Pflegeplan/Pflegebericht

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DorisL

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07.07.2008
65589
Wir haben unsere Schwiegermutter aus dem Pflegeheim geholt, weil dort teilweise schlimme Zustände herrschen. Dies soll aber hier nicht mei Thema sein.
Sie ist jetzt zu Hause am Morgen haben wir den ambulanten Pflegediesnt den Rest mache ich tagsüber und am Abend mit meinem Mann gemeinsam. Sie hat noch Pflegestufe 2, der MD war aber zur Neueinstufung hier und ich denke sie wird 3 bekommen.

Wir sind eigentlich mit unserem Amb. Pflegedienst zufrieden nicht aber mit den Formulierungen im Pflegeplan und bericht.
Da werden z.B. Ziele aufgeführt, was schon längst IST-Zustand ist.
Beispiel: Ziel: Sauberes gepflegtes Äußere. Meine Schwiegermutter ist sauber und gepflegt, da achte ich genau drauf und muß sogar dem Pflegedienst hier und da *nacharbeiten* :-( oder es zumindest sagen.

Oder: Ziele: Kontakte, Gespräche anbieten, TV, etc., eben alles Dinge als Zielvorgabe mit Maßnahme was schon längst IDT-Zustand ist.
Auf meinen Einwand das dies doch so nicht richtig ist, bekam ich zur Antwort, der MD hätte diese Formulierungen vorgegeben, da könnte man nichts dran machen. Habe hier ein wenig gelesen und auch gegoogelt und stelle fest, das dies gar nicht so ist.

Wie seht Ihr das mit so einer Formulierung? Ich fühle mich da schon betroffen wenn da Dinge als Ziel angegeben werden, die hier schon immer selbstverständlich sind.
Danke für Eure Antworten.

Herzliche Grüße Doris
 
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hexe1070

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06.04.2007
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Hallo Doris,

schön einmal aus der Sicht der Angehörigen einige Denkanstöße zu bekommen. Ich freu mich immer sehr über eine solche Gelegenheit, da sie einem doch wieder den Horizont erheblich öffnet.

Was die Zielformulierung betrifft so haben wir eingebleut bekommen, dass diese immer als Ist Ziele zu formulieren sind. Also nicht nur dass etwas erreicht werden soll, sondern auch etwas erhalten. Die Formulierung "sauberes und gepflegtes Äußeres" ist daher nicht zwangsläufig dauf zurück zu führen dass jemand "schmuddelig" aussieht, sondern oftmals darauf, dass genau dieser Zustand, der als solcher ja nicht zu verbessern ist auch erhalten bleibt.

Hier kommt es sicher auf die zuvor genannten Problem-/Ressourcenformulierungen an. Wie z. B dass deine Mutter aufgrund körperlicher und geistiger Defizite nicht selber in der Lage ist eine solche Zielstellung zu erreichen und daher eben auch am Ende Maßnahmen notwendig sind um dieses Ziel langfristig erhalten zu können.

Wie geht es dir mit der selben Formulierung, wenn du weißt dass diese beschreibt wie es bleiben soll?

Schade finde ich in dem Zusammenhang, dass du derart globale Auskünfte erhalten hast, was durchaus daran liegen kann, dass derrenige nicht so genau weiß was er hätte antworten können.

Informativ könnte in diesem Fall vielleicht einfach die Rückfrage bei der Leitung des PD sein, wo zusätzlich in einem sachlichen Gespräch deine Wünsche bezüglich der Pflege und des Pflegeaufwandes thematisiert werden sollten, damit du nicht "nacharbeiten" mußt oder für jeden klar ist welche Teilbereiche der Pflege du ohnehin lieber selber machen möchtest.

