Pflegekammer Niedersachsen: perfide Zustände

  • Ersteller Christian Kröhl
  • Erstellt am
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
535
0

Man muss die Presseerklärung schon richtig lesen: denn denkt man zunächst noch, diese einzige Peinlichkeit rund um die Präsidentin der Landespflegekammer Niedersachsen sei endlich vorbei, erfährt der/die geneigte Leser/in wohlverklausuliert, dass es der Dame offenbar überhaupt nicht in den Sinn kommt, aus eigenen Stücken zurückzutreten.

Stattdessen betreibt sie ein bekannt-perfides Hängepartie-Spiel, affin der CDU/FDP nach dem Thüringer Kniefall vor der AfD: sie bieten ihre Posten lediglich an, anstatt die Verantwortung aus dem Misstrauensvotum zu übernehmen und das zu tun, was jeder Politiker seit 1949 dann tat. Nämlich umgehend die Ämter niederzulegen.

Die Landespflegekammer - aber auch der DBfK, der sich seit jeher offenbar der Maxime "Der Zweck heiligt jedes (noch so unbillige [sic!]) Mittel" verschrieben hat - sollten es nicht ansatzweise wagen, hier Worte wie 'demokratische Grundprinzipien' in den Mund zu nehmen. Der moralische Kompass beider scheint dahingehend derart kaputt, dass ich mich Frage, wie die Nachts allein die Toilette finden. Und wieder schiesst einem der Begriff durch den Kopf, der es so treffend beschreibt.

FUBAR. #FuckedUpBeyondAllRepair.
 

Anhänge

  • Gefällt mir
Reaktionen: ludmilla
R

Roadreaper

Mitglied
Basis-Konto
13
0
Man sollte sich nicht zu früh freuen, denn seinen Rücktritt anzubieten bedeutet eigentlich nichts. Besonders wenn daran gedacht wird, dass in der letzten Woche noch von Seiten Fr. Mehmeckes gesagt wurde, dass sie bei einer 2/3 Mehrheit den Posten einer geeigneteren Person überlassen würde. Wer legt denn fest, ob jemand geeigneter als sie ist oder nicht. Da hat sie sich in gewohnter Mimimi-Manier doch wieder eine Hintertür offen gehalten. Vorstellbar wäre auch, dass sie sich wieder zur Wahl stellen wird und nach Wiederwahl sich dann intensiver um die Kritiker an ihrer Person kümmern wird. Dazu dann immer wieder erwähnend, dass sie ja gewählt worden sei und ihr Verhalten dann doch nicht so dramatisch sei, wie in einigen Medien beschrieben. Ein weiterer Haken ist auch, dass die Kammerversammlung wählt und nicht die Mitglieder. Wer kann denn schon voraus sagen, dass dann nicht in ihre Richtung bis März gearbeitet wird?

Auch das zwei weitere Mitglieder des Vorstandes ihre Posten zur Verfügung stellen wollen und einzig Hr. Sandhorst (bei diesem Menschen muss ich immer an eine Figur aus dem Film Spaceballs denken) möchte seine Position weiter innehaben. Wenn ein Neuanfang gestartet werden soll, dann doch sinnigerweise komplett. Liest man sich die Kammersatzung durch, dann wäre ab März der Vorstand nicht mehr beschlussfähig, da über die Hälfte des Vorstandes dann ja nicht mehr im Amt sind.

Wie schon angedacht wurde, ist bisher nichts erreicht. Freuen sollte man sich erst, wenn das Konstrukt Pflegekammer endlich beendet ist. In Rheinland-Pfalz ist momentan ja auch der dritte Präsident tätig und wurde aus den Fehlern der Vorgänger gelernt? Eher nicht, so scheint der DBfK immer wieder jemanden zu finden, der die Vorstellungen des DBfK´s versucht umzusetzen und nicht an den Bedingungen der Pflegekräfte interessiert ist.
 
I

Igel77

Mitglied
Basis-Konto
25
Oldenburg
0
Offensichtlich gibt es eine neue Präsidentin und eine neue Geschäftsführerin: Klick Mich.

Was mich sehr an der Kommunikation der Pflegekammer stört, ist, das wichtige, wenn auch für die Kammer unangenehme, Informationen immer nur im Halbsatz oder versteckt geliefert werden. Oder eben grob falsch dargestellt, wie das Abstimmungsergebnis beim Misstrauensantrag.
 
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen