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Pflegedienst Schwierigkeiten

  1. Hallo,

    ich habe eine Frage.

    Was kann man machen, wenn der Pflegedienst Leistungen abrechnet, die er nicht erbrigt, aber in Rechnung stellt und zwar so, dass die Familie nachzahlen muss, und das beidem Pflegegrad 5.

    Wie nachweisen?
     
  2. ist jemand von euch dabei wenn der Pflegedienst da ist? Wenn ja, alles aufschreiben. So könnt ihr eher nachweisen was gemacht wurde und was nicht. Aber ich würde erstmal die Leitung des Pflegedienstes anrufen und mit ihr sprechen. Vielleicht klärt es sich dann. Das reicht oft schon wenn sie merken das jemand ein Auge drauf hat.
     
  3. Normalerwiese muss man doch den Leistungsnachweis unterschreiben... Wer unterschreibt denn für die nicht erbrachten Leistungen?
     
  4. Die Ehefrau hat unterschrieben, sie spricht die Sprache nicht und man hat ihr "erklärt", sie unterschreibt, damit die Mitarbeiter ihr Gehalt bekommen. Die Pflegedienstleitung hat solche Rechnungen gestellt, dass die Krankenkasse jetzt auch der Ehefrau zusätzlich die leistungen, die angeblich der Pflegedienst erbracht hat, in Rechnung gestellt. In den UNterlagen der MDK, die angefordert wurden, steht auch eine Pflegekraft, die nie im Haus war.
     
  5. Evtl. könnte man hier einen Abgleich Unterschrift des Leistungsnachweis und Dienstplan machen.
    Frei nach dem Motto "wie kann jemand eine Leistung erbringen wenn er Frei hatte?" Unter anderem aus diesem Grund kann man Dienstpläne übrigens nicht nachträglich ändern ;)
     
  6. nun, dann wuerde ich mit dem MDK sprechen. Ihnen dort sie Situation schildern. Und weiter aufpassen und aufschreiben wer da war, was er gemacht hat, ....
     
  7. Hallo,
    wer hat den Pflegedienst organisiert?
    . Gab es einen Vertrag mit detalierten Leistungen?
    Wer hat den unterschrieben?
    Laut neusten Bestimmungen ist doch ein neuer Vertrag mit den neuen zusätzlichen Leistungen erforderlich, sobald sie mehrfach gemacht wurden?
    Dann kann man als Angehöriger noch sagen, das der leistungsnachweis von denen unterschrieben wird und nicht mehr von Ehefrau/Mann.
     
  8. @MaraWilmers : Man könnte bei der Krankenkasse erstmal den Verdacht des Leistungsbetrugs anonym äußern. Dann wird eine Überprüfung mit dem PD zusammen stattfinden. Wahrscheinlich ist dann ja auch alles in Ordnung. Aber sehr sicher wird des Pflegedienst auch den Grund für diese Überprüfung mitbekommen. Und die Verantwortlichen werden sich in Zukunft sehr vorsehen, sowas nochmal zu tun.
     
  9. Der Verdacht bei der Krankenkasse wurde mehrmals und sehr direkt geäußert. Die Antwort der Krankenkasse - der Leistungsnachweis wurde unterchrieben, dagegen kann man nichts tun. Ein Anwalt hat es abgelehnt, den Fall zu übernehmen und irgendwann ist man müde, dagegen anzukämpfen.
    "Die Ehefrau hat unterschrieben, sie spricht die Sprache nicht und man hat ihr "erklärt", sie unterschreibt, damit die Mitarbeiter ihr Gehalt bekommen."
     
  10. Du hättest diese Informationen auch gerne in Deinen Eröffnungsbeitrag schreiben können ….

    Ihr habt quasi schon alles getan. Wenn die Frau die Leistungsnachweise unterschreibt ist die Sache zunächst mal dingfest. Dabei ist es egal, ob sie verstanden hat, was sie unterschreibt oder nicht. Sie sollte dringend darüber aufgeklärt, was sie da eigentlich tut. Anders wird sich da nichts ändern. Gibt's es keine anderen Familienmitglieder die ihr das beibringen könnten?
     
