Pflegekammer ? ja oder nein ?

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Edith Monath

Mitglied
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21.04.2002
TextText :confused:

Hallo, liebe Kolleginnen und Kollegen,
meiner Meinung nach muß die "Pflege" aktiver werden und sich öfter öffentlich zu Wort melden, deshalb rege ich zum Thema "Pflegekammer" eine Diskussion an.
Gerne würde ich eine Unterschriftenaktion starten.
Was haltet ihr davon?
Einen wunderschönen Tag !
 
Qualifikation
Lehrerin für Gesundheitsfachberufe
Fachgebiet
IBF
K

Kai-Uwe Klöting

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17.07.2000
44225
<font face="Comic Sans MS">Hallo Kollegin

Dieses Thema haben wir schon hier www.pflegeboard.de/ubb604/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=26&t=000009
kontrovers Diskutiert.Wofür willst du denn eine Unterschriftenaktion starten,meines wissens kann sich jeder mit Intresse im Internet unter www.Pflegekammer-nrw.de eintragen zur Förderung dieses Projektes.
Ich bin überigens für die Einführung einer Kammer damit die Pflege endlich ein!!!!!!!!! Sprachrohr bekommt wo alle Intressen gebündelt werden.</font>

[ 15. Mai 2002 16:36: Beitrag editiert von Kai-Uwe Klöting ]
 
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Fachkrankenpfleger A+I
Fachgebiet
Anästhesie
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Stefanie

Mitglied
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09.03.2001
86153
Hallo Edith,

ich halte von dieser Idee sehr viel; du bist mit deiner Forderung übrigens nicht allein; in meinem Studiengang (Lehramt an berufl. Schulen im Bereich Gesundheit u. Pflege) wird seit längerem auch darüber diskutiert...

Grüße, Stefanie
 
Qualifikation
Lehrerin für Gesundheits- und Pflegeberufe
Fachgebiet
Schulen im Bereich Gesundheit u. Pflege
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Edith Monath

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Themenstarter/in
21.04.2002

Hallo, Kai-Uwe,

..."Die Wirklichkeit des Lebens besteht nicht aus Gefühl, sondern aus Aktivität."..

(Simone Weil, Philosophin)

Die von dir erwähnte Diskussion war im Sommer 2000 !!!

Warum bist du gegen Schritte nach vorne?

Sollen wir weiter auf der Stelle treten und hoffen,
dass Andere für uns handeln?

Bist du dafür oder dagegen, denn ich lese Widersprüche?


:confused: Gruß Edith


Liebe Stefanie,
danke für deine Antwort!
Gemeinsam können wir erreichen, was schon längst überfaällig ist!
Sicher habt ihr gute Ideen, die in die Tat umgesetzt werdeen müssen?!
Deshalb bitte ich dich, melde dich nochmal!!!
;) Gruß Edith
 
Qualifikation
Lehrerin für Gesundheitsfachberufe
Fachgebiet
IBF
E

Elisabeth Dinse

Gesperrter Benutzeraccount
13.08.2000
00000
Hallo @all,
alle Jahre wieder, der Schrei nach einer Pflegekammer- in der Hoffnung, daß sich dann die Situation der Pflege ändert. Aber ändert sie sich wirklich nur durch ein neues Gremium? Was ist mit unseren Berufsverbänden? Welche Aufgabe nehmen die eigentlich wahr? Auf dem Papier gleichen sich die Ziele doch sehr.

Vergleich der Ziele der BÄK mit den großen Pflegeverbänden
<BLOCKQUOTE>quote:</font><HR> Aufgaben der Bundesärztekammer
 Sicherung einer guten medizinischen Versorgung der Bevölkerung durch den ständigen Erfahrungsaustausch zwischen den Ärztekammern und der gegenseitigen Abstimmung ihrer Ziele und Tätigkeiten; Vermittlung des Meinungs- und Erfahrungsaustausches zwischen den Landesärztekammern;
 Pflege des Zusammengehörigkeitsgefühls aller in Deutschland tätigen Ärzte und ihre Beratung und Unterrichtung bei wichtigen Vorgängen für Ärzte auf dem Gebiet des Gesundheitswesens und des sozialen Lebens;
 Herbeiführung einer möglichst einheitlichen Regelung der ärztlichen Berufspflichten und Grundsätze für die ärztliche Tätigkeit auf allen Gebieten;
 Wahrung der beruflichen Belange der Ärzteschaft in Angelegenheiten, die über den Zuständigkeitsbereich eines Landes hinausgehen. Kontakte zur Bundesregierung und Bundesrat sowie zu den politischen Parteien;
 Vermittlung der Position der Ärzteschaft zu gesundheitspolitischen und medizinischen Fragen;
 Förderung der ärztlichen Fortbildung;
 Förderung der Qualitätssicherung;
 Herstellung von Beziehungen zur medizinischen Wissenschaft und zu ärztlichen Vereinigungen des Auslandes;
 Regelung insbesondere von
 Berufsordnung: Regelt ethische und berufsrechtliche Pflichten der Ärzte untereinander und gegenüber den Patienten. Darunter fällt z.B. die Schweigepflicht des Arztes (der Arzt hat über das, was ihm in seiner Eigenschaft als Arzt von seinem Patienten anvertraut oder über ihn bekannt geworden ist, zu schweigen);
 Weiterbildungsordnung: Definiert Inhalt, Dauer und Ziele der Weiterbildung und der Facharztbezeichnungen
Ziele des DBfK
 Vertretung aller Pflegebereiche und Pflegeberufe
 Qualitätssicherung pflegerischer Leistungen
 Interessenvertretung der Pflege in Gesellschaft und Politik
 Sicherung der Eigenständigkeit pflegerischer Berufe
 Weiterentwicklung der Pflege in Theorie und Praxis
 Förderung der Pflegeforschung
 Mitsprache bei der Gesetzgebung
 Durchsetzung zeitgemäßer Arbeitsbedingungen für Pflegende
 Angemessene tarifliche Entlohnung der Pflegenden.
Ziele des DPV
 Förderung der Professionalisierung der Pflege
 Qualitätssicherung der Pflege durch Aus-, Fort- und Weiterbildung
 Förderung der Gesundheitserziehung und Beratung der Bevölkerung
 Zusammenarbeit mit ambulanten und stationären Einrichtungen der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege, Ausbildungsstätten, weiterführenden Bildungseinrichtungen, Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens und gesetzgebenden Organen sowie mit Behörden und Verbänden Sicherung einer qualifizierten gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung durch Gewinnung von Nachwuchskräften in der Pflege
 Herausgabe eines Verbandsorgans zur Unterrichtung der Mitglieder und der Öffentlichkeit über Stand und Fortentwicklung der Gesundheits- und Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege
 Die Durchführung von Bildungsveranstaltungen, die allen Interessierten - unabhängig von ihrer Verbandszugehörigkeit - zugänglich sind
Die ADS setzt sich ein für
• eine ganzheitliche Sorge um den Menschen in allen Lebenslagen
• die Erhaltung und Verbesserung der Qualität der Arbeit innerhalb des Gesundheits- und Sozialwesens
• die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den pflegerischen Berufen
• die Weiterentwicklung der Pflege als wissenschaftliche Fachdisziplin
• die Professionalisierung der Pflegeberufe
Sie vertritt die gemeinsamen Interessen ihrer Mitgliedsverbände gegenüber
• Gesetz- und Verordnungsgebern
• Kirchen und Behörden
• Institutionen und Organen der öffentlichen Selbstverwaltung
• politischen Gremien
Sie wirkt durch Stellungnahmen auf
• gesundheitspolitische
• sozialpolitische
• und allgemeingesellschaftliche Fragen und Problemstellungen ein <HR></BLOCKQUOTE>

Was sollte eine Pflegekammer nun neues bringen im Gegensatz zu den schon vorhandenen Pflegeverbänden? Aus meiner Sicht gleichen sich die Ziele alle.... allein sie werden nicht oder nur unzureichend umgesetzt.

