Allgemein Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

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fillinchen

Allen zusammen einen schönen guten Abend,

ich habe hier folgendes Problem:
Ein Pat. 51J. gesetztl versichert, Hirntumor, Zungengrundkarzinom, Lungenmetastasen, ist tracheotomiert, O2-Sonde läuft Tag und Nacht, Monitoring durch Pulsoximeter, hat PEG und SPK, hat PSt.3.
Wird seit 2005 (1. Tumor-OP) von der Ehefrau versorgt. Die Ehefrau erhält Hartz IV, die Rente des Mannes, Pflegegeld 685,-€ und die Verhindertenpflege wird auch genutzt. Jetzt hat die Frau nochmals monatl. 200,-€ gewährleistet bekommen, damit sie eine Leistung durch einen anerkannten PD in Anspruch nehmen kann.
Da gibt es jedoch folgende Haken:
Die Frau vertraut keinen PD mehr, da sie sehr negative Erfahrungen gemacht hat, sei es qualitativ schlechte Grund- und Behandlungspflege, so dass der Pat. sogar wieder notfallmäßig ins KH musste und seit dem völlig ans Bett und die O2-Gabe gebunden ist. Ich weiß, dass bei diesem Krankheitsbild immer mit Verschlechterung zu rechnen ist, aber dies war eindeutig verursacht nach Versorgung durch den PD.
Ein ander mal wurde eine Person vom PD geschickt, die sagte gleich :"aber Absaugen darf ich nicht", stattdessen setzte sie sich ans Bett des Pat. und las ein Buch vor! Aber hallo, ich war echt platt!

Der ambulante PD selbst hat mir den Pat. vermittelt, nur leider habe ich keine Kassenzulassung.
Ich würde den Pat. gern versorgen, der PD will die Abrechnung mit der Kasse nicht übernehmen.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit §77 SGB XI, wie stellt man dies am besten an?
Der Pflegekasse muss man halt klar machen, das dies der Wunsch des Pat. ist, Kostengünstiger als Heimunterbringung und und und..

Danke für Eure Hilfe schon mal
fillinchen
 
L

ludmilla

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Bei den Leistungen mit den 200 €, scheint es sich um Betreuungsleistungen zu handeln. Das sind niedrigschwellige Betreuungsangebote, für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Diese Leistungen werden meist von Pflegediensten (benötigen dafür eine Kassenzulassung) erbracht, allerdings werden keine Pflegekräfte eingesetzt, sondern meist nur angelernte Kräfte in diesem Bereich. Diese Leute erbringen keine pflegerischen Leistungen, sondern übernehmen nur Betreuung. Behandlungspflege wird auf gar keinen Fall übernommen.
Es scheint hier ein Verständnisproblem über die Art der Leistung zu geben.
Habt ihr schon behandlungspflegerische Unterstützung für mehrere Stunden täglich beantragt. Die Pflegeperson muss ja auch mal schlafen.
Bezüglich des §77 kann ich leider gar nichts sagen.....

Gruß ludmilla
 
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Rundumsorglospaket

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fillinchen

AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Hallo Ludmilla,

ich sagte doch, dass der PD schon da war, eben zur Behandlungspflege. Die Genehmigung der 200,-€ ist erst jetzt dazu gekommen.
Wie würdest du reagieren, wenn der PD zur Tür raus ist und es blutet aus dem Tracheostoma, ihn deshalb zurückruft weil es dem Pat. schlecht geht, er sogar ins KH eingewiesen werden muss und dann dafür noch mal eine Rechnung bekommt.
Bzw. wenn man dir Leute schickt, die deinem Angehörigen etwas vorlesen, statt zu "pflegen". Dann bleibt ja trotzdem die Behandlungspflege an der Frau hängen, da brauch ich mir niemenden holen, den ich dann noch bezahlen muss.
Das Pflegebett steht im Wohnzimmer, die Frau schläft auf der Couch und jedesmal wenn das Pulsoximeter Alarm gibt springt sie hoch. Sei es nur ein Fehlalarm, weil der Fingerclip abgerutscht ist, oder weil abgesaugt werden muss.

