen Pflege der AEDL oder auch der ATL,s Pflegemaßnahmen durch Pflegekräfte durchgeführt werden, wird eine Pflegeplanung aller AEDL,s/ATl,s notwendig. In Deinem Fall aber nicht. Hier müssen die pflegenden Angehörige den jeweiligen Pflegebedarf in Form eines Pflegetagebuches nachweisen. Es isat mir unverständlich das der Arbeitgeber dieses nicht weis. Ich selbst arbeite im Bereich der Pflegefachberatung beim MDK, und berate Sozialstationen.

:angry:Das erscheint mir auch immer wieder unbegreiflich, ob nun im amb. oder stat. Bereich. Da wird oft doppelt und dreifach dokumentiert. So nach der Devise: Doppelt hält besser. Andere Sachen fllen dafür womöglich unter den Tisch.
Ist es nun in den versch. Bundesländern wirklich so unterschiedlich?
Es müsste dann auch mal einheitliche "Lehrpläne" für PDL's, HL's usw. geben.
Hat man im Laufe der Jahre versch. AG's, da kannste was erleben.
Es ist ja oft sogar so, dass die Prüfer von MDK oder Heimaufsicht unterschiedliche Ansichten haben. Der eine sagt so, drei Wochen später sagt der andere:" Was macht Ihr denn für einen Blödsinn, ist vollkommen unnnötig."

So, nun geht's mir besser.

:eek:riginal: Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
Griesuh

Griesuh

Gesperrter Benutzeraccount
Hallo habt ihr zwischenzeitlich schon mal in den Rahmenverträgen nach gelesen??
Ich zitiere nochmals:
Im Rahmenvertrag n. § 132 a Abs. 2 SGB V gültig für Hessen steht unter § 23 des Rahmenvertrages (fachliche Anforderungen) Punkt 2 a bis e ist genau aufgelistet, dass eine Pflegeplanung zu erstellen ist.
Im § 28 des Rahmenvertrages wird nochmals einzel unter Pflegeprozess/Behandlungsprozess ausführlich auf die einzelnen, erforderlichen Schritte der Pflegeplanung eingegangen. Sie ist im Rahmen der Qualitätssicherung und des Rahmenvertrages zwingend vorgeschrieben.
Zumindest in Hessen.
Es ist wirklich gravierend welche unterschiedlichen Verträge in den einzelnen Bundesländern gelten.
Nur finde ich, dass eine Aussage wie von etlichen getroffen: du braucht nicht, du musst nicht, hier nicht gegeben werden dürfen.
Aussagen die hier getroffen werden können nur gültigkeit für das jeweilige Bundesland haben in dem der Schreiber ansäßig ist.
Wie schon gesagt, andere Länder, andere Sitten.
Deshalb hier zu streiten wer angeblich unrecht und wer angeblich recht hat ergibt nicht so recht, bei diesem Vorschriften wirrwarr u. Zulassungs durcheinander, einen Sinn. Wertvoller wäre es, seine Erfahrungen mit den verschidenen Bestimmungen u. Richtlinen auszutauschen und als gemeinsames Ziel eine bundeseinheitliche Reglung über die Berufverbände zu erreichen.
Grüße Griesuh
 
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grazbuerste

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25358
Auch in Schleswig Holstein ist es lt. Vertrag nicht erforderlich für SGB V Leistungen eine Pflegeplanung zu erstellen. wer soll das auch für € 8,75 machen?
Im übrigen könnten wir in der Planung ärztlich verordneter Massnahmen lediglich im Bereich der Prophylaxen unsere Fachkompetenz einbringen, alles andere obliegt dem zuständigen Arzt. Das Beispiel Wundversorgung finde ich schlecht, da in einer vernünftigen Wunddokumentation sowieso die Probleme, Ziele, Massnahmen und Evaluation ausführlich beschrieben sind. Wir wollen alle eine Endbürokratisierung der Pflege und diskutieren hier über die doppelte Dokumentation! Das kann es meiner Meinung nach nicht sein!
Außerdem bin ich nicht bereit Pflegeplanungen zu schreiben, die für den MDK sind und nicht für die Praxis.
Bei der Kombination SGBV und Geldleistung im SGB XI ist es sicherlich oft erforderlich die Angehörigen zu schulen, da wird dann ja auch wieder eine entsprechende Schulungsplanung erstellt, was ich sinnvoll finde und außerdem für viele Probleme, grade im Bereich der Dekubitalulzera Lösungsansätze aufzeigt.
Gruß Maria
 
