Studium & Beruf Pflegekammer

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H

H. Stegitz

Neues Mitglied
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16.02.2005
20197
Hallo,

zunehmend wird unter Pflegenden die Frage diskutiert, ob es für Pflegende Sinn macht, sich in einer "Pflegekammer" zu organisieren. Ähnlich wie die Apotheker- oder die Handwerkskammer.

So soll sich nach Meinung einiger Kollegen die Kammer darstellen:
  • Pflichtmitgliedschaft aller Pflegenden
  • Pflichtbeiträge
  • Qualitätsüberprüfung
  • Verpflichtung aller in der Pflegenden, sich alle zwei Jahre einer Überprüfung zu stellen und darüber hinaus Fort- und Weiterbildungsnachweise zu erbringen. Ansonsten erlischt automatisch die Zulassung.
  • Regelung einer bundeseinheitlichen Alten- und(!) Krankenpflegeausbildung
  • Beratung und Begutachtungen
Ich hätte gerne ein allgemeines Feedback von den geschätzten Kollegen und Kolleginnen, da mich interessieren würde inwieweit über die Einrichtung einer Kammer dieser Art nachzudenken ist und wie diese Idee bewertet wird. Auch im Hinblick auf den Umbruch am Arbeitsmarkt (SGB II vs. 1 € Jobs in der Pflege) und die Auswirkung auf die Berufsverbände und die Gewerkschaft.
  • Sollte es eine Regelung auf Länderebene oder auf Bundesebene geben?
  • Wie sollten die Aufgaben einer Pflegekammer gestaltet sein?
  • Wie hoch darf der Pflichtbeitrag sein, den Pflegende bereit wären an die Kammer zu zahlen?
Für jede ernstgemeinte Anregung bin ich dankbar. Ich möchte das Ergebnis dieser Umfrage dann in eine Studie einbauen. Selbstverständlich werden die Ergebnisse anonym ausgewertet. Eine Zusammenfassung werde ich dann entsprechend in dieses Forum einstellen. Bei Abgabe von Antworten werte ich das als Einverständnis zur anonymen Veröffentlichung der Umfrage. Wer damit nicht einverstanden ist und trotzdem darauf antworten möchte, kann dieses entsprechend vermerken.

Vielen Dank im Voraus.

H. Stegitz
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Pflegedienstleitung
Bethke Axel

Bethke Axel

Mitglied
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27.02.2002
24118
Hallo H. Stegitz,
ich bin sehr von der Idee einer Kammer angetan. Ob es nun eine! Kammer oder ein! Pflegeverband ist, ist mir ganz egal. Wichtig ist nur das die Zersplitterung von Interessenvertretungen der Pflegenden aufhört. Es gibt zur Zeit mehrere Pflegeverbände, Gewerkschaften, Fachverbände, konfessions gestützte Verbände etc. Die Interessen dieser Splittergruppen sollen im DPR zusammengefasst werden. Nach meiner Einschätzung wird das niemals klappen, weil jeder Verband natürlich seine eigenen Interessen durchsetzen will ( siehe Politik ) also trifft man sich beim kleinsten gemeinsamen Nenner und das ist als wenn es kein Ergebnis gibt!!!!!!
Ich denke, man muß eine so zersplitterte und in grossen Teilen auch sehr berufspolitisch uninteressierte Berufsgruppe zu ihrem Glück zwingen!!!!
Dies geht, glaube ich, nur
1. Bundesweit mit guten Kontakten zum europäischen Ausland.
2. Mit einer Pflichtmitgliedschaft
3. Mit verbandunabhängigen Vertretern
4. Mit der rechtlichen Ausstattung für Festlegung Fort- Weiterbildung, führen von Pflegerechts- und Pflegefehlerprozessen.
5. Zentraler Zertifizierungen und verpflichtungen von Besuchen der Weiterbildung.
6. Erreichen eines Europäischen Pflegenstandards, damit jede Pflegekraft überall im Europäischen Ausland arbeiten kann, ohne Zusatzprüfungen.
7. Regressforderungen und Möglichkeit Strafen durchzusetzen bei Pflegefehlern und mangelhafter Pflegequalität.
8. Sprachrohr gegenüber den Arbeitgebern

