Sonstige WB Pflegeberater nach §7a

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TinaNorle

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Hallo,

ich würde gerne die Fortbildung zum Pflegeberater nach §7a machen. Ich habe bei den Voraussetzungen gelesen, dass es Sozialversicherungsfachangestellte dürfen, aber wie sieht es mit Kaufleuten im Gesundheitswesen aus? Ich arbeite im ambulanten Pflegedienst und mache ja in meinem Beruf schon Pflegeberatungen per Telefon oder auch hier im Büro, wenn meine PDL nich da ist....Und das macht mir soo viel Spaß, dass ich gern mehr machen würde
 
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Kauffrau im Gesundheitswesen
Fachgebiet
Ambulanter Pflegedienst
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Binca

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AW: Pflegeberater nach §7a

Hallo,
ich fange die Ausbildung zum Gesundheitsberater/ Gesundheitspädagoge im September an und bei uns ist es Vorrausetzung, das eine Berufsausbildung im sozialen Bereich wie z.B. Krankenpflege, aus dem Bereich Reha oder Kindergarten u. ä. vorhanden ist. Vielleicht gibt es da ja Unterschiede ?


LG Binca
 
Qualifikation
Krankenschwester seit 1983
Fachgebiet
Unfallchirurgie , stellvertr. STL, Praxisanleiter
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Lisy

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AW: Pflegeberater nach §7a

Zitat:
[ich würde gerne die Fortbildung zum Pflegeberater nach §7a machen.]
Was ist denn das für eine Fortbildung???
Ick kenne nur die Pflegebesuche nach/ über den §37a und die Pflegeberatung/ Pflegeschulung nach dem § 45 beides SGB XI
Beides dürfen nur die Pflegefachkräfte abrechnen.
Ach ja und dann kenn ich noch den Pflegeberater nach dem Pflegeerweiterungsgesetz. Hierfür gibts aber meines Wissens nach noch nichts offizielles.
Grüßle neugierige Lisy
 
Qualifikation
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katharina11

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AW: Pflegeberater nach §7a

Hallo Lisy,

war schon lange nicht mehr hier und hoffe, ich erzähle Dir auf Deine schon länger zurückliegende Frage keine ollen Kamellen.

der Pflegeberater n. §37a wird im Pflegeweiterentwicklungsgesetz beschrieben. Der Gesetzgeber hat ziemlich klar die Voraussetzungen beschrieben und den Umfang der Weiterbildung. Arbeiten kann man/frau damit in Krankenkassen und Pflegestützpunkten, sofern vorhanden. Als PB arbeitetet man nach den Grundzügen des Case Management, wenn erforderlich bzw. berät und begleitet Angehörige und Pflegebedürftige durch den " administrativen Pflegedschungel". Die Arbeit ist sehr interessant, meiner Meinung nach sind Pflegefachkräfte, mit Erfahrung in der ambulanten Pflege am besten geeignet.

viele Grüße

Katharina 11








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Pflegeberatung §7a bei Krankenkasse
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Sozialwirtin, Pflegeberatung n. § 7a; Case Managerin (DGCC)
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Lisy

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AW: Pflegeberater nach §7a

Hallo katharina11,
den Pflegeberater nach dem § 37a ist eine echt alte Kamelle. Diese Pflegeberatungen darf jede Pflegefachkraft durchführen. Dazu benötigt man keine Weiterbildung.
Was das Pflegeerweiterungsgesetz beschreibt ist ein bischen was anderes. Da gehts um die Pflegestützpunkte- die beraten zwar auch, eine Pflegebedürftigkeit ist aber nicht unbedingt notwendig.
Für diese Tätigkeiten gibts aber meines Wissens keine eigenständige Weiterbildung. Die meisten Krankenkassen bilden übrigens ihre Mitarbeiter in diese Hinsicht weiter- sie stellen dafür kein neues Personal ein.
Grüßle Lisy
 