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rueporade

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16.01.2006
42477
Hallo Griesuh, tut mir echt leid wenn ich Dir Wieder etwas "gegen den Bug Knallen muß".
Es ist tatsächlich eine völlig unübersichtliche Vertragslage hinsichtlich der Leistungen des SGB V und die Bedingungen zu ihrer Erbringung über die REpublik verteilt.ö Und , sorry Griesuh, Hessen ist nicht der Nabel der Welt.
Wir sollten wirklich dazu übergehen entsprechende Anfragen mit Hinweis auf das jeweilige Vertragsgebietzu versehen, um verwirrende Antworten und Irritationen bei den Anfragern zu vermeiden.
Hier jetzt Antwort auf die ursprüngliche Frage im Vertragsgebiet NRW :
Pflegeplanung für SGB V - Leistungen ist nicht erforderlich. Ausgenommen ambulante psychiatrische Pflege.
In Zweifelsfällen- egal wo - empfehle ich einen tiefen Blick in die vorliegenden Verträge zwischen Pflegebetrieb unnd Kassen .
Liebe Grüße
rueporade
 
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Fachkrankenpfleger f. Psychiatrie, PDL
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Weiterbildungen
Amb. Pflege, PDL, Psychiatrische Pflege
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rueporade

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16.01.2006
42477
Hallo stern 3007,
siehe auch mein vorgesteltes Statement, aber da Köln zu NRW gehört ist das schon richtig. Schaut in Euren Vertrag und/ oder fragt bei Eurem Verband nach, - empfehle ich bei Unklarheiten immer !!!!
Liebe Grüße
rueporade
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger f. Psychiatrie, PDL
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Privater amb. Pflegedienst, PDL
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Amb. Pflege, PDL, Psychiatrische Pflege
Ira

Ira

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Außerdem bin ich nicht bereit Pflegeplanungen zu schreiben, die für den MDK sind und nicht für die Praxis.

Da sprichst du mir aber aus dem Herzen!!!

Lieben Gruß von Ira
 
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grazbuerste

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31.07.2006
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Hallo Alexander,
hiermit möchte ich Dir mitteilen, das eine Pflegeplanung speziell im Bereich der Behandlungspflege nicht erstellt werden muß.( Behandlungspflege wird extra abgerechnet) Sollte jedoch im Bereich des Hilfebedarfs zur körperlichen Pflege der AEDL oder auch der ATL,s Pflegemaßnahmen durch Pflegekräfte durchgeführt werden, wird eine Pflegeplanung aller AEDL,s/ATl,s notwendig. In Deinem Fall aber nicht. Hier müssen die pflegenden Angehörige den jeweiligen Pflegebedarf in Form eines Pflegetagebuches nachweisen. Es isat mir unverständlich das der Arbeitgeber dieses nicht weis. Ich selbst arbeite im Bereich der Pflegefachberatung beim MDK, und berate Sozialstationen.
An Deinen Beitrag anknüpfend stelle ich an Dich folgende Frage: Wir diskutieren oft bei der Pflegeplanung, wie ausführlich die von den Angehörigen zu erbringenden Massnahmen zu planen sind, wenn die Angehörigen nicht bereit sind, diese zu erbringen, bzw. von uns als Leistung abfordern. Beispiel: Pat. trinkt 500ml/die. Aufgrund von Schluckstörungen müßte ein Trinktraining erfolgen. Dazu sind die Angehörigen zwar verbal bereit, setzen es aber nicht in die Praxis um ("vergessen..."). Genauso ist es mit Lagerung nach Plan, Wohnraumanpassung zur Sturzprophylaxe, Intimpflege, Kontinenztraining, usw.
Welchen Rat kannst Du mir da geben?
Zur Zeit dokumentieren wir, dass wir die Angwehörigen auf die entsprechenden Massnahmen hingewiesen haben. Reicht das aus? Schwierig ist für uns auch die Evaluation in diesem Bereich. Angehörige lesen nach und sind dann ziemlich sauer. Inzwischen unterlasse ich die Formulierung "Angehörige setzen die erforderlichen Massnahmen nicht um." Schreibe stattdessen "Trinkmenge hat sich nicht erhöht." Ohne Begründung. Damit schreibe ich aber keine Evaluation, sondern wiederhole lediglich das Problem.
Welche Alternativen, die uns auch rechtlich absichern gibt es?
Gruß Maria
 
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