MfG
Elisabeth
 
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KS, PA BasStim, FS A/I
Fachgebiet
IBFW
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Kai-Uwe Klöting

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17.07.2000
44225
Hallo Edith

Nochmal ich bin für die Einführung einer Pflegekammer da ich der Meinung bin das wir ein Sprachrohr für unsere Intressen benötigen.Im Moment ist es ja leider so das zu viele verschiedener Meinung sind als das etwas für uns an der Basis dabei herum kommt.Was stört dich daran das diese Diskussion hier schon 2 Jahre her ist, ich denke als Grundlage für neuerliche Diskussionen langt es allemal.
:D
 
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Fachkrankenpfleger A+I
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Kai-Uwe Klöting

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17.07.2000
44225
Hallo Elisabeth

Du hast Recht damit das die Verbände ,von denen es allerdings noch mehrere gibt,sich in den Grundpositonen nicht viel unterscheiden.Denkst du aber wirklich das sich da eine Annäherung vollziehen wird?Wer verzichtet den freiwillig auf seine Position?Ich erhoffe mir von einer Kammer das sich etwas ändert und zwar für alle Pflegenden gleich welchem Berufsverband sie im Moment angehören.Es währe zumindest eine Instanz die so etwas für alle ereichen könnte.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger A+I
Fachgebiet
Anästhesie
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Elisabeth Dinse

Gesperrter Benutzeraccount
13.08.2000
00000
Hallo Kai-Uwe,
warum eine Kammer gründen? Warum nicht die Verbände reformieren? Beiträge zahlen wir, fordern wir auch von den Verbänden, daß sie ihren Zielen und Aufgaben gerecht werden.
Elisabeth
 
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KS, PA BasStim, FS A/I
Fachgebiet
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Edith Monath

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Themenstarter/in
21.04.2002
Hallo,
nur gleichstarke Partner können kooperieren.
Die Pflege wird durch verschiedene Verbände vertreten
und ich bin auch, wie Kai-Uwe, der Meinung, dass eingefahren Strukturen nur schwer zu ändern sind.
Was haben wir zu verlieren?
Eine Pflegekammer könnte Ziele und Aufgaben, wie Qualitätsstandards, fachliche und rechtliche Beratung etc. übernehmen und wäre auch beim Gesetzgebungsverfahren (Ausbildungsreform)beteiligt.
Gruß Edith
 
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Lehrerin für Gesundheitsfachberufe
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Edith Monath

Mitglied
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Themenstarter/in
21.04.2002
Mit diesem Beitrag möchte ich mich noch einmal für eine Pflegekammer aussprechen, denn eine Pflegekammer könnte das Image der Pflege in der Öffentlichkeit verbessern und die Attraktivität der Pflegeberufe steigern oder sollen wir weiterhin "fremdbestimmt" werden?
Schade finde ich, dass sich nur wenige an der Diskussion beteiligen!!!
Bisher gibt es berufspolitisch aktive Krankenschwestern und -pfleger, sowie Altenpfleger und -pflegerinnen in 10 Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen) Sie bildeten eigene Arbeitsgruppen, Förderkreise oder –vereine, die sich für die Einrichtung von Pflegekammern einsetzen.
Zu den erklärten Unterstützern zählen der Deutsche Pflegeverband (DPV) sowie in einzelnen Ländern die Arbeitsgemeinschaft leitender Krankenpflegepersonen (ALK bzw. VdP) und die Landesarbeitsgemeinschaft der Lehrerinnen und Lehrer für Pflegeberufe (LAG).
Zu nennen ist ferner die 1991 gegründete „Gewerkschaft Pflege.“ Die verschiedenen Befürworter und Initiativen sind seit 1995 bemüht, sich bundesweit zu vernetzen und haben sich unter dem Namen „Nationale Konferenz zur Einrichtung von Pflegekammern in Deutschland“ (vormals „Runder Tisch&#8220 ;) seitdem sieben mal getroffen.
Die ADS (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen) arbeitet zur Zeit an einer Positionsbestimmung. Sie hat eine „Arbeitsgruppe Selbstverwaltung“ einberufen, die in ihrem Abschlußbericht ein eindeutiges „Pro“ Pflegekammer empfiehlt.

Der DBfK (Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe) hat sich zur Kammerfrage bisher zurückhaltend geäußert.
Die Gewerkschaft ÖTV ist im allgemeinen gegen die Errichtung von Pflegekammern.

Der Ausschuss für Berufe des Gesundheitswesens der Arbeitsgemeinschaft Leitender Medizinalbeamter der Obersten Landesgesundheitsbehörden hat 1992 die Verkammerung einstimmig abgelehnt.


:( Gruß Edith
 
Qualifikation
Lehrerin für Gesundheitsfachberufe
Fachgebiet
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Stefanie

Mitglied
Basis-Konto
09.03.2001
86153
Hallo zusammen,

mein Problem ist momentan, dass ich bald den Überblick über die zahlreichen Berufsverbände, Arbeitsgruppen u. -gemeinschaften und Gewerkschaften verliere...

Sicher entwickelt jede dieser Organisationen wertvolle Impulse und Denkanstöße für die Zukunft der Pflege und wenn auch über den einen oder anderen Punkt kein Konsens herrscht, ließe sich doch in vielen Fällen durch ein Zusammenarbeiten Lohnenswertes erreichen.

Ich erinnere hierbei nur an die "Macht" und das Durchsetzungsvermögen entsprechender Zusammenschlüsse innerhalb anderer Berufsgruppen, allen voran die IG Metall...

Grüße, Stefanie
 
Qualifikation
Lehrerin für Gesundheits- und Pflegeberufe
Fachgebiet
Schulen im Bereich Gesundheit u. Pflege
E

Edith Monath

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
21.04.2002
Genau, liebe Stephanie,
"Zusammenarbeiten" ist das Schlüsselwort
und die Pflegekammer wäre die Stelle, welche die Fäden in der Hand hätte oder siehst du das anders?
Gruß Edith
:redface:
 
Qualifikation
Lehrerin für Gesundheitsfachberufe
Fachgebiet
IBF
E

Edith Monath

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
21.04.2002
Hallo, Alle,
hiermit möchte ich zur Diskussion ermuntern !
Einen wunderschönen Start in die sonnige neue Woche
wünscht Edith. :smile:
 
Qualifikation
Lehrerin für Gesundheitsfachberufe
Fachgebiet
IBF
H

Harry Plewa

Mitglied
Basis-Konto
29.03.2002
69198
www.pflege.de
Wenn die verbände sich nicht einigen können,
müssen wir sie vielleicht dazu zwingen?
Vielleicht sollten ja alle Mitglieder der Verbändediesen ein Ultimatum stellen!Entweder ihr hab bis zu einem bestimten Zeitpunkt eine gemeinsame Initiative auf die Beine gestellt oder wir tretten aus!

Es ist ausschließlich von Machtinteressen geleitet oder durch Eitelkeiten entstanden das in so Zentralen Fragen keine Gemeinsamkeit zustande gebracht wird. Wenn der druch so nicht reicht muss man den Druck auf den DBFK und die anderen größeren Verbände eben von Innen verstärken.

Es darf doch wohl nicht sein das die Leute die von den Plfegenden beauftragt werden sie zu vertretten es in Zeiten von so großer Not in der Pflege mehr damit zu tun haben sich selber zu bekriegen als damit gemeinsam für die Einführung einer Pflegekammer zu sorgen!

Aber mit dem Pflegepersonal kann man es ja machen, oder nicht?