  11. Ein seriöser Pflegedienst hat zu Versorgungsbeginn ein Erstgespräch geführt und dort die Kosten und ggf. einen zu leistenden Eigenanteil besprochen und in schriftlicher Form aufgeschlüsselt. Wenn im nachhinein Unklarheiten wie oben beschrieben auftauchen so basiert dies häufig auf Missverständnissen wie ambulante Leistungen funktionieren und abgerechnet werden. Daher empfehle ich dringend zuerst das Gespräch mit der Pflegedienstleitung zu suchen. Wenn der Pflegedienst korrekt arbeitet wird er solche Ungereimtheiten nachvollziehbar erklären können. Sollten die Unklarheiten nach einem solchen Gespräch weiterhin bestehen, dann liegt wohl tatsächlich ein Abrechnungsbetrug vor, dann hat man eines der wenigen schwarzen Schafe erwischt. In diesem Fall bitte (!!!) eine Beschwerde an den zuständigen Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) richten (nicht an die Kasse direkt). Diese werden dann eine sogenannte unangekündigte Abrechnungsprüfung als Anlassprüfung beim Pflegedienst veranlassen (Gesetzesgrundlage SGB XI § 114).
     
    MaraWilmers gefällt das.
  12. Ja. Als sie es angesprochen hat.
     
  13. Vielen Dank an Pevaueff, sehr gute Hinweise. Werde ich weitergeben.



     
  14. Ne ne. Ist nicht egal. Wenn die Frau nicht weiß was sie da unterschreibt und man ihr dann auch noch andere Tatsachen vorgaukeln dann ist das Betrug. Da wird die unterlegenheit des Vertragspartner ausgenutzt und das ist nicht nur arglistige Täiuschung, sondern auch noch vorsätzlicher Betrug. Dafür gibt es ganz schön böse was auf die Finger. Wenn das dann auch noch system hat interessiert sich der Staatsanwalt brennend dafür.

    Die Sache ist nur. Kann man es beweisen.
     
    Joan Doe gefällt das.
  15. Hallo Mara, du schreibst dass der Pflegedienst sich sicher in Zukunft vorsehen wird, wenn da genauer nachgeprüft wird. Das ist doch schon mal nicht verkehrt und sehr gut. Ein Pflegedienst kann es sich nicht erlauben und leisten, auffällig zu werden, das gibt richtig Ärger. Daher ist auf jeden Fall schon mal ein Blick in die Zukunft wichtig, dass da jemand immer genau alles beachtet und beobachtet.
    Das Argument, jemand versteht es nicht, hat es aber unterschrieben, zählt für mich nicht. Denn da gibt es nur zwei Möglichkeiten, jemanden unterschreiben lassen, der alles versteht und dann leider in Zukunft immer dabei sein muss. Oder eine andere Regelung finden. Wenn täglich der Pflegedienst kommt, die Ehefrau diesen Vertrag abgeschlossen hat, dann ist es ja nicht machbar zu sagen, ja, deutsche Sprache ist nicht mein Ding, ich kann das nicht abzeichnen. Das stell ich mir auf die einzelnen Leistungen verteilt im Laufe eines Tages als unrealistisch vor.
    Dass Leute trotz Pflegegrad 5 dazubezahlen müssen, ist nicht ungewöhnlich. Das hängt davon ab, was jemand an Leistungen gebucht hat. Wer hat in diesem Fall denn die Leistungen ausgewählt? Ein guter Pflegedienst weist einen auch darauf hin, dass die Leistungen so in dem Umfang über das Budget hinausgehen. Dafür gibt es den Vertrag.
    Kommt der Dienst als Beispiel mehr als zweimal am Tag für mehr als eine Stunde, kann es durchaus schon mal knapp werden.
    Vielleicht kann man das mal sortieren, welche Leistungen korrekt sind, welche nicht.
    Ich bin ein wenig erstaunt, dass man schon alle Möglichkeiten durchhat, einschließlich Anwalt. Denn dann ist dieses Forum schon auch an der Grenze des Helfens. Aber einfach zu sagen, ich versteh das nicht, kann kein Deutsch, das ist auch keine Lösung.
     
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  16. Ich hoffe, dass man dagegen etwas unternehmen kann. Es gibt sicherlich viel mehr Familien, die davon betroffen sind.
     
  17. Was ist eigentlich aus dem Problem geworden?
     
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