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katharina11

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AW: Pflegeberater nach §7a

Hallo Lisy,
ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir wirklich vom gleichen Berufsbild sprechen, bzw. gibt es Unterschiede zwischen Bayern und BW?
Der Pflegeberater nach § 7a ist ein geschützter Begriff. Die dazu gehörige Weiterbildung umfasst ca. 400 Std,in Sozlalrecht, Case Management und Pflegefachwissen für Personen, die keine pflegerische Ausbildung haben, usw. Den Abschluss bildet eine umfangreiche Projektarbeit mit mündl. Prüfung.
Das sitzt man nicht mit einer Backe ab. In Bayern bieten dass u. A. z. B. die Fachhochschule Deggendorf in Zusammenarbeit mit dem MDK an. Da ich in dem "Geschäft" schon ca. 20 Jahre tätig bin, weiß ich auch, wie Pflegekräfte von amb. Pflegediensten, Überleitungskräfte v. KH und Rehaeinrichtungen beraten.
Pflegeberater müssen neutral beraten. In Bayern gibt es nur sehr wenig Stützpunkte, daher sind die Menschen auf die Beratung der Pflegeberater die z. B. die Kassen (leider noch zu wenige) angewiesen. Meine Beratungen entwickeln sich oft genug zum Case-Management, die Menschen sind froh, dass jemand kommt und die Gesamtsituation erfasst und mit den schon beteiligten Unterstützer ein sinnvolles Netzwerk bildet, oder überhaupt erst eines aufbaut.
Natürlich gibt es auch in Bayern gute PD die ihre Patienten so gut betreuen und begleiten, dass eine Pflegeberatung nicht notwendig ist. Aber auch Du wirst in Deinem Arbeitsfeld immer wieder zu spüren bekommen, dass es Menschen gibt, die Deinem Angebot skeptisch gegenüber stehen. Auch da setze ich an und kann oft im Sinne des PD beraten und den Menschen klar machen, warum welche Leistungen was kosten und dass das Angebot des PD durchaus seriös ist.

Freue mich schon auf eine rege Diskussion,

Katharina 11
 
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Pflegeberatung §7a bei Krankenkasse
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Sozialwirtin, Pflegeberatung n. § 7a; Case Managerin (DGCC)
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Lisy

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AW: Pflegeberater nach §7a

Hallo Katharina,
bei uns in BW gibts theoretisch ausreichend Pflegestützpunkte, aber halt nur theoretisch. Die Ausbildung die du nennst, kenne ich zwar, aber ich wüßte nicht, das diese bereits anerkannt ist und auch nicht, wo die im Gesetz festgelegt sein sollte ( freue mich durchaus, wenn du mir den Gesetzestext dazu findest).
Bei uns (BW) bilden die Pflegekassen ihre MA weiter, damit diese MA die Mitglieder beraten können, da diese MA aber von der Pflege eigentlich keine Ahnung haben, kommen zu uns jede Menge frustrierte, schlecht beratene Kunden- leider.
Wir haben aber auch die "sogenannten" Pflegeberater- zu denen hat aber kaum jemand Vertrauen. Die werden eigentlich nur sehr selten in Anspruch genommen.
Übrigens, bei einem Pflegeberatungsgespräch "verkaufe" ich keine Leistungen, ich berate - dafür werde ich schlieslich auch (von der Kasse) bezahlt.
Lisy
 