freundliche Grüße Hexe
 
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DorisL

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07.07.2008
65589
Hallo Hexe, danke für Deine schnelle Antwort. Meine Freundin und unsere Mieterin sind Beide exam. Krankenschwestern eine PDL und Beide meinten die Formulierung alles in Allem wäre nicht gut. OK. wie Du es beschreibst wäre es verständlicher dennoch mag ich solche Wischiwaschi-Aussagen nicht, wo man ganz unterschiedliche Dinge mit beschreiben kann.
Grundsätzlich ist ein Ziel ein Zustand der erreicht werden soll. Aber wo ist das Problem für den PD eine andere, verständlichere Formulierung zu wählen?
Was das Nachbessern angeht so ist es so, das meine Schwiemu. sehr korpulent ist und wenn sie auf dem Duschrollstuhl sitzt man sich schon ein wenig bemühen um den Intimbereich richtig zu säubern. Dies mußte ich in einigen Fällen (haben wir aber jetzt geklärt) korrigieren oder nacharbeiten. Denn das ist ein Punkt wo ich besonders drauf achte und mich im Pflegeheim so gestört hat. Damit gebe ich nicht des Schwestern die Schuld, sondern der Unterversorgung an Personal.
Dort wurde meine Schwiemu. angehalten nachts in die Pampers zu machen anstatt ihrem Wunsch nach der Pfanne zu entsprechen. Vielleicht bin ich auch gerade deshalb wegen ieser Formulierung so sauer, weil gerade dieser Bereich stets ein Manko war und ich selbst im Heim nachgearbeitet habe (Haare waschen, Nägel schneiden etc.).
Gibt es denn tatsächlich Vorgaben zur formulierung solcher Pläne? Ich kann mir dies nur schwer vorstellen, lasse mich aber gerne aufklären.
Auch wir, die Angehörigen wollen einen guten Job machen und ich zerreisse mich hier für meine Schwiemu. dann will ich auch nicht das man beim Lesen dieser Planung man auf die Idee kommen könnte, an der Sauberkeit müsse jetzt erst gearbeitet werden. Ich hoffe Du verstehst wie ich das meine.

LG Doris
 
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hexe1070

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06.04.2007
Gütersloh
Hallo Doris,

dass die Formulierung als solche sicher nicht optimal gewählt ist, würde ich auch so sehen und ganz bestimmt gibt es passendere für das was gemeint ist.

War meinerseits der Versuch zu erklären, wie Dinge gemeint sein können, wenn man etwas sachlich betrachtet. "Weil das so ist", finde ich auch eher eine unbefriedigende Antwort.

Ob es überhaupt ein Problem des PD ist die Formulierung zu verändern oder der einzelnen Kraft, müßte sicher erst geklärt werden. Wenn meine Klienten mich auf sowas ansprechen würden, hätte ich kein Problem es zu verändern, wenn ich es nicht ausreichend erklären könnte. Bei Bedarf auch gerne mit Rücksprache meiner Vorgesetzten oder unserer "Beauftragten" für die Dokus, die da immer ein ganz kreatives Angebot im Petto haben!:thumbsup2:

Ich vermute das Problem auf einer anderen Ebene. Man versucht bewußt allgemein zu bleiben um zum einen Zeit zu sparen ( was das Schreiben einer Planung betrifft) und zum anderen einen individuellen Freiraum für Maßnahmen zu lassen. Bei derart globalen Zielen vernute ich auch eher globale Maßnahmen, kann das sein?

Mal als Beispiel, wenn ich eine individuelle Planung schreibe benötige ich locker 2-3 Stunden, was sicher auch daran liegt dass ich es nicht täglich mache. Bezahlt bekommen wir hier in der Regel 1 Stunde pro Neuplanung. Da ist sicher schon einiges an Idealismus notwendig das durchzuhalten. Auch greife ich gerne auf Formulierungsvorschläge zurück, die es in der Tat gibt aber nicht zwingend sind, wenn es denn passt.

Ich finde gut, wenn du ansprichst was dich stört, so besteht die Möglichkeit es zu verändern.

LG Hexe
 
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DorisL

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07.07.2008
65589
Liebe Hexe, ja so könnte es sein, denn wochenlang wurde gar nichts geschrieben und als feststand das der MD kommt wurde auf die Schnelle nachgetragen. Vielleicht wurde es deswegen ein wenig *schlampert*geschrieben, dabei würde ich nie einem einen Knüppel zwischen die Beine werfen, denn wo Menschen sind werden Fehler gemacht, man sollte aber reden können. Das habe ich auch mehrfach im Pflegeheim gemacht und erst viel später die Konsequenz gezogen und sie heim geholt als keinerlei Besserung in Sicht war.
Aber schön, das es auch Pflegekräfte gibt, die nicht meinen man nimmt ihnen die Butter vom Brot nur weil man mitredet.