Dies sind natürlich Wunschträume und ich befürchte, dass bei der heutigen Marktlage dies Illusorisch ist. Wenn jetzt ein Arbeitgeber eingeschränkt werden soll, weil er vielleicht die organisatorischen Hilfsmittel nicht zur Verfügung stellen will. Somit kann die Pflegequalität nicht erreicht werden und das Haus müsste geschlossen werden. Wenn er dies befürchten muß, wird er lieber Kollegen aus dem Ausland rekrutieren, die sind billiger und er kann die Verhasten Pflegehilfsmittel kaufen ohne Verluste bzw. Gewinneinbussen zu haben. Das wird dann noch mehr Arbeitslose in Deutschland fördern.
Ausserdem glaube ich nicht, dass ein politische Partei eine Organisation zur Gründung zulässt, die evtl. so mächtig werden könnte, dass die Politik ihr folgen müsste. Das würde ja die eigene Macht gefährden.

Ich sehe sehr düstere Wolken, vor der Gründung einer Kammer. Die Gründung einer Pflegekammer bedeutet Machtverlust von verschiedenen anderen Organisationen. Dies wird nicht akzeptiert werden.
Grüsse
Axel
 
Qualifikation
Ltd. Krankenpfleger
Fachgebiet
Chirurgische Ambulanz/ Internistische Aufnahmestation
S

Seba

Mitglied
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29.11.2004
22083
Ich frage mich gerade, warum so wenige diesen Aufruf folgen. Vieleicht weil es viele Anforderungen auf einmal sind.

Eine Umfrage, ob die Leser dieses Forums für oder eine Kammer sind finde ich sehr spannend.

Allerdings sollte dann klar sein, was unter dieser Kammer zu verstehen ist.

Für mich bedeutet eine Kammer (die überings laut unserem Rechtssystems meiner Meinung nach nur auf Länderebene geschaffen werden kann) vor allem, dass die Politik anerkennt, dass Pflege ein zentraler Bestandteil der Gesellschaft ist, den die Politik nicht mehr mit genügend Expertise steuern vermag. Daher braucht sie einen Partner, dessen Aufgabe es ist, eine ausreichende und adequate pflegerische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.

Das ist meiner Meinung nach überhaupt die einzige Legitimation für eine Kammer in Deutschland.

Das bedeutet für die Pflegerisch Tätigen, dass vor allem die zu Pflegenden durch eine Kammer geschützt und unterstützt werden und nicht eine mächtige Interessenvertretung der Pflegenden entsteht. Dafür müßt Ihr schon die paar Euros Mitgliedsbeitrag für den DBfK locker machen, um eine starke Berufsvertretung zu haben, so wie es überings auch bei den Ärztekammern und ihrem Hartmnann Bund üblich ist.

Eine zentrale Aufgabe der Kammer ist es meiner Meinung aber auch, die Bedeutung der Pflege, ihrern wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und etischen faktor in der Gesellschaft darzustellen und vor llem valide Zahlen für die Zuklunft zu erstellen und nicht solche gegenläufige Ergebnisse wie dem des Pflegethermometers und des Berichtes des MDS`s einfach so dar stehen zu lassen.

Wenn mir dieser Hinweis am Ende erlaubt ist, möchte ich alle Befürworter und auch Unterstützer des Kammergedankens herzlich zur freiwilligen Registrierung der Pflegenden auffordern. Das ist ein entscheidener Beitrag zur Weiterentwicklung der Pflege, indem Pflegende zeigen, dass Ihnen der Beruf und seine Qualifikation so wichtig ist....
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziolinär
N

Niehus

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14.04.2005
Kalletal
Hallo, habe diesen Beitrag erst heute gelesen und möchte einige Anmerkungen machen.Kammern kann es aufgrund unserer Gesetzgebung und des Föderalismuß nur auf Länderebene geben. Apothekerkammer und Handwerkskammer sind dahingehend unterschiedlich, das der Apotheker als Person verkammert wird, in der Handwerkskammer ist es der Betrieb der verkammert wird. In einer Pflegekammer sind also Pflegefachkräfte als Persnen verkammert. Der Beitrag würde sich in NRW bei ca. 170 000 Pflegekräften um die 4 € im Monat bewegen. Das entspricht einer Packung Zigaretten oder 2,5 Liter Benzin. Die Aufgaben einer Pflegekammer sind unter der Homepage des Fördervereins Pflegekammer NRW www.pflegekammer-nrw.de zu finden. Ebenfalls weitere Infos. Grüße H.G.Niehus
 
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Dozent/Organisationsberatung
Fachgebiet
Selbstständig
N

Niehus

Mitglied
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14.04.2005
Kalletal
Habe Ihren Beitrag gelesen und stelle fest, auf den Punkt getroffen, was die Aufgaben von Pflegekammern betrifft. Es wäre gut, wenn sich mehr Leute aus der Pflege für diese Möglichkeit der Einflussnahme engagieren würden. MfG. H.G.Niehus Förderverein Pflegekammer NRW
 
Qualifikation
Dozent/Organisationsberatung
Fachgebiet
Selbstständig
U

UlrichFürst

So soll sich nach Meinung einiger Kollegen die Kammer darstellen:
  • Pflichtmitgliedschaft aller Pflegenden
  • Pflichtbeiträge
  • Qualitätsüberprüfung
  • Verpflichtung aller in der Pflegenden, sich alle zwei Jahre einer Überprüfung zu stellen und darüber hinaus Fort- und Weiterbildungsnachweise zu erbringen. Ansonsten erlischt automatisch die Zulassung.
  • Regelung einer bundeseinheitlichen Alten- und(!) Krankenpflegeausbildung
  • Beratung und Begutachtungen
Würde ich prinzipiell begrüßen.

Auch im Hinblick auf den Umbruch am Arbeitsmarkt (SGB II vs. 1 € Jobs in der Pflege)
Bisher habe ich keine ernsthaften Veränderungen gemerkt. Die ein-Euro-Kräfte, die ich mitbekommen habe, waren nie lange da (immer deutlich unter einem Monat).

und die Auswirkung auf die Berufsverbände und die Gewerkschaft.
Da kenn ich mich schlicht nicht aus und ist für mich absolut nicht abschätzbar.
  • Wie hoch darf der Pflichtbeitrag sein, den Pflegende bereit wären an die Kammer zu zahlen?
Kommt darauf an, was die Kammer leistet! Also 60 € für die freiwillige Registrierung, von der ich wiederum keine Gegenleistung erhalte ist mir um Welten zuviel. (V.a. wg. der fehlenden Gegenleistung, da wäre mir sogar ein symbolischer Euro zu teuer!).

Ulrich
 
R

RZeiss

Hallo H.Stegitz!

Ich verfolge nun schon seit längerer Zeit die Diskussionen um die Einrichtung von Pflegekammern oder -Verbänden oder wie auch immer das Gebilde heißen soll. Meine Meinung dazu ist, dass die Einrichtung einer Pflegekammer zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht wäre.

Ich denke, dass es noch zu viel "Gerange" unter den Pflegenden gibt, als dass wir uns annähernd über Aufgaben einer Kammer einig werden können. So lange viele der Meinung sind: "Das haben wir schon immer so gemacht!" wird es zu keiner effektiven Lösung kommen.

Ein weiterer großer Mangel ist, dass es keine klaren Strukturen unter den Pflegenden selbst gibt. So gibt es viele KPH und APH, die sich durch die examinierten Kräfte benachteiligt fühlen -gerade in der Altenpflege-, da sie plötzlich Aufgaben nicht mehr warnehmen dürfen, die sie jahrelang gemacht haben.