Aber ich glaub ich werde auch mal Herrn Rösler schreiben müssen.
Es ist ja der blanke Hohn, denn in ein Altenheim kommt auch kein Intensiv- oder Heimbeatmungspfleger zum Absaugen.
Ich musste damals sogar miterleben, dass eine Frau ihren Mann nach hause geholt hat, nur weil sie den meisten Schwestern und Pflegern zeigen musste, wie diese Trachealkanüle, abgesaugt, gewechselt und gereinigt werden muss und trotzdem hat sie ihren Mann immer wieder in einem erbärmlichen Zustand vorgefunden (eben nicht abgesaugt und die Kanüle stand vor Rotz=, und der Mann war schon schweißgebadet und zyanotisch) , dass sie dies einfach nicht länger mit ansehen konnte.
Hallo? Angehörige zeigen dem Pflegepersonal, was diese eigentlich wissen sollten, Schande für die Innung.

Die Frau, zu der ich jetzt Kontakt habe hat im Krankenhaus gezeigt bekommen, wie weit sie absaugen darf. Die Frau hat sonst keinerlei medizin. Ausbildung.

Entschuldigt bitte, aber ich bin etwas verärgert, denn wir lassen uns so einiges aus den Händen nehmen. Oder sagen wir so, es wird uns genommen und wir lassen es zu.
Zu meinem Examen gehörten noch Blutabnahmen, Anlegen von Infusionen, auch Absaugung von Trachealkanülen, doch heut darf ich dies alles nicht mehr.
Es wurde umgewandelt in ärztl. Tätigkeiten um diese extra abzurechnen, hat sich dadurch unser Gesundheitssystem verbessert? Wohl nicht!

Auch wenn man nach PD googlte strahlen die meisten mit MDK -Bewertung, aber ich hab noch keinen mit Patientenbewertung gefunden.

Trotzdem Danke für deinen Beitrag
und bitte sei nicht angegriffen, denn ich möchte hier im Forum niemanden verletzen oder beleidigen.

Gruß fillinchen
 
M

ms-sophie

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Hallo Fillinchen,

frage doch einfach bei der Kasse an, vielleicht gibt es eine Möglichkeit.

Bzgl. der Dame die etwas vorliest..... Diese Dame kam wegen der 2oo Euro. Die sind nämlich nicht zur Pflege gedacht, sondern um die pflegenden Angehörigen zu entlasten und Betreuungszeit mit dem Betroffenen zu verbringen. Das man sowas vorher absprechen muss steht auf einem anderen Blatt und selbstverständlich kann die Betreuung nicht anstelle der Pflege stattfinden, sondern zusätzlich.

Sophie
 
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Demenzpm

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Hallo fillinchen,
das Problem bei §77 SGB XI, beseht darin, dass Du nicht 365 Tage im Jahr arbeiten kannst, deshalb werden Pflegekasse keinen Vertrag mit Dir abschließen. Du benötigst weitere Personen, die Dich vertreten, bei Krankheit oder Urlaub. Das sagt der Paragraf aus. Wenn Du die gleichen Ansprüche, Qualitätssicherung u.s.w erfüllst, kann die Pflegekasse mit Dir ein Vertrag machen.

LG Demenzpm
 
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fillinchen

AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Danke für deinen Beitrag Sophie,

ich habe geschrieben: die 200,-€ gibt es erst jetzt, die Dame die etwas vorliest..., kam, schon vorher, als Behandlungspflege angefordert war.

LG fillinchen
 
L

ludmilla

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Hallo fillinchen,

du urteilst über Dinge und bist nicht richtig informiert. Wie bereits gesagt, handelt es sich bei den 200€ wahrscheinlich um Betreuungsleitungen nach § 45 SGBXI. Diese Leistungen sind nicht für die Übernahme von Grund- und Behandlungspflege gedacht. Ob diese Leistungen bei einem so schwerkranken Menschen sinnvoll verwendet werden können ist sicherlich schwierig, wenn zusätzlich jemand für die evtl erforderliche Behandlungspflege anwesend sein muss. Das ist aber nicht die Schuld des Pflegedienstes. Und bevor du diese Leistungen grundsätzlich verteufelst, frag mal all die Leute mit demenz- und psychischkranken angehörigen, Eltern geistigbehinderter Kinder, die diese Leistungen sehr sinnvoll finden und nutzen.

Nochmal zur Behandlungspflege: Wie ist das denn geregelt? Kommt der PD für mehrere Stunden am Stück oder nur vereinzelt, beispielsweise zur Stoma und SPK-Versorgung. Auch hier nicht gleich lospoltern. Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass der Pflegedienst für mehrere Stunden, beispielweise nachts, damit die Ehefrau schlafen kann zur Pflege und Betreuung kommt. Das muss jedoch bei der Kasse beantragt und entsprechend geprüft werden.

Absaugen des Stomas gehört auch heute noch zu pflegerischen Tätigkeiten, Infusionen waren auch vor mehr als 25 Jahren schon eine ärztliche Aufgabe. Dies hat aber nichts mit Pflegediensten und Pflegeleistungen nach SGB XI zutun und auch nicht mit deinem geschilderten Problem.
Ich versteh deinen Ärger, aber bitte nicht alles durcheinander werfen. Hr. Rösler ist übrigens seit mehreren Wochen nicht mehr Gesundheitsminister.

Gruß
ludmilla
 
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fillinchen

AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Hallo Demenzpm,

sicher wissen wir alle, dass ich keine 365 Tage noch dazu 24h arbeiten kann,
doch von pflegenden Angehörigen erwartet man dass.
Das scheint mir eher so, als kann das nicht einmal der PD!
Denn der PD selbst hat sich an mich gewandt und fragte, ob ich da auch mal Nachts rausfahren würde.
Ich habe selbst einmal einen PD gebraucht, um 09:00 Uhr angefordert und 16:00 Uhr ist der gekommen.

1. Wie schon erwähnt möchte die Frau die Pflege selbst weiterführen, von daher schon wären keine 365 Tage notwendig.
2. Gibt es eine examinierte Krankenschwester, die in ihrer Freizeit die Verhindertenpflege ausführt.
3. Wollten Sie und ihr Mann (Pat.) nur Leistungen durch eine Fachkraft ihres Vertrauens, die Ihnen mit PSt.3 zusteht.

Zu den amb. Pflegediensten haben sie, nach den Vorfällen kein Vertrauen mehr.

Schließlich heisst es auch im §77: um den Wünschen der Pflegebedürftigen zu entsprechen

Danke auch an dich für Deinen Beitrag

LG fillinchen
 
F

fillinchen

AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Hallo Ludmilla,

ich weiß dass es sich um Betreuungsleistungen handelt und verteufle dies keines wegs.

Zitat:

Nochmal zur Behandlungspflege: Wie ist das denn geregelt? Kommt der PD für mehrere Stunden am Stück oder nur vereinzelt, beispielsweise zur Stoma und SPK-Versorgung. Auch hier nicht gleich lospoltern. Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass der Pflegedienst für mehrere Stunden, beispielweise nachts, damit die Ehefrau schlafen kann zur Pflege und Betreuung kommt. Das muss jedoch bei der Kasse beantragt und entsprechend geprüft werden.

Ich erwähnte auch das die Frau alles selbst macht sowohl Grund- und Behandlungspflege. Erst recht nach beschriebenen Vorfällen.
Lediglich zum SPK-Wechsel kommt der Urologe ins Haus.
Sie versorgt die PEG, Wechsel der Kanüle im Tracheostoma, Absaugen, die Verbandswechsel beim SPK und Tracheostoma, alles macht sie selbst.

Und ich erwähne es noch einmal: Der PD ist auf mich zugekommen um eben auch mal nachts da pflegerisch tätig zu sein.

Der MDK hat sich auch überzeugt, dass der Pat. 1a von der Ehefrau versorgt wird.

Gute Nacht Ludmilla
 
L

ludmilla

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Ein ander mal wurde eine Person vom PD geschickt, die sagte gleich :"aber Absaugen darf ich nicht", stattdessen setzte sie sich ans Bett des Pat. und las ein Buch vor! Aber hallo, ich war echt platt!
Die Dame war bestimmt keine Pflegekraft. Kann es sein, dass es zwischen Pflegedienst und Ehefrau ein Kommuniukationsproblem gibt.

Der ambulante PD selbst hat mir den Pat. vermittelt, nur leider habe ich keine Kassenzulassung.
Ich würde den Pat. gern versorgen, der PD will die Abrechnung mit der Kasse nicht übernehmen.
Damit wärst du freiberuflich tätig und müsstes die entsprechenden gesetzlichen Auflagen erfüllen.



Der Pflegekasse muss man halt klar machen, das dies der Wunsch des Pat. ist, Kostengünstiger als Heimunterbringung und und und..
Die Pflegekasse ist nicht für die Kostenübernahme der Behandlungspflege zuständig, das ist Sache der Krankenkasse. Die Pflegekasse muss sich bezüglich der Kostenübernahmen auch an die Vorgaben des Sozialgesetzbuches halten. Wenn du nicht freiberuflich tätig bist, wirst du nicht abrechnen können und die Kasse wird die private Versorgung wahrscheinlich nicht finanzieren.