LG Doris
 
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Lisy

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03.04.2008
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Hallo Doris,
mach einen Termin mit der PDL und schreibt die Pflegeplanung gemeinsam.
Im übrigen ist ist "sauberes, gepflegtes Aussehen" überhaupt kein Ziel, da es nicht objektiv überprüfbar ist.
Und der MD gibt keine Formulierungen vor, er "zerreist sie eher in der Luft" wenn sie zu allgemein gehalten sind.
Im übrigen hat eine Pflegeplanung für mich auch was mit Wertschätzung zu tun.
Meine Kunden sind es mir wert, das ich da genau hinsehe und alles detailiert plane.
Und die pflegenden Angehörigen werden durchaus mit einbezogen.
Gruß Lissy
 
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Allround

Allround

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27.01.2008
65779
Hallo Doris,
ich habe auch ein bisschen über dein Anliegen nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich es erstmal sehr bemerkenswert finde, dass die zunehmende Rationalisierung und Verpauschalisierung von Pflegeplanung, Dokumentation ev mangels Personalmangel und Zeitmangel, wir sprechen dann von knappen Ressourcen, auch beim Laien zu unbefriedigenden Ergenissen führt. Ich meine, wenn das jetzt schon die Laien merken, dass die Pflegeplanung nicht patientenorientiert und individuell ist, das ist doch für uns "Professionelle" eigentlich beschämend....:getlost: .
Ist dann nicht wieder einmal bewiesen, dass wir zum Teil "wie dressierte Affen" arbeiten????

Ich vermute das Problem auf einer anderen Ebene. Man versucht bewußt allgemein zu bleiben um zum einen Zeit zu sparen ( was das Schreiben einer Planung betrifft) und zum anderen einen individuellen Freiraum für Maßnahmen zu lassen. Bei derart globalen Zielen vernute ich auch eher globale Maßnahmen, kann das sein?

Mal als Beispiel, wenn ich eine individuelle Planung schreibe benötige ich locker 2-3 Stunden, was sicher auch daran liegt dass ich es nicht täglich mache. Bezahlt bekommen wir hier in der Regel 1 Stunde pro Neuplanung.
OK, ich arbeite nicht ambulant. Aber:
Wenn der Patient dann aber meinetwegen 3 Jahre ambulant gepflegt wird, muss er dann nicht auch einer ganzheitlichen individuellen Pflegeplanung wert sein, auch wenn sie 3 Stunden dauert??
Die Aktualisierung dürfte, wenn nötig, doch dann nicht so lange dauern.

Ziel: Sauberes gepflegtes Äußeres
Das ist wirklich sehr allgemein, dadurch immer anwendbar, sollte doch aber schon in einem Standard z.B. hinterlegt sein.

Individuell könnte man den Schwerpunkt auf die Einbeziehung der vielleicht vorhandenen Ressourcen, also eigenen Fähigkeiten zur Mithilfe, deiner Schwiegermutter legen.
Z.B.: Ziel: Patientin wird bei der Übernahme von Teilwaschung (Gesicht, Arme) angeleitet und geführt. Die stark eingeschränkte Selbstständigkeit bleibt erhalten.

Sollte das nicht möglich sein, kann man das Ziel auch wie folgt umformulieren:
Ziel: Patientin fühlt sich tgl. erfrischt und sauber.
Damit wird der Schwerpunkt auf ihr Wohlbefinden verlagert. Das kann auch bedeuten, dass sie nicht immer "pauschal gleich" gewaschen wird.

Liebe Grüße von Allround
 
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hexe1070

hexe1070

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06.04.2007
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Hallo Allround,

Wenn der Patient dann aber meinetwegen 3 Jahre ambulant gepflegt wird, muss er dann nicht auch einer ganzheitlichen individuellen Pflegeplanung wert sein, auch wenn sie 3 Stunden dauert??
Natürlich, voll und ganz zustimm und auch dann wenn er nicht so lange bleibt!

Das Problem ist nicht die Zeit, sondern das Engagement was quasi ehernamtlich erwartet wird. Wenn so manch einer schon 12 Tage am Stück täglich zwischen 6 und 9 Stunden pflegt, ungünstigerweise auch noch im Teildienst, hat man zwischenzeitlich schon mal derbe Idealismusverluste. Wie gesagt hier werden nur 1 Stunde pro Klient vergütet und so sehen leider auch manche Planungen aus, so traurig das ist.

Wie läuft das bei euch im stationären Bereich?