Ich glaube die Pflegenden werden erwachen müssen sonst gibt es bald nur noch Erzieherinnen die Pflegestationen Leiten oder Lehrer die Altenheime Leiten, solange wir solche Dinge nicht auf die Reihe bekommen ist das dann wahrscheinlich besser??

Die Politik freut sich so hat sie mit der Pflege ein leichtes Spiel.... :(
 
Qualifikation
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Fachgebiet
Orthopädische Uniklinik Heidelberg
K

Kerstin Perez

Neues Mitglied
Basis-Konto
10.07.2005
85296
Hallo Alle zusammen,

auch ich möchte mich zum Thema implementierung der Pflegekammer äußern.
Meines Erachtens ist es sehr wichtig endlich eine Kammer zu entwickeln:
Dafür müssen wir uns stark machen. Wir sind einer der größten Berufsgruppe in Deutschland, wenn endlich alle an einem Strang ziehen und eine Kammer wollen, dann ist dies auch politisch durchsetzbar. Jedenfalls hoffe ich darauf. Denn sind wir mal ehrlich, in den Pflegeverbänden sind zu wenig Mitglieder, so bleibt die Stimme zu "dünn" um in Politik und Gesellschaft gehört zu werden.
Zur Zeit arbeite ich an einem Projektentwurf zur Implementierung einer Pflegekammer in Bayern. Für weitere Anregungen und Meinungen bin ich dankbar.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Weiterbildung Vollzeit
M

Michael W.

Liebe Edith,


ich komme aus Österreich und auch hier haben wir eine derartige Diskussion. Das Problem ist, dass die Pflege keine Lobby hat. Und genau diese ist notwendig um die Interessen zu vertreten.
Ich habe auch schon angeregt, eine Pflegeperson in die Ausschüsse des Parlaments (Nationalrat bzw. bei euch Reichstag) zu implementieren.
Natürlich hätte eine Pflegekammer für uns sehr viele Vorteile. Aber: In Österreich sind zur Zeit nur etwa 1/4 der Dipl. Pflegepersonen Mitglied beim hiesigen Krankenpflegeverband. Das bedeutet, dass man diese dann durch die Installierung einer Pflegekammer zwingen würde Beiträge zu zahlen. Ich bin natürlich dafür, aber ich befürchte, dass nicht alle KollegInnen so denken.
Es wäre schon längst an der Zeit für eine Registratur zu sorgen. Nur so kann man ganau sagen, wie viele Pflegepersonen tätig sind, wo sie tätig sind und wie. Usw.
Das Problem zumindest bei uns ist: Die Ärztekammer müßte Macht einbüßen (bis jetzt sind sie einer der stärksten Vertretungen in Österreich), die Politik ist dagegen, und sogar die eigene Vertretung (Gewerkschaften und Arbeiterkammer) tun alles, damit es nicht zur Installation einer Pflegekammer kommt. Klar, denn sie kämen um ihre Mitgliedsbeiträge.
Ich bin aber, im Rahmen zunehmender Akademisierung und Weiterentwicklung der Pflege guter Hoffnung, dass sich eine Pflegekammer nicht weiter verhindern lässt.
Ich hoffe ich konnte auch einen kleinen Beitrag leisten, zumindest aus Ösi-sicht und wünsche Dir Alles Gute und viel Zuversicht.

Herzlichst,

Michael
 
Manegger

Manegger

Mitglied
Basis-Konto
Dieses Thema mit der Pflegekammer wurde ja von Edith vor 2 jahren nochmals in "Schwung" gebracht.
Nun ist ja schon einen Menge Wasser den Bach hinunter geflossen!
Es hat sich ja was getan:
Hauptstadtkongress 2005:
Alle im Deutschen Pflegerat beteiligten Verbaände sind pro Pflegekammer!
Der in diesem Thread vorgebrachte einwand von Elisabeth, wir hätten ausreichend Verbände mit ähnlichen und gleichen Interessen stimmt zwar, aber der Unterschied zu einer Kammer besteht darin, dass eine Kammer die Vertretung des Staates darstellt, entsprechende Macht und definierte Aufgaben erhält und dadurch auch konkret Einfluss auf Politik haben könnte.
Das kann ein Verband oder Verein eben nicht!

