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Pflegegrade

  1. Hallo in die Runde,
    ich möchte Euch fragen, was Ihr von der Pflegeversicherung haltet. Ist die in Euren Augen sinnvoll oder eher nicht?
    Gruß
    Veronika
     
  2. Wonach fragst du genau?
    Nach den Pflegegraden, also dem Grad der Selbständigkeit und ob die Erhebung der Pflegegrade durch das Begutachtungsinstrument sinnvoll ist?
    Oder willst du wissen, ob wir das Personalbemessungssystem und/oder die Geld- und/oder Sachleistungen angemessen finden?
    Oder willst du wissen, was wir von der Pflegeversicherung an sich halten...also als Sozialversicherung?
    Oder willst du wissen, was wir vom SGB XI halten?
     
    Cutter gefällt das.
  3. Hallo in die Runde, alle Fragen sind wichtig. Ich setze mich seit neun Jahren ein für Versicherte und setze Pflegegrade durch. Die Begutachtungen verlaufen absolut willkürlich ab und entsprechen keiner Logik.
    Gruß
    Veronika
     
  4. Hallo Veronika,
    auch wenn die Pflegegrade nicht immer den tatsächlichen Personalaufwand spiegeln, kann ich die Besuche des MDKs nach den neuen Kriterien gut vorbereiten. Die Fragen kann man ja für sich im Vorfeld ausfüllen und dann bei der Begutachtung daneben legen. Wenn der Prüfer meiner Einschätzung nicht folgt, mache ich ihn direkt darauf aufmerksam, dass ggf. ein Widerspruch folgt wegen a, b oder c.
    Wichtig ist, selbstsicher und gut vorbereitet in das Gespräch zu gehen und die Hebel des Systems zu kennen. Wann lohnt es sich zu streiten und wann ist es egal.
    Ich habe auch den Eindruck, dass die Beratung zu Hilfsmittel nun eher auf dem Schirm steht und vom MDK selbst angesprochen wird. Sinn macht es, erfahrene Kollegen die Begutachtung machen zu lassen. Dann kennen sich Prüfer und Fachkraft und es herrscht Vertrauen und die Sicherheit, dass die andere Seite Ahnung vom Thema hat.
     
  5. Hallo Veronika, du hast ja viele Fragen. Grundsätzlich, ich halte die Pflegeversicherung für notwendig. Es gäbe ansonsten bei sehr vielen Pflegebedürftigen keine Möglichkeit, alles zu bezahlen, was sie brauchen. Pflege zu Hause, kostenlos, von den Angehörigen oder Nachbarn, so wie es in manch einem kleinen Nachbarland machbar ist, das kann und wird es in Deutschland nicht geben.
    Wünschen würde man sich mehr medizinisch-therapeutische Unterstützung durch die Ärzte, solange die Leute noch zu Hause sind. Das ist aber nicht machbar, zumal wir in Deutschland kaum entsprechend ausgebildete Arzthelferinnen haben. Bei uns läuft das Kümmern meistens gleich über Pflegedienste, die sich dann wiederum versuchen, um entsprechende Teilbereiche zu kümmern. Oder entsprechende Verordnungen von verschiedenen Ärzten zu erhalten. Im Pflegeheim ist einfach Geld nötig. Wer sonst sollte die immensen Kosten tragen.
    Nur haben die wenigsten Leute eine Vorstellung davon, was ein Heimplatz kostet. Und vielen ist nicht klar, dass die Pflegeversicherung, schon aufgrund der Höhe des Beitrags, nur eine Art Teilkaskoversicherung sein kann. Sonst müsste die arbeitende Bevölkerung einen höheren Beitrag in die Pflegekasse zahlen.
    Ich erlebe im Pflegeheim nicht nur eingegrenzte Einstufungen sondern auch teilweise Überbewertungen. Das war sehr extrem, als der Wechsel von Pflegestufe auf Pflegegrad kam. Bis alle Bewohner wieder neu eingegradet wurden, verging viel Zeit. In der Zeit wurde meiner Meinung nach viel Geld verbrannt für Menschen, die ''eigentlich'' fast gar nichts haben an Problemen. Zuhause wäre es sicher deshalb nicht mehr gegangen, weil sie keinen Nachbarn haben, der für sie einkauft. Und so weiter. Aber von der Pflege her benötigen viele nur ''Kleinkram''. ATS-Strümpfe anziehen zum Beispiel. Ich behaupte also forsch, dass wenn man erstmal im Heim ist, man schon auch genügend PUnkte zusammenbekommt, dass Pflegegrad III drin ist.
    Da ist aber dennoch klar, dass man aus seinem Privatvermögen und aus der Rente einfach große Teile dazubezahlen muss.
    Die Beurteilungskriterien selbst sind durch die Grade meiner Meinung nach präziser geworden. Deshalb ist die Vorbereitung durch das vorherige Durchgehen dieser Listen sehr wichtig.
    Und subjektiv gebe ich dir recht. Was ich aber mehr aus meiner Umgebung beurteile. Dass ältere Menschen, die sich drinnen und draußen mit Rollator und so durch die Gegend kämpfen, zu wenig Punkte zusammenbekommen. Vor allem wenn sie selbst noch alles mögliche allein machen wollen. Und darauf stolz sind: ''Ich brauch doch nicht täglich Hilfe im Bad''
     
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