LG Hexe
 
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Lisy

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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Hallo Hexe,
ich bin wie du ambulant unterwegs. Wir machen die Pflegeplanungen immer im Team und anschliesend mit den Angehörigen. Dauert ein bischen länger, dafür ist es dann sehr genau und individuell und alle Kollegen und die Angehörigen machen es gleich.
Sieht zuerst teuer aus, ist es aber nicht, da viele Rückfragen vermieden werden und jeder den gleichen Ablauf hat, sprich spart Zeit weil man sich sehr sicher ist.
Gruß Lisy
 
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Allround

Allround

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27.01.2008
65779
Wie läuft das bei euch im stationären Bereich?
Na unterirdisch....:laughing:

keine besseren Zustände....

1. Habe gerade 12 Tage Dienst hinter mir und dann nur 2 Frei, ab heute wieder im Dienst....
2. Arbeite auf einer Operativen, hauptsächlich Kurzzeitlieger, ergo: Keine individuelle Pflegeplanung.

Obwohl das bei einigen Patienten denkbar möglich wäre....ehrlich gesagt.
Aber: Ressourcen auch sehr knapp....
Allerdings legen wir sehr großen Wert auf ausführliche Pflegeberichte (..blöde Verteidigung..:ermm:...) und der pauschale und individuell erweiterte Leistungsnachweis wird abgezeichnet, tja, das war's dann auch. Finde ich auch eigentlich "leider"(...:ermm:) .

Ich wollte auch keine Kritik am Einzelnen üben. Ich meinte nur, dass es doch bedauerlich ist, dass selbst die Laien merken, dass bei unseren Arbeitsbedingungen die Professionalität der Dokumentation federn lässt.
Ich finde das einfach sch.....aaade.
Und nachdenkenswert.:kopfkratz: Allround
 
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06.04.2007
Gütersloh
Hallo Lisy,

hört sich sehr gut an eure Vorgehensweise. Für uns leider undenkbar, da bin ich mir aus Erfahrung ganz sicher!

@Allround,

ich hab das nicht als Kritik an meiner Person aufgefasst und kann dir ja auch nur zustimmen. Wobei ich dazu sagen muß, dass die Dokumentation in der ambulanten Pflege schon enorm umfangreicher geworden ist und dass sicher auch vielen "vom alten Schlag" Schwierigkeiten macht.

Als ich ambulant angefangen bin, hab ich mich gefreut, von viel auf fast keine Doku umzusteigen, dass hat sich in den letzten Jahren aber relativiert und auch hier ist angekommen was ich zuvor schon kennengelernt hatte.

Grüße Hexe
 
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DorisL

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07.07.2008
65589
Da Ihr alle so lieb seid und Euch Gedanken macht will ich jetzt einfach einmal alles schreiben wie es komplett geschrieben wurde. Vielleicht bin ich auch nur was dieses angeht sehr sensibel.

Sich beschäftigen:
Problem: Hat keine sinnvollen Aufgaben mehr
Ressourcen: Hat stützende Angehörige
Ziele: Steigerung von Lust und Antrieb
Maßnahmen: Gespräche anbieten, Kontakte zu Angehörigen u. Freunde fördern bzw. herstellen, zum TV, Lesen...motivieren (wird eh gemacht)

Sich waschen und Kleiden:
Problem: Kann sich nicht selbstständig waschen und kleiden.

Ressourcen:
Kann das Duschen geniessen.
Ziel: Allgemeines Wohlbefinden, sauberes gepflegtes Erscheinungsbild. (Sie ist sehr sauber und gepflegt)
Selbst, An- und Ausziehen der Kompressionsstrümpfe mit einer Anziehhilfe.
(Wunschdenken in dem Zustand)
Maßnahmen: Kompressen in Hautfalten einklegen, Haut nachfetten (wird aber nicht gemacht) Pflegestandard G01 Ganzwaschung B10 An und Ausz. Kompres.Str.

Kommunizieren:
Problem: Kann aufgrund einer motorischen Aphasie schlecht sprechen (eigentlich kaum und selten)
Ressourcen: Ist motiviert (ist sie nicht, macht auch keine Übungen vom Logopäden)
Ziele: Kann gut kommunizieren. (Lt. Ärzte nicht mehr möglich)
Maßnahmen: Gespräche anbieten, vermehrte Zuwendung und Geduld aufbringen
Zum Sprechen motivieren. (Wir gehen liebevoll mit ihr um, haben Geduld, erzählen ihr viel in selbst und sie wird auch motiviert.)