Deswegen nochmals der Aufruf:
registrieren lassen, einem Verband eintreten und die Kammer fordern.

Gruß
Klaus
 
Qualifikation
Dipl.Pflegewirt
Manegger

Manegger

Mitglied
Basis-Konto
Gründung einer Pflegekammer-gute Vorraussetzungen!?

Hallo liebe Kollegen,

seit vielen Jahren bemühen sich verschiedene Pflegende hartnäckig darum. eine Pflegekammer zu errichten.
Wie schon an anderer Stelle berichtet hatte man in Berlin durch die Politik die Möglichkeit eine Kammer zu errichten, wenn sich mindestens 25% der Berufsgruppe für eine Vekammerung aussprechen.

Auch in Niedersachsen hat der "Förderverein zur Gründung einer Pflegekammer in Niedersachsen e.V." weiterführende Arbeit und fruchtbare Gespräche mit der Landesregierung um Herrn Wulf geführt. Trotzdem heißt dies nicht, dass nun alles von alleine läuft!
Ganz im Gegenteil, nun können die Pflegenden tatsächlich entscheiden, ob sie Verkammert werden wollen oder nicht!.
Für die Landesregierung waren laut Frau Skibicki, Präsidentin des Fördervereins zur Gründung einer Pflegekammer in Niedersachsen, Punkte wie Rechtsgrundlagen und Kostenneutrale Realisation, Fragen zum Aufbau, wichtig. Da es in Niedersachsen ein Kammergesetz für Heilberufe gibt, sollte an dieser Stelle das Rad nicht neu erfunden werden müssen, so Frau Skibicki.
Der Landesregierung wurde deutlich gemacht, dass die Pflegenden nun durch die Freiwillige Registrierung aufgerufen sind, dem Streben nach einer Verkammerung nachzukommen, der Deutsche Pflegerat sammelt die Registrierungen und kann dann die Zahlen nach Bundesland aufschlüsseln. Ausserdem stehe der DPR.eV. uneingeschränkt hinter dem Gedanken einer Pflegekammer.

Wer sich noch auf anderem Wege für eine Verkammerung aussprechen will, der kann dies tun, in dem er oder sie sich direkt an den zuständigen Landespolitiker wendet und einen Brief, Fax oder Mail schreibt.

Auch Unterschriftenlisten werden sicher gerne genommen.

Weitere Informationen, wie man die Verkammerung persönlich unterstützen kann, findet ihr auf den Seiten www.pflegekammer.de
und www.pflegekammer-niedersachsen.de

Trotz alle dem möchte ich hier gerne denjenigen die Chance geben zu diskutieren, die der Errichtung einer Kammer noch immer skeptish gegenüber stehen.
2 aktuelle Positionspapiere der Vereine zur Errichtung einer Pflegekammer könnt ihr gerne bei mir anfordern, oder ihr sucht sie euch auf den angegeben Website selbst heraus.

Gruß
Klaus
 
Qualifikation
Dipl.Pflegewirt
S

Seba

Mitglied
Basis-Konto
29.11.2004
22083
Im zuge dieser Diskussion möchte ich ebenfalls dirnglichst darauf hinweisen, dass wir die Politik überzeugen müssen, dass es der Berufsgruppe ernst ist mit der Kammer. Einer der wichtigsten Aufgaben der Kammer ist die Registrierung von seiner Profession. Daher sollten alle engagierten sich freiwillig registrieren lassen, um so ein Zeichen zu setzen. Wenn sich genügend regiostrieren lassen, ist dies ein wichtiger Schritt nach vorn. Das Geld sollte es einem wert sein. Denn Internetgebühren um jedes Jahr das Thema neu zu bearbeiten Kosten schließlich auch Geld. :wink:

www.freiwillige-registrierung.de
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziolinär
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