Wie würdest du reagieren, wenn der PD zur Tür raus ist und es blutet aus dem Tracheostoma, ihn deshalb zurückruft weil es dem Pat. schlecht geht, er sogar ins KH eingewiesen werden muss und dann dafür noch mal eine Rechnung bekommt.
Bzw. wenn man dir Leute schickt, die deinem Angehörigen etwas vorlesen, statt zu "pflegen". Dann bleibt ja trotzdem die Behandlungspflege an der Frau hängen, da brauch ich mir niemenden holen, den ich dann noch bezahlen muss.
Das Pflegebett steht im Wohnzimmer, die Frau schläft auf der Couch und jedesmal wenn das Pulsoximeter Alarm gibt springt sie hoch. Sei es nur ein Fehlalarm, weil der Fingerclip abgerutscht ist, oder weil abgesaugt werden muss.
Gegenfrage: Würdest du die Leistung erbringen ohne Bezahlung. Wenn ein Pflegedienst einen Pflegebedürftigen morgens wäscht und der 10 min nachdem die Pflegekraft gegangen ist einkoten, dann muss man ihn entweder selbst versorgen oder die zusätzliche Leistung bezahlen. Es ist bitter, wenn dies kurz nach Beendigung der Verrichtung nochmal erforderlich ist, aber eben keine unentgeltliche Leistung. Die Dame zum Vorlesen war sicherlich, wie oben bereits erwähnt nur im Rahmen der Betreuungsleistungen da, kann und darf also gar nicht pflegen.
Was will die Ehefrau? Fachgerechte Hilfe durch Privatpersonen ihrer Wahl? Behandlungspflege wird sie nur durch einen Pflegedienst abrechnen können und wie bereits mehrfach erwähnt, dann muss sie einen entsprechenden Antrag bei der Kasse stellen. Dann wird wahrscheinlich der MDK kommen und die Erforderlichkeit einer mehrstündigen Entlastung durch eine Pflegekraft prüfen und befürworten oder nicht.
Das die Ehefrau mit dieser Betreuung und Pflege überfordert ist kann ich gut nachvollziehen, aber sie wird sich nicht alle Pflegekräfte aussuchen können und auf Finanzierung durch die Kasse hoffen. Die Pflege- wie auch die Krankenkasse sind an gesetzliche Vorgaben gehalten und nicht wirklich frei in ihren Entscheidungen.
Stundenweise Verhinderungspflege kann auch durch eine Privatperson erbracht werden, also durch dich. Kannst du dich nicht auf geringfügiger Basis vom Pflegedienst einstellen lassen und dann im Falle der Genehmigung diese stundenweise Pflege übernehmen?

Es bleibt euch nur die Verhandlung mit der Pflegekasse, auf das System zu schimpfen bringt niemanden weiter. Unsere Pflegeleistungen sind nicht perfekt und sicher in vielen Fällen auch bei weitem nicht ausreichend, aber wir haben kein besseres und sicher im weltweitem Vergleich ein ganz gutes.

Gruß
Ludmilla
 
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Pflegekraft
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Axis!

AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

wie ich schon per PM eigentlich geschrieben hatte sollte nach antrag bei der krankenkasse eine betreuung wenn gewünscht nur nachts kein problem darstellen!
 
L

Lisy

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Die Lösung des Problems könnte der Umstieg auf das persönliche Buget sein. In diesem Falle zahlt die Kasse einen Betrag X für selbstbeschafte Pflegekräfte. Es entfällt damit eine Zulassung und alles andere. Freiberufliche können dann problemlos eine Rechnung an die Pflegeperson stellen.
Grüßle Lisy
P.S.
Ich finds immer ein wenig "ungut" aus der Entfernung Wertungen ab zu geben. Bringt nichts, vergiftet aber die Stimmung.
 
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ms-sophie

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Hallo Filinchen,

du hast ja jetzt schon versch. Möglichkeiten genannt bekommen. Ausserdem würde ich dir anraten, dass du mit der Ehefrau sprichst und ihr zusammen Kontakt mit einem PD aufnehmt der palliative Versorgungen übernimmt. Ich persönlich glaube nämlich, dass es für euch Beide zuviel sein wird ihn alleine zu versorgen.