Wir müssen erst sicherstellen, dass eine Akzeptanz und eine Herarchie sichergestellt wird, um überhaupt eine Qualitätssicherrung zu Stande zu bekommen. Ein Beispiel soll sein, dass es nicht angehen kann, dass ein KPH ohne weitere Qualifikation die Stationsleitung übernehmen kann.

Die Idee der Pflegekammer ist der richtge Weg, aber erst haben wir Wichtigeres zu klären. Unser Berufsstand muss sich erst einmal über seine eignen Kompetenzen klar werden, bevor er sie durch eine Institution schützen kann.
 
N

Niehus

Mitglied
Basis-Konto
14.04.2005
Kalletal
Hallo Herr Zeiss, umgekehrt wird ein Schuh draus. Gerade die von Ihnen angeschnittenen Punkte können in einer Pflegekammer geregelt werden. Sie schreien geradezu danach. Dort sind nämlich Pflegefachkräfte vertreten, die genau wissen, was soll wer an Arbeit erledigen und was nicht. Bereits 1903 hat Agnes Karll schon darauf hingewiesen. Wollen Sie noch einmal hundert Jahre warten?
Die Berufsgruppe der Pflegenden muß ihre Angelegenheiten selber regeln. Andere tuns nicht oder nach ihren Regeln unter ddenen wir ja leiden, denn diese Regeln entsprechzen nicht unserem Berufsverständnis.
H.G.Niehus
Förderverein Pflgekammer NRW
 
Qualifikation
Dozent/Organisationsberatung
Fachgebiet
Selbstständig
R

RZeiss

Hollo Herr Niehus!

Ich sage nicht, dass die Pflegekammer eine schlechte Idee ist, vielmehr unterstüze ich diesen Gedanken und befinde die Kammer für eine Notwendigkeit und eine unbedingte Investition in die Zukunft. Auch die angesprochenen Aufgaben und Vorgaben finde ich durchaus vernünftig. Im Rettungsdienst ist es gang und gebe, jährlich 35 Fortbildungsstunden nachzuweisen, sonst wird die Berechtigung als RettSan/RettAss entzogen und erst nach erneutem Nachweis über 35 Stunden wieder erteilt. So sollte es auch in unserem Beruf sein.

Alerdings gibt es auch organisatorische Fragen, die vorher zu klären sind. So wird zum Beispiel die Altenpflege vom DESTATIS zu den sozialen Berufen gezählt und die Krankenpflege zu den Heilhilfsberufen. Und wohin gehören die Familienpflegerinnen und -pfleger?

Es gibt noch eine Reihe solcher Fragen zu klären und viele Menschen zu einen. Ich sage nur, dass eine Kammer in der jetzigen Situation vieleicht nicht nur Vorteile mit sich bringt und wir uns fragen müssen, ob wir wirklich schon soweit sind.

Als Mitglied im Förderverein wissen Sie sicherlich auch, wie schwer solche Projekte in der heutigen Zeit finanzierbar sind, will man nicht nur auf das Pferd der Zwangsmitgliedschaft in einer Kammer setzen.

Wenn wir es schaffen, unsere Wissenschaft weiter in unserer Mitte zu etablieren und von unserer jetzigen Engstirnigkeit weiter abrücken, steht auch der Gründung einer Pflegekammer nichts mehr im Wege. So wie es sich bei allen anderen Kammern gezeigt hat.

RZeiss
Ökonomiestudent
Krankenpfleger
Rettungsdienstler
 
Pflegeakademiker

Pflegeakademiker

Mitglied
Basis-Konto
07.02.2006
60489
hallo,

ich glaube die pflegekammer ist eine gute idee.
würde viele vorteile und einen besseren stand der pflege mit sich ziehen.

vorschlag:
vielleicht sollten die pflegenden petitionen an die länder landtage, bundestag und an das europaparlament verschicken.

liebe grüße
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
verschieden
Weiterbildungen
Dipl.-Pflegewirt (FH), M.Sc.
N

Niehus

Mitglied
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14.04.2005
Kalletal
Hollo Herr Niehus!