Auch die anderen Punkte sind in diesem Schema, will Eure Geduld nicht strapazieren. Für mich (uns) als Angehöriger liest sich das so, als würde so etwas nicht gemacht. Ich fühle mich echt ein unwohl, denn ich gebe mehr als ich eigentlich kann.

Liebe Grüße und Danke, Doris


 
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pflegende Angehörige
M

Manu74

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Hallo Doris

Finde es schön das Du dich so da rein Kniest.
Also wenn ich die Planung lese, dann gehe ich mal davon aus das die Planung entweder am PC erstellt wurde oder aber vonjemand der sich nicht gut damit auskennt.
Aber einen Aspekt möchte ich zu bedenken geben. Eine PP wird geschrieben damit der PD seine Leistung die er erbring belegen kann, und das er belegen kann das er sich dabei auch etwas denkt.
Er beschreibt nicht die Tätigkeiten der Angehörigen. ( Wir ergänzen dies z.B nur wenn ein Teilbereich komplett von den Angehörigen über nommen wird)
Wenn es dir so überhaupt nicht behagt was da steht dann sprich es an und kläre es mit dem PD am besten mit der PDL.
Ich arbeite seit 15 im PD und muss ganz erhlich sagen das ist das erste mal das ich lese das jemand mit dem PD zufrieden aber nicht mit der Planung ist.
Niemand würdigt deine Arbeit dadurch herrab.

LG Manu74
 
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KS / Weiterbildung zur PDL
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Ambulante Pflege
weissbrk

weissbrk

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07.03.2006
Münster
... Für mich (uns) als Angehöriger liest sich das so, als würde so etwas nicht gemacht. Ich fühle mich echt ein unwohl, denn ich gebe mehr als ich eigentlich kann.

Liebe Grüße und Danke, Doris
Hallo Doris,
ich würde Dir auch raten, sprich die Punkte genau mit dem Pflegedienst an, die Dich stören. Wenn dort nicht bekannt ist, dass Du bzw Ihr Euch damit unwohl fühlt, kann keine Klärung zustande kommen. Und ein ruhiges, sachliches Gespräch hilft allen Seiten.
Dein letzter Satz gibt mir aber besonders zu denken.
Achte bei aller Sorge bitte auf Dich selber! Gibst Du mehr, als Du kannst, wirst Du auf die Dauer zusammen brechen -und dann kannst Du gar nicht mehr geben!
Auch hier könnte das Gespräch mit dem Pflegedienst helfen - denn Ihr seid ja eigentlich zufrieden mit den Leistungen, dann ist es bestimmt grundsätzlich ein guter Dienst!
Frag nach, wo Du Hilfe und Unterstützung bekommen kannst und kläre, was Ihr selber machen möchtet / könnt und was nicht.
Denkt auch an Euch!

liebe Grüße

weissbrk
 
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privat
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DorisL

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07.07.2008
65589
Heute Morgen hatten wir ein gutes Gespräch woalles angesprochen wurde und ich denke es wird jetzt besser. Die Zukunft wird es zeigen.
Was ich damit meinte, das ich mehr gebe als ich kann, basiert auf deer Tatsache, das ich selbst 100 % schwerbehindert bin, bereits einen großen Herzinfarkt hatte und lt. Ärzte diese von mir übernomene Aufgabe einfach zuviel für mich ist. Aber was sollten wir denn machen. Wir konnten die Frau wirklich dort nicht lassen, hatten auch gesagt, das ich Hilfe bekomme soviel ich brauche aber wenn dann noc so anderen Streß (Ärger) dazu kommt, der schadet mir mehr als die Arbeit, das ist ok und für mich gut einzuschätzen was geht und was nicht.
Ich hoffe, es geht alles so wie wir uns das vorstellen und können der Schwiegermutter eine gute Pflege bieten und dennoch für uns noch ein wenig Luft zum Atmen.
Heute hat sie uns Allen aber das Leben ein wenig schwer gemacht aber solche Tage gehören wohl auch dazu.
Vielen Dank, ich werde sicher öfter hier fragen und Rat holen. ;-)
 
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Teammitglied
05.07.2001
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