Sophie
 
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fillinchen

AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Ersteinmal herzlichen Dank, für all Eure Beiträge,

ich werde selbstverständlich mit der Frau noch einmal sprechen, auch damit sie der Krankenkasse das Problem noch einmal ausführlich schildert. Wie Lisy bereits erwähnte: vielleicht gibt es die Möglichkeit einen Beitrag X für selbstbeschaffte Pflegekräfte ab und zu zur Nachtbetreuung bereit zustellen. Ich denke wir werden einen Weg finden, der auch für den Betroffenen und die Pflegeperson der beste ist.

Übrigens ich bin freiberufliche Pflegekraft, examinierte Krankenschwester mit FWB OP und pflege bereits an Wochenenden oder bei Urlaub eine behinderte Person.

Allen nochmals Danke, ich melde mich noch mal.

Gruß fillinchen
 
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sanssousi

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Hallo fillinchen,

ich bin selbst (mit-)pflegender Angehöriger und kenne die Situation aus dieser Sicht.

Es gibt leider massive Probleme, was die Beschäftigung einer Einzelpflegekraft nach § 77 SGB XI betrifft. Die Kassen scheinen sich mit aller Macht dagegen zu sträuben. Dazu kommt, dass zumindest bei uns keine entsprechende Person zu finden ist. Interessenten werden von der Pflegekasse entsprechend "informiert" und sagen dann wieder ab.

Aber auch das pers. Budget scheint nicht weiter zu helfen. Erstens scheitert es wieder an den Kassen ("kennen wir nicht", "haben wir noch nie gemacht") und zweitens gibt es bei Pflegefällen nur Gutscheine, die bei PD eingelöst werden müssen.

Falls jemand andere Erfahrungen hat oder Einzelpflegekräfte kennt - gerne.


Gruß

Sanssousi
 
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p.hoffman

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

hallo fillinchen,

arbeite seit einem jahr nach §77 SGBXI, ich denke ich kann dir helfen.

bitte um kontakt mit mir!

lg
 
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Gesundheits und Krankenpflege
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SvenJ

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Wende Dich doch einfach einen qualifizierten Pflegedienst, die ausserklinische Intensivpflege anbieten.
Das ist dann zwar auch ein PD, aber die sollten schon wissen, wie rum man einen Absaugkatheter hält:smile:
Wenn kein Bedarf an einer 24h Versorgung besteht, kann man das ja entsprechend kürzen und selbst weitere Pflege übernehmen.
Wo ist das ganze denn? Vielleicht kann ich Dir ja ein paar gute Adressen nennen.
 
Qualifikation
Fachpfleger IMC und ausserklinische Beatmung
Fachgebiet
Heimbeatmung, IMC, Altenpflege bundesweit
Weiterbildungen
Verein zur Förderung der Beatmungspflege
S

sanssousi

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

Hallo fillinchen,

dies wäre zwar die beste Möglichkeit, sie wird aber schon wegen rechtlicher Vorgaben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren:

vielleicht gibt es die Möglichkeit einen Beitrag X für selbstbeschaffte Pflegekräfte ab und zu zur Nachtbetreuung bereit zustellen.
Es führt wieder nur über den Weg eines persönlichen Budgets. Aber einerseits sperren sich die Pflegekassen nicht nur nach meiner Erfahrung dagegen, andererseits wird hier kein Bargeld zur Verfügung gestellt, sondern wieder nur Gutscheine, die aber bei einem zugelassenen PD einzulösen sind. Damit bist Du wieder am Anfang.

Genau aus diesem Grund suchen wir seit langem nach dem Ausweg der Einzelpflege. Das wäre natürlich mit einem pers. Budget kombiniert und der Möglichkeit eines vereinbarten variablen Einsatzes die günstigste Lösung.
Wenn Du bereits freiberuflich tätig bist, wäre das doch eine Alternative für Dich als Einzelpflegekraft einen Vertrag mit der Pflegekasse zu schließen.

Vielleicht kannst Du mal eine Rückmeldung geben?


Gruß

Sanssousi
 
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Verwaltungsfachwirt
Fachgebiet
Pflege daheim
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Barbara24St

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AW: Pflegeperson und Pflegebedürftiger brauchen Hilfe

@sanssousi: Das persönliche Budget wird nicht nur mit Gutscheinen gewährt. Wende Dich an einen Anwalt, am besten einen, der bei FORSEA gelistet ist. Mit einem lapidaren "Kennen wir nicht" darf man sich nicht abspeisen lassen, denn alle Leistungsträger wissen um die Existenz des § 17 SGB IX und der dazu gehörenden Budgetverordnung.
 
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Assistentin zur Teilhabe am selbstbestimmten Leben im 24 St Dienst
Fachgebiet
Heidelberg
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