Pflegebett von der Pflegekasse abgelehnt, jetzt neue Begutachtung?

K

Karl54

Mitglied
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23.01.2020
Hallo,

nun wie ich voriges Jahr schon einmal geschrieben habe, wurde das Pflegebett für meine Mutter von der Pflegekasse abgelehnt. Mit der Begründung, das sie noch nicht Bettlägerisch ist. Aber die Gutachterin die dazumal vor Ort war, hatte es im Gespräch ja selber für Notwendig erklärt, aber hat es in ihrem Gutachten nicht erwähnt bzw. empfohlen. Dadurch sind wir in Widerspruch gegangen, auch da war keine Chance auf Erfolg. Die Pflegekasse hat das verweigert, ohne wenn und aber. Auch die Gutachterin, hat ihr Gutachten nicht noch einmal überarbeitet. Meine Mutter erhielt 2019 durch die Begutachtung ein PG 2. Mit einigen Hilfsmitteln.
Da blieb uns nichts weiter übrig, dieses in Miete vom Sanitätshaus zu nehmen, für 2 Jahre Miete von 450 €.

Nun mittlerweile hat sich der Gesundheitszustand meiner Mutter verschlechtert, deswegen haben wir jetzt eine Erhöhung des Pflegegrades beantragt. Dazu wird jetzt nach Weihnachten ein Telefoninterview durchgeführt. Durch die Corona-Lage wird vom MDK keine vor Ort Begutachtung durchgeführt, halt nur ein Telefoninterview. Dazu mussten wir jetzt im Vorfeld ein Fragebogen ausfüllen, für die Begutachterin des MDK.
Meine Mutter leidet an Fortgeschrittener Demenz und auch an COPD-Stadium II , sowie an Niereninsuffizienz Grad 3 und einige Herzerkrankungen und Diabetes usw. Eine ganze Litanei an Erkrankungen. Sie liegt Tagsüber mehr im Bett als sie auf den Beinen ist, weil sie nicht mehr kann etc.

Nun wollen wir versuchen im Rahmen des Telefoninterview, das schon bestehende Pflegebett, erreichen, das die Pflegekasse die Mietkosten zu übernehmen. Da meine Mutter angewiesen ist auf das Pflegebett. Kann da die Bettkante auf die gewisse Höhe hoch und runterfahren zum Aufstehen oder zu Bett gehen.

Mal sehen was da rauskommt. Wir wollen wenigstens erreichen bzw. versuchen das sie PG 3 bekommt oder sogar noch höher. Dann kann ich als Pflegeperson noch einige Dinge beantragen, wie Erhöhung GdB mit Merkzeichen, Sowie Transportkostenabrechnung zu Fahrten zum Arzt o. Untersuchungen, Parkausweis etc.

Habt Ihr noh eine Idee oder Tipps, wie man das Pflegebett gut unterbringen kann, beim Telefoninterview?

Gruß Karl
 
Qualifikation
Laie
Fachgebiet
zu Hause
P

Pseudo

Die Diagnosen geben nur ein Rahmen. Entscheidend ist der Hilfbedarf der besteht. Im Bereich der Mobilität gibt es folgende Fragestellungen: Positionswechsel im Bett, Halten einer stabilen Sitzposition, Umsetzen, Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs und Treppensteigen. Wie lange deine Mutter im Bett liegen bleibt ist erstmal weniger relevant für die Einschätzung. Kann deine Mutter sich mit einem Hilfsmittel im häuslichen Bereich fortbewegen und du musst punktuell nur eine Handreichung geben oder das Hilfsmittel bereitstellen ist nur der Punkt überwiegend selbständig erfüllt. obwohl du evtl. subjektiv einen größeren Hilfebedarf wahrnimmst. Kann deine Mutter ohne Unterstützung auf einem Stuhl über die Dauer eine Mahlzeit sitzen, dann ist sie in diesem Bereich nach BRi selbständig. Das Pflegebett würde nur genehmigt werden, wenn dadurch die selbständigkeit weiter erhalten, die Pflege erleichtert wird oder Folgeschäden verhindert werden können. Du musst überlegen warum das Pflegebett eine Erleichterung für euch und deine Mutter im Alltag darstellt und damit begründen. Für einen reinen höheren Betteinstieg benötigt man kein Pflegebett, dass in der Höhe verstellbar ist. Du hast im gesamten Abschnitt aus meiner Sicht leider bislang nicht dargelegt warum ein Pflegebett für euch erfoderlich ist. Kommt deine Mutter selber nicht mehr aus dem Bett oder benötigt Transferhilfen bzw. muss gelagert werden. Wenn du diese Fragen verneinst, dann besteht auch wenig Hoffnung auf ein Pflegebett.

P.S Die Merkzeichen sind nicht mit einem Pflegegrad fest gekoppelt.
 

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