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katharina11

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AW: Pflegeberater nach §7a

Hallo Lisy,
Du scheinst dann wirklich zu den seriösen PD zu gehören. Leider mache ich hier auch oft die Erfahrung, dass viele Leistungen "verkauft" werden, die auch nicht von der Kasse bezahlt werden und die Leute dann darauf sitzen bleiben. Da ist wirklich übel. Aber schwarze Schafe gibt es halt leider überall.
Aber zurück zu den Pflegeberatern: das wurde im Pflegeweiterentwicklungsgesetz vom 01.07.2008 beschrieben. § 7 a. Dort legt der Gestzgeber fest, dass die Kassen die Beratungspflicht haben und welche Berufsgruppen in Frage kommen. Dort werden auch ganz klar die Inhalte der Weiterbildung beschrieben.
In Bayern gibt es bei der AOK 46 Pflegeberater aus den Berufsgruppen Krankenschwestern, Altenpfleger, Sozialarbeiter und Sozialfachangestellte. Viele der Pflegeberater wurden von extern eingestellt und kommen mit entsprechenden Hintergrundwissen oft mit Erfahrung von PDL und Heimleiter etc. Außerdem gibt es ein umfangreiches QM und Fortbildungsangebote. Dort wird die Aufgabe und Neutralität der Pflegeberater ernst genommen.
Natürlich verstehe ich, wenn das kontrovers diskutiert wird.
Bei anderen Kassen wird das sicher auch ganz anders gehandhabt und die Begleitung der Betroffenen lässt dann sicher zu wünschen übrig. So weiß ich, dass es oft nur Beratung über Telefon gibt, dass ist natürlich dürftig.
In den Stützpunkten könnte vielliecht gute Beratung aus einer " Hand" angeboten werden. Kollegen berichteten mir, dass es sehr hilfreich ist, wenn der "Kollege" von der Kommune gleich neben an sitzt und dann auch gleich Ansprüche aus dem SGB XII abgeklärt werden könnnen.
Ich beobache die Situation hier in Südbayern jedenfalls sehr genau und finde es sehr spannend.
Allerdings muss ich Dir insofern recht geben, ich wollte mal einen Klienenten an eine Pflegeberatung in BW vermitteln, das war sehr schwierig und leider habe ich keine Rückmeldung bekommen, ob es hilfreich war.
Na ja,so kämpfen wir halt weiter an unseren Fronten!

Viele Grüße

Katharina
 
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Lisy

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AW: Pflegeberater nach §7a

Zitat:
Dort legt der Gestzgeber fest, dass die Kassen die Beratungspflicht haben und welche Berufsgruppen in Frage kommen. Dort werden auch ganz klar die Inhalte der Weiterbildung beschrieben.
@ Katarina, richtig, die Inhalte und die Berufsgruppen werden dort im Gesetz festgelgt. Die Inhalte entsprechen jedoch, wie du auch kurz erwähnt hast, durchaus den Weiterbildungen zur verantwortlichen Fachkraft. Ich kenne übrigens keine seriöse Weiterbildungsstätte in BW die den Teilnehmern an den Pflegeberatungskursen eine Garantie, das der Kurs auch anerkannt wird gibt.
Eine Kostenübernahme durch die Pflegekassen ist für Einzelpersonen auch sehr schwierig bis unmöglich.
Was die Kostenübernahme über den SGB XII anbelangt - in BW kann man nicht mal so einfach zum Ma der Komune gehen und eine Kostenübernahme bekommen. Was die Beratung bezüglich der Kostenübernahme über den SGB XII anbelangt, können wir ambulanten, ( die die Pflegeberatung mit der Kasse abrechnen können) eigentlich auch ganz gut beraten und im Einzelfall helfen wir auch bei der Antragstellung (was die meisten übrigen gar nicht möchten)
In diesem Sinne, spannend, sehr spannend- schaun wir mal, wie sich das entwickelt.
Kollegiale Grüße
Lisy
 
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Altenpflegerin
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Morbus Bahlsen

Morbus Bahlsen

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Leipzig
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AW: Pflegeberater nach §7a

Ich bin im Zuge meiner Suche nach einer Weiterqualifizierung auch auf den Pflegeberater gestoßen und auch auf einige Anbieter, die das als Fernstudium im Programm haben. Ich habe sehr viel Erfahrungen sowohl im Krankenhaus/Rehabereich als auch im ambulanten PD und in der Heimbeatmung. Das beschriebene Tätigkeitsfeld, würde mir sehr zusagen. Nun aber meine Frage: ich hab noch nier irgendwas von Pflegeberatern gehört und dementsprechend auch noch nie gesehen das welche irgendwo zum Einsatz gekommen sind?
Ist das was mit Zukunftschancen? Hat man danach Möglichkeiten irgendwo anzufangen? Freiberuflich wäre irgendwie keine Option für mich und wenn ich schon das Geld investiere, möchte ich auch wissen das es was bringt. Zumal ich mich auch gerade frage, wer für sowas wie einen Pflegeberater geld investiert.
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Heimbeatmung
Weiterbildungen
Krisenintervention, Ernährungsberatung, PDL, Mentor, Pflegeexperte außerklinische Intensivpflege
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