Ich sage nicht, dass die Pflegekammer eine schlechte Idee ist, vielmehr unterstüze ich diesen Gedanken und befinde die Kammer für eine Notwendigkeit und eine unbedingte Investition in die Zukunft. Auch die angesprochenen Aufgaben und Vorgaben finde ich durchaus vernünftig. Im Rettungsdienst ist es gang und gebe, jährlich 35 Fortbildungsstunden nachzuweisen, sonst wird die Berechtigung als RettSan/RettAss entzogen und erst nach erneutem Nachweis über 35 Stunden wieder erteilt. So sollte es auch in unserem Beruf sein.

Alerdings gibt es auch organisatorische Fragen, die vorher zu klären sind. So wird zum Beispiel die Altenpflege vom DESTATIS zu den sozialen Berufen gezählt und die Krankenpflege zu den Heilhilfsberufen. Und wohin gehören die Familienpflegerinnen und -pfleger?

Es gibt noch eine Reihe solcher Fragen zu klären und viele Menschen zu einen. Ich sage nur, dass eine Kammer in der jetzigen Situation vieleicht nicht nur Vorteile mit sich bringt und wir uns fragen müssen, ob wir wirklich schon soweit sind.

Als Mitglied im Förderverein wissen Sie sicherlich auch, wie schwer solche Projekte in der heutigen Zeit finanzierbar sind, will man nicht nur auf das Pferd der Zwangsmitgliedschaft in einer Kammer setzen.

Wenn wir es schaffen, unsere Wissenschaft weiter in unserer Mitte zu etablieren und von unserer jetzigen Engstirnigkeit weiter abrücken, steht auch der Gründung einer Pflegekammer nichts mehr im Wege. So wie es sich bei allen anderen Kammern gezeigt hat.

RZeiss
Ökonomiestudent
Krankenpfleger
Rettungsdienstler

Hallo Herr Zeiss, zuerst einmal wäre es wichtig, überhaupt eine Pflegekammer zu haben, denn diese könnte viel besser klären, wer noch dazu gehören sollte oder nicht. Wir sollten nicht immer nur bedenken tragen, sonder klären was geht. Die Altenpflege, so hat es ein Bundesgericht bereits 1991 festgestellt. zählt Aufgrund des veränderten Anforderungsprofils nicht mehr zu den Sozialberufen, sonder eindeutig zu den anderen Heilberufen, wie Kranken- und Kinderkrankenpflege auch. Niemals war es richtig, Pflegefachkräfte als ärztliche Hilfskräfte zu sehen.
Lasst uns endlich anfangen Forderungen zu stellen, wie es auch die zweitgrößte Gruppe im Gesundheitswesen ungeniert tut. Ohne an Hippokrates zu denken.
MfG
H.G.Niehus, Förderverein Pflegekammer in NRW
 
Qualifikation
Dozent/Organisationsberatung
Fachgebiet
Selbstständig
flocky

flocky

Mitglied
Basis-Konto
25.12.2005
14157
Halloo
auch ich halte die Pflegekammer grundsätzlich für eine gute Idee , um wirklich effektiv zu sein müsste sie meiner Meinung nach auf Bundesebene angesiedelt werden.Eher zwiespältig sehe ich die Zwangsmitgliedschaft, da Zwang sicht unbedingt positiv auf die Motivation mitzuarbeiten auswirkt -auf der anderen Seite macht die Idee der Kammer natürlich nur Sinn wenn wirklich alle Pflegekräfte durch sie vertreten werden.
Die Idee die Zulassung an einen regelmäßig zu erbringenden Fortbildungsnachweis zu koppeln halte ich auch grundsätzlich für gut , wenn die Pflegenden selbst nicht auf allen Kosten für diese sitzen bleiben.
Ein ganz grosses Problem sehe ich darin den Pflegenden zu vermitteln, das dort nicht nur wieder eine weitere Struktur entstehen soll ,die sich letztrendlich nur selbst verwaltet. Es gib ja ganze Reihe Berufs- und Fachverbänden die auch alle mit heren Zielen angetreten sind - aber auf der anderen Seite gibt es auch immer noch eine ganze Reihe von Kollegen und Kolleginnen die noch nie etwas davon gehört haben wollen , bzw. die das nicht wirklich interssiert . Und das wird glaube ich die schwerste Aufgabe sein all diese mit ins Boot zu holen.
L.G. Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
N

Niehus

Mitglied
Basis-Konto
14.04.2005
Kalletal
Halloo
auch ich halte die Pflegekammer grundsätzlich für eine gute Idee , um wirklich effektiv zu sein müsste sie meiner Meinung nach auf Bundesebene angesiedelt werden.Eher zwiespältig sehe ich die Zwangsmitgliedschaft, da Zwang sicht unbedingt positiv auf die Motivation mitzuarbeiten auswirkt -auf der anderen Seite macht die Idee der Kammer natürlich nur Sinn wenn wirklich alle Pflegekräfte durch sie vertreten werden.
Die Idee die Zulassung an einen regelmäßig zu erbringenden Fortbildungsnachweis zu koppeln halte ich auch grundsätzlich für gut , wenn die Pflegenden selbst nicht auf allen Kosten für diese sitzen bleiben.
Ein ganz grosses Problem sehe ich darin den Pflegenden zu vermitteln, das dort nicht nur wieder eine weitere Struktur entstehen soll ,die sich letztrendlich nur selbst verwaltet. Es gib ja ganze Reihe Berufs- und Fachverbänden die auch alle mit heren Zielen angetreten sind - aber auf der anderen Seite gibt es auch immer noch eine ganze Reihe von Kollegen und Kolleginnen die noch nie etwas davon gehört haben wollen , bzw. die das nicht wirklich interssiert . Und das wird glaube ich die schwerste Aufgabe sein all diese mit ins Boot zu holen.
L.G. Flocky

Hallo, es macht keinen Sinn nur darüber zu reden, mitmachen, sich engagieren ist angesagt, ansonsten entscheiden die Anderen(Politik)? über die Geschicke der Pflegefachkräfte. Jeder kann sehen, wohinm das führt.

Grüße
H.G.Niehus, Förderverein Pflegekammer NRW
Grüße
 
Qualifikation
Dozent/Organisationsberatung
Fachgebiet
Selbstständig
Pflegeakademiker

Pflegeakademiker

Mitglied
Basis-Konto
07.02.2006
60489
aktive arbeit:

möglichkeiten der stellung einer petition bestehen.
(am besten zu allen landtagen, bundestag und europ. parlament)

hier sind kontaktadressen zu landtagen und zum bundestag.
jeweils an den pettitinsausschuß senden.

http://www.bundestag.de/ausschuesse/archiv15/a02/kontakt/ausschuesse_buergebeauftragte.html


europäisches parlament:
http://www.europarl.eu.int/parliament/public/petition/submit.do;jsessionid=2A1D403A713C89F37C38B73909D474B0.node1?language=DE


landtage ->bundestag ->europäisches gesetz
wird z.b. für europa eine pflegekammer eingerichtet gillt diese für deutschland natürlich auch.
andersrum.. fängt ein bundesland an eine p.kammer einzurichten, kann e sgut sein, dass ander nachziehen.

argumentationen bitte an:

CDU-Bundesgeschäftsstelle
Fachbereich Sozial- und Gesellschaftspolitik
Albert Markstahler
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin

Telefon: 030 / 220 70-331
Telefax: 030 / 220 70-319
E-mail: [email protected]

er sammelt im moment (nach meinen infos) argumente für eine pflegekammer.
(per email geht auch)
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
verschieden
Weiterbildungen
Dipl.-Pflegewirt (FH), M.Sc.
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Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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